Iran- und Konjunktursorgen lähmen Dax
Trotz deutlicher Kursgewinne von Schwergewicht SAP ist der Dax zum Wochenausklang nicht nach oben gekommen. Der deutsche Leitindex schloss 0,1 Prozent im Minus bei 24.129 Punkten. Der EuroStoxx50 notierte ebenfalls 0,1 Prozent tiefer bei 5887 Stellen.
Die SAP-Aktien legten nach starken Quartalszahlen um 4,7 Prozent zu. Getrübt wurde die Stimmung im Dax durch die fragile Waffenruhe im Iran-Konflikt und Konjunktursorgen nach einem überraschend starken Rückgang des Ifo-Index. "Kaum gab es zarte Knospen einer wirtschaftlichen Trendwende, macht der Iran-Krieg einem Aufschwung einen Strich durch die Rechnung", resümierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt bei der VP Bank.
Siemens Energy gewannen 2,6 Prozent. Die Anleger lange Zeit eher verhalten auf die Anhebung der Umsatz- und Gewinnprognose für 2025/2026. Für einen Dämpfer sorgte, dass die Quartalszahlen etwas hinter den Erwartungen zurückblieben. Alles in allem seien die Zahlen zwar stark, aber es gebe auch Schwachstellen in der Bilanz, sagte ein Händler. Im MDax machte ein Gewinneinbruch im ersten Quartal den Papieren von Jungheinrich zu schaffen. Die Aktien des Gabelstapler-Herstellers rauschten um 14,8 Prozent in die Tiefe.
Wie Anleger sich jetzt positionieren können
Die Berichtssaison läuft - während Banken und Chipfirmen mit starken Zahlen überraschen, geraten Luxuskonzerne unter Druck. Gleichzeitig rückt die Tech-Branche in den Fokus: Zeigen sich durch KI schon spürbare Effekte? Welche Strategien sich jetzt anbieten, darüber spricht Raimund Brichta mit Peter Bösenberg von der Société Générale.
Analysten: China-Aktien dürften bis Jahresende weiter zulegen
Chinesische Aktien haben bis zum Jahresende ein Aufwärtspotenzial von fünf bis zehn Prozent, schreiben die Analysten von Morgan Stanley. Der Wettbewerb im chinesischen E-Commerce dürfte sich nach der Verschärfung der regulatorischen Vorschriften wahrscheinlich abschwächen. Zudem dürfte die gestärkte Positionierung in den globalen Lieferketten - insbesondere in der vorgelagerten Fertigung und im Hard-Tech-Bereich - für dauerhafte Unterstützung sorgen.
Die US-Bank bekräftigt ihr Jahresendziel für den Hongkonger Hang Seng Index von 27.500. "Wir erwarten, dass der Weg kurzfristig unruhig bleiben wird und die Volatilität von Mai bis Juli anhält", heißt es weiter unter Verweis auf die Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Gipfeltreffen zwischen den USA und China, der Berichtssaison für das erste Quartal, der Freigabe von IPO-Aktien und der anhaltenden Lage im Nahen Osten.
"Iran hat seine Atomwaffe gefunden - die Straße von Hormus"
Die Gruppe "Doomberg" rechnet mit einem stark fallenden Ölpreis nach einer zukünftigen Öffnung der Straße von Hormus. US-Börsenexpertin Sandra Navidi kann die Prognose nicht nachvollziehen und erklärt mit Blick auf den Status Quo, dass der Iran "seine Atomwaffe gefunden hat".
Anthropic entwickelt KI-Produkte für Juristen
Die weltweit tätige Anwaltskanzlei Freshfields und das KI-Startup Anthropic wollen gemeinsam Produkte auf Basis von Künstlicher Intelligenz (KI) entwickeln. Dabei solle es um Anwendungen für Rechts- und Marktforschung, Vertragsprüfung, Dokumentenerstellung und die Automatisierung interner Geschäftsabläufe gehen, teilte Freshfields mit. Die in London ansässige Kanzlei mit ihren mehr als 2800 Anwälten erhalte im Rahmen der Vereinbarung zudem frühzeitigen Zugang zu künftigen Modellen und Produkten von Anthropic. Finanzielle Details der Vorhabens wurden nicht genannt.
Große Anwaltskanzleien haben sich zu einer wichtigen Kundengruppe für KI-Produkte entwickelt, die die juristische Recherche sowie die Ausarbeitung von Verträgen und Gerichtsdokumenten beschleunigen können. Zwei Start-ups, die KI-Produkte für Anwälte entwickeln – Legora und Harvey – haben in den letzten Monaten Bewertungen in Milliardenhöhe erreicht.
US-Chipwerte gehen steil nach oben
Die US-Börsen sind uneinheitlich gestartet. Für Unterstützung sorgte die Hoffnung auf neue Friedensverhandlungen zwischen den USA und Iran, während die anhaltende Seeblockade in der Straße von Hormus die Anleger verunsicherte. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor 0,3 Prozent auf 49.182 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 notierte 0,2 Prozent höher bei 7124 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 0,7 Prozent auf 24.604 Punkte.
Ein überraschend starkes Quartalsergebnis von Intel hellte die Stimmung im Chipsektor auf. Der Konzern zeigte sich auch für das zweite Quartal optimistisch für die Nachfrage nach seinen Zentralprozessoren im Zuge des KI-Booms. Die Intel-Aktien schnellten um gut 25 Prozent auf ein Rekordhoch. Die Papiere der Konkurrenten Advanced Micro Devices und Arm gewannen knapp elf beziehungsweise neun Prozent.
Renditen deutscher Staatsanleihen steigen schneller als von Unternehmensanleihen
Die Renditen deutscher Staatsanleihen klettern aufgrund von Inflationssorgen und der Möglichkeit von Zinserhöhungen durch die Europäische Zentralbank schneller als die Renditen von Unternehmensanleihen, schreiben Michael Kohler und Benedikt Horwedel von der LBBW in einem Kommentar. Die Anleger preisen für das Jahr 2026 zwei Zinserhöhungen der EZB um einen Viertelprozentpunkt vollständig ein, wie aus Daten von LSEG hervorgeht. Die erste wird bereits im Juli erwartet. Die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen sind seit Beginn des Nahost-Konflikts um rund 34 Basispunkte gestiegen und notierten zuletzt bei 3,007 Prozent, wie aus Daten von Tradeweb hervorgeht.
US-Anleiherenditen fallen
Die Renditen von US-Staatsanleihen geben angesichts der andauernden Pattsituation im Nahen Osten und vor der Veröffentlichung wichtiger US-Stimmungsdaten nach. Verteidigungsminister Hegseth sagt, die Blockade iranischer Häfen "wachse und werde global". Präsident Trump kündigt eine Verlängerung des Waffenstillstands zwischen Israel und dem Libanon an. Zudem verlängert er eine Ausnahmeregelung zur Lockerung der Beschränkungen für den Schiffsverkehr zwischen US-Häfen, um kriegsbedingte Lieferunterbrechungen abzumildern.
Die Rendite der zehnjährigen Anleihe liegt bei 4,332 Prozent, nach 4,338 Prozent zuvor. Die Rendite der zweijährigen Anleihe fällt von 3,846 Prozent auf 3,823 Prozent. Beide steuern auf einen wöchentlichen Anstieg zu.
Neues vom Geldmarkt
Die Zinskurve am europäischen Geldmarkt versteilert sich zusehends. Während die Hängepartie am Persischen Golf anhält, tickert der Ölpreis immer weiter nach oben. An eine baldige Lösung des Konflikts glauben immer weniger Marktteilnehmer. Damit steigen die Risiken für Inflation und Wirtschaftswachstum. Der Absturz des Ifo-Geschäftsklimaindex im April ist ein weiteres Warnsignal. Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) wird nach Aussage von Nordea-Analyst Jan von Gerich in der nächsten Woche zwar keine Leitzinsanhebung beschließen, sich für Juni aber alle Optionen offen halten.
Tagesgeld: 1,90 - 2,10 (1,87 - 2,07), Wochengeld: 1,91 - 2,11 (1,95 - 2,05), 1-Monats-Geld: 1,90 - 2,15 (2,00 - 2,10), 3-Monats-Geld: 2,08 - 2,33 (2,05 - 2,25), 6-Monats-Geld: 2,49 - 2,79 (2,25 - 2,45), 12-Monats-Geld: 2,67 - 2,87 (2,55 - 2,68), Euribors: 23.04. 22.04. 3 Monate: 2,1650 2,1610, 6 Monate: 2,4270 2,3850, 12 Monate: 2,6870 2,6400
Musk: Tesla startet Produktion der Cybercabs
Tesla hat seinem CEO Elon Musk zufolge mit der Produktion seines Cybercab begonnen, eines Fahrzeugs ohne Pedale oder Lenkrad, das eine Schlüsselrolle in Teslas Vision für autonome Robotaxis spielt. Der Elektroautobauer wird das Fahrzeug, das mit der "Full Self-Driving"-Software von Tesla betrieben wird, in seinem fahrerlosen Fahrdienst einsetzen und zudem an Betreiber von Taxiflotten sowie an die breite Öffentlichkeit verkaufen.
Das Cybercab hat für Musk Priorität, der versucht, Tesla von einem traditionellen Automobilhersteller zu einem Unternehmen umzugestalten, dessen Schwerpunkt auf autonomen Fahrzeugen und humanoiden Robotern liegt. Laut "Wall Street Journal" konzipiert Tesla die Produktionslinie so, dass wöchentlich Hunderte von Cybercabs hergestellt werden können. Laut Musk könnte das Cybercab bereits bis Ende dieses Jahres einen wesentlichen Einfluss auf Teslas Finanzergebnisse haben.
Intel-Aktien gehen durch die Decke
Das überraschend starke Quartalsergebnis von Intel schiebt im vorbörslichen US-Handel die Chipwerte an. Das Unternehmen zeigte sich auch für das zweite Quartal optimistisch für die Nachfrage nach seinen Zentralprozessoren im Zuge des KI-Booms. Die Papiere der Konkurrenten Advanced Micro Devices und Arm gewinnen elf beziehungsweise 9,5 Prozent. Die Intel-Aktien selbst schnellen um gut 28 Prozent in die Höhe und könnten auf einem Rekordhoch eröffnen.
Bewegung bei Iran-Problematik? Dax dreht ins Plus
Der Dax ist sehr schnell in den positiven Bereich gewechselt. Der deutsche Leitindex stieg um 0,7 Prozent auf 24.315 Punkte. Der EuroStoxx50 legte 0,1 Prozent auf 5898 Stellen zu.
Der TV-Sender Al-Dschasira zitierte pakistanische Regierungsquellen, die bestätigten, dass die Wahrscheinlichkeit eines Durchbruchs bei den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran in Islamabad hoch sei, weil eine Delegation unter der Leitung des iranischen Außenministers Abbas Araghchi noch heute Abend in der pakistanischen Hauptstadt erwartet werde.
Zinssenkung in Russland
Die russische Zentralbank hat ihren Leitzins zum achten Mal in Folge gesenkt und erklärt, dass trotz eines Anstiegs der Ölpreise seit Beginn des Konflikts im Nahen Osten weitere Senkungen möglich seien. Die Notenbank senkte die Zinsen um 50 Basispunkte auf 14,50 Prozent und liegen nun damit deutlich unter dem Höchststand von 21,00 Prozent im Jahr 2025.
In einer Erklärung teilte die Bank Rossii mit, dass sie die Zinsen weiter senken könnte, sobald sich Angebot und Nachfrage im Gleichgewicht befinden. "Die russische Notenbank wird bei ihren kommenden Sitzungen die Notwendigkeit weiterer Leitzinssenkungen prüfen, abhängig von der Nachhaltigkeit des Inflationsrückgangs", erklärte die Zentralbank.
Bleibt der Nahostkrieg ein Dauer-Risiko für Anleger?
Der Krieg im Iran sorgt weiter für Unsicherheit. Wie lange der Konflikt noch dauern könnte, welche Konsequenzen das für Anleger hat und welche Chancen sich jetzt bei Software-Aktien bieten, darüber spricht Raimund Brichta mit Marcus Hüttinger und Marisa Karpinski von der Fondsgesellschaft Gané.
SAP-Aktie schießt hoch
Kräftig nach oben ist es mit der Aktie des Dax-Schwergewichts SAP gegangen. Gestützt wurde das Papier durch eine erfreuliche Quartalsbilanz. Der Walldorfer Softwarekonzern hat den Rückgang der Wachstumsraten in seiner wichtigen Cloud-Sparte vorerst gestoppt. Die Aktie legte um 5,2 Prozent zu. Der Quartalsbericht von SAP liege in mehreren Kategorien über den Erwartungen – "und das ist umso erstaunlicher, wenn man die unsicheren makroökonomischen und geopolitischen Rahmenbedingungen sowie den Umbruch betrachtet, der derzeit im Softwaresektor stattfindet", kommentierte Jochen Stanzl von der Consorsbank.
Ryanair verringert Angebot für Deutschland - 50 Prozent weniger Berlin-Flüge
Ryanair dünnt erneut sein Flugprogramm in Deutschland aus und begründet dies wie zuletzt mit zu hohen Standortkosten. Man werde für den Winterflugplan die Zahl der Flüge von und nach Berlin um 50 Prozent verringern, sagte Airline-Manager Eddie Wilson. Alle sieben am Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) stationierten Flugzeuge sollen dann auf kostengünstigere Staaten verlagert werden, etwa Schweden, die Slowakei, Albanien oder Italien.
Die Entscheidung sei eine direkte Folge der jüngsten Ankündigung des Berliner Flughafens, die Gebühren von 2027 bis 2029 erneut um weitere zehn Prozent zu erhöhen, erklärte das Unternehmen. Am 24. Oktober soll die Basis am BER geschlossen werden. Piloten und Kabinenpersonal könnten andere Jobs bei Ryanair in ganz Europa erhalten, da man weiter wachsen wolle. Neben Ryanair machen andere Billigflieger wie Easyjet und Wizz Air einen Bogen um Deutschland und haben ihr Flugangebot verkleinert.
Jungheinrich meldet Gewinneinbruch - Aktie schmiert ab
Beim Hamburger Gabelstapler-Hersteller Jungheinrich ist der operative Gewinn im ersten Quartal um fast die Hälfte eingebrochen. Der Umsatz lag mit 1,27 Milliarden Euro um knapp drei Prozent unter Vorjahr, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) fiel aber stark auf 56,5 (Vorjahr: 104,5) Millionen Euro, wie Jungheinrich mitteilte. Das Unternehmen machte einen höheren Preisdruck aufgrund des intensiven Wettbewerbs, die geringere Auslastung und den Streik verantwortlich, der das vor der Schließung stehende Werk in Lüneburg bis Februar 85 Tage lang lahmgelegt hatte. Der im Februar vollzogene Rückzug aus Russland habe das Ebit allein mit 20 Millionen Euro belastet.
An der Börse gab die im MDax notierten Jungheinrich-Aktie nach Bekanntgabe der Quartalszahlen rund zehn Prozent nach.
Ifo-Chef: Unsicherheit ist nochmal gewaltig angestiegen
Ifo-Chef Clemens Fuest berichtet von großer wirtschaftlicher Unsicherheit in Deutschland. Die Wirtschaft sei hier stärker getroffen als die Weltwirtschaft insgesamt. Die Prognosen der Regierung basierten auf der Annahme, dass der Konflikt zum Sommer gelöst sei - "wir wissen nicht, ob das passiert".
Hausgerätehersteller-Aktie stürzt ab
Angesichts deutlich schwächerer Zahlen im ersten Quartal nehmen die Electrolux-Anleger Reißaus. Die Papiere des schwedischen Hausgeräteherstellers rutschen in der Spitze um gut 25 Prozent ab. Sie notieren auf dem niedrigsten Stand seit 2009. Das Unternehmen wies einen operativen Verlust von 266 Millionen Kronen (etwa 24,5 Millionen Euro) aus. Analysten hatten im Schnitt mit einem Plus von 280 Millionen Kronen gerechnet. Zur Finanzierung einer Kooperation mit dem chinesischen Rivalen Midea in Nordamerika und weiterer Umbaumaßnahmen hatte Electrolux eine Kapitalerhöhung im Volumen von neun Milliarden Kronen angekündigt.
Mit Aura und KI: VW startet E‑Offensive in China
In Peking präsentieren Autohersteller und Zulieferer ihre neuesten Entwicklungen. "Zukunft der Intelligenz" ist das Motto der "Auto China" - das lässt bereits erahnen, was die Besucher erwartet: KI und smarte Cockpits. Bislang fahren die deutschen Hersteller ihrer chinesischen Konkurrenz hinterher. VW startet eine Offensive.
Dax rutscht nach Ifo-Index ab
Nach der Veröffentlichung des Ifo-Index hat der Dax den Rückzug angetreten. Der deutsche Leitindex sank um 0,5 Prozent auf 24.023 Punkte. Zuvor hatte er kaum verändert notiert. Der EuroStoxx50 fiel um 0,6 Prozent auf 5858 Stellen.
Ifo-Index sinkt stärker als prognostiziert
Der Iran-Krieg trübt die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Unternehmen stärker als erwartet. Der Ifo-Geschäftsklimaindex sank im April auf 84,4 Punkte, nach revidiert 86,3 Zählern im März, wie das Münchner Ifo-Institut zu seiner Umfrage unter rund 9000 Führungskräften mitteilte. Ökonomen hatten nur mit einem Rückgang auf 85,5 Punkte gerechnet. Die Unternehmen blicken erheblich pessimistischer auf die kommenden Monate. Sie bewerteten auch ihre aktuelle Lage schlechter. "Die Iran-Krise trifft die deutsche Wirtschaft hart", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest.
"Beim On-Off im Iran-Krieg bleibt die Stimmung weiter stark auf der Strecke. Nach wie vor schrecken hohe Energiepreise, sie belasten den Ausblick.", sagte Alexander Krüger von Hauck Aufhäuser Lampe. "Jeder Tag, den die Straße von Hormus gesperrt ist, verursacht Konjunkturschmerz. Selbst bei einer Konfliktberuhigung ist davon auszugehen, dass eine Normalisierung dauern wird."
Jörg Krämer von der Commerzbank meinte: "Der Einbruch des Ifo-Geschäftsklimas zeigt unmissverständlich, wie sehr der Energiepreisschock die deutsche Wirtschaft trifft. Das Wachstum dürfte in diesem Jahr selbst dann um beträchtliche 0,4 Prozentpunkte niedriger ausfallen, wenn die Straße von Hormus nach insgesamt drei Monaten Ende Mai wieder öffnete. Für dieses Szenario rechnen wir nur mit einem Wachstum von 0,6 Prozent. Bereinigt um die ungewöhnlich hohe Zahl von Arbeitstagen entspricht dies einem mageren Plus von 0,3 Prozent. Aber jeder weitere Tag ohne Öllieferungen durch die Straße von Hormus erhöht das Rezessionsrisiko."
Porsche verkauft restliche Anteile an Bugatti
Der Sportwagenbauer Porsche steigt ganz aus der Luxus-Sportwagenschmiede Bugatti aus. Porsche gibt auch seine Beteiligung an Rimac ab. Käufer sei ein Konsortium unter Führung des Finanzinvestors HOF Capital, hinter dem die ägyptische Milliardärsfamilie Sawiris stehe, teilten Porsche und der Co-Investor BlueFive Capital aus Abu Dhabi mit.
Ein Porsche-Sprecher sagte, zum Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Nach Abschluss der Transaktion übernehme Rimac die Kontrolle über Bugatti Rimac und forme eine strategische Partnerschaft mit BlueFive Capital und HOF.
RTL Deutschland ernennt zur Sky-Übernahme Geschäftsleitung aus beiden Firmen
Nach dem grünen Licht für die Übernahme des Pay-TV-Senders Sky Deutschland macht RTL Deutschland Tempo und ernennt für die neue Geschäftsführung Vertreter aus beiden Firmen. Mit dem für 1. Juni erwarteten Abschluss des Deals werden Elke Walthelm und Michael Radelsberger von Sky in die Geschäftsführung von RTL Deutschland berufen, wie der Fernsehkonzern, zu dem auch ntv gehört, mitteilte. Walthelm soll sich als Personalchefin um die Integration der beiden Unternehmen kümmern. Radelsberger werde die Verantwortung für das Pay-Geschäft mit rund 12,3 Millionen zahlenden Abonnenten von RTL+, Sky und WOW übernehmen. Julia Kloke wechselt vom Bertelsmann-Finanzdienstleister Riverty zum 1. Mai als neue Finanzchefin zu RTL Deutschland.
Stephan Schmitter bleibt CEO von RTL Deutschland. Er soll das Unternehmen mit Fokus auf mehr Streaming näher an die großen US-Wettbewerber Netflix, Disney und Amazon Prime in Deutschland heranbringen.
Irans Blockadepolitik sorgt für Ölpreisanstieg
Die anhaltende Blockade der für den globalen Handel wichtigen Straße von Hormus durch iranische Truppen treibt die Ölpreise weiter in die Höhe. Am Rohstoffmarkt verteuert sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,7 Prozent auf 105,83 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiert 0,6 Prozent fester bei 96,44 Dollar.
Fusionsfantasie in KI-Branche
Der Heidelberger KI-Entwickler Aleph Alpha und die kanadische Firma Cohere wollen sich offenbar zusammenschließen. Gemeinsam wollten sich die Firmen als Alternative zu US-Technologiekonzernen positionieren und Künstliche Intelligenz (KI) für Unternehmen und Behörden anbieten, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf mehrere mit der Sache vertraute Personen aus Regierungs- und Unternehmenskreisen.
Wie die Zeitung schreibt, sollen die Anteilseigner von Cohere etwa 90 Prozent der Anteile an der gemeinsamen Firma erhalten, Anteilseigner von Aleph Alpha etwa zehn Prozent. Aleph Alpha galt anfänglich als deutsche Antwort auf OpenAI. Die Entwicklung großer KI-Sprachmodelle wie ChatGPT hat das Startup inzwischen aber aufgegeben. Stattdessen konzentriert es sich ähnlich wie Cohere auf spezialisierte KI-Anwendungen für Unternehmen.
Dax-Anleger scheuen das Risiko - SAP im Fokus
Der Dax startet verhalten in das Wochenschlussgeschäft. Der deutsche Börsenleitindex, der an allen vier bisherigen Handelstagen in dieser Woche Verluste eingefahren hat, notiert aktuell im Bereich von 24.150 Punkten – und damit ebenfalls erneut schwächer. Am vergangenen Freitag hatte er sich noch mit 24.701 Zählern ins Wochenende verabschiedet.
"Vor dem Wochenende lehnt sich kein Anleger großartig aus dem Fenster", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Corinna Wohlfeil und verweist auf den Iran-Krieg und die Blockade der Straße von Hormus. "Positiv Signale kommen indes von der Berichtssaison: Intel hat überrascht und SAP überzeugt", erläutert sie. "Die SAP-Aktie war gestern der größte Verlierer im Dax, es gibt also Aufholpotenzial."
Chinas Automarkt ist hart umkämpft
Der Konkurrenzkampf der Autobauer in China bleibt nach Ansicht von Mercedes-Chef Ola Källenius auf längere Sicht knallhart. "Dass die Wettbewerbsintensität plötzlich verschwindet, darauf würde ich nicht hoffen - und das ist nicht unser Plan", sagte Källenius. Mercedes wolle mit Innovationen noch schneller werden auf einem Markt, der mit schnellem Wechsel von Erfolg und Misserfolg der mehr als 100 Anbieter einer Achterbahnfahrt gleiche.
In dieser Phase wolle Mercedes-Benz bewusst keine Marktanteile über niedrigere Preise kaufen. "Wir sind auch dann bereit, Volumen in den niedrigeren Segmenten auf dem Tisch zu lassen, wenn wir sagen, da macht es ökonomisch weniger Sinn." Der Autobauer will zugleich die Produktionskosten auf das in China herrschende niedrige Niveau drücken, indem ausschließlich auf lokale Lieferanten gesetzt wird. Auch die Entwicklung vor Ort werde verstärkt. Da China in Sachen Digitalisierung und automatisiertem Fahren die Nase vorn hat, könnten in China entwickelte Innovationen auch weltweit eingesetzt werden.
Gewinnmitnahmen treffen Tech-Aktien
Die Börsen in Ostasien und Australien bewegen sich überwiegend in negativem Terrain. Der andauernde Iran-Krieg dämpft die Kauflaune, wobei sich Anleger vor allem von den zuletzt gut gelaufenen Technologiewerten trennen. Gelindert wird der Verkaufsdruck von der Nachricht, dass Israel und der Libanon ihren Waffenstillstand um drei Wochen verlängert haben. Allerdings haben die USA und der Iran ihre Friedensverhandlungen noch nicht wieder aufgenommen, und die Straße von Hormus, ein wichtiger Seehandels- und Öltransportweg, ist noch immer geschlossen, was die Ölpreise nach oben treibt.
Die japanische Börse liegt entgegen der regionalen Tendenz leicht im Plus. Der Topix gewinnt 0,1 Prozent. Die japanischen Verbraucherpreise sind im März in der Kernrate im von Ökonomen erwarteten Rahmen gestiegen. Im Vergleich zum Februar hat sich die Kernteuerung etwas beschleunigt, bedingt durch den deutlich gestiegenen Ölpreis, allerdings lag der Anstieg mit 1,8 Prozent noch unter dem Ziel der Bank of Japan (BOJ) von zwei Prozent.
In Seoul sinkt der Kospi um 0,4 Prozent. Indexschwergewicht Samsung Electronics fällt um 2,6 Prozent. SK Hynix verlieren im Zuge von Gewinnmitnahmen 1,6 Prozent. An der Börse in Shanghai gibt der Composite-Index um 0,6 Prozent nach. In Hongkong verliert der Hang-Seng-Index 0,2 Prozent. Der australische Aktienmarkt liegt 0,3 Prozent im Minus.
Es wird kräftig ausgeschüttet
Die europäischen Aktienmärkte werden zum Wochenschluss etwas leichter erwartet. So deutet sich für den Dax eine Eröffnung bei 24.125 Punkten an - ein Abschlag von 0,1 Prozent zum Vortagesschluss. Das Schlagzeilenrisiko bleibt vor dem Wochenende hoch, während die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran weiterhin eine unübersichtliche Hängepartie bilden.
Positive Nachrichten gibt es derweil von der Berichtssaison. Gestern überzeugten aus dem Dax bereits SAP und Siemens Energy. Am Vormittag steht dann der IFO-Geschäftsklimaindex für April auf der Agenda, der etwas leichter erwartet wird. Aktuell läuft die Dividendensaison, am Freitag schütten ASML (jeweils je Aktie 2,70 EUR), Beiersdorf (1,00 EUR), Eon (0,57 EUR) und Schaeffler (0,30 EUR) an ihre Anteilseigner aus.
Microsoft plant erstmals freiwillige Abfindungen
Microsoft plant offenbar erstmals in seiner 51-jährigen Geschichte ein freiwilliges Abfindungsprogramm für Mitarbeiter. Das einmalige Vorruhestandsprogramm stehe US-Mitarbeitern auf der Ebene des Senior Director und darunter offen, deren Alter und Dienstjahre zusammen 70 oder mehr ergeben, berichtete der US-Sender CNBC unter Berufung auf ein internes Memo. "Wir hoffen, dass dieses Programm den Berechtigten die Wahl gibt, diesen nächsten Schritt zu ihren eigenen Bedingungen zu gehen, und zwar mit großzügiger Unterstützung des Unternehmens", zitierte CNBC Microsoft-Personalchefin Amy Coleman aus dem Memo, das der TV-Sender einsehen konnte.
Siemens-Energy-Aktie wie im Rausch
Die Aktie von Siemens Energy hat gestern nachbörslich nach Geschäftszahlen zum zweiten Quartal um 3 Prozent zugelegt. Die Erwartungen an der Börse waren im Vorfeld teils hoch, daher bleibt abzuwarten, ob sich die positive Grundtendenz festigen kann. Für die Analysten der RBC liegt der Auftragseingang rund 14 Prozent über Konsens, Umsatz und Gewinn vor Sondereffekten verfehlten diesen dagegen um jeweils 5 Prozent. Der freie Cashflow vor Steuern betrug 2,0 Milliarden Euro, der Konsens hatte 1,4 Milliarden veranschlagt.
Laut Unternehmen war ein negativer Wechselkurseffekt von rund 500 Millionen Euro der Hauptgrund für das Verfehlen der Umsatz- und Ergebnisziele, hier wurde vom Konsens nur mit 100 Millionen gerechnet. Die starken Aufträge wurden von Gas Services und Grid Tech getrieben, ähnlich wie beim Konkurrenten GE Vernova Anfang der Woche. In Folge hat Siemens Energy die Prognose für 2026 angehoben. Der Nettogewinn wird bei 4 Milliarden Euro erwartet und der freie Cashflow vor Steuern wurde signifikant auf 8 Milliarden angehoben.
Das ist los im frühen Devisengeschäft
Am Devisenmarkt richten sich die Blicke auf den japanischen Yen, der sich der Marke von 160 Dollar nähert und Spekulationen über eine baldige Intervention der Regierung in Tokio schürt. Im asiatischen Handel gewinnt der Dollar geringfügig auf 159,75 Yen und legt 0,1 Prozent auf 6,8345 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückt er etwas auf 0,7864 Franken vor. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1680 Dollar und zieht leicht auf 0,9186 Franken an.
KI-Optimismus und Kurssprung bei Intel
Ein wachsender Bedarf an Prozessoren für Rechenzentren hat Intel zu einem überraschend starken Quartalsergebnis verholfen. Da sich bei Künstlicher Intelligenz (KI) der Schwerpunkt vom Training der Modelle zur täglichen Nutzung dieser Software verlagere, würden die Produkte des US-Chipherstellers gefragter, sagte Konzernchef Lip-Bu Tan und legte Umsatzziele über Markterwartungen vor. Die Intel-Aktie stieg im nachbörslichen Handel um 17 Prozent.
Die Konzernerlöse erhöhten sich den Angaben zufolge im ersten Quartal um sieben Prozent auf 13,6 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn legte um 123 Prozent auf 0,29 Dollar je Aktie zu. Für das angelaufene Vierteljahr stellte das Unternehmen einen Umsatz zwischen 13,8 und 14,8 Milliarden Dollar sowie einen Gewinn von 0,20 Dollar je Aktie in Aussicht.
"Anleger haben nach Ausreden gesucht"
Die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten und schwindende Hoffnungen auf einen baldigen Frieden verunsichert die Anleger an den asiatischen Aktienmärkten. In Tokio legt der Nikkei-Index dennoch um 0,3 Prozent auf 59.343,40 Punkte zu, während der breiter gefasste Topix 0,1 Prozent niedriger bei 3711,51 Zählern notiert. Der Shanghai Composite verliert 0,4 Prozent auf 4074,72 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fällt 0,5 Prozent auf 4763,40 Punkte.
In Japan rücken die wirtschaftlichen Folgen der Seeblockade in der Straße von Hormus durch den Iran in den Fokus. Die dadurch gestiegenen Energiekosten heizen die Inflationssorgen an, auch wenn die Teuerungsrate im März dank staatlicher Subventionen auf 1,8 Prozent gesunken ist. Zu den Verlierern dieser Entwicklung zählten japanische Staatsanleihen, deren Renditen aus Furcht vor Zinsschritten der Bank of Japan (BOJ) stiegen. "Der kostentreibende Druck durch den Nahost-Konflikt dürfte die Preise nicht nur für Energie, sondern für eine breite Palette von Gütern in die Höhe treiben", sagt Masato Koike, Ökonom beim Sompo Institute Plus.
Auch in China dämpft die geopolitische Lage die Kauflaune, während die Regierung in Peking mit dem Verkauf ultralanger Sonderstaatsanleihen im Volumen von 1,3 Billionen Yuan begann, um die heimische Wirtschaft zu stützen. Investoren schwankten weltweit zwischen der Hoffnung auf eine Waffenruhe und der Furcht vor einer weiteren Eskalation, nachdem die USA ein hartes militärisches Vorgehen gegen iranische Boote angekündigt hatten. "Die Anleger haben nur nach Ausreden gesucht, um bei passender Gelegenheit auf steigende Kurse zu setzen", sagt Vishnu Varathan, Chefstratege bei Mizuho, und fügt hinzu: "Ich glaube nicht, dass irgendjemand am Markt wirklich glaubt, dass dies in ein oder zwei Wochen vorbei sein wird."
Cloud liefert: Anleger feiern Dax-Schwergewicht
SAP hat den Rückgang der Wachstumsraten in seiner wichtigen Cloud-Sparte vorerst gestoppt. "Wir hatten einen guten Start ins Jahr", sagte Christian Klein, der Chef des Walldorfer Softwarekonzerns. Das Unternehmen gewinne dank der KI-Funktionen in den Programmen Marktanteile. Die in den USA notierten SAP-Aktien stiegen im nachbörslichen Handel an der Wall Street um 9,5 Prozent.
Die Cloud-Erlöse stiegen den Angaben zufolge im ersten Quartal währungsbereinigt um 27 Prozent auf 5,96 Milliarden Euro. Das sind knapp 200 Millionen Euro mehr als von Analysten erwartet. Der Konzernumsatz stieg mit einem Plus von zwölf Prozent ebenfalls überraschend stark auf 9,56 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand der Cloud-Sparte sei um ein Viertel auf 21,93 Milliarden Euro angewachsen. Der bereinigte operative Gewinn habe ähnlich deutlich auf 2,87 Milliarden Euro zugelegt.
Japans Kerninflation verfehlt Zentralbankziel
Die japanische Kerninflation ist im März den zweiten Monat in Folge unter dem Zielwert der Zentralbank Bank of Japan (BOJ) von zwei Prozent geblieben. Die Verbraucherpreise ohne frische Lebensmittel stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,8 Prozent, wie aus Daten hervorging. Der Wert entsprach damit genau den Erwartungen von Analysten. Die Teuerungsrate hatte im Februar bei 1,6 Prozent gelegen. Staatliche Treibstoffsubventionen glichen den Preisdruck aus, der durch die vom Iran-Krieg ausgelöste Energiekrise entstanden war. Ein weiterer Index, der neben frischen Lebensmitteln auch Treibstoffkosten ausschließt und von der Notenbank als besserer Indikator für die nachfragegesteuerte Preisentwicklung angesehen wird, stieg im März um 2,4 Prozent nach 2,5 Prozent im Februar.
Negativserie reißt nicht ab
Die fortdauernde Unsicherheit über den Nahost-Konflikt und steigende Energiepreise strapazieren zunehmend die Geduld der Anleger. Mit dem Dax ging es gestern den vierten Handelstag in Folge nach unten. Der deutsche Leitindex schloss 0,2 Prozent im Minus bei 24.155 Punkten.
Und zum heutigen Handelswochenschluss? Der Iran-Krieg dürfte die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Unternehmen weiter drücken. Für den IFO-Geschäftsklimaindex im April erwarten die Ökonomen einen Rückgang - und zwar auf 85,5 Punkte, nach 86,4 Zählern im März. Die Bundesregierung halbierte jüngst ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr auf 0,5 Prozent. Laut Wirtschaftsministerin Katherina Reiche kämpft die Wirtschaft im Zuge des Nahost-Krieges zwar mit Gegenwind. Eine Rezession sei jedoch nicht zu erwarten.
Bei der Automesse in Peking dreht sich alles um Elektroautos und autonomes Fahren. So zeigt Volkswagen ein paar der Modelle, mit denen das Unternehmen wieder Boden gut machen will, darunter der zweite Audi, der ohne das Logo mit den vier Ringen verkauft wird. BMW präsentiert seine Neue Klasse. Für die deutschen Hersteller steht einiges auf dem Spiel, schließlich war China lange Zeit die Cash Cow. Doch auf dem weltweit größten Automarkt hat sich der Wind gedreht, und chinesische Autobauer machen sich daran, die Welt zu erobern.
Und unternehmensseitig steht Bayer im Blick: Auf der Hauptversammlung dürfte Vorstandschef Bill Anderson die Aktionäre auf einen noch langen Weg bei der Neuausrichtung des Leverkusener Konzerns einstellen. In seiner vorab veröffentlichten Rede betonte der Manager, dass man zwar große Fortschritte gemacht habe, aber noch lange nicht am Ziel sei. Neben dem laufenden Stellenabbau und der auf das gesetzliche Minimum von elf Cent je Aktie gekürzten Dividende nach einem Milliardenverlust dürfte die Klagewelle um den Unkrautvernichter Glyphosat erneut im Fokus stehen.
Die komplette Wirtschaftsterminübersicht für diese Woche finden Sie hier.