Der Börsen-Tag
27. Juli 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Jan Gänger
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17:40 Uhr

Dax legt zu

Der Frankfurter Aktienmarkt zeigt sich zuversichtlich. Der Dax gewinnt 1 Prozent auf 25.361 Punkte. 

Dax legt zu
16:43 Uhr

Bisherige Berichtssaison liefert ab

Die ersten Ergebnisse der europäischen Berichtssaison wertet Ulrich Stephan, Chefanlagestratege für Privat- und Firmenkunden der Deutschen Bank, als insgesamt positiv. Nachdem rund ein Drittel der Marktkapitalisierung des Stoxx-600 berichtet hat, zeichnet sich ein Gewinnwachstum von mehr als 17 Prozent ab - gut zwei Prozentpunkte über den Erwartungen zu Beginn der Saison. Zwar wurden negative Überraschungen bislang überdurchschnittlich stark abgestraft, dies sei zu Beginn einer Berichtssaison jedoch nicht untypisch und verdeutliche die hohe Bedeutung der Unternehmenszahlen für die Märkte, so der Marktexperte.

Aus dem Stoxx-600 legen diese Woche 202 Unternehmen Ergebnisse vor, darunter HSBC, Shell, L'Oreal, Hermes, Airbus, Schneider Electric, UBS, Barclays, Deutsche Bank, Unilever, Rio Tinto und AB InBev.

Bisherige Berichtssaison liefert ab
16:18 Uhr

Gewinne in New York  

Eine Pause im Iran-Krieg und in der Folge kräftig fallende Ölpreise sorgen an der Wall Street für steigende Kurse. Der Dow-Jones-Index verbessert sich um 1,1 Prozent auf 52.540 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 legt um 0,8 Prozent zu, und für die technologielastigen Nasdaq-Indizes geht es um bis zu 1 Prozent nach oben. 

Der vor der Startglocke veröffentlichte Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter für den Juni liefert keinen Impuls, auch wenn die Zunahme mit lediglich 0,3 Prozent deutlich unter dem erwarteten Plus von 2,1 Prozent lag. Für den Dollar geht es mit der Feuerpause im Iran-Krieg leicht nach unten.  

Gewinne in New York  
16:03 Uhr

Euro etwas fester

Der Euro-Kurs ist gestiegen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1389 (Freitag: 1,1377) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8780 (0,8789) Euro.

Euro etwas fester
15:15 Uhr

EZB-Ratsmitglied neigt zu Zinserhöhung

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(Foto: REUTERS)

EZB-Ratsmitglied Peter Kazimir denkt laut über eine Zinserhöhung im September nach. "Die eingehenden Daten und die geopolitischen Entwicklungen müssten schon sehr überzeugend sein, damit ich mich im September nicht für eine weitere Anhebung ausspreche", so der slowakische Notenbankchef.

Für den Konflikt im Nahen Osten sei kein klares Ende in Sicht, ebenso wenig wie für die Ungewissheit hinsichtlich der Energieversorgung aus der Golfregion. Es gelte zu verhindern, dass sich über erhöhte Energiekosten Löhne und Preise hochschaukelten. Diese für die Inflationsentwicklung gefährlichen, sogenannten Zweitrundeneffekte kündigten sich aber nur selten an: "Sie entstehen oft unbemerkt. Wenn sie erst einmal voll sichtbar sind, ist ihre Beseitigung kostspielig", so Kazimir. Die Aufgabe der EZB sei es, vor diesem Zeitpunkt zu handeln und nicht erst danach.

Die EZB hat den Leitzins jüngst bei 2,25 Prozent belassen und zugleich die Tür für einen weiteren Schritt nach oben offengehalten. An den Finanzmärkten wird damit gerechnet, dass die Notenbank nach der Zinserhöhung vom Juni auf der nächsten Ratssitzung im September nachlegen wird.

EZB-Ratsmitglied neigt zu Zinserhöhung
14:49 Uhr

Porsche schwingt die Job-Axt  

Der kriselnde Autobauer Porsche will in den kommenden Jahren rund 5000 weitere Stellen abbauen. Die Mitarbeitenden sollen über Fluktuation, Altersteilzeit und Aufhebungsverträge sozialverträglich ausscheiden, wie das Unternehmen und der Porsche-Betriebsrat mitteilten. Zusammen mit dem im vergangenen Jahr beschlossenen Wegfall müssen damit rund 8900 Beschäftigte das Unternehmen verlassen.  Bei Tochterunternehmen werden rund 500 Jobs gestrichen, wie schon angekündigt wurde. 

Porsche schwingt die Job-Axt  
14:29 Uhr

"Markt scheint krampfhaft nach guten Nachrichten zu suchen"

Die Hoffnung auf eine Entspannung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran gibt den Aktienmärkten am Auftrieb. Der Dax und der EuroStoxx50 notieren jeweils rund 1,5 Prozent höher.

Für gute Stimmung sorgte ein kräftiger Rückgang bei den Ölpreisen: Die Nordsee-Rohölsorte Brent verbilligte sich um fast acht Prozent auf 89,12 Dollar je Fass (159 Liter). US-Leichtöl WTI verlor knapp sieben Prozent auf 83,21 Dollar pro Barrel. Damit steuerten die Preise auf ihr größtes Intraday-Minus seit mehr als zwei Monaten.

Analysten zeigen sich jedoch skeptisch. "Der Markt scheint krampfhaft nach guten Nachrichten zu suchen, selbst wenn es keine gibt", sagt John Evans vom Ölmakler PVM.

Da sich der Konflikt auf das Rote Meer ausgeweitet habe und auch ukrainische Drohnen weiter russische Schiffe und Raffinerien angegriffen hätten, dürften anhaltende Lieferunterbrechungen dafür sorgen, dass die Ölpreise hoch bleiben, schreiben die Analysten der United Overseas Bank in Singapur.

Zugleich bleibe das Risiko einer erneuten Eskalation im Nahen Osten hoch, warnten die Experten von UBS.

"Markt scheint krampfhaft nach guten Nachrichten zu suchen"
14:08 Uhr

Hochtief profitiert von Rechenzentren-Boom

Die florierende Nachfrage nach Rechenzentren gibt dem größten deutschen Baukonzern Hochtief Rückenwind. Der Dax-Neuling erhöhte heute seine Gewinnprognose. Man erwarte nun 2026 einen operativen Konzerngewinn von 1,025 bis 1,1 Milliarden Euro, teilte die Tochter des spanischen Infrastruktur-Konzerns ACS mit. Dies entspreche einer Steigerung von rund 30 bis 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Hintergrund der Prognose-Erhöhung sei die "positive Geschäftsentwicklung", erläuterte das Unternehmen. Diese beruhe vor allem auf der US-Tochter Turner, "die eine sehr starke Nachfrageentwicklung im Rechenzentrumsmarkt verzeichnet". Entsprechend hob Hochtief auch die Gewinnprognose für Turner an.

Hochtief errichtet etwa für Meta Rechenzentren in den USA, auch in Europa und Deutschland ist der Konzern auf diesem Gebiet aktiv.

Hochtief profitiert von Rechenzentren-Boom
13:35 Uhr

An der Wall Street dürfte es aufwärts gehen

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(Foto: picture alliance / newscom)

Eine Pause im Iran-Krieg und in der Folge kräftig fallende Ölpreise dürften zu Wochenbeginn an der Wall Street für steigende Kurse sorgen. Der Future auf den S&P-500 erhöht sich um 1 Prozent.

Allerdings dürften sich die Marktakteure auch etwas zurückhalten, denn im Wochenverlauf stehen mit einer ganzen Reihe wichtiger US-Unternehmenszahlen und dem Ergebnis der US-Notenbanksitzung am Mittwoch noch einige Highlights auf der Agenda. Unter anderem werden Visa, Meta Platforms, Qualcomm, Microsoft, Amazon und Apple ihre Quartalsergebnisse bekannt geben, die für Impulse am Markt sorgen dürften.

Mit den fallenden Ölpreisen geht es für die Aktien von Fluggesellschaften nach oben. So steigen United Airlines um 3,8 Prozent und American Airlines um 3,9 Prozent.

An der Wall Street dürfte es aufwärts gehen
13:00 Uhr

Toyota steigt bei deutscher Brennstoffzellen-Firma ein

Die Lastwagenbranche arbeitet an Alternativen zum Verbrenner. Zwei Konzerne bündeln ihre Kraft bei dem Thema, nun stößt ein dritter Partner dazu: Toyota steigt bei dem Brennstoffzellen-Hersteller Cellcentric ein.

Der japanische Autokonzern wird gleichberechtigter Partner und Anteilseigner. Dazu wurde eine verbindliche Vereinbarung zwischen Daimler Truck, Volvo, Cellcentric und Toyota unterzeichnet. Künftig werde jeder Gesellschafter ein Drittel der Anteile halten. Die Transaktion soll spätestens Anfang 2027 abgeschlossen sein. Die Freigabe der Behörden steht aber noch aus.

Cellcentric hat seinen Sitz im schwäbischen Kirchheim unter Teck bei Stuttgart und entwickelt, produziert und vermarktet Brennstoffzellensysteme für schwere Nutzfahrzeuge. Bislang ist Cellcentric ein Gemeinschaftsunternehmen der Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck und Volvo.  

Toyota steigt bei deutscher Brennstoffzellen-Firma ein
12:02 Uhr

Gold wird teurer

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(Foto: REUTERS)

Der Goldpreis steigt, nachdem die USA ihre Militärschläge gegen den Iran ausgesetzt haben. Der Preis legt 1,1 Prozent auf 4098 Dollar zu.

Die Logik dahinter: Mit dem Ende der US-Angriffsserie ist der Ölpreis deutlich gefallen. Das dürfte den globalen Inflationsdruck dämpfen und den Zentralbanken Spielraum geben, auf weitere Zinserhöhungen zu verzichten. Davon profitiert Gold: Weil das Edelmetall keine Zinsen abwirft, wird es bei niedrigeren Zinsen für Anleger attraktiver.

Gold wird teurer
10:45 Uhr

"Wirtschaft weniger pessimistisch"

Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Unternehmen hat sich erneut etwas aufgehellt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im Juli auf 86,6 Punkte, nach 85,7 Zählern im Juni und damit das dritte Mal in Folge, wie das Münchner Ifo-Institut zu seiner Umfrage unter rund 9000 Führungskräften mitteilte.

"Trotz der unsicheren Lage am Persischen Golf zeigt sich die deutsche Wirtschaft weniger pessimistisch", meinte Ifo-Chef Clemens Fuest. Die Firmen blicken zwar etwas skeptischer auf ihre Lage als zuletzt, bewerten ihre Geschäftsaussichten aber optimistischer.

"Wirtschaft weniger pessimistisch"
10:15 Uhr

Audi kappt Prognose

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(Foto: picture alliance / SvenSimon)

Audi kappt nach dem schwächsten ersten Halbjahr seit 2021 seine Prognose. Für das Gesamtjahr sagt die Volkswagen-Tochter nur noch Erlöse von 58 bis 63 Milliarden Euro voraus - das sind fünf Milliarden Euro weniger als noch im April prognostiziert. Zudem senkte Audi auch die Erwartung für die Rendite - zusammen würde das voraussichtlich auch einen niedrigeren Gewinn bedeuten.

Der Gewinn im zweiten Quartal sank um rund 21 Prozent auf 563 Millionen Euro nach Steuern. Die Zahlen betreffen Audi als Teilkonzern von Volkswagen - schließen also Lamborghini, Bentley und Ducati ein.

Der Rückgang beim Gewinn fällt allerdings vergleichsweise niedrig aus, wenn man ihn mit dem Einbruch um rund ein Drittel bei Konzernmutter Volkswagen im zweiten Quartal vergleicht. Bei Audi machen sich offenkundig bereits die Sparbemühungen bemerkbar. Zudem musste Audi dieses Jahr weniger Geld für Restrukturierungen zurückstellen als vergangenes Jahr.

Treiber der Krise ist unter anderem die Situation in China. Dort und in den USA verlor Audi zuletzt deutlich an Absatz. Zudem herrscht ein starker Preiswettbewerb.

Audi kappt Prognose
10:01 Uhr

Vodafones Deutschland-Geschäft wächst wieder

Die Fusion des britischen Geschäfts mit Three UK und ein Zukauf in Afrika geben dem Telekomkonzern Vodafone Rückenwind. Zudem wuchs die wichtige Deutschland-Tochter nach einem Durchhänger im vorangegangenen Quartal wieder. "Wir sind gut in das Geschäftsjahr gestartet", sagte Vodafone-Chefin Margherita Della Valle. Sie rechne daher mit einem Gesamtjahresergebnis am oberen Ende der angepeilten Spanne.

Der britische Konzern steigerte die Serviceumsätze im abgelaufenen Quartal um knapp zehn Prozent auf 8,63 Milliarden Euro. In Deutschland legten sie rund zwei Prozent auf 2,74 Milliarden Euro zu. Der operative Konzerngewinn erhöhte sich um 6,7 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Für das Geschäftsjahr 2026/2027 stellte Vodafone ein Betriebsergebnis von 13 bis 13,3 Milliarden Euro und einen Free Cashflow von 2,6 bis 2,9 Milliarden Euro in Aussicht.

Vodafones Deutschland-Geschäft wächst wieder
09:50 Uhr

Krebstherapien treiben AstraZeneca an

Eine starke Nachfrage nach Medikamenten gegen Krebs und seltene Krankheiten hat AstraZeneca im zweiten Quartal einen überraschend hohen Gewinn beschert. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg zu konstanten Wechselkursen um 18 Prozent auf 2,63 Dollar, wie der britische Pharmakonzern mitteilte. Analysten hatten im Schnitt 2,48 Dollar erwartet. Der Umsatz legte währungsbereinigt um fünf Prozent auf 15,38 Milliarden Dollar zu und entsprach damit in etwa den Markterwartungen.

Mit den Zahlen trat das Unternehmen Sorgen über seine langfristigen Wachstumsaussichten entgegen, die nach dem jüngsten Fehlschlag einer klinischen Studie aufgekommen waren. Zudem bekräftigte AstraZeneca seine Prognose für das Jahr 2026. Demnach soll der bereinigte Gewinn je Aktie im niedrigen zweistelligen Prozentbereich steigen. Beim Umsatz wird ein Plus im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich erwartet.

Krebstherapien treiben AstraZeneca an
09:34 Uhr

Bitcoin mit Aufwind

Der Bitcoin legt zu, da sich die Marktstimmung im Vorfeld der möglichen Verabschiedung des US-Clarity-Act verbessert hat. Eine starke Lobbyarbeit von kryptofreundlichen Abgeordneten und der Wall Street habe den Fortschritt des Gesetzentwurfs in Richtung einer Abstimmung im Senat beschleunigt, was zu positiven Schlagzeilen geführt habe, die den Bitcoin gestützt hätten, meint Ray Salmond, Analyst bei CoinMarketCap. Unterdessen habe das aggregierte Handelsvolumen 1,9 Milliarden US-Dollar überschritten, während Spot-Bitcoin-ETFs an sieben aufeinanderfolgenden Tagen Nettozuflüsse von insgesamt 981 Millionen US-Dollar verzeichnet hätten, was auf eine Unterstützung durch die Marktstruktur hindeute, fügt er hinzu. Der Bitcoin steigt um 1,0 Prozent auf 65.234,01 US-Dollar.

Bitcoin mit Aufwind
09:15 Uhr

Dax-Start nach Maß

Der Dax startet deutlich fester in den ersten Handelstag der neuen Börsenwoche. Der deutsche Leitindex notiert aktuell im Bereich von 25.425 Punkten, nachdem er am Freitag mit 25.099 Zählern geschlossen hatte – mit einem Aufschlag von 1,4 Prozent. Dadurch hatte er auch ein Wochenplus eingefahren. Ausschlaggebend für die positive Stimmung zum Wochenstart ist laut ntv-Börsenkorrespondentin Nancy Lanzendörfer die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran, die zu einem deutlichen Rückgang der Ölpreise geführt hat. Auch in Asien hatten die Aktienmärkte deshalb bereits zugelegt.

Dax-Start nach Maß
08:59 Uhr

Saisonales Dax-Fenster kurz vor der Schließung

Für den Dax schließt sich die technisch positive Phase in den nächsten Tagen. Für den technischen Analysten Christoph Geyer stehen dem Index im August und September eher unsichere statistische Phasen bevor. Das Verhalten der Marktteilnehmer deutete in den letzten Wochen bereits auf Unsicherheit hin, was bei den erneut wankelmütigen internationalen Aussagen auch nicht verwunderlich sei. Die im neutralen Bereich notierenden Indikatoren helfen derzeit auch nicht weiter. Somit könne aktuell nur von Tag zu Tag gedacht werden, da ohnehin kein klarer Trend zu erkennen sei. Jede neue Entwicklung werde an den Märkten sofort mit Auf- oder Abschlägen umgesetzt. Die weiterhin rückläufigen Umsätze zeigten die Zurückhaltung der Marktteilnehmer recht eindrucksvoll auf, so der Experte.

Saisonales Dax-Fenster kurz vor der Schließung
08:40 Uhr

Fallende Ölpreise stützen Asien-Börsen

Deutlich fallende Ölpreise stützen die asiatischen Aktienbörsen. Im Iran-Krieg scheint eine wackelige Waffenruhe zu halten, sowohl die USA als auch der Iran haben ihre wechselseitigen Angriffe seit dem Wochenende bis auf Weiteres eingestellt. Die "wichtigste Entwicklung über das Wochenende ist eine Unterbrechung der US-Angriffe auf den Iran seit spätem Freitag. Es ist zwar schwierig, mit Sicherheit zu wissen, wie sich die Dinge entwickeln werden, aber unser Basisszenario bleibt eine Deeskalation im Laufe der Zeit", urteilt MUFG-Analyst Michael Wan.

Allerdings herrscht keine Euphorie am Markt: Denn Anleger wappnen sich für die US-Notenbank, die am Mittwoch die Zinsen anheben könnte, nachdem der jüngste Anstieg der Ölpreise Inflationsängste geschürt hat.

In Japan legt der Nikkei-Index 0,3 Prozent zu. In China steigen der Shanghai Composite und der HSI in Hongkong um 0,8 und 0,4 Prozent. Der südkoreanische Kospi verbucht dagegen Verluste von 0,5 Prozent. In Australien legt der S&P/ASX-200 um 1,2 Prozent zu.

Fallende Ölpreise stützen Asien-Börsen
08:19 Uhr

Öl runter, Dax rauf?

Die Aktien-Futures deuten auf eine höhere Eröffnung in Europa hin, gestützt durch die positive Stimmung infolge einer Pause im USA-Iran-Konflikt. Die Märkte entspannen in Erwartung oder Hoffnung auf eine neuerliche Waffenruhe, heißt es. So wird der Dax bei 25.269 Punkten gesehen nach einem Freitagsschluss bei 25.099 Zählern. Impulsgeber der gestiegenen Risikobereitschaft ist das Öl, das bei 92,37 Dollar je Barrel der Sorte Brent handelt, nachdem es in der Vorwoche zwischenzeitlich über 100 Dollar kostete. In der Folge handeln auch die Anleihen freundlich, die Renditen kommen damit unter Druck. Sollten die Energiepreise längerfristig fallen, könnte dies die Aussichten auf Zinserhöhungen durch Zentralbanken dämpfen und die Risikobereitschaft weiter verbessern.

US-Präsident Trump hat eine weitere Eskalation gegen den Iran vorerst gestoppt. Hintergrund sind Bemühungen, die Diplomatie zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus zu beleben, sowie eine Debatte über die Auswirkungen sinkender Munitionsbestände, wie aus US-Regierungskreisen zu erfahren war. Das US-Militär stand am Freitag bereit, eine Serie von Luftangriffen auf den Iran zu starten, die bis zu zwei Wochen hätte dauern können. Trump signalisierte jedoch, dass Diplomatie wieder eine Option sei und US-Vertreter im Austausch mit dem Iran stünden.

Öl runter, Dax rauf?
08:03 Uhr

Eisenerzpreis im Blick

Eisenerz notiert aktuell unverändert und schwankt dabei zwischen Gewinnen und Verlusten. Die Preise dürften sich vorerst seitwärts bewegen, da die Märkte auf wichtige makroökonomische Ereignisse wie die Sitzung des chinesischen Politbüros und die Sitzung der US-Notenbank warten, so Nanhua Futures. Der meistgehandelte Eisenerz-Kontrakt notiert unverändert bei 743,0 Yuan pro Tonne.

Eisenerzpreis im Blick
07:45 Uhr

531-Prozent-Kursplus: Rekord-IPO in China

Der chinesische Halbleiterriese CXMT hat ein Rekord-Börsendebüt in Shanghai gefeiert, bei dem das Unternehmen rund 8,6 Milliarden US-Dollar einsammelte. Die Aktie steigt bei ihrem Handelsstart um 531 Prozent. CXMT könnte ein Hauptprofiteur der fortgesetzten Unterstützung Chinas für die Chip-Autarkie sein, befindet Morningstar-Analyst Jing Jie Yu. Obwohl die Technologien von CXMT noch hinter denen der weltweit führenden Speicherhersteller zurückblieben, erwartet der Analyst eine robuste inländische Akzeptanz seiner Chips.

531-Prozent-Kursplus: Rekord-IPO in China
07:30 Uhr

Singapur strafft überraschend Geldpolitik

Angesichts hartnäckiger Inflationssorgen hat die Notenbank von Singapur überraschend die geldpolitischen Zügel angezogen. Die Währungsbehörde (MAS) teilte mit, sie werde den Aufwertungspfad ihres wechselkursbasierten Steuerungsbandes leicht anheben. Von 16 von der Nachrichtenagentur Reuters befragten Analysten hatten zwölf eine unveränderte Politik erwartet.

 "Die Kerninflation wird voraussichtlich ab Juli anziehen und hoch bleiben, dürfte sich aber ab Mitte 2027 spürbar abschwächen", erklärte die MAS. Die Notenbank hatte ihren Kurs bereits im April verschärft, die jetzige Anpassung falle jedoch geringer aus. Die jährliche Kerninflationsrate lag im Juni bei 1,6 Prozent, während die Wirtschaft im zweiten Quartal den vorläufigen Daten zufolge um unerwartet starke 5,7 Prozent wuchs

Singapur strafft überraschend Geldpolitik
07:11 Uhr

Ölpreis rutscht ab: So reagieren Asiens Börsen

Die internationalen Börsen reagieren verhalten auf eine Waffenruhe am Golf. Die damit einhergehende Entspannung bei den Ölpreisen dämpft die Inflationssorgen und geb Anleihen Auftrieb. Die Anleger blicken zudem auf eine Woche voller wichtiger Zentralbanksitzungen und Unternehmensbilanzen. Der Iran hatte erklärt, er werde seine Angriffe einstellen, solange die USA ihre ebenfalls einstellen. Die vom Iran unterstützten Huthi im Jemen greifen einem Bericht zufolge jedoch weiterhin saudische Ölanlagen an der Küste des Roten Meeres an.

"Unterm Strich sieht es so aus, als hätten sich die Entwicklungen im Nahen Osten über das Wochenende positiv entwickelt", sagt Sally Auld, Chefvolkswirtin bei der NAB. Dies stütze die Annahme, dass ein Ölpreis von über 100 Dollar pro Barrel beide Seiten zur Deeskalation veranlasse. Analysten von Goldman Sachs stellen fest, dass die Anleger den Ausgang der Fed-Sitzung im Juli als ungewöhnlich unsicher einschätzten. "Wahrscheinlich, weil die Fed in letzter Zeit gespalten war, die Position von Fed-Präsident Warsh unklar bleibt und ein Teil der erneuten Eskalation mit dem Iran in die Stillhalteperiode fiel." Es werde wahrscheinlich mindestens eine abweichende Stimme für eine Zinserhöhung geben, aber die meisten stimmberechtigten Mitglieder dürften nach den schwächeren Inflationsdaten für Juni in dieser Woche nicht auf einen solchen Schritt drängen.

Die vorübergehende Ruhe an der Straße von Hormus lässt den Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent um 5,2 Prozent auf 91,73 Dollar fallen, während US-Leichtöl um 5,4 Prozent auf 84,45 Dollar nachgibt. An den Aktienmärkten sorgt dies für Erleichterung. In Asien legt der Nikkei-Index um 0,1 Prozent zu, während der stark von Chipherstellern beeinflusste Index in Südkorea um 1,1 Prozent nachgibt. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans bleibt stabil. Der chinesische Index der Standardwerte legt um 0,4 Prozent zu.

Ölpreis rutscht ab: So reagieren Asiens Börsen
06:53 Uhr

Shein rutscht in die Verlustzone

Shein ist vor seinem geplanten Börsengang in Hongkong in die roten Zahlen gerutscht. Unter dem Strich stand für das erste Quartal dieses Jahres ein Verlust von 99 Millionen Dollar in der Bilanz, wie aus dem Börsenprospekt des Online-Modehändlers hervorging. Im Vorjahreszeitraum hatte Shein noch einen Gewinn von 395 Millionen Dollar erzielt. Den Hauptgrund sieht das Unternehmen darin, dass die USA seit Mai 2025 die Zollausnahmen für importierte Pakete mit einem Wert von unter 800 Dollar gestrichen haben. Der Wegfall dieser sogenannten "De-minimis"-Regel, von der Billig-Versandhändler wie Shein besonders profitierten, habe auch den Absatz in den USA belastet. Der Konzernumsatz legte im ersten Quartal um magere 1,1 Prozent auf 9,05 Milliarden Dollar zu.

Die erstmals veröffentlichten Finanzdaten vermitteln Anlegern einen genaueren Einblick in den Druck, unter dem Shein bei der Suche nach neuen Finanzmitteln steht – vor dem Hintergrund steigender Kosten, eines verlangsamten Wachstums und zunehmender behördlicher Kontrollen in wichtigen Märkten. Das in China gegründete Unternehmen mit Sitz in Singapur hatte Anfang Juli die Genehmigung der chinesischen Börsenaufsicht für die Notierung in Hongkong erhalten. Frühere Versuche für einen Börsengang in New York und London waren gescheitert. Angaben zur Größe des Börsengangs, zur Preisspanne oder zum Zeitplan machte das Unternehmen nicht. Begleitet wird das Debüt von den Banken Goldman Sachs, Morgan Stanley und JPMorgan.

Shein rutscht in die Verlustzone
06:35 Uhr

Ölpreis fällt deutlich

Nach dem Ende der US-Angriffsserie im Iran hat der Ölpreis deutlich nachgegeben. Der Preis für Rohöl der Referenzsorte Brent lag zeitweise bei ungefähr 92 US-Dollar je Barrel (159 Liter) und damit mehr als 5 Prozent im Minus.

Zuvor hatten die USA 13 Nächte in Folge Angriffe auf den Iran gemeldet. Der Preis für die Nordseesorte Brent stieg in den folgenden Tagen deutlich und überschritt die Marke von 100 US-Dollar je Barrel. Die jüngste Pause der US-Angriffe am Wochenende nährte erneut Hoffnung auf eine Deeskalation in dem seit Ende Februar tobenden Konflikt. Auch der Iran hatte angedeutet, seine Angriffe vorerst auszusetzen. Das Militär begründete den Schritt damit, dass es mit seinem Vorgehen lediglich Vergeltung auf US-Angriffe übe.

Ölpreis fällt deutlich
06:18 Uhr

Das ist los im frühen Devisenhandel

Im asiatischen Devisenhandel verliert der Dollar 0,2 Prozent auf 163,52 Yen und legt leicht auf 6,7680 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notiert er 0,4 Prozent niedriger bei 0,8145 Franken. Parallel dazu steigt der Euro um 0,4 Prozent auf 1,1407 Dollar und zieht leicht auf 0,9291 Franken an.

Das ist los im frühen Devisenhandel
05:59 Uhr

Nahost-Flächenbrand im Blick der Anleger

Der anhaltende US-Iran-Konflikt bleibt auch in dieser Börsenwoche im Fokus der Anleger. "Im Weißen Haus scheint es keinen Plan zu geben, um den Flächenbrand zu löschen", schreiben die Experten der LBBW. "Es werden lediglich die Rüstungsausgaben erhöht und wieder einmal die Zollkeule geschwungen." CoinShares-Experte Alexandre Schmidt sagte, die USA hätten nach seinen Berechnungen in den vergangenen zehn Tagen etwa 95 Ziele in zwölf Städten angegriffen. Damit solle laut US-Präsident Donald Trump die Bedrohung durch den Iran für Schiffe in der Straße von Hormus verringert werden.

Doch neben dem Konflikt um die für Öltransporte wichtige Meerenge haben die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen eine neue Front eröffnet und nehmen nun auch Schiffe in der Meerenge Bab el-Mandeb am Roten Meer ins Visier. Dies trieb die Ölpreise in der alten Woche erneut um rund zehn Prozent nach oben - auch wenn am Freitag Gewinnmitnahmen einsetzten.

Der Dax absolvierte indes eine Achterbahnfahrt. Am Freitag schloss er dank überraschend starker Konjunkturdaten und Geschäftszahlen des Softwareriesen SAP bei 25.099 Punkten und damit gut ein Prozent über dem Vorwochenschluss.

Die Anleger fürchten, dass die erneut angestiegenen Energiepreise die Inflation antreiben und die Zentralbanken zu Zinserhöhungen veranlassen. Die US-Notenbank Fed dürfte beim nächsten Zinsentscheid am Mittwoch zwar in Warteposition bleiben. Ihr Augenmerk dürften die Investoren jedoch auf die Äußerungen des seit Mai amtierenden Fed-Chefs Kevin Warsh legen, der den geldpolitischen Kurs vor der Presse erläutert. An den Finanzmärkten wird erwartet, dass die Währungshüter auf der Sitzung im September die geldpolitischen Zügel anziehen werden.

Nach den negativ aufgenommenen Bilanzen von Alphabet und Tesla warten Anleger in der neuen Woche auf weitere Impulse aus dem Technologiesektor. Ihre Geschäftszahlen legen unter anderem Meta, Microsoft, Amazon, Apple und Qualcomm vor. Diese dürften laut Experten entscheiden, ob der Ausverkauf in der Branche weitergeht oder gestoppt wird. "Die Zeit der bedingungslosen Aufwertung aller KI-Firmen ist längst vorbei", sagte Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank. Wer aber am Ende das Rennen um die Umsätze und Gewinne mit der neuen Technologie macht, sei noch nicht abzusehen. Die neue Konjunkturdatenwoche eröffnet heute aber erst einmal der IFO-Geschäftsklimaindex für Juli.

Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden sie hier.

Nahost-Flächenbrand im Blick der Anleger