Wirtschaft

Im Schnitt zwei Abos Zahl der Streaming-Abos schnellt nach oben

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Disney, Netflix und Co gewinnen im Gegensatz zu Pay-TV-Anbietern immer mehr Kunden.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Die deutschen Haushalte haben inzwischen im Schnitt zwei Streaming-Abos. Netflix und Co legen sowohl beim Umsatz als auch bei den Abonnenten massiv zu. In diesem Jahr wollen sie die Marke von 20 Millionen Kunden knacken.

Streaming-Plattformen wie Netflix, Amazon, Disney und TVNOW treiben mit ihrem rasanten Wachstum in der Corona-Krise die Umsätze im deutschen Bezahlfernsehen. Im vergangenen Jahr legte das Geschäft mit Pay-TV- und Streaming-Abos in Deutschland um zehn Prozent auf 4,2 Milliarden Euro zu, wie der Verband der privaten Fernsehanbieter Vaunet mitteilte. Für dieses Jahr prognostiziert der Verband Umsätze in Höhe von 4,5 Milliarden Euro.

Während die Zahl der Pay-TV-Abonnenten bei rund 8 Millionen stagnierte, stieg die Zahl der Streaming-Abo-Kunden um fast 17 Prozent auf inzwischen 17,5 Millionen. "Mittlerweile kommen die deutschen Haushalte im Schnitt auf zwei Abos", sagte Nicole Agudo Berbel, Geschäftsführerin der Sevenone Entertainment Group, die Sender wie ProSieben, Sat.1 und Kabel 1 bündelt. Vaunet geht davon aus, dass in diesem Jahr erstmals die Marke von 20 Millionen Streaming-Abonnenten geknackt wird, während die Zahl der Pay-TV-Abonnenten bei 8 Millionen verharren dürfte.

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Um sich vom Erfolg der US-Streaming-Anbieter Netflix und Co nicht an die Wand spielen zu lassen, setzt der Pay-TV-Anbieter Sky auf Kooperationen wie auch eine Ausweitung seines Angebots und will dafür mehr Eigenproduktionen und Dokumentationen auf die Bildschirme bringen. "Das ist unsere Strategie, um auf die veränderten Marktbedingungen zu reagieren", sagte Sky-Deutschland-Managerin Elke Walthelm, die auch damit punkten will, dass über ihre Plattform die Inhalte anderer Anbieter wie beispielsweise HBO Max laufen.

Der Markt für Videoinhalte wachse weiter rasant. TVNOW sei dabei eins der wachstumsstärksten Angebote im deutschen Markt und hat sich in der Spitzengruppe der größten Angebote festgesetzt. "Jetzt geht der Streamingmarkt in die nächste Phase, die wir aktiv mitgestalten werden. Deshalb bündeln wir unsere Kräfte unter der Marke RTL, um ihre Wahrnehmung als führende Entertainmentmarke Deutschlands zu stärken", sagt Co-Geschäftsleiter TVNOW Henning Nieslony. "In diesem Zuge wird aus TVNow Ende des Jahres RTL+. Das Plus steht für ein noch größeres Angebot von und mit den größten Talenten Deutschlands – denen wir das attraktivste Zuhause bieten wollen."

Quelle: ntv.de, chl/rts

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