Der Börsen-Tag
21. September 2023
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
Zum Archiv
17:37 Uhr

DAX reagiert mit dickem Minus auf Fed-Zinsaussagen

Absehbar hohe Zinsen für längere Zeit haben den Anlegern am deutschen Aktienmarkt die Laune verdorben. Die Zinssignale der US-Notenbank Fed hatten am Vorabend bereits an den US-Börsen Verluste hervorgerufen. Auch in Asien und ganz Europa litt die Stimmung.

"Der DAX reagierte verschnupft auf die gestrige US-Zinsentscheidung", analysierte ntv-Börsenreporter Frank Meyer. Trotz der Zinspause seien weitere Zinserhöhungen nicht vom Tisch. "In einem umsatzarmen Handel testete er die unteren Unterstützungen im Bereich von 15.550 Punkten und zudem seine 200-Tage-Linie. Der übermorgen anstehende kalendarische Herbstanfang sollte in Erinnerung bringen, dass nicht nur die Blätter fallen, sondern statistisch gesehen bis Halloween auch die Kurse", sagte Meyer weiter.

An der Frankfurter Börse ging es für den DAX um 1,3 Prozent auf 15.572 Punkte abwärts. Sein Tagestief lag bei 15.549 Zählern. Der EUROSTOXX50 notierte 1,5 Prozent tiefer bei 4214 Stellen.

In den USA wurde der Leitzins am Mittwochabend MESZ wie erwartet unverändert beibehalten, womit er auf dem höchsten Niveau seit mehr als zwanzig Jahren verharrt. Die Prognosen der Fed sehen für das laufende Jahr aber eine weitere Zinsanhebung vor. Dies belastete vor allem Aktien jener Unternehmen, die besonders stark von der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung abhängen.

So ging es insbesondere für Chemie- und Industriewerte, Unternehmen aus der Metallbranche und Autoaktien deutlich abwärts. BASF etwa verloren als DAX-Schlusslicht 4,9 Prozent. Im MDAX zählten Thyssenkrupp, Aurubis und Befesa mit minus 3,5 bis minus 6,4 Prozent zu den klaren Verlierern.

Bayer verloren 2,8 Prozent. Die US-amerikanische Millionenstadt Chicago hat den Agrarchemie- und Pharmakonzern verklagt und fordert eine finanzielle Entschädigung wegen angeblicher Belastungen durch die seit Jahrzehnten verbotene Chemikalie PCB. Bayer weist die Vorwürfe zurück.

DAX reagiert mit dickem Minus auf Fed-Zinsaussagen
17:21 Uhr

So nutzen Sie die höheren Zinsen

Die Zinsen im Euroraum werden erneut angehoben. Dadurch werden Anlageklassen wie Anleihen wieder attraktiver. Welche Möglichkeiten Anlegerinnen und Anleger darüber hinaus noch haben, um das Zinsumfeld zu nutzen, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Verena Heming von der Fondsgesellschaft Blackrock und Oswald Salcher von Trade Republic.

So nutzen Sie die höheren Zinsen
17:10 Uhr

DHL bleibt auf E-Kurs

Nach der Insolvenz der Streetscooter-Firma B-ON sieht der Postkonzern DHL Group seinen Elektrifizierungskurs nicht gefährdet. Man beziehe schon seit einigen Jahren E-Fahrzeuge von verschiedenen Herstellern, sagte ein DHL-Sprecher in Bonn.

Der DAX-Konzern hat in Deutschland rund 25.000 Stromer im Einsatz, die meisten sind Streetscooter. Lange Zeit entwickelte der Logistiker die Elektro-Transporter selbst, verkaufte die Rechte und das Produktions-Know-How aber Anfang 2022 an ein Luxemburger Konsortium. Der neue Eigentümer firmiert inzwischen unter dem Namen B-ON. Bei der Transaktion wurde vereinbart, dass die ehemalige Tochter weiterhin Stromer für DHL baut.

DHL bleibt auf E-Kurs
16:20 Uhr

Schwache Technologiewerte setzen Wall Street zu

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(Foto: REUTERS)

Kursverluste bei den Aktien großer Technologiekonzerne haben die US-Börsen ins Minus gedrückt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zur Eröffnung 0,3 Prozent tiefer bei 34.332 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,6 Prozent auf 4374 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßte 1,1 Prozent auf 13.328 Stellen ein.

Die Aussicht auf eine mögliche weitere Zinserhöhung der US-Notenbank Fed trotz der jüngsten Zinspause setzte den Aktien von Konzernen wie Tesla, Meta, Amazon, Alphabet und Nvidia zu, die zwischen gut ein und knapp drei Prozent verloren. Höhere Zinsen schmälern Experten zufolge zukünftige Gewinne dieser wachstumsstarken Firmen.

Schwache Technologiewerte setzen Wall Street zu
16:13 Uhr

FedEx-Aktie geht steil

Nach einem Gewinnsprung im Quartal schossen FedEx an der Börse um mehr als sechs Prozent nach oben. Der bereinigte Gewinn je Aktie des Lieferkonzerns stieg im ersten Geschäftsquartal mit 4,55 Dollar je Aktie um 32 Prozent und lag damit 82 Cent über den durchschnittlichen Analystenschätzungen.

Zudem hob FedEx die Spanne für seine Gewinnschätzungen für 2024 an. Das mit der Rezession kämpfende Unternehmen konnte vor der wichtigen Weihnachtsversandsaison Kosten senken und Kunden von den Konkurrenten UPS und Yellow abwerben.

FedEx-Aktie geht steil
16:04 Uhr

Bundesrendite steigt auf Zwölf-Jahres-Hoch

Die Aussicht auf vorerst anhaltend hohe Zinsen hat die Renditen an den Anleihemärkten weiter nach oben getrieben. Die Verzinsung der zehnjährigen Bundesanleihen kletterte mit 2,779 Prozent auf den höchsten Stand seit zwölf Jahren. Die zehnjährigen US-Treasuries standen mit 4,490 Prozent so hoch wie seit knapp 16 Jahren nicht mehr.

Bundesrendite steigt auf Zwölf-Jahres-Hoch
15:40 Uhr

"Deutschland ist nicht der kranke Mann Europas"

Die Unkenrufe in der deutschen Wirtschaft reißen nicht ab, die Stimmung ist so schlecht wie selten in der Nachkriegszeit. So manch ein Wirtschaftsvertreter spricht bereits vom Niedergang der deutschen Industrie. Alles halb so wild, sagt der Chef der Bundesbank, Joachim Nagel.

"Deutschland ist nicht der kranke Mann Europas"
15:33 Uhr

Rupert Murdoch übergibt Führung seines Medienimperiums an Sohn

Der mächtige Medienunternehmer Rupert Murdoch tritt als Chef der US-amerikanischen Fox-Gruppe und des Verlags News Corp. zurück. Der 92-Jährige wolle die Leitung an seinen Sohn Lachlan übergeben, kündigte er laut dem TV-Sender Fox News an.

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Rupert Murdoch (Foto: AP)
Rupert Murdoch übergibt Führung seines Medienimperiums an Sohn
15:08 Uhr

Schwedische Aufsicht prüft Nasdaq wegen Insiderhandels

Der Börsenbetreiber Nasdaq ist in Schweden ins Visier der Behörden geraten. Die schwedische Finanzmarktaufsicht prüft, ob die Nasdaq gegen lokale Regulierungen verstoßen hat, indem sie Verdachtsfälle von Insiderhandel nicht gemeldet hat. Die Financial Supervisory Authority teilte mit, sie untersuche Fälle bei der Nasdaq Stockholm, die im Zusammenhang mit größeren Unternehmensereignissen in den Jahren 2021 und 2022 stehen.

"Wir nehmen die Angelegenheit ernst", sagte ein Nasdaq-Sprecher. "Wir kooperieren vollständig mit der schwedischen FSA." Außerdem führe das Unternehmen seine eigene Untersuchung durch.

Schwedische Aufsicht prüft Nasdaq wegen Insiderhandels
14:56 Uhr

DAX nun tiefrot

Der DAX hat kurz vor Handelsbeginn in den USA seine Verluste ausgebaut. Der Leitindex fiel um 1,4 Prozent oder rund 220 Zähler auf 15.559 Punkte. Der EUROSTOXX50 gab um 1,8 Prozent auf 4201 Stellen nach.

DAX nun tiefrot
14:45 Uhr

Negative Überraschung in den USA: Philly-Fed-Index fällt stärker als erwartet

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Blick auf Philadelphia. (Foto: imago/Loop Images)

Die Stimmung der US-Industrie in der Region Philadelphia hat sich im September stärker eingetrübt als erwartet. Der Konjunkturindex der Federal Reserve Bank of Philadelphia sank auf minus 13,5 Punkte von plus 12,0 im August. Volkswirte hatten nur einen Rückgang auf 0,0 erwartet.

Besonders schwach entwickelte sich der Subindex für den Auftragseingang, er fiel auf minus 10,2 Punkte von plus 16,0 im Vormonat. Dagegen stieg der Subindex für die Beschäftigung leicht auf minus 5,7 Punkte von minus 6,0 im Vormonat. Der Philly-Fed-Index gilt als einer der wichtigsten Frühindikatoren für die US-Produktion.

Negative Überraschung in den USA: Philly-Fed-Index fällt stärker als erwartet
14:32 Uhr

JD Sports überzeugt mit Zwischenbericht - Aktienkurs schießt hoch

Die Aktien des Sneaker- und Sportbekleidungshändlers JD Sports Fashion sind um 8,1 Prozent gestiegen, nachdem das Unternehmen die Markterwartungen für Gewinn und Umsatz im ersten Halbjahr übertraf. Analysten heben eine überraschend starke Leistung in Nordamerika hervor.

"Das Unternehmen findet neue Wege, um die Kunden bei Laune und auf seiner Seite zu halten", sagte ein Analyst und verwies auf ein Treueprogramm in Großbritannien, bei dem die Kunden virtuelle JD-Währung sammeln, die bei künftigen Einkäufen verwendet werden kann.

JD Sports überzeugt mit Zwischenbericht - Aktienkurs schießt hoch
14:05 Uhr

Pfund schwächelt nach BoE-Zinsentscheidung

Das britische Pfund hat gibt deutlich zu US-Dollar und Euro nachgegeben, nachdem die Bank of England (BoE) den Leitzins unerwartet bei 5,25 Prozent belassen hat. Das Pfund gab in Reaktion auf die Zinsentscheidung um 0,7 Prozent nach auf 1,2264 US-Dollar. Der Euro notierte indessen 0,6 Prozent fester bei 0,9638 Pfund nach 0,8660 kurz vor der Zinsentscheidung. Die Bank of England hat ihren Leitzins zum ersten Mal seit November 2021 unverändert belassen, denn es gibt Anzeichen dafür, dass sich die Inflation abschwächt und die britische Wirtschaft am Rande einer Rezession steht.

Pfund schwächelt nach BoE-Zinsentscheidung
13:40 Uhr

Zinsanhebung um 500 Basispunkte in der Türkei

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(Foto: Lefteris Pitarakis/AP/dpa)

Die türkische Notenbank hat angesichts der hohen Inflation den Leitzins erneut deutlich angehoben. Der Leitzins steigt um 5,0 Prozentpunkte oder 500 Basispunkte auf 30,0 Prozent, wie die Notenbank in Ankara nach ihrer geldpolitischen Sitzung mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt mit der Entscheidung gerechnet. Es war die vierte Zinserhöhung in Folge.

Der Leitzins liegt aber weiter unter der Inflationsrate, die im August auf 58,9 Prozent gestiegen war. Mit dem jetzigen Zinsschritt dürften die Notenbanker daher auch versucht haben, ihre Entschlossenheit im Kampf gegen die hohe Inflation zu untermauern. Die vor allem seit Mai im Wert deutlich gefallene türkische Lira gab am Devisenmarkt zu Euro und US-Dollar etwas nach.

Zinsanhebung um 500 Basispunkte in der Türkei
13:24 Uhr

Bayer nimmt Erdbeeren ins Agrarportfolio auf

Der Pharma- und Agrarriese Bayer nimmt Erdbeeren in sein Geschäft mit Obst- und Gemüsekulturen auf. Der DAX-Konzern wird dazu das Geschäft von Niab in Großbritannien am Standort des traditionsreichen britischen Forschungsinstituts East Malling Research in der Grafschaft Kent erwerben, wie seine Sparte Crop Science in Monheim mitteilte.

Bayer will sich vornehmlich auf den professionellen, geschützten Erdbeeranbau konzentrieren, also Kulturen unter Glas und Folie, die auch ganzjährig betrieben werden können. Die Leverkusener erzielten 2022 mit ihrem Gemüsesaatgutgeschäft 717 Millionen Euro Umsatz.

Bayer nimmt Erdbeeren ins Agrarportfolio auf
13:15 Uhr

Keine Zinsanhebung in UK - denkbar knappe Entscheidung

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BoE-Gebäude in London. (Foto: dpa)

Nach jüngsten Anzeichen für ein Zurückweichen der Inflation stoppt die Bank of England (BoE) ihre Serie von Zinserhöhungen. Sie beschloss, das geldpolitische Niveau von 5,25 Prozent beizubehalten. Die Entscheidung fiel denkbar knapp aus: Fünf Währungshüter stimmten für die Pause und vier für eine Anhebung.

Die britische Notenbank hatte zuvor ein wahres Zinsfeuerwerk abgebrannt und auf 14 Sitzungen in Folge eine Erhöhung beschlossen. Nun hielten die Währungshüter ihr Pulver trocken, wohl auch weil sich der Preisauftrieb zuletzt überraschend abschwächte.

Keine Zinsanhebung in UK - denkbar knappe Entscheidung
13:10 Uhr

Aktie von Modekonzern Next dieses Jahr sehr stark - Prognose erneut angehoben

Der britische Modehändler Next hebt seine Gewinnprognose dank des nachlassenden Inflationsdrucks zum dritten Mal innerhalb von vier Monaten an. Für das Geschäftsjahr bis Januar 2024 werde nun ein Vorsteuergewinn von 875 Millionen Pfund (1,1 Milliarden Euro) erwartet, gegenüber der vorherigen Prognose von 845 Millionen Pfund, teilte Next mit. Im Vorjahr lag das Ergebnis bei 870,4 Millionen Pfund. Der Druck auf die Verkaufspreise und Betriebskosten dürfte im Geschäftsjahr 2024/25 wahrscheinlich weiter nachlassen.

Analysten sehen den Konzern als einen der am besten geführten Einzelhändler des Landes an. Im ersten Halbjahr stieg der Vorsteuergewinn um 4,8 Prozent auf 420 Millionen Pfund. An der Börse legten die Next-Aktien in diesem Jahr um 22 Prozent zu.

Aktie von Modekonzern Next dieses Jahr sehr stark - Prognose erneut angehoben
12:38 Uhr

Seit März wenig Bewegung beim DAX

Seit Monaten bleibt der DAX seinem Seitwärtstrend treu und kommt nicht richtig vom Fleck. Wird das auch in den kommenden Monaten so bleiben? Wie Anleger auch von solchen Seitwärtsphasen profitieren können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Jörg Scherer von der HSBC.

Seit März wenig Bewegung beim DAX
12:14 Uhr

Neues vom Geldmarkt

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(Foto: picture alliance / blickwinkel/McPHOTO/H. Richter)

Die Sätze am europäischen Geldmarkt präsentieren sich wenig verändert. Mit Beginn der Mindestreserve-Periode sind die Zentralbank-Guthaben zunächst in die Höhe geschossen. Die Pause im Zinserhöhungszyklus der Fed war schon erwartet worden, die Zinsprognosen für das nächste Jahr wurden zwar nach oben revidiert, was aber mit der in jüngster Zeit verfolgten Linie "high for longer" übereinstimme. Nun wird auf die Entscheidung der Bank of England gewartet, deren Beschluss vor allem für die längeren Laufzeiten einen Impuls setzen könnte.

Hier die jüngsten Daten: Tagesgeld: 3,85 - 4,04 (3,83 - 4,10), Wochengeld: 3,85 - 4,10 (3,83 - 4,11), 1-Monats-Geld: 3,90 - 4,10 (3,85 - 4,16), 3-Monats-Geld: 3,90 - 4,15 (3,85 - 4,25), 6-Monats-Geld: 4,00 - 4,00 (3,98 - 4,33), 12-Monats-Geld: 4,12 - 4,32 (4,13 - 4,48), Euribors: 3 Monate: 3,9550 (3,9340), 6 Monate: 4,0720 (4,0700), 12 Monate: 4,2240 (4,2220)

Neues vom Geldmarkt
12:01 Uhr

XXXLutz hält fast 96 Prozent an Home24 - Delisting abgeschlossen

XXXLutz sowie mit ihm verbundene Gesellschaften halten nach dem Ende des Delisting-Erwerbsangebots rund 95,96 Prozent an Home24. Bei den drei Gesellschaften handelt es sich um die RAS Beteiligungs GmbH, die LSW GmbH und die SGW-Immo-GmbH.

Wie die RAS Beteiligungs GmbH mitteilte, wurde das Delisting des Berliner Online-Möbelhändlers an der Frankfurter Wertpapierbörse mit Ablauf des 14. September wirksam. Seitdem können die Home24-Aktien nicht mehr im regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt werden. Das Delisting-Erwerbsangebot für alle noch ausstehenden Aktien an Home24 wurde am 20. September abgeschlossen.

XXXLutz hält fast 96 Prozent an Home24 - Delisting abgeschlossen
11:41 Uhr

Profianleger schließen DAX-Shortpositionen

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt setzen vermehrt auf steigende Kurse. Wie der wöchentlichen DAX-Sentiment-Erhebung der Deutschen Börse zu entnehmen ist, ist der Bullenanteil unter den Institutionellen Anlegern um sechs Punkte auf 32 Prozent gestiegen. Bei den Privatanlegern fiel der Anstieg mit plus ein Punkt auf 49 Prozent moderater aus. Das Bärenlager der Profis verkleinerte sich um elf Punkte auf 39 Prozent, bei den Privaten vergrößerte es sich um einen Punkt auf 33 Prozent.

Sentiment-Analyst Joachim Goldberg vermutet, dass elf Prozent der Profis ihre Short-Positionen geschlossen haben und die Hälfte davon auf die Longseite gewechselt ist. Er erwartet, dass sich der DAX weiter im bekannten Band bewegen wird. Allerdings sei der Boden bei 15.450, 15.500 an der Unterseite dünner als die Decke bei 16.000 Punkten an der Oberseite wegen der zu erwartenden Gewinnmitnahmen. Derzeit notiert der DAX 0,8 Prozent tiefer bei 15.648 Stellen.

Profianleger schließen DAX-Shortpositionen
11:29 Uhr

Franken gibt kräftig nach - SNB verzichtet auf Straffung der Geldpolitik

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Schweizer (Foto: picture alliance / Oliver Berg/d)

Der Franken hat die Verluste noch ausgebaut, die er in einer ersten Reaktion auf die überraschend ausgebliebene Zinserhöhung in der Schweiz eingefahren hat. Aktuell verliert er zum Euro 0,9 Prozent, der Euro kostet 0,9669 Franken, soviel wie zuletzt Mitte Juli.

"Die SNB entschied sich heute gegen eine Straffung der Geldpolitik und scheint in diesem Zyklus am oberen Ende angekommen zu sein, auch wenn sie die Möglichkeit weiterer Schritte nicht ausschließt. Sie trägt damit vor allem der Inflation Rechnung, die sich in den letzten Monaten deutlich abgeschwächt hat", kommentiert Philipp Burckhardt, Portfolio Manager und Fixed Income Strategist bei Lombard Odier Investment Managers.

Franken gibt kräftig nach - SNB verzichtet auf Straffung der Geldpolitik
11:14 Uhr

Bericht über KI-Chip-Aus bei Google drückt Broadcom-Aktienkurs

Den Anlegern von Broadcom macht die Sorge vor einem drohenden Geschäftsverlust für Chip-Zulieferungen an Google zu schaffen. Die Aktien verlieren im vorbörslichen US-Geschäft 3,7 Prozent. Google-Führungskräfte hätten erörtert, Broadcom als Anbieter von Chips für künstliche Intelligenz (KI) bereits im Jahr 2027 fallen zu lassen, berichtete der Branchendienst "The Information".

Sollte dies geschehen, werde die Alphabet-Tochter Google die Chips intern entwickeln. Der Grund für die schon Anfang des Jahres diskutierten Austauschpläne seien die von Broadcom verlangten Preise.

Bericht über KI-Chip-Aus bei Google drückt Broadcom-Aktienkurs
11:03 Uhr

Schwedens Notenbank bekämpft Inflation mit weiterer Zinserhöhung

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(Foto: picture alliance)

Und die Zinsorgie geht weiter. Schwedens Zentralbank versucht die hohe Inflation mit einer weiteren Zinserhöhung zu zügeln. Sie erhöhte den geldpolitischen Schlüsselsatz am Donnerstag um 0,25 Prozentpunkte auf 4,0 Prozent. Experten hatten damit gerechnet. Die Riksbank signalisierte zugleich, dass die Zinsen noch weiter steigen könnten.

Die Währungshüter im größten skandinavischen Land reagieren mit der rasanten geldpolitischen Straffung auf die starke Teuerung. Das von der Zentralbank beobachtete Inflationsmaß (CPIF) liegt mit einer Teuerungsrate von zuletzt noch 4,7 Prozent deutlich über dem Ziel der Notenbank von 2,0 Prozent. Die Inflation ist zwar auf dem Rückmarsch. Dies ist jedoch zum Teil auf fallende Energiepreise zurückzuführen. Große Sorge bereitet der Notenbank allerdings der Preisauftrieb im Servicesektor.

Schwedens Notenbank bekämpft Inflation mit weiterer Zinserhöhung
10:45 Uhr

Zinsanhebung in Norwegen

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(Foto: imago images/YAY Images)

Die norwegische Zentralbank hat ihren Leitzins angehoben und mitgeteilt, dass je nach Entwicklung eine weitere Anhebung im Laufe des Jahres wahrscheinlich sei. Die Norges Bank erhöhte ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf 4,25 Prozent und entsprach damit den Erwartungen der Analysten.

Ob eine weitere Straffung erforderlich sein wird, hängt von der wirtschaftlichen Entwicklung ab. Wahrscheinlich wird es eine weitere Leitzinserhöhung geben, höchstwahrscheinlich im Dezember", sagte Norges-Bank-Gouverneurin Ida Wolden Bache. Die Zentralbank stellte fest, dass die Inflation immer noch zu hoch ist und deutlich über dem Zielwert von zwei Prozent liegt.

Zinsanhebung in Norwegen
10:38 Uhr

Analyst: Fed hält Tür für weitere Straffung offen

Die Fed hält die Tür für eine weitere Straffung der Geldpolitik im vierten Quartal offen", resümiert LBBW-Analyst Elmar Völker. "Die Meinung ist innerhalb des Federal Open Market Committee (FOMC) gespalten, ob eine solche erneute (und mutmaßlich finale) Zinsanhebung tatsächlich erforderlich ist." Da der Beschäftigungsaufbau sukzessive an Dynamik verliere und die Inflation auf dem richtigen Weg sei, spreche eigentlich einiges dafür, erst einmal im Abwartemodus zu bleiben.

Denn der bis dato robusten US-Wirtschaft stünden mehrere Belastungen ins Haus: Die zurückliegenden Straffungen der Geldpolitik seien noch nicht komplett verarbeitet, die Fiskalpolitik dürfte perspektivisch Bremseffekte entfalten, das baldige Wiederinkrafttreten von Rückzahlungsverpflichtungen aus Studentenkrediten werde wohl den Konsum belasten und schließlich lieferten Streiks in der Automobilindustrie und ein möglicher Government Shutdown potenzielle Stimmungsdämpfer. "Wir halten daher an unserer Prognose fest, dass die US-Währungshüter von weiteren Zinsanhebungen absehen werden", erklärt Völker.

Analyst: Fed hält Tür für weitere Straffung offen
10:26 Uhr

Die Crux mit der richtigen Zinspolitik - EZB stochert wegen Inflation immer noch im Nebel

Die EZB ist nach Ansicht von Bundesbank-Präsident Joachim Nagel mit einem hartnäckigen Inflationsumfeld konfrontiert. Der EZB-Rat habe deshalb auch bei seiner jüngsten Sitzung "an seinem konsequenten geldpolitischen Kurs festgehalten und die Leitzinsen abermals erhöht", sagte Nagel. "War es das jetzt mit den Leitzinsanstiegen? Haben wir die Hochebene erreicht?", fragte Nagel. "Das lässt sich noch nicht klar absehen. Noch immer ist die Inflationsrate zu hoch."

Die Leitzinsen müssten ausreichend lange auf einem ausreichend hohen Niveau liegen. "Was das genau bedeutet, lässt sich jetzt noch nicht sagen: Das hängt von den Daten ab", sagte Nagel. "Klar ist aber das Ziel: Dass die Inflationsrate möglichst bald auf zwei Prozent sinkt."

Die Crux mit der richtigen Zinspolitik - EZB stochert wegen Inflation immer noch im Nebel
10:06 Uhr

Schweizer Notenbank überrascht mit Nichtantasten des Leitzinses

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(Foto: picture alliance/dpa/KEYSTONE)

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat ihren Leitzins wider Erwarten auf dem aktuellen Niveau von 1,75 Prozent bestätigt. Ökonomen hatten mit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte gerechnet. "Die über die letzten Quartale deutlich gestraffte Geldpolitik wirkt dem immer noch vorhandenen Inflationsdruck entgegen", erklärte die Notenbank. "Es ist aus heutiger Sicht nicht auszuschließen, dass eine weitere Straffung der Geldpolitik nötig werden könnte, um die Preisstabilität in der mittleren Frist zu gewährleisten."

Um für angemessene monetäre Bedingungen zu sorgen, sei die Nationalbank zudem weiterhin bereit, bei Bedarf am Devisenmarkt aktiv zu sein. "Im gegenwärtigen Umfeld stehen dabei Devisenverkäufe im Vordergrund", hieß es.

Schweizer Notenbank überrascht mit Nichtantasten des Leitzinses
09:48 Uhr

Nächster Fed-Zinsschritt hängt am Ölpreis

Analyst Heino Ruland von Ruland Research erwartet für November keinen Zinsschritt der US-Notenbank. "Aktuell deutet alles auf einen 'Shutdown' in den USA hin, und damit werden der Fed im November die Daten als Entscheidungsgrundlage fehlen", so der Analyst. Nachdem die Fed klargestellt habe, dass sie eine weitere Zinserhöhung in diesem Jahr auf der Agenda habe, bleibe damit nur der Dezember. "Und dann hängt der Zinsschritt am Ölpreis", so Ruland. Sollte der Ölpreis hoch bleiben, werde die Fed die Zinsen erhöhen. "Sollte der Ölpreis wieder fallen, kann der Zinsschritt ausfallen", so der Analyst.

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Nächster Fed-Zinsschritt hängt am Ölpreis
09:35 Uhr

Post-Rivale im nachbörslichen Anlegerfokus

Im Mittelpunkt des Interesses im nachbörslichen US-Geschäft hat am Mittwoch der Zahlenausweis von Fedex gestanden. Die Aktie legte um 5,8 Prozent zu, nachdem der Gewinn des Logistikunternehmens im ersten Geschäftsquartal über den Schätzungen ausgefallen war. Laut Fedex glichen Kostensenkungsmaßnahmen den Nachfragerückgang bei Transportdienstleistungen aus. Fedex verzeichnete einen Gewinn von 1,08 Milliarden Dollar oder 4,23 Dollar je Aktie. Analysten hatten mit 3,62 Dollar je Aktie gerechnet. Das Unternehmen revidierte außerdem seine Prognose und rechnet nun mit 15,10 bis 16,60 Dollar pro Aktie, gegenüber einer früheren Prognose von 15 bis 17 Dollar.

Post-Rivale im nachbörslichen Anlegerfokus
09:17 Uhr

US-Sparer profitieren von Fed-Entscheid, DAX-Anleger nicht

Nachdem der DAX zur Wochenmitte noch Gewinne eingefahren und eine dreitägige Verlustphase beendet hat, geht es zum Start ins Donnerstagsgeschäft bereits wieder abwärts. Der deutsche Börsenleitindex notiert aktuell mit Kursen um 15.680 Punkte etwa 0,6 Prozent im Minus. Ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf verweist auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) vom Mittwochabend: "Das Ende des Zinserhöhungszyklusses ist zwar in Sicht. Aber das hohe Zinsniveau wird wohl länger bleiben", kommentiert sie. "Für Sparer ist das gut: Der Zinssatz in den USA liegt über der Inflationsrate."

US-Sparer profitieren von Fed-Entscheid, DAX-Anleger nicht
09:00 Uhr

Fed vor schwieriger Operation

"Sollten sich die Projektionen der Fed bestätigen, hätte die US-Notenbank die schwierigste geldpolitische Operation hinbekommen, nämlich eine weiche Landung", schreibt Commerzbank-Ökonom Bernd Weidensteiner in einem Kommentar. "Wir sind da nach wie vor skeptisch und erwarten weiter eine Rezession Anfang 2024. Dann wären mehr als die zwei vom Dot Plot für 2024 vorgesehenen Zinssenkungen von 50 Basispunkten wahrscheinlich."

Fed-Chef Jerome Powell habe auf der Pressekonferenz nicht sagen wollen, ob er eine weiche Landung der Wirtschaft jetzt für wahrscheinlicher halte, obwohl die Projektionen der Fed-Mitglieder genau das nahelegten. Allerdings habe er zugestanden, dass die Wirtschaftsdaten insgesamt besser ausgefallen seien als man dies zuvor erwartet habe. Die wohl stärkere Entwicklung der Wirtschaft sei auch der wesentliche Grund, dass man für die nächsten Jahre einen höheren Leitzinspfad erwarte.

Fed vor schwieriger Operation
08:42 Uhr

DAX nähert sich Schlüsselunterstützung

Mit dem erwarteten erneuten Rückschlag am Donnerstag nach den falkenhaften Fed-Signalen nähert sich der DAX erneut der Unterstützungszone um 15.550 Punkte. Diese hatte zuletzt drei Attacken Stand gehalten. Knapp darunter verläuft bei 15.537 Punkten die 200-Tage-Linie. "Ein Bruch der Unterstützung wäre ein Trading-Verkaufssignal", mit dem auch der Bereich um 15.450 unterschritten würde, so ein Marktanalyst. Aus technischer Sicht würde die Seitwärtsbewegung der vergangenen Monate dann in eine kurzfristige Top-Bildung übergehen, mit einem Anschlusspotenzial von etwa 1.000 Punkten auf der Unterseite.

DAX nähert sich Schlüsselunterstützung
08:25 Uhr

Toshiba kehrt in japanische Hände zurück

Der skandalgeschüttelte japanische Technologiekonzern Toshiba ist der umgerechnet 14 Milliarden Euro schweren Übernahme durch den Finanzinvestor JIP einen Schritt näher gekommen. Ein Konsortium unter Führung der Private-Equity-Gesellschaft Japan Industrial Partners (JIP) habe über ein Übernahmeangebot 78,65 Prozent des Unternehmens erworben, teilt Toshiba mit. "Wir sind sehr dankbar, dass viele unserer Aktionäre Verständnis für die Situation des Unternehmens gezeigt haben", sagt Toshiba-Chef Taro Shimada. Toshiba werde nun "mit einem neuen Aktionär einen großen Schritt in eine neue Zukunft machen". Der JIP-Gruppe reicht eine Zweidrittelmehrheit, um die übrigen Aktionäre aus dem Unternehmen zu drängen.

Mit der Übernahme geht der Elektronik- und Kraftwerkshersteller nach jahrelangem Ringen um die Zukunft des Unternehmens mit aktivistischen Aktionären aus dem Ausland in heimische Hände über. Seit 2015 wurde Toshiba von Bilanzskandalen erschüttert, erlitt hohe Verluste und stand kurz vor dem Delisting. Zudem war das Unternehmen in eine Reihe von Management-Skandalen verwickelt. Toshiba soll im Dezember nach 74 Jahren privatisiert werden.

Toshiba kehrt in japanische Hände zurück
08:10 Uhr

DHL-Chef wettert gegen Politik

Der Logistikkonzern DHL kritisiert die Ablehnung der gewünschten Portoerhöhung für die Post. "Wir können nicht nachvollziehen, wie man zu dieser Entscheidung kommen kann", sagt der DHL-Vorstandsvorsitzende Tobias Meyer der "Süddeutschen Zeitung". Die Inflation sei höher als in der Planung, die Kosten dramatisch angestiegen, der Ertrag gesunken. "Es stellt sich schon die Frage: Ist von den Regulierern und der Politik überhaupt gewünscht, dass wir das Brief-Geschäft weiter betreiben und hier investieren?"

"Die Rahmenbedingungen müssen stimmen, damit wir wirtschaftlich arbeiten können", so Meyer. Mehr Wettbewerb in einem schrumpfenden Briefmarkt mit der Brechstange durchsetzen zu wollen, sei volkswirtschaftlich unsinnig und für die Arbeitsbedingungen nicht gut. Das Kommunikationsverhalten der Menschen habe sich in den letzten 25 Jahren enorm verändert, das Postgesetz seither aber nicht.

DHL-Chef wettert gegen Politik
07:51 Uhr

Falkenhafte Fed-Signale lassen Asien-Börsen fallen

Im Gefolge der Aussagen der US-Notenbank vom Vorabend geht es mit den Börsen in Ostasien und Australien abwärts - zum Teil recht deutlich. Die Fed hatte zwar erwartungsgemäß die Leitzinsen unverändert gelassen, hat sich aber falkenhaft zur weiteren Geldpolitik geäußert. Sie signalisierte, dass sie die Zinsen in diesem Jahr nochmals anheben könnte und sie insgesamt für länger auf einem erhöhten Niveau bleiben dürften. "Die Fed ist fest entschlossen, die Inflation auf das Ziel von 2 Prozent zu bringen", sagte Fed-Chairman Jerome Powell: "Wir sind bereit, die Zinssätze weiter zu erhöhen, wenn dies angemessen ist." Zu möglichen Zinssenkungen sagte Powell lediglich: "Irgendwann wird der Zeitpunkt kommen, an dem es angebracht ist, die Zinsen zu senken." An der Wall Street hatten daraufhin vor allem die zinssensitiven Technologiewerte mit Verlusten zu kämpfen.

Am japanischen Markt gibt der Nikkei 1,3 Prozent nach auf 32.604 Punkte. Etwas besser hält sich der Shanghai Composite mit einem Minus von 0,6 Prozent. Hier herrschen Bedenken hinsichtlich des chinesischen Wachstums vor, weil die Wirtschaft nach den jüngsten Konjunkturmaßnahmen Pekings noch keine Anzeichen für eine große Trendwende erkennen lässt. Ganz oben bei den Verlierern stehen Konsum- und Pharmawerte. In Hongkong sind es vor allem Minen- und Technologiewerte, die den Leitindex um 1,3 Prozent nach unten drücken. Noch stärker abwärts geht es mit dem Kospi in Korea, der um 1,6 Prozent nachgibt.

Falkenhafte Fed-Signale lassen Asien-Börsen fallen
07:34 Uhr

Wall Street mit Fed "nicht ganz happy"

Die Fed legt eine weitere Zinspause ein, hält sich sonst aber alle Türen offen. Das kommt an der Wall Street nicht gut an. Aber es gibt auch eine Gute Nachricht von der Fed, wie ntv-Börsenkorrespondent Jens Korte zu berichten weiß.

Wall Street mit Fed "nicht ganz happy"
07:18 Uhr

DAX deutlich schwächer erwartet

Der Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Am Mittwoch hatte er 0,8 Prozent fester bei 15.781,59 Punkten geschlossen. An der Wall Street ging es nach dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed bergab. Wie an den Finanzmärkten erwartet, beließen die Währungshüter den geldpolitischen Schlüsselsatz am Mittwoch zwar in der Spanne von 5,25 bis 5,50 Prozent. Sie signalisierten allerdings, dass sie zur Bekämpfung des Preisauftriebs für dieses Jahr noch einen Schritt nach oben ins Auge fassen.

Heute entscheidet die Bank of England, ob sie die 15. Zinsanhebung in Folge vollzieht oder eine Pause einlegt. Die Inflation in Großbritannien ist zuletzt überraschend gefallen – auf 6,7 Prozent. Dies könnte aus Sicht vieler Investoren für eine Pause sprechen, doch ist die Inflationsrate noch immer eine der höchsten in Westeuropa. Auch die Schweizerische Nationalbank (SNB) steht nach Einschätzung von Volkswirten vor der sechsten Zinserhöhung in Folge. Wie die Europäischen Zentralbank vergangene Woche dürften die Notenbanker den Leitzins um einen viertel Prozentpunkt anheben.

DAX deutlich schwächer erwartet
07:06 Uhr

Fed weckt bei Asien-Anlegern Zinsängste

Jüngste Äußerungen der US-Notenbank schüren bei Anlegern in Asien die Sorge vor höheren und länger anhaltenden Zinsen. Die Währungshüter hatten am Mittwoch die Schlüsselzinsen unverändert gelassen und eine Anhebung bis zum Jahresende in Aussicht gestellt. Die Geldpolitik bis 2024 werde wahrscheinlich deutlich straffer ausfallen als bisher erwartet, erklärt die Fed. "Die Investoren haben sich ausgesucht, was sie sehen wollten, und das war offensichtlich eher die negative Seite, so dass ich denke, dass die Stimmung heute eher in den roten Bereich tendiert", kommentiert Ben Luk von State Street Global Markets. Der allgemeine Ton der letzten Fed-Sitzung sei nicht übermäßig aggressiv gewesen, aber es habe zwei Überraschungen gegeben: Die Prognosen für das Jahr 2024 seien etwas höher ausgefallen als allgemein erwartet, und die Aussagen der Fed deuteten darauf hin, dass das makroökonomische Wachstum anhalten werde, auch wenn die Zinsen für längere Zeit höher bleiben würden, so Luk.

Der Nikkei notiert 1,1 Prozent tiefer bei 32.648 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gibt 0,8 Prozent auf 2387 Zähler nach. Der Shanghai Composite gibt 0,5 Prozent nach. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen verliert 0,5 Prozent.

Fed weckt bei Asien-Anlegern Zinsängste
06:47 Uhr

Dollar profitiert von Powell-Aussagen

Im asiatischen Devisenhandel drückte die geldpolitische Pause der US-Notenbank den japanischen Yen auf rund 148,39 zum Dollar und damit in die Nähe der 150er-Marke, die Tokio als Grenze für mögliche Währungsinterventionen ansieht. Auf die Kursverluste des Yen angesprochen, sagt Kabinettschef Hirokazu Matsuno, es sei wichtig, dass sich die Währungen stabil entwickelten und die wirtschaftlichen Fundamentaldaten widerspiegelten. "Die Regierung wird die Entwicklungen an den Devisenmärkten genau beobachten und angemessen reagieren, ohne dabei eine Option auszuschließen". Analysten erwarten, dass die BOJ auf ihrer zweitägigen Sitzung, die am Freitag zu Ende geht, ihre extrem lockere Geldpolitik beibehalten wird.

Der Dollar legt 0,2 Prozent auf 7,3003 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notiert er 0,2 Prozent höher bei 0,9000 Franken. Parallel dazu fällt der Euro 0,3 Prozent auf 1,0630 Dollar und gibt 0,1 Prozent auf 0,9568 Franken nach. Das Pfund Sterling verliert 0,2 Prozent auf 1,2316 Dollar.

Euro / Dollar

Dollar profitiert von Powell-Aussagen
06:30 Uhr

Fed-Chef Powell schickt DAX abwärts

Nach drei Minustagen hat der DAX zur Wochenmitte endlich wieder Gewinne eingefahren. Er liegt nun im Bereich von 15.782 Punkten. Allerdings gaben die Kurse an der Wall Street nach, denn die von vielen Anlegern erhoffte Klarheit, was die Zinspolitik der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) betrifft, blieb aus: Die Fed hält sich im Kampf gegen hohe Verbraucherpreise eine weitere Zinserhöhung in diesem Jahr offen. Darauf deuten neue, am Mittwoch veröffentlichte Prognosen der Zentralbank der größten Volkswirtschaft der Welt hin. Auch die Zinsen im kommenden Jahr könnten höher als zuvor erwartet sein. Bei seiner aktuellen Sitzung entschied der Zentralbankrat, den Leitzins in der Spanne von 5,25 bis 5,5 Prozent zu belassen. Es ist das höchste Niveau seit mehr als 20 Jahren. Fed-Chef Jerome Powell wollte einen weiteren Zinssprung jedoch nicht ausschließen. Man habe sich bisher noch nicht entschieden, ob das aktuelle Zinsniveau ausreichend sei.

Der Fed-Chef betonte bei der Pressekonferenz nach der Sitzung, dass die Daten der kommenden Monate das Vorgehen der Notenbank bestimmen würden. Die Fed rechnet in ihrer aktuellen Prognose zum Jahresende im Mittel mit einem Leitzins von 5,6 Prozent. Für 2024 werden im Mittel 5,1 Prozent erwartet - in Juni waren es noch 4,6 Prozent.

Nach der Fed geht es heute munter weiter mit Notenbank-Entscheidungen. So tagen etwa die Schweizerische Nationalbank, die Schwedische Reichsbank, die Norwegische Notenbank sowie die Bank of England und die Türkische Zentralbank: Davei entscheidet die Bank of England auf ihrer an den Finanzmärkten mit Spannung erwarteten Sitzung, ob sie die 15. Zinsanhebung in Folge vollzieht oder eine Pause einlegt. Der Leitzins liegt derzeit bei 5,25 Prozent. Die Inflation ist zuletzt überraschend gefallen – auf 6,7 Prozent. Das ist der niedrigste Wert seit anderthalb Jahren. Dies könnte aus Sicht vieler Investoren für eine Pause sprechen, doch ist die Inflationsrate noch immer eine der höchsten in Westeuropa. Die Währungshüter in London sind von ihrem Ziel von 2,0 Prozent noch immer weit entfernt.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) steht nach Einschätzung von Volkswirten vor der sechsten Zinserhöhung in Folge. Wie die Europäischen Zentralbank vergangene Woche dürften die Notenbanker den Leitzins um einen viertel Prozentpunkt anheben. 30 von 37 Ökonomen, die sich an einer Reuters-Umfrage beteiligten, gehen von einer Straffung um einen Viertelpunkt auf 2,00 Prozent aus. Die verbleibenden sieben Experten rechnen nicht mit einer Änderung. Danach rechnet die Mehrheit der Befragten bis mindestens September 2024 mit einen unveränderten Leitzins von 2,00 Prozent.

Unternehmensseitig schauen die Anleger auf Microsoft: Der Softwarekonzern lädt zu einer "besonderen Veranstaltung" ein. Unklar ist bislang deren Inhalt. Experten rechnen mit der Vorstellung neuer Produkte und erhoffen sich Informationen über weitere Angebote auf Basis Künstlicher Intelligenz (KI). Weitere Wochentermine finden Sie hier.

Fed-Chef Powell schickt DAX abwärts