Der Börsen-Tag
11. Juli 2022
imageHeute mit Jan Gänger und Thomas Badtke
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17:43 Uhr

Es hätte auch schlimmer für den DAX kommen können

Der DAX ist mit Verlusten in die neue Handelswoche gestartet: Ging es direkt zum Start gut 200 Punkte abwärts, stand am Ende ein Minus von 1,4 Prozent bei einem Schlusskurs von 12.832 Zählern in den Büchern. Tagestief und Tageshoch markiert der deutsche Börsenleitindex bei 12.774 und 12.935 Punkten.

Seit heute wird die Gaspipeline "Nord Stream 1" gewartet und die Diskussionen darüber, ob nach dem Ende der Wartungsarbeiten die Gasdurchfuhr wieder aufgenommen wird, kochen hoch. Rund elf Tage sind für die Wartungen veranschlagt. Sollte danach kein russisches Gas mehr nach Deutschland fließen, befürchten Ökonomen eine Rezession.

"Der DAX hat sich zum Wochenbeginn noch einigermaßen robust gezeigt", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel. "Zwar ist der Leitindex direkt zum Start gut 200 Punkte auf Tauchstation und unter die 13.000er-Marke abgerutscht. Danach erholten sich die Kurse allerdings wieder", erläutert sie. "Beherrschende Themen waren der Gas-Streit und erneut mögliche Corona-Lockdowns in China."

Aktien der konjunktursensiblen Gas-Großverbraucher aus der Chemie-, Industrie-, Auto- und Stahlbranche zählen zu den größten Verlierern. Im DAX belegen Daimler Truck, Covestro, BASF und Siemens mit Kursabschlägen von knapp oder mehr als drei Prozent die hinteren Plätze. Bei Siemens belastet zudem eine Abstufung durch das US-Analysehaus Bernstein Research. Jeweils mehr als zwei Prozent Kursgewinn verzeichnen die Anteilsscheine von Sartorius und RWE.

Es hätte auch schlimmer für den DAX kommen können
17:26 Uhr

Uniper-Kurs rauscht in den Keller

Die Talfahrt des angeschlagenen Versorgers Uniper beschleunigt sich. Uniper-Aktien bauen ihre Verluste auf bis zu 19,6 Prozent aus und fallen auf ein Rekordtief von 8,78 Euro. Die Bundesregierung hat dem durch die Gaskrise in Schieflage geratenen Energiekonzern Hilfe zugesagt und prüft neben einer Beteiligung noch weitere Optionen.

Uniper-Kurs rauscht in den Keller
17:16 Uhr

Steigende Kerosinpreise treiben Flugzeug-Nachfrage bei Airbus

Steigende Kerosinpreise werden nach den Erwartungen von Airbus die Nachfrage nach effizienteren neuen Flugzeugen ankurbeln. Europas größter Flugzeugbauer rechnet in seiner jüngsten Bedarfsstudie für die nächsten 20 Jahre nun branchenweit mit einer Produktion von 39.490 Maschinen, das sind 470 mehr als Airbus im vergangenen November vorausgesagt hatte. Der französisch-deutsche Konzern geht davon aus, dass Fluggesellschaften und Leasingfirmen wegen der höheren Kosten schneller neue, treibstoffsparende Flugzeuge anschaffen werden.

Airbus rechnet weiterhin damit, dass der Flugverkehr das Niveau vor der Corona-Pandemie irgendwann zwischen 2023 und 2025 wieder erreicht. Die Grafiken zu der Studie deuten aber darauf hin, dass der Flugzeugbauer erwartet, dass das rund ein halbes Jahr später passieren werde als gedacht.

Steigende Kerosinpreise treiben Flugzeug-Nachfrage bei Airbus
17:06 Uhr

EZB muss trotz Rezession reagieren

Die hohen Energiepreise und Inflationsraten in Europa belasteten die Kaufkraft der Verbraucher und die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie, aber die Europäische Zentralbank (EZB) habe keine andere Wahl, als auf die hohe Inflation mit einer Anhebung der Zinssätze zu reagieren und damit die monetären Bedingungen noch restriktiver zu gestalten, erklärt Eckhard Schulte, Vorsitzender von MainSky Asset Management in einem Kommentar.

Der Vermögensverwalter hält eine Rezession in Europa für unvermeidlich und rechnet mit einem Rückgang der Wirtschaft um etwa 1 Prozent sowohl im dritten als auch im vierten Quartal, was ab Herbst zu einer niedrigeren Inflation in der Eurozone führen werde. "Leider ist die EZB jedoch so spät im Prozess der Zinserhöhung, dass sie die Zinsen in diesem Jahr dennoch um mindestens 100 Basispunkte anheben wird", schreibt Schulte.

EZB muss trotz Rezession reagieren
16:50 Uhr

Evergrande-Gläubiger lehnen Vorschlag für Zahlungsaufschub ab

Heimische Anleihe-Investoren des angeschlagenen Immobilienkonzerns China Evergrande lehnen einen Zahlungsaufschub für einen umgerechnet fast 700 Millionen Dollar schweren Schuldentitel ab. Die Hengda Real Estate Group, das Kernunternehmen der Evergrande-Immobiliensparte, sei mit den Anleihehaltern in Gesprächen, um so bald wie möglich eine akzeptable Lösung für den Bond zu finden, teilte die Gesellschaft mit. Der Bond mit einem Kupon über 6,98 Prozent wurde Anfang 2020 über die Börse Shenzhen emittiert. Die Gläubiger verweigerten nun dem Vorschlag einer weitere Verschiebung des Rückzahlungsdatums auf den 8. Januar 2023 die Zustimmung.

Der Immobilienkonzern hat mehr als 300 Milliarden Dollar Schulden aufgehäuft und konnte in den vergangenen Monaten Zinsen für Auslands-Anleihen nicht mehr bedienen. Bei ausländischen Investoren stand Evergrande zuletzt mit rund 20 Milliarden Dollar in der Kreide. Mit seinen inländischen Gläubigern versuchte das Unternehmen zuletzt Zahlungsaufschübe zu vereinbaren, um eine technische Insolvenz zu verhindern. Evergrande will nach früheren Plänen bis Ende Juli einen vorläufigen Restrukturierungsplan vorlegen.

Evergrande-Gläubiger lehnen Vorschlag für Zahlungsaufschub ab
16:37 Uhr

Deutliches Abwärtspotenzial für Euro bei Gasstopp

Ein vollständiger Stopp der russischen Gaslieferungen nach Europa würde wahrscheinlich zu einer Rezession in der Eurozone führen und den Euro um weitere 10 Prozent fallen lassen, befürchtet Analyst Kit Juckes von der Société Générale (SocGen). Er verweist auf Äußerungen des französischen Finanzministers Bruno Le Maire vom Sonntag, wonach eine vollständige Unterbrechung der russischen Gaslieferungen das wahrscheinlichste Szenario sei. Selbst das beste Szenario - eine Fortsetzung des Status Quo - würde die Märkte nervös machen und dürfte den Euro allenfalls leicht stützen, erwartet Juckes. Aktuell wertet der Euro um 0,6 Prozent ab auf 1,0116 Dollar.

Euro / Dollar

Deutliches Abwärtspotenzial für Euro bei Gasstopp
16:27 Uhr

Lira nach Bonitätsabwertung unter Druck

Schwach zeigt sich die türkische Lira zum Auftakt der neuen Woche, nachdem die Ratingagentur Fitch die Bonität der Türkei nun nur noch mit B statt mit B+ bewertet. Der Dollar steigt um 0,4 Prozent auf 17,34 Lira. Fitch hat zudem den Ausblick auf negativ belassen mit Verweis auf die hohe Inflation, die die Experten im Schnitt für 2022 bei 71,4 Prozent erwarten. Zudem erhöhten politische Maßnahmen die makroökonomischen und externen Risiken. So habe die Zentralbank geleitet von politischen Erwägungen ihren Leitzins seit Dezember 2021 bei 14 Prozent gehalten, trotz der rasch steigenden Inflation, der Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf die Rohstoffmärkte und der Straffung der Geldpolitik in den meisten fortgeschrittenen Volkswirtschaften.

Lira nach Bonitätsabwertung unter Druck
16:08 Uhr

Wochenauftakt verpasst dem Dax "eiskalte Dusche"

Wochenauftakt verpasst dem Dax "eiskalte Dusche"
16:02 Uhr

Wall Street startet schwächer

Aus Furcht vor enttäuschenden Quartalszahlen lassen US-Anleger zum Wochenanfang erstmal die Finger von Aktien. Der Dow-Jones-Index gibt zunächst 0,5 Prozent auf 31.182 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P-500 sinkt 0,75 Prozent auf 3870 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq liegt kurz nach Handelsstart 2,3 Prozent niedriger bei 11.363 Stellen.

Den Startschuss für die Bilanzsaison geben im Wochenverlauf Großbanken wie JPMorgan und Morgan Stanley. Anleger werden die Ergebnisse genau auf Anzeichen für eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums untersuchen. Die Aktien der Banken gaben im Vorfeld zum Wochenauftakt rund ein Prozent nach.

Die von Tesla-Chef Elon Musk abgesagte Übernahme von Twitter schickt zudem die Aktien des Kurznachrichten-Dienstes auf Talfahrt. Die Anteilsscheine brachen um mehr als sechs Prozent auf ein Vier-Monats-Tief ein. Musk hatte am Freitag den 44 Milliarden schweren Deal unter anderem wegen eines Streits um die Zahl gefälschter Nutzerkonten abgeblasen. Twitter will dagegen rechtlich vorgehen.

Wall Street startet schwächer
15:34 Uhr

EZB setzt bei Spread-Kontrolle auf massiven Backstop

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird bei ihrem geplanten Programm zur Begrenzung der Renditeabstände (Spreads) von Euroraum-Staatsanleihen nach Einschätzung von Commerzbank-Volkswirt Michael Schubert darauf setzen, die Marktteilnehmer mit einem unbegrenzten Kaufvolumen zu beeindrucken. "Wir vermuten, dass die EZB auf ein Programm setzen wird, bei dem an den Märkten keine Zweifel am Einsatzwillen aufkommen, und das deswegen als Backstop eingesetzt werden kann, der tatsächlich nicht oder nur selten eingesetzt wird", schreibt Schubert in einem Kommentar.

Das TPM (Transmission Protection Mechanism) genannte Programm wird Schubert zufolge mit nur moderaten Auflagen einhergehen, was seine Einsetzbarkeit und damit Glaubwürdigkeit erhöhen solle. Schließlich dürfte die EZB etwaige Käufe sterilisieren, um auf diese Weise zu signalisieren, dass die Käufe nicht im Widerspruch zur Normalisierung der Geldpolitik stehen - "was aber angesichts einer extrem hohen Überschussliquidität ein sehr stumpfes Instrument ist", wie der Ökonom anmerkt.

EZB setzt bei Spread-Kontrolle auf massiven Backstop
15:02 Uhr

Schließung chinesischer Kasinos belastet US-Betreiber

Die Corona-bedingte Schließung der Kasinos in der chinesischen Glücksspiel-Metropole Macau setzt Kasino-Betreibern zu. Die Aktien von Melco, MGM, Las Vegas Sands und Wynn fallen im vorbörslichen US-Geschäft um bis zu neun Prozent. Ihre chinesischen Ableger haben an der Hongkonger Börse ähnlich stark nachgegeben.

Schließung chinesischer Kasinos belastet US-Betreiber
14:41 Uhr

Ölpreise leiden unter Covid-Lage in China

Nachdem China wegen neuer Covid-19-Ausbrüche wieder Lockdown-Maßnahmen verhängt hat, geht nicht nur am Ölmarkt wieder die Sorge vor einer sinkenden Nachfrage um. Entsprechend fallen die Ölpreise deutlich, Brent-Öl verbilligt sich um 2,3 Prozent. Offenbar breitet sich nun die ansteckendere Omikron-Variante BA.5 in China aus, wobei am Sonntag der erste Fall in Schanghai erfasst wurde. Im Zuge dessen wurde am Montag über die Sonderverwaltungszone Macau ein Lockdown verhängt.

Brent Rohöl

Ölpreise leiden unter Covid-Lage in China
14:30 Uhr

Renditeniveau wichtiger als -differenzen

Anatoli Annenkov, Volkswirt bei der Société-Générale, findet die Aussicht auf hohe Anleiherenditen beunruhigender als die Vorstellung, dass die Renditen eines Landes etwas höher als die eines anderen Landes sein könnten. "Ein größeres Problem als die Fragmentierung könnte die Höhe der Rendite von Bundesanleihen und US-Treasuries sein, wenn die Zentralbanken die Inflation nicht unter Kontrolle bringen", schreibt Annenkov in einem Ausblick auf die EZB-Ratssitzung in der nächsten Woche. Dies sei problematisch, da selbst bei relativ niedrigen Zinsen in Europa Bedenken hinsichtlich der Schuldentragfähigkeit aufkämen.

Vor diesem Hintergrund und angesichts der sehr niedrigen Ausgangsposition betrachtet der Ökonom vorgezogene Zinserhöhungen und eine gewisse Bilanzverkürzung bei der Europäischen Zentralbank (EZB) als gerechtfertigt. "Der Fokus auf Gradualismus und Forward Guidance, Überbleibsel der unglücklich terminierten Strategieüberprüfung vom letzten Jahr, sollten am besten gestrichen werden", rät er. Annenkov erwartet eine Zinserhöhung von 25 Basispunkten im Juli und 125 weitere Basispunkte verteilt auf den Rest des Jahres.

Renditeniveau wichtiger als -differenzen
14:13 Uhr

China bereitet Luxuskonzernen Kopfzerbrechen

Ein drohender Nachfrage-Rückgang im wichtigen Absatzmarkt China drückt europäische Luxusgüter-Hersteller ins Minus. Die Aktien von LVMH, Kering und Richemont fallen um jeweils etwa zwei Prozent. Auslöser der Verkäufe ist das Wiederaufflammen der Coronavirus-Pandemie in mehreren chinesischen Städten, denen die Behörden mit strengen Beschränkungen begegnen.

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China bereitet Luxuskonzernen Kopfzerbrechen
13:56 Uhr

Ökonomen: Gas-Rationierung führt in Rezession

Ökonomen erwarten mittelfristig einen Konjunktureinbruch, wenn die Gaspipeline Nord Stream 1 nach den nun begonnenen Wartungsarbeiten nicht wieder am 21. Juli ihren Betrieb aufnehmen sollte. "Es wird befürchtet, dass die russische Seite das Gas als strategische Waffe benutzt", sagt Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank. "Die Augen der Welt werden am 21. Juli auf den Pipeline-Knotenpunkt in Lubmin gerichtet sein." Bliebe das Gas aus, würde zwar nicht sofort der Gas-Notstand herrschen, doch eine weitere Befüllung der Gasspeicher für den Winter wäre schwierig und spätestens 2023 müsste das Gas dann rationiert werden. "Es käme damit erneut zu Lockdowns der Wirtschaft", sagt Gitzel. "Die deutsche und die europäische Wirtschaft würden in eine tiefe Rezession abrutschen."

Dies sei zwar ein Worst-Case-Szenario, zeige aber, "wie entscheidend der 21. Juli in diesem Sommer werden wird", betonte Gitzel. Sollte der Gashahn auch danach geschlossen bleiben, müsste Deutschland wohl in absehbarer Zeit die dritte Stufe des Gasnotfallplans ausrufen, warnte auch Commerzbank-Experte Bernd Weidensteiner. "Schließlich würde es dann kaum mehr ohne staatlich verordnete Rationierungen ausgehen - es drohen damit erhebliche wirtschaftliche Schäden." Viele Firmen müssten dann ihre Produktion herunterfahren und die noch belieferten Abnehmer sähen sich wohl wie die privaten Haushalte mit sprunghaft steigenden Preisen konfrontiert. "Die in diesem Fall zu erwartenden massiven staatlichen Transferzahlungen würden möglicherweise zwar eine Pleitewelle der Unternehmen verhindern und das Einkommen der Haushalte stützen", fügte Weidensteiner hinzu. Dies würde einen Einbruch des Bruttoinlandsprodukts aber nicht verhindern, sondern nur dessen Folgen abfedern.

Ökonomen: Gas-Rationierung führt in Rezession
13:39 Uhr

Stimmungsdämpfer aus China für US-Anleger

Das Wiederaufflammen der Corona-Pandemie in China bremst die Stimmung an den Aktienbörsen. An der Wall Street deutet sich ein etwas leichterer Handelsbeginn an. Aus mehreren chinesischen Städten werden neue Covid-19-Ausbrüche gemeldet - darunter auch wieder aus der Wirtschaftsmetropole Schanghai. Die Regierung hat bereits neue Beschränkungen auf den Weg gebracht. Somit drohen neue Lieferengpässe mit den entsprechenden die Inflation anheizenden Effekten. Dazu fielen neue Preisdaten aus China zumindest einen Tick höher als erwartet aus, wodurch der Spielraum der chinesischen Zentralbank, mit geldpolitischen Lockerungsmaßnahmen die Wirtschaft zu stützen, eingeschränkt wird. China bekomme Corona einfach nicht in den Griff, sagt ein Händler.

Gesprächsthema an der Wall Street ist auch das Hickhack um Twitter - der Titel verliert vorbörslich über 7 Prozent. Tesla-Chef Elon Musk ist vom beabsichtigten 44 Milliarden Dollar schweren Kauf des Kurzbotschaftendiensts abgerückt. Hintergrund ist laut einem Schreiben von Musks Anwälten, dass Twitter nicht alle angeforderten Informationen über potenziell gefälschte Nutzerkonten herausgegeben hat.

Stimmungsdämpfer aus China für US-Anleger
13:20 Uhr

Pfund nimmt wieder Kurs auf Zweieinhalb-Jahres-Tief

Die Verunsicherung über den künftigen politischen Kurs Großbritanniens macht dem Pfund Sterling zu schaffen. Es verliert 0,5 Prozent auf 1,1961 Dollar und nähert sich wieder seinem jüngsten Zweieinhalb-Jahres-Tief. "Investoren hoffen zwar auf eine Regierung, die weniger von Skandalen abgelenkt ist und eine kohärente Wirtschaftspolitik nach dem Brexit liefert", schreiben die Analysten der Rabobank. "Die Entscheidung hierüber steht aber noch aus." Eine klare Richtung werde das Pfund wohl erst nach Ernennung eines neuen Premiers einschlagen.

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Pfund nimmt wieder Kurs auf Zweieinhalb-Jahres-Tief
13:01 Uhr

"Deutsche Aktien kaum investierbar"

Der DAX ist vorerst an der 13.000er Marke gescheitert. "Die nächsten 10 Tage werden davon geprägt sein, ob Russland Gas als politisches Druckmittel gegen den Westen und allen voran Deutschland einsetzen wird", sagt Jochen Stanzl von CMC Markets. Damit verkommen Aktien nach Ansicht des Marktanalysten zu "einer Art russischem Roulette".

"Deutsche Aktien kaum investierbar"
12:40 Uhr

Gewinnschätzungen bereits leicht zurückgekommen

Die Gewinnschätzungen an den Aktienmärkten sind bereits leicht zurückgekommen. Bei der LBBW heißt es, im zweiten Quartal dürften die Gewinne im S&P-500 verglichen mit dem ersten Quartal um etwa 12 Prozent gestiegen sein, vor knapp 2 Monaten sei der Markt noch von 15 Prozent Plus ausgegangen.

"Trotzdem dürfte der Blick in den Rückspiegel deutlich mehr Freude bereiten als der Blick nach vorn", so LBBW-Analyst Uwe Streich. Zu befürchten sei, dass die Unternehmensausblicke angesichts der derzeitigen Gemengelage bestenfalls verhalten ausfallen dürften, sagt er.

Gewinnschätzungen bereits leicht zurückgekommen
12:21 Uhr

Billig-Flieger nach Zahlen im Sinkflug

Die geplante Ausdünnung des Sommer-Flugplans überschattet bei Wizz die Aussicht auf eine Rückkehr in die Gewinnzone. Die Aktien des Billig-Fliegers fallen in London um 5,7 Prozent. Wegen Personalmangels will das Unternehmen die Kapazitäten um weitere fünf Prozent reduzieren. Dank der hohen Nachfrage könne aber ein "materieller" operativer Überschuss erwartet werden. Im Sog von Wizz büßen die Rivalen Ryanair und EasyJet bis zu 2,9 Prozent ein.

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Billig-Flieger nach Zahlen im Sinkflug
11:34 Uhr

In Frankreich entsteht Chipfabrik für vier Milliarden Euro

Der US-Chiphersteller GlobalFoundries und die europäische STMicroelectronics planen einem Zeitungsbericht zufolge den Bau einer Halbleiterfabrik in Frankreich. Das Vorhaben habe ein Volumen von vier Milliarden Euro und solle heute vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron bekanntgegeben werden, berichtet "Le Figaro". Es sei Teil der Strategie, Europa bei der Chip-Herstellung unabhängiger von Produktionen im Ausland zu machen. Derzeit sind die Chip-Lieferketten vor allem in der Automobilindustrie gestört.

In Frankreich entsteht Chipfabrik für vier Milliarden Euro
11:19 Uhr

Twitter-Aktie rauscht in die Tiefe

Das Aus für die geplante Übernahme durch Elon Musk schickt Twitter auf Talfahrt. Die in Deutschland notierten Aktien fallen in Frankfurt um zeitweise mehr als 9 Prozent und bewegen sich dann im Bereich eines Abschlags von 7,5 Prozent.

Das Unternehmen will gegen den Rückzieher von der 44 Milliarden Dollar schweren Offerte klagen.

Twitter-Aktie rauscht in die Tiefe
10:58 Uhr

Nordex vor Kapitalerhöhung relativ stabil

Nordex holen die anfänglichen Verluste wieder auf und gewinnen nun 1,1 Prozent. "Zur Zeit werden Shorts gedeckt", sagt ein Marktteilnehmer. Denn die Kapitalerhöhung komme nicht unerwartet, von daher seien im Vorfeld Shorts aufgebaut worden. Positiv sei, dass die Kapitalerhöhung von den beteiligten Banken garantiert worden sei. Zudem werde das Bezugsrecht erst am Mittwoch abgeschlagen. Der Umsatz in den Aktien ist bereits groß.

Nordex vor Kapitalerhöhung relativ stabil
10:39 Uhr

Tencent zieht Prosus abwärts

Schwach präsentiert sich Prosus. "Die Aktie verlieren im Sog von Tencent 0,8 Prozent. Der Kurs von Tencent hat in Hongkong über 3 Prozent verloren, nachdem die chinesische Kartellbehörde gegen Tencent und weitere Unternehmen Kartellstrafen verhängt hat. Prosus hält noch knapp 29 Prozent an Tencent.

Tencent zieht Prosus abwärts
10:21 Uhr

Fehlen Putin die Argumente? Gaspreis fällt

Mit den Öl- und Rohstoffpreisen kommen auch die Gaspreise deutlich zurück. Der TTF-Future an der ICE in London gibt um fast vier Prozent nach. "Wenn die Turbine aus Kanada geliefert wird, fehlt Putin ein Argument für einen anhaltenden Lieferstopp", so ein Händler. Der aktuelle Lieferstopp sei dagegen nur wartungsbedingt und eingepreist, sagt er. Trotzdem blieben die Perspektiven hochspekulativ.

Fehlen Putin die Argumente? Gaspreis fällt
10:04 Uhr

Danske Bank kappt Ziele

Gesenkte Gesamtjahresziele schicken Danske Bank auf Talfahrt. Die Aktien des Geldhauses fallen in Kopenhagen um 6,4 Prozent. Die Bank rechnet für 2022 nur noch mit einem Reingewinn von umgerechnet 1,34 bis 1,61 statt 1,75 bis zwei Milliarden Euro. Die Markterwartungen hätten zwar unter den ursprünglichen Danske-Zielen gelegen, sagte Analyst Per Hansen vom Brokerhaus Nordnet. Dennoch sei die Senkung eine große Enttäuschung. Danske falle im Vergleich zu anderen skandinavischen Instituten wie SEB oder Nordea immer stärker zurück.

Danske Bank kappt Ziele
09:50 Uhr

Inflation in China nimmt Fahrt auf

Die Inflation in China hat im Juni stärker als erwartet angezogen, da vor allem die Preise für Lebensmittel und Kraftstoffe gestiegen sind. Auch die Preise für Flugtickets und Hotels legten zu, da die Reiseausgaben nach der Lockerung der Covid-19-Beschränkungen wieder zunahmen. Der Kostendruck bleibt im Vergleich zu den rasanten Anstiegen in Europa und den USA jedoch gedämpft.

Die Verbraucherpreise stiegen im Juni um 2,5 Prozent gegenüber dem gleichen Monat im Vorjahr, wie das Nationale Statistikamt am Samstag mitteilte. Im Mai hatte der Anstieg bei 2,1 Prozent gelegen. Vom Wall Street Journal befragte Ökonomen hatten mit einer Jahresinflation von 2,4 Prozent gerechnet.

Der Anstieg der Erzeugerpreise schwächte sich allerdings den achten Monat in Folge ab, was darauf hindeutet, dass der Inflationsdruck in der Gesamtwirtschaft moderat ist. Die von den Unternehmen am Werkstor berechneten Preise stiegen im Juni gegenüber dem Vorjahr um 6,1 Prozent, verglichen mit 6,4 Prozent im Mai. Das ist ein deutlicher Rückgang gegenüber dem im Oktober verzeichneten Anstieg um 13,5 Prozent.

Inflation in China nimmt Fahrt auf
09:30 Uhr

Zwei Wochen Produktionspause in Tesla-Werk in Grünheide

Der Elektroautobauer Tesla stoppt an diesem Montag in seiner Fabrik in Grünheide für zwei Wochen die Produktion. Das Unternehmen spricht von üblichen Betriebsferien in dem Werk, das erst im März offiziell eröffnet wurde. Nach Angaben der IG Metall wurde das den Beschäftigten schon vor längerer Zeit angekündigt. In Berlin und Brandenburg sind seit vergangener Woche Sommerferien.

Das Werk ist die einzige europäische Fabrik von Tesla-Chef Elon Musk. Das Unternehmen will dort einmal mit 12 000 Mitarbeitern 500 000 Elektroautos im Jahr herstellen. Doch die Produktion ist noch im Aufbau. Kürzlich hatte Musk bestätigt, dass 1000 Autos in der Woche gebaut werden. Bis zum ersten Quartal 2023 sollen es 5000 sein. Die zweiwöchige Produktionspause solle zur Wartung der Fabrik genutzt werden, hieß es. Das Werk habe derzeit etwa 5000 Beschäftigte.

Die IG Metall berichtet von Unmut in der Belegschaft, und das trotz einer von Tesla angekündigten Lohnerhöhung um sechs Prozent. Hintergrund sei, dass neu eingestellte Mitarbeiter heute mehr Geld bekämen als Einsteiger vor einigen Monaten, sagte Gewerkschaftssprecher Markus Sievers Ende vergangener Woche. Das wiederum gehe auf zunehmende Probleme zurück, Fachkräfte zu finden. "Aktive IG-Metaller aus der Belegschaft berichten uns, dass der Unmut darüber in der Belegschaft nach wie vor groß ist", erklärte Sievers.

Zwei Wochen Produktionspause in Tesla-Werk in Grünheide
09:08 Uhr

Kein Gas, keine 13.000 DAX-Punkte

Mit deutlichen Abschlägen startet der DAX in das Montagsgeschäft. Der deutsche Börsenleitindex verliert 1,5 Prozent und notiert um 12.815 Punkte. Am Freitag hatte sich der Index mit einem Stand von 13.015 Zählern ins Wochenende verabschiedet. Der DAX war damit 1,3 Prozent oder mehr als 170 Punkte fester und nahe des Tageshochs aus dem Handel gegangen. "Die 13.000er-Marke ist erst einmal wieder in deutliche Ferne gerückt", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. Er verweist auf das Thema Gasversorgung. Heute beginnen die Wartungsarbeiten an Nordstream 1, der Gasfluss ist damit unterbrochen. Viele Experten aus Politik und Wirtschaft rechnen damit, dass auch nach dem Ende der jährlichen Wartungsarbeiten kein russisches Gas mehr fließen wird. Über die möglichen Auswirkungen diskutieren heute Bundeskanzler Olaf Scholz sowie Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck mit dem Spitzen der DAX-Konzerne.

Meyer weiter: "In dieser Woche spannend, denn in den USA kommen die Verbraucherpreise auf den Tisch. Damit sind die Inflations- und Zinssorgen wieder ein Thema", erläutert er. "Zudem öffnen die ersten US-Großbanken ihre Bücher. Auch da werden Anleger sehr genau hinschauen, denn es geht um Hinweise rund um das Thema Rezession."

Kein Gas, keine 13.000 DAX-Punkte
08:49 Uhr

Drohender Ernte-Rückgang treibt Weizen- und Maispreise

Wegen drohender Ernte-Einbußen steigen die Preise für Mais und Weizen. Die US-Futures für Mais legen um vier Prozent auf 6,4825 Dollar je Scheffel zu und für Weizen um 2,5 auf 9,135 Dollar.

Das widrige Wetter in einigen europäischen Anbau-Regionen werde voraussichtlich eine Senkung der Ernte-Prognosen nach sich ziehen, sagt Analyst Tobin Gorey von der Commonwealth Bank.

Drohender Ernte-Rückgang treibt Weizen- und Maispreise
08:27 Uhr

Yen stürzt auf 24-Jahres-Tief

Die Talfahrt der japanischen Währung Yen geht weiter. Im Gegenzug steigt der Dollar um ein knappes Prozent und notiert mit 137,27 Yen so hoch wie zuletzt vor 24 Jahren. Der Sieg der Regierungskoalition bei den Wahlen zum japanischen Oberhaus deute darauf hin, dass der Kurs der expansiven Wirtschaftspolitik fortgesetzt werde, sagt Anlagestratege Rodrigo Catril von der National Australia Bank.

Yen stürzt auf 24-Jahres-Tief
08:03 Uhr

Öl wird billiger

Die wieder aufgeflammte Furcht vor einem Nachfrage-Rückgang beim Top-Abnehmer China drückt die Rohstoffpreise. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verbilligt sich um 0,6 Prozent auf 106,40 Dollar je Barrel.

Kupfer verliert 1,8 Prozent auf 7665 Dollar je Tonne, und Eisenerz büßt in China 4,5 Prozent auf 731,50 Yuan (109,03 Dollar) je Tonne ein. "China scheint mit dem Aufkommen leichter übertragbarer Varianten seinen Krieg gegen Corona zu verlieren", sagt Attila Widnell, Geschäftsführer des Datenanbieters Navigate Commodities.

Öl wird billiger
07:45 Uhr

Ein Euro kostet nur wenig mehr als einen Dollar

Der Euro hält sich trotz leichter Verluste über der Marke von 1,01 US-Dollar. Die Gemeinschaftswährung kostet 1,0150 Dollar und damit etwas weniger als am Freitagabend.

Der Euro bewegt sich damit knapp über seinem 20-jährigen Tiefstand, den er in der vergangenen Woche markiert hatte. Auch zur Parität mit dem Dollar, also einem Tauschverhältnis eins zu eins, ist es nicht mehr weit. Ein wichtiger Grund für die Euro-Schwäche ist die Furcht vor einer Energiekrise in Europa, die eine Rezession auslösen könnte.

Ein Euro kostet nur wenig mehr als einen Dollar
07:31 Uhr

Twitter verklagt Elon Musk

Twitter hat einem Medienbericht zufolge bereits eine auf Fusionsrecht spezialisierte Anwaltskanzlei angeheuert, um Elon Musk wegen seines Rückzugs aus der Twitter-Übernahme zu verklagen. Twitter wolle die Klage bereits Anfang dieser Woche einreichen, berichtet "Bloomberg". Musk hatte am Freitag angekündigt, die bereits vereinbarte Übernahme im Volumen von 44 Milliarden Dollar platzen zu lassen.

Twitter verklagt Elon Musk
07:16 Uhr

Corona-Sorgen - Kasino-Aktien in China brechen ein

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In Macao gibt es ein Kasino, das an Venedig erinnern soll. (Foto: REUTERS)

In Shanghai geht es an der Börse um 1,5 Prozent nach unten, in Hongkong sogar um 2,7 Prozent, nachdem aus mehreren chinesischen Städten neue Covid-19-Ausbrüche gemeldet wurden. Das werde kurzfristig wieder die wirtschaftliche Aktivität und auch die Stimmung an den Finanzmärkten beeinträchtigen, sagen die Analysten von KGI Securities.

Stark unter Druck stehen Aktien von Spielkasinos wie Wynn Macau (-6,7 Prozent), Galaxy Entertainment (-6,1 Prozent) und Sands China (-7,4 Prozent), weil auf Macau wegen des Covid-19-Ausbruchs für eine Woche die meisten Aktivitäten ausgesetzt wurden.

Corona-Sorgen - Kasino-Aktien in China brechen ein
07:09 Uhr

Nikkei im Plus

Politische Börse und Kursgewinne in Japan und wieder aufflammende Corona-Sorgen und kräftige Abgaben in China - die Börsenlandschaft in Asien zeigt sich gespalten.

In Japan hat die Regierungskoalition ihre Position bei den Oberhauswahlen gefestigt, was an der Börse gut ankommt, weil es gerade nach dem Mordanschlag auf den früheren Premier Shinzo Abe im Wahlkampf für Stabilität und Kontinuität spricht. Der Nikkei-Index gewinnt 1,3 Prozent auf 26.853 Punkte.

Nikkei im Plus
06:52 Uhr

Nordex bittet um mehr als 200 Millionen Euro

Der Windanlagenbauer Nordex beschafft sich zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen frisches Kapital. Das Hamburger Unternehmen will mit einer Kapitalerhöhung bei seinen Aktionären 212 Millionen Euro einsammeln. Der spanische Großaktionär Acciona, der erst Ende Juni allein 139 Millionen Euro bereitgestellt hatte, wolle dabei voll mitziehen, hieß es. Acciona müsste - seiner Beteiligung von 39,7 Prozent entsprechend - damit weitere 84 Millionen Euro in Nordex stecken.

Die frischen Mittel seien "ein Schutz gegen kurzfristige, branchenspezifische Risiken", so Nordex. Windkraft-Unternehmen leiden zurzeit unter massiven Kostensteigerungen für Rohstoffe und dem harten Wettbewerb, weil sie die Lieferung oft zu festen Preisen zugesagt haben. Nordex schreibt seit Jahren rote Zahlen, hofft aber auf einen Windenergie-Boom und einen nachlassenden Preiskampf.

Nordex bittet um mehr als 200 Millionen Euro
06:30 Uhr

Das wird heute wichtig für den DAX

Die Talfahrt der Börsen ist wohl noch nicht zu Ende. Eine Rezession in den kommenden Monaten werde zum Basis-Szenario, schreiben die Analysten des Vermögensverwalters Muzinich & Co.

Für Gesprächsstoff dürfte heute aber vor allem der Beginn der Wartungsarbeiten an der Ostsee-Pipeline Nord Stream 1 sorgen. Der mehrtägige Prozess ist eigentlich jährliche Routine. Doch diesmal stellt sich die Frage, ob Russland den Gashahn nach zehn Tagen auch tatsächlich wieder aufdreht. Zuvor hatte Moskau die Gaslieferungen nach Deutschland erheblich gedrosselt, was die Versorgungslage erheblich verschärft hat.

Vor diesem Hintergrund treffen Bundeskanzler Olaf Scholz und Wirtschaftsminister Robert Habeck die Chefs deutscher Unternehmen. Themen im Bundeskanzleramt sind Energiesicherheit und Lieferketten.

Der DAX hatte am Freitag 1,3 Prozent auf 13.015 Punkte gewonnen. Auf Wochensicht bedeutet das ein Plus von eineinhalb Prozent.

Das wird heute wichtig für den DAX