Wirtschaft

Lok-Gigant CRRC vor Expansion Vossloh-Deal mit China alarmiert Kartellamt

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Der chinesische Konzern CRRC greift nach der Lok-Sparte des deutschen Unternehmens Vossloh.

(Foto: imago images/UPI Photo)

Für den weltgrößten Schienenfahrzeughersteller CRRC führt ein Weg in den europäischen Markt über das Sauerland. Das dort ansässige Unternehmen Vossloh will seine Lok-Sparte an die Chinesen loswerden. Das Bundeskartellamt schaut sich das genauer an.

Der Verkauf des Lokomotiven-Geschäfts von Vossloh an den chinesischen Zug-Giganten CRRC ruft nach dem Bundeswirtschaftsministerium auch das Bundeskartellamt auf den Plan. Die Bonner Kartellwächter haben eine vertiefte Prüfung der Pläne eingeleitet, wie sie auf ihrer Internetseite mitteilten.

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"Wir müssen noch weitere Ermittlungen vornehmen, um eine abschließende Entscheidung treffen zu können", sagte ein Sprecher des Kartellamts der Nachrichtenagentur Reuters. Das Kartellamt kann nun für weitere drei Monate die Pläne untersuchen. Voraussichtlich bis Mitte Dezember wird die Behörde eine Entscheidung treffen.

Der Bahntechnik-Konzern aus dem sauerländischen Werdohl hatte Ende August mit der CRRC-Tochter Zhuzhou Locomotives Co Ltd einen Käufer für die defizitäre Lok-Sparte gefunden, der dafür zunächst nur einen kleinen einstelligen Millionenbetrag zahlt.

Auch Wirtschaftsministerium argwöhnisch

Für die Chinesen wäre der Zukauf ein weiteres Einfallstor in den europäischen Markt. Die aggressive Expansion des weltgrößten Lok-Herstellers CRRC mit 30 Milliarden Euro Umsatz hat die Branche aufgeschreckt. Branchenkreisen zufolge prüft das Bundeswirtschaftsministerium seit Anfang des Monats ein Veto gegen die Transaktion. Das Ministerium erwäge, den Verkauf nach dem Außenwirtschaftsgesetz zu verbieten, hatte ein Insider Reuters gesagt.

Der Schienenfahrzeughersteller CRRC sorgt bereits seit Längerem für Aufregung in der Branche: Der ICE-Bauer Siemens hatte seine Fusionspläne mit dem französischen Konkurrenten Alstom mit der drohenden Konkurrenz aus China begründet. Doch die EU-Kommission hatte den Zusammenschluss der beiden führenden europäischen Hersteller mit der Begründung abgeschmettert, dass CRRC in der EU bisher kaum Fuß gefasst habe.

Quelle: ntv.de, cri/rts/DJ