Der Börsen-Tag
2. Februar 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Juliane Kipper
Zum Archiv
17:54 Uhr

Dax nach kräftigen Auftaktverlusten im Plus

Der Dax hat nach einem schwachen Start deutlich zugelegt. Unterstützt wurde die Erholungsbewegung am Nachmittag von starken US-Stimmungsdaten. Die zeitweise massiven Verluste am Edelmetall-Markt konnten das Börsenbarometer damit nicht nachhaltig belasten. Vielmehr setzte sich unter Anlegern die Erkenntnis durch, dass sich am fundamental positiven Umfeld für Aktien letztlich wohl nichts geändert hat.

Der deutsche Leitindex, der am Morgen noch unter 24.400 Punkte gefallen war, beendete den Tag 1,05 Prozent höher auf 24.797,52 Punkte. Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte ging ebenfalls auf Erholungskurs und stieg um 1,12 Prozent auf 31.512,09 Punkte. Europaweit sah es ähnlich aus: Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte um 1,00 Prozent auf 6.007,51 Zähler zu und auch in der Schweiz und in Großbritannien ging es nach oben. In den USA legten Dow Jones Industrial und die Nasdaq-Börsen zu.

Dax nach kräftigen Auftaktverlusten im Plus
17:48 Uhr

ntv Wirtschaft - der neue Podcast

Die Finanzmärkte schwanken, sichere Häfen verlieren an Glanz und der Bitcoin gerät unter Druck. Gleichzeitig stehen in deutschen Städten Busse und Bahnen still, der Einzelhandel kämpft trotz steigender Umsätze mit Kaufzurückhaltung, und das klassische Feierabendbier wird immer seltener getrunken. Hören Sie jetzt die neue Folge des Podcasts "ntv Wirtschaft" mit den wichtigsten News des Tages - überall, wo es Podcasts gibt.

ntv Wirtschaft - der Podcast

"ntv Wirtschaft" liefert von Montag bis Freitag kompakt die wichtigsten Nachrichten aus Wirtschaft, Börse und der Welt der Verbraucher - informativ, verständlich und nah an der Nachricht. Hinweis: In diesem Podcast verwandeln moderne KI-Systeme journalistische Inhalte der ntv Plattformen in ein neues Hörformat. Text und Stimme der Sprecherin wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erzeugt. Vor der Veröffentlichung werden alle Folgen nach journalistischen Standards geprüft.

ntv Wirtschaft - der neue Podcast
17:41 Uhr

Bitcoin "anfällig für weitere Kursverluste"

Der Bitcoin erholt sich von den starken Verlusten über Nacht, sei aber anfällig für weitere Kursverluste, falls er wieder unter 75.000 US-Dollar falle, schreibt David Morrison von Trade Nation in einer Research Note. Der Bitcoin notiert zuletzt 3,1 Prozent höher bei 78.637 US-Dollar.

Über Nacht war er auf ein 10-Monats-Tief von 74.546 US-Dollar gefallen, wie aus Daten von LSEG hervorgeht. Sollte der Bitcoin jedoch wieder nachgeben und längerfristig unter 75.000 US-Dollar fallen, eröffne dies die Möglichkeit eines Rücksetzers in Richtung der psychologisch wichtigen Marke von 70.000 US-Dollar, meint Morrison. Ein Abrutschen unter 70.000 US-Dollar würde den schwächsten Stand der Kryptowährung seit Ende 2024 markieren, wie aus Daten von LSEG hervorgeht.

Bitcoin "anfällig für weitere Kursverluste"
16:48 Uhr

Telekom mit Plus von zwei Prozent gefragt

Mit einem Plus von 2 Prozent gehört die Aktie der Deutschen Telekom zu den Gewinnern. Historisch gesehen neigen die Aktien der Telekom sowie der US-Tochter nach einem schwachen Jahresende zu einer deutlichen Erholung in den ersten zwei Monaten des Jahres, wie es jüngst bei den UBS-Analysten hieß.

Während der starke US-Dollar zuletzt belastete, wird für das Deutschland-Segment nach einem vorübergehenden Wachstumsstopp im dritten Quartal 2025 nun wieder eine positive EBITDA-Entwicklung prognostiziert. Der Markt blicke zudem gespannt auf die USA, wo nach einer Phase aggressiver Werbeaktionen Klarheit über die künftige Strategie von Verizon und die Glasfaserpläne von T-Mobile US erwartet werde. Letztlich hänge eine nachhaltige Kurserholung der Deutschen Telekom maßgeblich von einer positiven Neubewertung der US-Tochter ab.

Telekom mit Plus von zwei Prozent gefragt
16:13 Uhr

Walt Disney profitiert von starkem Geschäft mit Freizeitparks

Ein überraschend starker Geschäftsbericht ermuntert Anleger zum Einstieg bei Walt Disney. Das Unternehmen verzeichnete im vierten Quartal einen Umsatz von 25,98 Milliarden Dollar und übertraf damit die Prognosen der Analysten, die im Schnitt mit 25,74 Milliarden Dollar gerechnet hatten. Über den Markterwartungen lag auch der bereinigte Gewinn. Als Grund nannte Walt Disney unerwartet hohe Erlöse aus Freizeitparks, Kreuzfahrten, Fanartikeln sowie dem neuen Film "Zootopia 2".

Walt Disney profitiert von starkem Geschäft mit Freizeitparks
15:36 Uhr

Kursgewinne bei wenig konjunkturabhängigen Sektoren hieven Wall Street ins Plus

Die Wall Street baut am breiten Markt die Verluste vom Wochenschluss noch etwas aus. Wieder hochkochende Sorgen im Vorfeld wichtiger Geschäftsberichte aus dem Sektor über eine KI-Blase lasten vor allem auf dem Technologiesektor, was schon an den asiatischen Börsen für teils heftige Abgaben gesorgt hat. In den USA herrscht in Sachen Zinspfad unter dem von US-Präsident Donald Trump als Nachfolger für US-Notenbankgouverneur Jerome Powell am Freitag bestellten Kevin Warsh etwas Verunsicherung. Warsh gilt als einer der falkenhafteren unter den als Powell-Nachfolger gehandelten Kandidaten, was Zinssenkungsfantasien dämpft. Daher stehen die Edelmetalle Gold und Silber weiter unter Druck.

Im frühen Geschäft steigt der Dow-Jones-Index um 0,2 Prozent auf 48.981 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite geben dagegen 0,1 bzw. 0,3 Prozent ab. Für Verunsicherung sorgt auch der nicht beigelegte Haushaltsstreit und die damit verbundene Schließung von Behörden und anderen staatlichen Einrichtungen seit Samstag.

Kursgewinne bei wenig konjunkturabhängigen Sektoren hieven Wall Street ins Plus
15:26 Uhr

"Pessimistische Haltung gegenüber Dollar nicht übertreiben"

Die Wetten auf eine Dollarschwäche könnten zu weit gegangen sein, schreibt Neil Shearing von Capital Economics in einer Research Note. "Wir vertreten schon seit einiger Zeit die Ansicht, dass es wichtig ist, die pessimistische Haltung gegenüber dem Dollar nicht zu übertreiben", so der Chefvolkswirt der Gruppe. Die Nominierung des ehemaligen Gouverneurs der Federal Reserve, Kevin Warsh, zum nächsten Fed-Vorsitzenden habe die Befürchtungen eines Angriffs auf die Unabhängigkeit der Fed verringert, sagt er.

Aufgrund des starken Wachstums und einer Inflation über dem Zielwert erwarte Capital Economics in diesem Jahr nur eine Zinssenkung der Fed um 25 Basispunkte. Im Gegensatz dazu erwarte man von der Bank of England und der Europäischen Zentralbank niedrigere Zinsen, als die Märkte derzeit einpreisten. "Die Zinsdifferenzen sollten sich wieder zugunsten des Dollars entwickeln", sagt er.

"Pessimistische Haltung gegenüber Dollar nicht übertreiben"
14:08 Uhr

Pandora profitiert von Silber-Preisrutsch

Der Absturz des Silberpreises lässt Anleger bei Aktien des dänischen Schmuckherstellers Pandora zugreifen. Die Papiere steigen zeitweise um knapp zehn Prozent und setzen sich damit an die Spitze des europäischen Stoxx-600-Index.

Der Preis für Silber fällt in der Spitze mehr als 15 Prozent. Die Rekord-Rally bei den Edelmetallen hat am Freitag ein jähes Ende genommen. Als Auslöser gilt die Nominierung von Notenbankdirektor Kevin Warsh als Nachfolger von US-Notenbankchef Jerome Powell. Der Rückgang des Silberpreises sei eine Erleichterung für die Anleger, da Pandora ein erheblicher Margendruck gedroht hätte, sagte Analystin Janne Vincent Kjaer von der Jyske Bank. Silber ist der meistverwendete Rohstoff für den für seine "Bettelarmbänder" bekannten Konzern.

Pandora profitiert von Silber-Preisrutsch
14:09 Uhr

Öl steuert auf größten Tagesverlust seit Juni zu

Spekulationen auf eine Entspannung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran machen den Preisen am Ölmarkt zu schaffen. Die Nordsee-Rohölsorte Brent und US-Leichtöl WTI verbilligen sich um jeweils rund 4,5 Prozent auf 66,33 und 62,19 Dollar je Fass (159 Liter). Damit steuern die Preise auf den größten Tagesverlust seit Juni 2025 zu. Der Iran prüft nach Angaben des Außenministeriums Details für diplomatische Schritte zum Abbau der Spannungen mit den USA.

Zuletzt hatte US-Präsident Donald Trump dem Iran wegen seines Atomprogramms und der gewaltsamen Niederschlagung landesweiter Anti-Regierungsproteste wiederholt mit einem Eingreifen gedroht und neue Sanktionen verhängt. Die Furcht der Anleger vor möglichen Lieferengpässen habe die Ölpreise den gesamten Januar über gestützt, sagte Analystin Priyanka Sachdeva vom Broker Phillip Nova. Der Iran ist mit einer Fördermenge von 3,2 Millionen Barrel pro Tag der viertgrößte Ölproduzent unter den erdölexportierenden Ländern (OPEC).

Öl steuert auf größten Tagesverlust seit Juni zu
13:24 Uhr

Crash bei Gold und Silber: Das rät ein Experte Anlegern

Die Rally am Edelmetallmarkt ist abrupt gestoppt: Gold und besonders Silber haben deutlich an Wert verloren. Was Anleger jetzt wissen sollten und wie es am Edelmetallmarkt weitergehen könnte, erklärt Experte Martin Lück.

Crash bei Gold und Silber: Das rät ein Experte Anlegern
12:23 Uhr

Rheinmetall liefert Dänemark Munition

Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat in Dänemark einen Munitionsauftrag an Land gezogen. Der Auftragswert liege im niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich, teilte das Unternehmen mit. Der Vertrag habe eine Laufzeit von sieben Jahren. Er umfasse die Versorgung mit mehreren Munitionstypen. Hierzu zählen Mittelkalibermunition für Schützen- und Flugabwehrpanzer, 120-mm-Munition für Kampfpanzer und 155-mm-Munition für die Artillerie.

Rheinmetall liefert Dänemark Munition
11:45 Uhr

Einzelhandel erzielt 2025 Umsatzwachstum

Der deutsche Einzelhandel hat im vorigen Jahr mehr Umsatz erwirtschaftet. Die Erlöse stiegen um nominal 3,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Real - also inflationsbereinigt - ergab sich ein Zuwachs von 2,7 Prozent. "Das erste vorliegende reale Jahresergebnis liegt damit 0,3 Prozentpunkte über der am 7. Januar 2026 veröffentlichten Schätzung", so die Statistiker

Nachdem die reale Umsatzentwicklung im Einzelhandel im ersten Halbjahr 2025 gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich gestiegen war (plus 3,8 Prozent), schwächte sich der Zuwachs im zweiten Halbjahr ab (plus 1,7 Prozent). Im Weihnachtsgeschäft des Dezembers setzten die Einzelhandelsunternehmen nach vorläufigen Ergebnissen real 3,2 Prozent und nominal 3,5 Prozent mehr um als im Dezember 2024. Kalender- und saisonbereinigt betrug der Zuwachs real 1,5 Prozent und nominal 1,7 Prozent.

Einzelhandel erzielt 2025 Umsatzwachstum
11:10 Uhr

Breiter Rohstoff-Ausverkauf drückt Kupfer

Industriemetalle geben im Zuge eines breiteren Ausverkaufs am Rohstoffmarkt nach, wobei die Kupfer-Futures an der London Metal Exchange wieder unter 13.000 US-Dollar gefallen sind. "Die starken Verkäufe im Edelmetallsektor haben die Stimmung an den breiteren Metallmärkten belastet", sagen die Analysten von ANZ. "Kupfer sei von seinem Rekordhoch inmitten eines frenetischen Handels zurückgegangen, da die Anleger Positionen liquidiert hätten."

In der vergangenen Woche war Kupfer über 14.000 US-Dollar je Tonne gestiegen, angetrieben von einem schwächeren Dollar, einer starken Anlegernachfrage nach physischen Vermögenswerten sowie einem Anstieg der Aktivität an den chinesischen Börsen. Im frühen Handel geben die LME-Kupfer-Futures um 1,5 Prozent auf 12.877,50 US-Dollar je metrische Tonne nach, während Aluminium um 2,3 Prozent auf 3.063,50 US-Dollar je Tonne fällt. Der US-Dollar-Index steigt um 0,2 Prozent auf 97,18, was in Dollar denominierte Rohstoffe für Käufer aus Übersee verteuert.

Breiter Rohstoff-Ausverkauf drückt Kupfer
10:39 Uhr

Edelmetall-Rally fällt in sich zusammen

Die fulminante Jahresanfangsrally am Edelmetallmarkt hat ein abruptes Ende gefunden. Gold und Silber verbilligten sich am Montag um rund fünf und 8,5 Prozent. Zusammen mit den Verlusten vom Freitag bauten sie die Gewinne aus dem Hochpunkt ihrer Jahresanfangsrally fast vollständig wieder ab: Mit rund 4621 und 77,28 Dollar je Feinunze liegen sie auf dem tiefsten Niveau seit Mitte Januar.

Ähnlich stark unter Druck gerieten Platin und Palladium, die als günstigere Alternativen zu Gold gelten. Die Nominierung von Notenbankdirektor Kevin Warsh als Nachfolger von US-Notenbankchef Jerome Powell "war wahrscheinlich der anfängliche Auslöser, rechtfertigte aber nicht das Ausmaß des Preisrückgangs bei Edelmetallen", sagte Tim Waterer, Chefanalyst beim Broker KCM. Laut Experten gilt der 55-jährige Ökonom Warsh als jemand, der sich dem Wunsch von US-Präsident Donald Trump nach schnellen Zinssenkungen nicht unbedingt unterordnen dürfte.

Edelmetall-Rally fällt in sich zusammen
10:15 Uhr

Italiens Bankenprimus peilt 11,5-Milliarden-Gewinn an

Italiens größte Bank Intesa Sanpaolo hat 2025 einen Nettogewinn von 9,3 Milliarden Euro erzielt und damit die Erwartungen leicht übertroffen. Im laufenden Jahr soll der Nettogewinn auf rund zehn Milliarden Euro steigen, wie das Institut mitteilte. Aus dem Gewinn des vergangenen Jahres sollen 6,5 Milliarden Euro als Bardividende gezahlt werden. Mit 2,3 Milliarden Euro will die Bank zudem ab Juli eigene Aktien zurückkaufen. Für das Jahr 2029 strebt Intesa Sanpaolo einen Nettogewinn von mehr als 11,5 Milliarden Euro an. Zudem will das Bankhaus binnen fünf Jahren rund 50 Milliarden Euro an seine Anleger ausschütten.

Italiens Bankenprimus peilt 11,5-Milliarden-Gewinn an
09:51 Uhr

Europas Berichtssaison schlägt die Erwartungen

Die Berichtssaison in Europa für das vierte Quartal verläuft bislang nach Einschätzung von Morgan Stanley besser als erwartet. Bereinigt hätten 17 Prozent der bislang vorgelegten Bilanzen die Gewinnerwartungen geschlagen. Das sei ein historisch betrachtet höherer Wert, auch falle der Abstand zu den US-Unternehmen bislang geringer als üblich aus.

Europas Berichtssaison schlägt die Erwartungen
09:32 Uhr

Immobiliendeals werden wieder attraktiver 

Das Transaktionsvolumen auf dem deutschen Immobilienmarkt ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Insgesamt wurden 284,4 Milliarden Euro in private und gewerbliche Immobilien investiert, wie aus einer Hochrechnung des Branchenverbands IVD hervorgeht. Das sind 17,5 Prozent mehr als 2024. Die Schätzung basiert auf einer Hochrechnung des Verbands auf Grundlage von Daten des Bundesfinanzministeriums zu den Einnahmen aus der Grunderwerbsteuer sowie Länderdaten. Erfasst wurden alle privaten und gewerblichen Transaktionen, für die Grunderwerbsteuer zu entrichten war.

Höhere und plötzlich steigende Zinsen ab 2022 hatten viele Deals auf dem Immobilienmarkt platzen lassen oder auf Eis gelegt. Mittlerweile hat sich die Inflation aber wieder auf einem normaleren Niveau eingependelt, sodass die Europäische Zentralbank die Zinsen wieder gesenkt hat. Der Zinsschock hatte 2023 und 2024 zu einem vergleichsweise geringen Transaktionsvolumen geführt. "Die Zahlen zeigen eine klare Erholung", sagte IVD-Präsident Dirk Wohltorf, dessen Verband Makler und Immobilienverwalter vertritt.

Immobiliendeals werden wieder attraktiver 
09:16 Uhr

"Rücksetzer, der sich abgezeichnet hat"

Der Dax startet schwächer in den Handel. Der deutsche Börsenleitindex, der am Freitag mit 24.539 Punkten geschlossen hatte, notiert aktuell im Bereich von 24.460 Zählern. "Ein Rücksetzer, der sich abgezeichnet hat", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Patrick Dewayne und verweist auf die Nominierung von Kevin Warsh als Nachfolger von Jerome Powell an der Spitze der US-Notenbank Federal Reserve (Fed). "Weitere Zinssenkungen sind damit unwahrscheinlicher geworden, die Investoren ziehen sich aus den Edelmetallen zurück. Auch der Bitcoin steht unter Druck", erläutert er. "In Asien waren es vor allem die Technologiewerte, die mit Abgaben zu kämpfen hatten."

"Rücksetzer, der sich abgezeichnet hat"
08:58 Uhr

Zinsangst sorgt für Ausverkauf

Die Ernennung von Kevin Warsh zum zukünftigen Fed-Präsidenten hat zwar Vertrauen in den Dollar zurückgebracht. Gleichzeitig wächst allerdings die Angst vor ausbleibenden Zinssenkungen. Und diese Angst schlägt sich laut QC Partners jetzt direkt auf die Preise von Risikoassets durch. "Wir sehen eine zunehmende Risikoaversion und Verkaufsdruck bei Aktien und weiteren Risikoaassets. Der Bitcoin ist übers Wochenende stark eingebrochen. In Euro betrachtet ist der Bitcoin jetzt so billig wie zuletzt im November 2024", heißt es.

Auch die Flucht aus den zuletzt so stark angestiegenen Edelmetallen setzt sich fort. Dafür gebe es zwei Gründe: Zum einen kehre das Vertrauen in den Dollar zurück. Zum anderen mache die Aussicht auf möglicherweise langfristig höhere Zinsen das Halten der Edelmetalle weniger attraktiv.

Zinsangst sorgt für Ausverkauf
08:40 Uhr

KI-Ausbau: Oracle will bis zu 50 Milliarden Dollar aufnehmen

Oracle hat für das Jahr 2026 die Aufnahme von 45 bis 50 Milliarden Dollar aus Fremd- und Eigenkapital für den Ausbau seiner KI-Cloud-Infrastruktur angekündigt. Damit solle die vertraglich vereinbarte Nachfrage von Großkunden wie AMD, Meta, Nvidia, TikTok, xAI und OpenAI bedient werden, teilte der von Milliardär Larry Ellison geführte US-Softwarekonzern mit. Die Finanzierung sei über eine Mischung aus Anleihen und Aktien geplant. Die Pläne stehen jedoch unter Beobachtung von Investoren, da die Schulden des Konzerns steigen und sein Erfolg zunehmend an den des nicht profitablen KI-Unternehmens OpenAI gekoppelt ist.

Anfang des Monats wurde Oracle von Anleihegläubigern verklagt. Sie werfen dem Konzern vor, die Notwendigkeit zur Aufnahme erheblicher zusätzlicher Schulden für den Ausbau seiner KI-Infrastruktur verschwiegen zu haben. Die Kosten für die Versicherung von Oracle-Schulden gegen einen Ausfall waren im Dezember auf den höchsten Stand seit mindestens fünf Jahren gestiegen.

KI-Ausbau: Oracle will bis zu 50 Milliarden Dollar aufnehmen
08:22 Uhr

Sorge wegen KI-Blase ist nicht das einzige Problem

Europas Börsen dürften angesichts negativer internationaler Vorgaben mit kräftigen Abschlägen in den Handel starten. Im Fokus stehen die Verwerfungen an den Rohstoffmärkten. Nicht nur Gold und Silber geben nach dem Crash am Freitag weiter nach, auch der Ölpreis kommt deutlich zurück. Hauptauslöser für die Korrektur ist die Nominierung von Kevin Warsh als Nachfolger von Jerome Powell als Präsident der US-Notenbank ab Mai.

Er gilt zwar als Anhänger niedrigerer Leitzinsen und die Märkte haben bereits etwas stärkere Senkungsfantasien eingepreist. "Wegen seiner glaubwürdigen Vita als renommierter Kapitalmarktprofi dürfte er (aber) nicht automatisch Forderungen der Regierung nachgeben. Wer glaubt, dass nun in den USA ein Zinssenkungsmarathon ansteht, täuscht sich", so die DZ Bank. Warsh gilt als der falkenhafteste aller zuvor gehandelten Fed-Kandidaten, seine Nominierung hat die Finanzmärkte auf dem falschen Fuß erwischt.

Im asiatischen Handel steht derweil der Kursrutsch in Seoul im Blick. Der Kospi verlor zeitweise mehr als fünf Prozent, angeführt von einem Kurseinbruch von Technologieaktien. Dies könnte auch den Sektor im europäischen Handel belasten und neue Sorgen um eine KI-Blase auslösen.

Sorge wegen KI-Blase ist nicht das einzige Problem
08:03 Uhr

Kursrutsch bei Südkoreas Tech-Schwergewichten

Nach teils deutlichen Kurszuwächsen zum Jahresstart geht es an den asiatischen Börsen zum Auftakt im Februar teils deutlich nach unten. Schwache Vorgaben der Wall Street am Freitag und ein allgemein anhaltend unsicheres Umfeld werden mitunter zu Wochenbeginn als Begründung angeführt. Einen regelrechten Kursrutsch gibt es in Südkorea: Der Kospi verlor teilweise mehr als 5 Prozent, was zu einer kurzzeitigen Handelsunterbrechung führte. Teilweise wird der Abverkauf auch mit Gewinnmitnahmen erklärt.

In Südkorea wird der Abverkauf unter anderem angeführt von großen Technologiewerten wie SK Hynix oder Samsung Electronics: Bei SK Hynix geht es um mehr als 6 Prozent abwärts, während das Wertpapier von Samsung gut 5 Prozent verliert. Zum Jahresstart waren beide Aktien stark gelaufen, weshalb die Verluste zum Wochenstart teils mit Gewinnmitnahmen begründet werden.

In Japan sorgte Ministerpräsidentin Sanae Takaichi mit Aussagen zur Wechselkursentwicklung offenbar für - zumindest kurzzeitige - Unsicherheit. Takaichi stellte in sozialen Medien eigene Äußerungen während einer Wahlkampfrede klar, die einige Marktteilnehmer als Signal für eine Toleranz gegenüber einem schwächeren Yen interpretierten. Am Wochenende hatte Takaichi gesagt, ein schwacher Yen stütze die Gewinne der Exporteure im Ausland. Anschließend schrieb sie, dass ihre Absichten von einigen Medien missverstanden worden seien. Sie werde weder einen stärkeren noch einen schwächeren Yen befürworten, sondern stattdessen eine starke Wirtschaft aufbauen, die "widerstandsfähig gegenüber Wechselkursschwankungen" sei. Mit der schnellen Klarstellung dürfte sie versuchen, die Märkte vor der vorgezogenen Wahl am 8. Februar zu beruhigen.

Kursrutsch bei Südkoreas Tech-Schwergewichten
07:44 Uhr

Ölpreise reagieren auf Iran-Lage

Am Rohstoffmarkt geben die Ölpreise deutlich nach. Händler verweisen auf eine Entspannung der Lage zwischen den USA und dem Iran, nachdem US-Präsident Donald Trump von ernsthaften Gesprächen mit Teheran gesprochen hatte. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verbilligt sich um 4,2 Prozent auf 66,40 Dollar je Barrel. Das US-Öl WTI notiert 4,4 Prozent schwächer bei 62,34 Dollar.

Ölpreise reagieren auf Iran-Lage
07:28 Uhr

"Made in Europe"-Strategie gefordert

EU-Industriekommissar Stéphane Séjourné macht sich für eine "Made in Europe"-Strategie zum Schutz der europäischen Industrien stark. In einem in mehreren Zeitungen in Europa veröffentlichten Gastbeitrag fordert der Franzose Séjourné eine Industriepolitik, die europäische Unternehmen bevorzugt. Der Beitrag wurde von mehr als 1100 Unternehmenschefs und anderen Wirtschaftsführern mitunterzeichnet.

Ohne eine ehrgeizige, wirksame und pragmatische Industriepolitik sei die europäische Wirtschaft nur ein "Spielfeld für ihre Wettbewerber", so Séjourné. "Wir müssen ein für alle Mal eine echte europäische Präferenz in unseren strategisch wichtigsten Sektoren etablieren", forderte der EU-Kommissar. Die Antwort lasse sich in drei Worten zusammenfassen, die weltweit verstanden würden: "Made in Europe". Wann immer öffentliche europäische Gelder eingesetzt würden, müssten diese zu europäischer Produktion und hochwertigen Arbeitsplätzen beitragen.

"Made in Europe"-Strategie gefordert
07:11 Uhr

Schwierige Gemengelage bestimmt Asien-Börsen

Die Aktienmärkte starten mit deutlichen Verlusten in eine ereignisreiche Woche. Chaotische Zustände an den Rohstoffmärkten sowie die Nervosität vor den anstehenden Unternehmensbilanzen, Zentralbanksitzungen und Konjunkturdaten drücken die Kurse ins Minus. In Tokio gibt der Nikkei-Index 0,7 Prozent auf 52.964,66 Punkte nach, während der breiter gefasste Topix 0,3 Prozent niedriger bei 3554,95 Zählern notiert. Auch in China dominieren die Verkäufer: Der Shanghai Composite verliert 1,3 Prozent auf 4063,54 Stellen, und der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fällt 1,1 Prozent auf 4656,16 Punkte.

In Japan stützen zunächst positive Konjunkturdaten und politische Hoffnungen den Markt. Umfragen deuten auf einen klaren Sieg der Liberaldemokratischen Partei von Ministerpräsidentin Sanae Takaichi bei den Wahlen in der kommenden Woche hin, was den Weg für weitere Konjunkturprogramme ebnen könnte. Zudem wuchs die Industrieproduktion so stark wie seit etwa dreieinhalb Jahren nicht mehr. "Die Industrie des Landes hat sich zu Beginn des Jahres 2026 wieder auf Wachstumskurs begeben", sagt Annabel Fiddes von S&P Global. Dennoch kann der Nikkei die Gewinne nicht halten.

Schwierige Gemengelage bestimmt Asien-Börsen
06:52 Uhr

Das ist los im frühen Devisengeschäft

Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar 0,2 Prozent auf 154,99 Yen und legt leicht auf 6,9514 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückt er etwas auf 0,7722 Franken vor. Parallel dazu steigt der Euro um 0,2 Prozent auf 1,1868 Dollar und zieht leicht auf 0,9164 Franken an.

Das ist los im frühen Devisengeschäft
06:35 Uhr

Hyundai gibt Russland einen Korb

Hyundai Motor hat eine Rückkaufoption für sein früheres Werk in Russland verstreichen lassen. Dies teilte der Autobauer mit. Die Option war im Januar ausgelaufen. Hyundai hatte das Werk 2024 für einen symbolischen Preis von 97 Dollar an die russische AGR Automotive Group verkauft. "Hyundai Motor bietet weiterhin Garantiereparaturen und Kundendienstleistungen für bereits verkaufte Fahrzeuge an und ist bestrebt, diese Dienstleistungen auch in Zukunft aufrechtzuerhalten", hieß es.

Hyundai hatte den Verkauf des Werks im Dezember 2023 bekanntgegeben. Die Fabrik ging für 7000 Rubel (damals rund 70 Euro) an die russische Firma Art-Finance, die später in AGR Automotive Group umbenannt wurde. Der Konzern verbuchte dabei nach eigenen Angaben einen Verlust von umgerechnet 200 Millionen Euro. Teil der Vereinbarung war die nun verstrichene Rückkaufoption.

Hyundai gibt Russland einen Korb
06:16 Uhr

Japans Industrie überrascht positiv

Die Stimmung in der japanischen Industrie hat sich im Januar einer Umfrage des privaten Sektors zufolge so stark aufgehellt wie seit fast dreieinhalb Jahren nicht mehr. Der Einkaufsmanagerindex von S&P Global (PMI) stieg auf 51,5 Punkte von 50,0 Zählern im Vormonat, wie das Institut mitteilte. Damit liegt das Barometer über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Eine starke Kundennachfrage führte zu einem Anstieg der Produktion und der Neuaufträge. Unternehmen führten das Wachstum auf ein günstigeres Nachfrageumfeld und die Einführung neuer Produkte zurück.

Japans Industrie überrascht positiv
06:00 Uhr

Zwei große Themen bestimmen den Dax

Im Fokus der neuen Börsenwoche steht weiterhin die Geopolitik. Der erste Monat 2026 sei geschafft, und mit Blick auf die verbleibenden elf stellt sich schon die Frage, was denn nach diesem Januar sonst noch alles kommen kann, so die Experten der Helaba. Getrieben von der Drohung von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran wies Rohöl in der alten Woche einen Gewinn von insgesamt rund zehn Prozent aus. Seine mit Grönland verbundenen Zolldrohungen wurden zwar zurückgenommen, für Verunsicherung sorgte das Ganze aber trotzdem. Nach dem zweiten tödlichen Schusswaffeneinsatz von ICE-Einwanderungsbeamten gegen einen US-Bürger in Minneapolis und dem öffentlichen Aufschrei steigt zugleich der Druck auf die neue US-Einwanderungspolitik.

In den Mittelpunkt rückt zudem erneut der Ukraine-Krieg: Russland hat einer Bitte von Trump zugestimmt und die Luftangriffe auf Kiew vorerst eingestellt. Dies solle ein günstiges Umfeld für Friedensverhandlungen schaffen, teilte der Kreml mit. Die Ereignisse schickten den Dax in der alten Woche auf eine Achterbahnfahrt - ins Wochenende verabschiedete er sich mit 24.539 Punkten rund 1,5 Prozent unter dem Vorwochenschluss.

Die Börsianer warten zudem auf den Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag. Trotz Sorgen wegen des anhaltenden Euro-Höhenflugs dürften die Währungshüter den Leitzins bei 2,0 Prozent halten. Wie zementiert liegt er bereits seit Mitte vorigen Jahres auf diesem Niveau und könnte nach Einschätzung vieler Experten auch noch länger dort verharren.

Auf der Unternehmensseite geht es mit der Bilanzsaison weiter. Geplant zur Veröffentlichung in den USA sind die Ergebnisse von Unternehmen wie PepsiCo, Pfizer, Merck und PayPal. In Deutschland warten Anleger unter anderem auf die Finanzberichte von Infineon, Siltronic, Sartorius, Qiagen, Aurubis und Siemens Healthineers. Heute öffnet Walt Disney die Bücher.

Im Terminkalender steht heute auch die Veröffentlichung der Einkaufsmanagerindizes für die Industrie in Deutschland, der Eurozone und in den USA im Januar.

Zwei große Themen bestimmen den Dax