Wirtschaft

Besitzer dementieren Entmachtung Wer kontrolliert den Binladin-Konzern?

Eigentlich sollte Saudiarabien den Bauunternehmer Saudi Binladin seit ein paar Monaten kontrollieren. So hatten es Medien berichtet. Die Firma sollte Reformprojekte der Regierung unterstützen. Nun meldet sich der Bauriese selbst zu Wort.

Der saudiarabische Konzern Binladin hat Berichte über seine Verstaatlichung zurückgewiesen. In einer Stellungnahme hieß es, der Bauriese "bleibt ein privates Unternehmen im Besitz seiner Anteilseigner". Mehrere internationale Medien hatten zuvor berichtet, die Regierung Saudi-Arabiens habe das Unternehmen nach der Festnahme ihres Vorstandsvorsitzenden vor zwei Monaten übernommen.

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"Einige Anteilseigner mögen einem Vergleich zugestimmt haben, der die Übertragung von Aktien an die Regierung von Saudi-Arabien beinhaltet", räumte Binladin ein. Er ging dabei allerdings nicht auf den Umfang der abgegebenen Anteile ein. Wegen finanzieller Probleme musste der Konzern im Jahr 2016 Zehntausende Arbeiter entlassen und befindet sich derzeit im Umbau.

Der Vorstandsvorsitzende Bakr bin Laden war vor zwei Monaten zusammen mit Dutzenden anderen hochrangigen Managern und Politikern in einer spektakulären Aktion im Zuge einer Anti-Korruptionskampagne des saudiarabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman festgenommen worden. Er befindet sich nach wie vor in Haft.  

In dem großangelegten Coup ging es dem Prinzen nicht nur um Korruptionsbekämpfung, sondern auch um die Auffüllung der Staatskasse, in der seit dem Zerfall des Ölpreises Ebbe herrscht. Laut Beobachtern soll Saudi Binladin in den gigantischen nationalen Entwicklungsplan, die "Vision 2030", eingespannt werden. Dazu gehören Projekte wie die Megastadt Neom am Roten Meer.

Die 1931 gegründete Binladin-Gruppe ist eines der einflussreichsten Unternehmen im saudiarabischen Königreich. Sie gehört der Familie des 2011 getöteten Al-Kaida-Führers Osama bin Laden.

Quelle: n-tv.de, ddi/AFP

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