Wirtschaft

Käufer für Keimschleuder? Wursthersteller Wilke weckt Interesse

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In der Wurst von Wilke waren Listerien gefunden worden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Anfang Oktober stellt der nordhessische Wursthersteller Wilke auf Anordnung der Behörden seine Produktion ein und meldet Insolvenz an: Seine Produkte werden mit drei Todesfällen in Verbindung gebracht. Trotzdem scheint es einen Kaufinteressenten für das Unternehmen zu geben.

Für den Wursthersteller Wilke aus Nordhessen, der nach Keimfunden geschlossen wurde, gibt es einen potenziellen Käufer. Man arbeite weiterhin an einer Lösung für den Standort und alle Arbeitnehmer, erklärte Insolvenzverwalter Mario Nawroth. "Dazu stehe ich zwischenzeitlich mit einem potenziellen Kaufinteressenten in erstem Kontakt." Die kommenden Wochen müssten zeigen, was sich daraus ergebe.

Behörden hatten den Betrieb vor über zwei Wochen geschlossen, nachdem mehrfach Listerienkeime in Produkten gefunden worden waren. Diese können für Menschen mit geschwächtem Immunsystem lebensgefährlich sein. Wilke hatte danach vorläufige Insolvenz angemeldet.

Mit den Produkten von Wilke werden drei Todesfälle und 37 Krankheitsfälle in Verbindung gebracht. Die Kasseler Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Geschäftsführer wegen fahrlässiger Tötung.

Insolvenzverwalter Nawroth wollte sich zu den laufenden Rechtsstreitigkeiten nicht äußern. Er überbrachte aber den rund 200 Mitarbeitern gute Nachrichten: Sie erhalten nachträglich ihr September-Gehalt.

Im Namen von Wilke hatte Nawroth einen Eil-Antrag gegen den Produktionsstopp gestellt. Das Verwaltungsgericht Kassel hat diesen aber abgelehnt. Eine Beschwerde vor dem hessischen Verwaltungsgerichtshof wäre möglich.

Quelle: n-tv.de, chr/dpa

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