Wirtschaft

Laut Studie Umrüstung nötig Zehn Großstädten droht Diesel-Fahrverbot

Die Stickdioxid-Werte bei älteren Dieselfahrzeugen haben sich seit 2016 zwar leicht verbessert. Dennoch droht ihnen laut Berechnungen des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer in Zukunft ein Fahrverbot. Er sieht keine Besserung durch Software-Updates.

In mindestens zehn deutschen Großstädten droht nach einer Untersuchung des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer künftig ein Fahrverbot für ältere Dieselfahrzeuge - falls es keine Hardware-Umrüstung der Motoren gibt. Fahrverbote für Diesel-Pkw könnte es in München, Stuttgart, Köln, Reutlingen, Hamburg, Heilbronn, Kiel, Düsseldorf, Darmstadt und Ludwigsburg geben, wie von Dudenhöffer veröffentlichte Berechnungen des CAR-Instituts an der Universität-Duisburg-Essen ergaben.

Laut CAR-Chef Dudenhöffer zeigt demnach die Analyse der Stickdioxid-Werte, dass sich die Situation in den Jahren 2016 und 2017 zwar leicht verbessert hat. Dennoch würden in mindestens diesen zehn Großstädten die gesetzlich vorgegeben Grenzwerte nicht erreicht. Die Daten belegten, dass Software-Updates und Verschrottungsprämien nur einen geringen Einfluss hätten.

Damit bleibe der Regierungskoalition in Berlin nur, mit Hardware-Umrüstungen für ältere Diesel-Pkw Fahrverbote in deutschen Großstädten zu vermeiden, erklärte Dudenhöffer. Dabei wären Fahrverbote für Autofahrer und Städte ebenso dramatisch wie für die Autohersteller, mahnte der Experte. "Die Autobauer sollten sich daher offener gegenüber Hardware-Umrüstungen zeigen."

Quelle: ntv.de, lri/AFP

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