Der Börsen-Tag
29. April 2024
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
Zum Archiv
17:31 Uhr

DAX fährt vor Fed-Zinssitzung auf Sicht - Deutsche Bank im Tiefflug

Nach den jüngsten Kurszuwächsen sind die Anleger am deutschen Aktienmarkt mit angezogener Handbremse in die neue Handelswoche gestartet. Der DAX trat mehr oder weniger auf der Stelle, am Ende ging er mit einem kleinen Minus von 0,2 Prozent auf 18.118 Punkte aus dem Xetra-Handel. Der EUROSTOXX50 notierte 0,5 Prozent tiefer bei 4984 Stellen.

Entgegen den Erwartungen ist die deutsche Inflationsrate mit 2,2 Prozent im April überraschend stabil geblieben und hat nicht leicht zugelegt. "Erfreulich dabei ist, dass sich der Preisauftrieb im Dienstleistungssektor abgeschwächt hat", sagte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. Dies werde wohl auch von der EZB positiv aufgenommen, die eine Zinssenkung im Juni anstrebe. "Die Wortwahl nach der letzten Notenbanksitzung aber auch die Reden einzelner EZB-Offizieller lassen kaum noch Zweifel daran, dass zur Jahresmitte eine Zinsreduktion um 25 Basispunkte auf der Agenda stehen wird", kommentierte Gitzel. Mit Spannung warteten Investoren nun auf die Teuerungsentwicklung im Euroraum sowie den Zinsentscheid der US-Notenbank Fed zur Wochenmitte.

Größte Verlierer im DAX waren Deutsche Bank mit einem Abschlag von 8,6 Prozent. Dem Frankfurter Geldhaus droht nun doch eine milliardenschwere Nachzahlung an die ehemaligen Aktionäre der Postbank.

Unter Druck gerieten auch Porsche AG mit einem Minus von 2,8 Prozent. Hohe Vorlaufkosten für neue Modelle und ein schwacher Absatz haben dem Autobauer im ersten Quartal einen Gewinnrückgang eingebrockt. "Die Zahlen fielen noch schwächer als befürchtet aus, und Porsche begründet das mit Investitionen in Modellpflege und Zukunft", sagte ein Händler.

Gefragt waren dagegen Daimler Truck mit einem Plus von 2,6 Prozent. Der Lkw-Bauer hatte sich am Wochenende in den USA mit der Autogewerkschaft UAW auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt und damit einen Streik in letzter Minute abgewendet.

DAX fährt vor Fed-Zinssitzung auf Sicht - Deutsche Bank im Tiefflug
17:10 Uhr

Neuer Preisschub bei Öl?

Der Ölpreis zieht wieder an. Was steckt dahinter und wie hoch könnte der Preis pro Fass noch klettern? Wie Trader auf den Ölpreis setzen, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Kemal Bagci von der BNP Paribas.

Neuer Preisschub bei Öl?
16:57 Uhr

Steigender Gewinn trotz Preissenkungen: BYD zeigt es Tesla

BYD hat den Quartalsgewinn trotz zunehmenden Preiswettbewerbs auf dem chinesischen Markt für Elektroautos mit Hilfe steigender Absatzzahlen deutlich verbessert. Der von US-Investmentlegende Warren Buffett unterstützte chinesische Fahrzeughersteller verbuchte in den ersten drei Monaten einen Anstieg des Nettogewinns um elf Prozent verglichen mit dem Vorjahr auf 4,57 Milliarden Yuan (590 Millionen Euro).

Der Umsatz stieg im gleichen Zeitraum um 4,0 Prozent auf 124,94 Milliarden Yuan, obwohl Autohersteller wie BYD und Tesla während des Quartals zur Belebung der sinkenden Nachfrage ihre Preise senkten. BYD setzte 626.263 Elektro- und Hybridfahrzeuge im Auftaktquartal ab, ein Plus von 13 Prozent zum Vorjahr. BYD hatte im Schlussquartal 2023 Tesla als weltgrößten Verkäufer von Elektrofahrzeugen überholt.

Steigender Gewinn trotz Preissenkungen: BYD zeigt es Tesla
16:40 Uhr

Kampf um Musikrechtefirma Hipgnosis: Blackstone in der Vorhand

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Shakira (Foto: Jose Breton/AP/dpa)

Im Bieterrennen um den britischen Musikrechteinhaber Hipgnosis hat Blackstone wieder die Nase vorn. Die US-Beteiligungsgesellschaft überbot mit 1,57 Milliarden Dollar den Musikproduzenten Concord aus Nashville, der seine ursprüngliche Offerte am vergangenen Donnerstag auf 1,5 Milliarden Dollar aufgestockt hatte.

Hipgnosis Songs Fund rief seine Investoren auf, die Übernahmeofferte zu unterstützen. Die frühere Empfehlung für Concord wurde zurückzogen. Hipgnosis hält die Rechte an der Musik von bekannten Musikern wie Neil Young, den Red Hot Chili Peppers und Shakira.

Kampf um Musikrechtefirma Hipgnosis: Blackstone in der Vorhand
16:21 Uhr

Wall Street startet gestärkt in die neue Woche

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(Foto: picture alliance / AP Photo)

Mit kleinen Aufschlägen ist die Wall Street in die neue Handelswoche gestartet und setzte damit die positive Tendenz vom Freitag fort. Der Dow-Jones-Index gewann kurz nach der Eröffnung 0,3 Prozent auf 38.356 Punkte. S&P 500 und Nasdaq-Composite stiegen um 0,4 beziehungsweise 0,5 Prozent.

Insgesamt dürfte der Handel angesichts im Wochenverlauf anstehender wichtiger Termine aber von Zurückhaltung geprägt sein. Der Fokus liegt auf den Beschlüssen und Aussagen der US-Notenbank am Mittwoch. Am Freitag folgt der US-Arbeitsmarktbericht für April. Zudem stehen unter anderem mit Apple, Amazon, Ebay und AMD die Quartalszahlen wichtiger Unternehmen auf dem Wochenkalender.

Wall Street startet gestärkt in die neue Woche
16:01 Uhr

Deutsche-Bank-Aktien nun tiefrot - Rückfall auf Unterstützungslinie

Deutsche Bank haben ihre hohen Verluste noch weiter ausgebaut und lagen mit minus 9,2 Prozent auf 15,00 Euro hinten. Damit notierten die Aktien an der Unterstützungzone.

Die Bank hatte am Freitagabend mitgeteilt, dass sie voraussichtlich 1,3 Milliarden Euro für eine juristische Auseinandersetzung zurückstellen wird, die auf das Übernahmeangebot für die Postbank im Jahr 2010 zurückgeht. Die Anleger fürchten nun, dass Ausschüttungen gestrichen werden könnten.

Deutsche-Bank-Aktien nun tiefrot - Rückfall auf Unterstützungslinie
15:48 Uhr

Milliardendeal in Pharmabranche - Deciphera-Aktie geht durch die Decke

Der japanische Arzneimittelhersteller Ono übernimmt den US-Krebsspezialisten Deciphera Pharmaceuticals. Mit dem 2,4 Milliarden Dollar schweren Zukauf wolle Ono sein Onkologie-Portfolio stärken und seine Präsenz in den USA und Europa ausweiten, teilte das Unternehmen mit.

Je Deciphera-Aktie zahlt Ono 25,60 Dollar, ein Aufschlag von fast 75 Prozent auf den letzten Schlusskurs. Die Papiere legten an der Wall Street um 75,8 Prozent zu. Deciphera hatte 2020 die US-Zulassung für sein Mittel Qinlock zur Behandlung einer Form von Magen-Darm-Krebs erhalten. Den Abschluss des Deals erwartet Ono im dritten Quartal.

Milliardendeal in Pharmabranche - Deciphera-Aktie geht durch die Decke
15:22 Uhr

Tesla-Kurs schießt nach Musks China-Reise hoch

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Tesla hat in China eine Freigabe für die neueste Stufe des automatisierten Fahrens FSD (Full Self-Driving) ergattert und gibt damit seiner Aktie Auftrieb. Die Titel des US-Elektroautopioniers sprangen bereits im vorbörslichen Handel an der Wall Street um 12,1 Prozent in die Höhe. Kurz nach Eröffnung betrug das Plus 10,9 Prozent. Damit waren die üblicherweise volatilen Papiere so teuer wie seit Anfang März nicht mehr.

Firmenchef Elon Musk reiste am Wochenende nach Peking, wo er sich mit Regierungschef Li Qiang traf. Insidern zufolge war grünes Licht für FSD dabei ein zentrales Thema. Am Sonntag nahm der chinesische Autoverband CAAM die Tesla-Modelle 3 und Y in die Liste der zugelassenen Autos mit Selbstfahrmodus auf.

Tesla-Kurs schießt nach Musks China-Reise hoch
15:13 Uhr

Morphosys-Aktie verliert kräftig - Probleme mit Pelabresib?

Vor Bekanntgabe der Quartalszahlen am Abend haben Morphosys 3,2 Prozent auf 65,70 Euro verloren. Belastend wirken Berichte über Probleme mit dem wichtigen Medikamtenkandidaten Pelabresib gegen die Knochenmark-Erkrankung Myelofibrose. Pelabresib ist einer der Hauptgründe für die 2,7 Milliarden Euro oder 68 Euro je Anteilsschein schwere Übernahmeofferte von Novartis für Morphosys. Die Anleger hoffen nun auf weitere Informationen bei der Vorstellung der Unternehmenszahlen.

Morphosys-Aktie verliert kräftig - Probleme mit Pelabresib?
14:41 Uhr

Ölpreise sinken

Die Aussicht auf eine mögliche Waffenruhe im Gaza-Krieg durch Verhandlungen und die jüngsten Daten zur US-Inflation haben die Preise am Ölmarkt gedrückt. Die Nordsee-Rohölsorte Brent und die US-Sorte WTI verbilligten sich um 0,7 beziehungsweise 0,5 Prozent auf 87,50 beziehungsweise 83,09 Dollar pro Barrel (159 Liter).

Gleichzeitig bestärkten die jüngsten Inflationsdaten aus den USA die Erwartung der Anleger, dass die Zinsen der US-Notenbank Fed über eine längere Zeit hoch bleiben werden. Ein Inflationsmaß, das die Währungshüter besonders beachten, bilden die persönlichen Ausgaben der US-Konsumenten.

Ölpreise sinken
14:30 Uhr

Ist der Bitcoin immun gegen Inflation? Wirtschaftsjournalist klärt auf

Der Bitcoin gewinnt vor dem sogenannten Halving regelmäßig an Wert. Befürworter der Kryptowährung sehen darin einen eingebauten Inflationsschutz. Caspar Tobias Schlenk vom Wirtschaftsmagazin "Capital" sagt, der Bitcoin müsse erst noch beweisen, dass dieser Mechanismus wirklich funktioniere.

Ist der Bitcoin immun gegen Inflation? Wirtschaftsjournalist klärt auf
14:12 Uhr

Deutsche Inflationsrate verharrt knapp oberhalb der EZB-Zielmarke

Die Inflation in Deutschland ist im April überraschend stabil geblieben. Die Verbraucherpreise erhöhten sich wie schon im März um durchschnittlich 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt zu seiner ersten Schätzung mitteilte. Ökonomen hatten mit einem Anstieg auf 2,3 Prozent gerechnet. Die EZB hat eine Inflationsrate von zwei Prozent als Ziel. Allerdings stieg der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent und lag um 2,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen monatlichen Anstieg von 0,5 Prozent und eine Jahresteuerungsrate von 2,2 Prozent prognostiziert.

"Die letzte Wegstrecke zum Preisziel wird schwer, und das zeigt sich derzeit", sagte Alexander Krüger, Chefvolkswirt der Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank, gegenüber ntv.de: "Wahrscheinlich wird die Inflationsrate demnächst auch noch mal leicht steigen. Am Umfeld einer Quasi-Preisstabilität ändert das nichts. Das ungute Gefühl unliebsamer Inflationsüberraschungen bleibt bestehen. Wohl und Wehe des Inflationsrückgangs hängen vor allem an den Dienstleistungspreisen."

Deutsche Inflationsrate verharrt knapp oberhalb der EZB-Zielmarke
13:59 Uhr

Delivery Hero baut Aufsichtsrat um

Nach dem Einstieg des aktivistischen Investors Sachem Head hat Delivery Hero eine Neuordnung und Vergrößerung des Aufsichtsrats angekündigt. Bei der für den 19. Juni geplanten Hauptversammlung solle Scott Ferguson, Partner bei Sachem Head, als zusätzliches Mitglied in das Gremium einziehen, gibt der Lebensmittel-Lieferant bekannt. Außerdem werde der bisherige Aufsichtsratschef Martin Enderle sein Amt zu diesem Termin zur Verfügung stellen. Seine Nachfolgerin solle die scheidende Chefin des norwegischen Medienkonzerns Schibsted, Kristin Skogen Lund, werden. Enderle stelle sich aber erneut zur Wahl in den Aufsichtsrat, um eine nahtlose Übergabe der Gremienleitung zu gewährleisten.

Darüber hinaus solle Roger Rabalais, Partner des Delivery Hero-Großaktionärs Prosus, den Aufseher Patrick Kolek ersetzen. Dieser stelle sich wegen seines Abschieds von Prosus nicht mehr zur Wahl.

Delivery Hero baut Aufsichtsrat um
13:51 Uhr

Geldmarkt-Akteure erwarten eine spannende Woche

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(Foto: picture alliance / blickwinkel/McPHOTO/H. Richter)

Der europäische Geldmarkt ist wenig verändert in die Woche gestartet. Mit den europäischen Verbraucherpreisen am Dienstag sowie der geldpolitischen Entscheidung der US-Notenbank am Mittwoch hat die Woche viel zu bieten. Der Inflationsdruck in Deutschland hat im April in einer Reihe von Bundesländern zugenommen, wobei die Verbraucherpreise auf Monatssicht etwas weniger deutlich als erwartet stiegen. Mit Blick auf die geldpolitische Entscheidung der US-Notenbank am Mittwoch gehen Analysten davon aus, dass sie die Geldpolitik bestätigt. Spannend wird der Ausblick. Und hier rechnet die Deutsche Bank mit einem falkenhafteren Ton durch Fed-Chef Jerome Powell.

Hier die jüngsten Daten: Tagesgeld: 3,86 - 4,13 (3,80 - 4,15), Wochengeld: 3,89 - 4,13 (3,83 - 4,18), 1-Monats-Geld: 3,88 - 4,12 (3,83 - 4,25), 3-Monats-Geld: 3,75 - 4,15 (3,79 - 4,19), 6-Monats-Geld: 3,65 - 4,05 (3,67 - 4,07), 12-Monats-Geld: 3,69 - 3,96 (3,63 - 4,03), Euribors: 3 Monate: 3,8350 (3,8650), 6 Monate: 3,8150 (3,8350), 12 Monate: 3,7260 (3,7240)

Geldmarkt-Akteure erwarten eine spannende Woche
13:30 Uhr

Jefferies: Margen-Tiefpunkt der Porsche AG erreicht

Laut Jefferies lagen Gruppenumsatz und EBIT der Porsche AG drei und sechs Prozent unter Konsens. Die EBIT-Marge habe sich vier Prozentpunkte unter dem Vorjahr und 0,4 Prozentpunkte unter Konsens bewegt. Positive Effekte aus Preisen und Produktzusammensetzung seien durch negative Effekte aus Volumen, Modellanlaufkosten und Vertrieb mehr als aufgewogen worden.

Der Free Cashflow im Automobilgeschäft beziehungsweise der Netto-Cashflow hätten nur geringfügig unter Konsens gelegen - aufgrund des Abflusses aus dem Umlaufkapital und der um 45 Prozent gestiegenen Investitionen. Die Prognose zur Marge bleibe unverändert, wobei das erste Quartal eindeutig ein Tiefpunkt darstelle.

Jefferies: Margen-Tiefpunkt der Porsche AG erreicht
13:12 Uhr

Zwischen Konsolidierung und Korrektur - Aussteigen oder Chance zum Einstieg?

Börsen im Rückwärtsgang: Ein Bild, das die meisten Marktteilnehmer nach der fulminanten Rally der vergangenen Monate fast gar nicht mehr gewohnt sein dürften. Aber ist das nur ein Luftholen oder doch schon der Beginn einer echten Korrektur? Sollten Anlegerinnen und Anleger jetzt besser aussteigen und Gewinne mitnehmen oder bieten die jüngsten Rücksetzer vielmehr eine neue Chance zum Einstieg? Unter anderem darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Nicolai Tietze von Morgan Stanley und Daniel Saurenz von Feingold Research auf der Anlegermesse Invest 2024 in Stuttgart.

Zwischen Konsolidierung und Korrektur - Aussteigen oder Chance zum Einstieg?
12:56 Uhr

Spanische Großbank verdient deutlich mehr als prognostiziert

Die spanische Großbank BBVA hat dank eines florierenden Kreditgeschäfts in Mexiko und im heimischen Markt mehr verdient als erwartet. Der Gewinn kletterte im ersten Quartal um knapp ein Fünftel auf 2,2 Milliarden Euro, wie das Geldinstitut mitteilte. Damit lag das nach Börsenwert viertgrößte Geldhaus der Eurozone über den 2,06 Milliarden Euro, die Analysten erwartet hatten.

Der Nettozinsüberschuss stieg um 15 Prozent auf 6,51 Milliarden Euro und übertraf damit die Prognosen von 6,42 Milliarden Euro. In Spanien kletterte der Gewinn um über ein Drittel, während die Erträge im Hauptmarkt Mexiko um 12,6 Prozent zulegten.

Spanische Großbank verdient deutlich mehr als prognostiziert
12:34 Uhr

Experte: Kaffeepreis wird in den kommenden Jahren kräftig ansteigen

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(Foto: Fabian Sommer/dpa)

Der Experte Steffen Schwarz, Betreiber einer Kaffeerösterei, erwartet einen deutlichen Anstieg des Kaffeepreises in den kommenden Jahren. Gründe seien die Folgen des Klimawandels, Probleme beim Anwerben von Wanderarbeitern auf den Plantagen und der steigende Kaffeekonsum in den Anbauländern selbst, sagte Schwarz dem "Spiegel": "Wir haben also weniger Ertrag, Arbeitskräftemangel und zugleich eine steigende Nachfrage."

Aus Schwarz' Sicht sollte Kaffee 25 bis 30 Euro pro Kilo kosten. Das "muss ich mindestens bereit sein zu zahlen, wenn ich guten Geschmack möchte und mir ökologische und soziale Aspekte wichtig sind", sagte er weiter. "Wenn wir Nachhaltigkeit wollen, dann müssen wir uns von Kaffeepreisen, wie wir sie derzeit im Supermarkt haben, verabschieden." Es gehe darum, so zu produzieren, dass Menschen und Natur nicht ausgebeutet werden.

Experte: Kaffeepreis wird in den kommenden Jahren kräftig ansteigen
12:03 Uhr

BMW klotzt in China ran - Milliarden für Werksumrüstung

BMW wird rund 2,6 Milliarden Euro investieren, um eine seiner wichtigsten chinesischen Fabriken für die Produktion von mehr Elektrofahrzeugen umzurüsten. Die Investition folgt Plänen, wonach der DAX-Konzern seine neuesten vollelektrischen Produkte auf dem weltweit größten Markt für Elektrofahrzeuge einführen will.

BMW wird dieses Geld in sein Werk in Shenyang investieren, um es für die Produktion der kommenden Elektrofahrzeugmodelle der sogenannten Neuen Klasse vorzubereiten. BMW kooperiert dabei mit dem staatlichen Unternehmen Brilliance China Automotive. Welche Modelle der Neuen Klasse im Werk Shenyang produziert werden sollen, ließ BMW offen.

BMW klotzt in China ran - Milliarden für Werksumrüstung
11:48 Uhr

DAX verliert seine Vormittagsgewinne

Kurzer Blick auf das Frankfurter Börsengeschehen: Gut zwei Stunden vor Veröffentlichung der Inflationszahlen für Deutschland herrscht wegen bereits eingetroffener Daten aus mehreren Bundesländern Verunsicherung. Der DAX gab seine Gewinne ab und fiel am Mittag ganz leicht auf 18.152 Punkte. Der EUROSTOXX50 notierte 0,1 Prozent tiefer bei 5000 Stellen.

DAX verliert seine Vormittagsgewinne
11:31 Uhr

"Es wird im Supermarkt weiter teuer bleiben"

In Deutschland wird eine Jahresteuerung von 2,3 Prozent erwartet. Für die EZB sei das eine gute Nachricht, meint Kapitalmarktexperte Ascan Iredi. Ein "wunderbarer Ausgleich für die Inflation" sind aber höhere Gehälter und höhere Kurse an der Börse. Demnach befinde sich Deutschland in einer Frühphase des Aufschwungs.

"Es wird im Supermarkt weiter teuer bleiben"
11:11 Uhr

Yen-Kurs springt in die Höhe - Interventionen vermutet

Mutmaßliche Interventionen am Devisenmarkt zur Stützung des schwächelnden Yen haben Händlern zufolge der japanischen Landeswährung zu einem Kursschub verholfen. Der Yen zog heute kräftig an. Im Gegenzug verlor der US-Dollar auf 155,01 Yen, nachdem er zuvor noch bei Notierungen um die 160,245 Yen gelegen hatte.

"Die Bewegung weist alle Merkmale einer tatsächlichen Intervention der Bank von Japan auf, und es gibt keinen besseren Zeitpunkt dafür als einen japanischen Feiertag", kommentierte ein Analyst an der Börse Sydney die Kursentwicklung. Eine offizielle Bestätigung für die Interventionen gab es aus Tokio bislang allerdings nicht.

Yen-Kurs springt in die Höhe - Interventionen vermutet
10:52 Uhr

Inflation steigt in mehreren Bundesländern - Energie kostet mehr

Höhere Energiepreise haben den Rückgang der Inflation in Deutschland im April voraussichtlich gestoppt. Darauf deuten erste Daten aus den Bundesländern hin: Die Verbraucherpreise erhöhten sich in Bayern, Brandenburg, Hessen und Sachsen stärker als im März, während sie in Nordrhein-Westfalen genauso kräftig zulegten und nur in Baden-Württemberg langsamer stiegen. Die Inflationsrate lag in diesen sechs Ländern zwischen 1,9 und 3,0 Prozent, wie die Landes-Statistikämter mitteilten.

Im März war die bundesweite Teuerungsrate noch mit 2,2 Prozent auf den niedrigsten Wert seit fast drei Jahren gefallen. Ökonomen erwarten für April einen Anstieg auf 2,3 Prozent. Das Statistische Bundesamt veröffentlicht am Nachmittag eine erste Schätzung für Deutschland.

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(Foto: picture alliance / pressefoto_korb)
Inflation steigt in mehreren Bundesländern - Energie kostet mehr
10:35 Uhr

Rückstellungen für Postbank-Rechtsstreit belasten Deutsche-Bank-Kurs massiv

Stark unter Druck ist die Aktie der Deutschen Bank geraten. Mit einem Abschlag von 5,0 Prozent zierte sie das DAX-Ende. Dem Frankfurter Geldhaus droht nun doch eine milliardenschwere Nachzahlung an die ehemaligen Aktionäre der Postbank.

Rückstellungen für Postbank-Rechtsstreit belasten Deutsche-Bank-Kurs massiv
10:17 Uhr

US-Berichtssaison liefert ab

Auf den weiterhin günstigen Verlauf der US-Berichtssaison verweist ein Marktteilnehmer. Per Freitagabend hätten 45 Prozent der Unternehmen aus dem S&P 500 ihre Quartalszahlen vorgelegt. Auf der Gewinnseite hätten 77 Prozent davon die Erwartungen geschlagen, auf der Umsatzseite 60 Prozent.

US-Berichtssaison liefert ab
09:55 Uhr

Kursexplosion bei Philips

Philips-Aktien schießen zunächst knapp 30 Prozent nach oben. Im Rechtsstreit in den USA um fehlerhafte Beatmungsgeräte hat sich der Konzern zu einem Vergleich über 1,1 Milliarden Dollar verständigt. Das führt laut Philips im Quartalsergebnis zu einem Verlust von 999 Millionen Euro. Der Umsatz liegt im Rahmen der Erwartungen.

Kursexplosion bei Philips
09:35 Uhr

Schwächt sich die Inflation weiter ab?

In den kommenden Monaten wollen wieder mehr Unternehmen ihre Kunden stärker zur Kasse bitten - vor allem in konsumnahen Branchen wie der Gastronomie. Das Barometer für die Preiserwartungen stieg im April auf 15,1 Punkte von 14,3 im März, wie das IFO-Institut zu seiner Firmenumfrage mitteilt. "In den kommenden Monaten dürfte die Inflation erst einmal nicht weiter zurückgehen und bei knapp über zwei Prozent verharren", bilanziert IFO-Konjunkturexperte Sascha Möhrle.

In den konsumnahen Branchen sind die Preiserwartungen auf 25,8 Punkte gestiegen, nach 24,6 im März. Vor allem bei Unternehmen in der Gastronomie sowie im Einzelhandel mit Spielwaren und mit Drogerieartikeln wird wieder verstärkt mit steigenden Preisen geplant. Hingegen wollen weniger Lebensmittel-Einzelhändler, Hotelbesitzer und Reiseveranstalter mehr Geld von ihren Kunden verlangen.

Das Bauhauptgewerbe plant immer noch mit sinkenden Preisen: Dort liegt das Barometer mit minus 7,7 Punkte weiterhin im negativen Bereich. In der Industrie sind die Erwartungen leicht gesunken auf 6,0 Punkte von 6,3 im Vormonat.

Schwächt sich die Inflation weiter ab?
09:17 Uhr

Starke Vorwoche, starker DAX-Auftakt?

Der DAX startet mit Kursaufschlägen in das Montagsgeschäft. Der deutsche Börsenleitindex notiert aktuell mit Kursen um 18.207 Punkte etwa 0,3 Prozent fester. Am Freitag hatte der DAX mehr als 240 Zähler zugelegt und mit 18.161 Stellen geschlossen.

"Der DAX blickt auf die erste Gewinnwoche seit drei Wochen zurück, erholte sich um fast 2,5 Prozent", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. "Heute stützen zunächst gute Vorgaben von der Wall Street und den asiatischen Aktienmärkten", erläutert sie. "Im Blick haben die Anleger in dieser Woche erneut die Berichtssaison. Zudem gibt es frische Inflationsdaten, heute aus Deutschland und morgen aus dem Euroraum", so Marggraf weiter. "Zudem entscheidet die US-Notenbank Fed zur Wochenmitte über die Leitzinsen."

Starke Vorwoche, starker DAX-Auftakt?
08:59 Uhr

Streit um Beatmungsgeräte: Philips zahlt

Philips hat einen Streit mit der US-Gesundheitsbehörde FDA um den Rückruf von schadhaften Beatmungsgeräten mit einem Vergleich von 1,1 Milliarden Dollar beigelegt. Das Unternehmen räume damit keine Schuld oder Haftung ein, beende aber die Unsicherheit bezüglich der Rechtsstreitigkeiten in den USA, so der niederländische Medizintechnik-Konzern. Die Einigung sei ein bedeutender Schritt und biete weitere Klarheit für den Weg nach vorne für Philips, sagt Konzernchef Roy Jakobs. Der Konzern hatte vor drei Jahren Millionen von Beatmungsgeräten zurückgerufen, nachdem bekannt wurde, dass der zur Dämpfung von Geräuschen verbaute Schaumstoff im Lauf der Zeit giftig werden kann - und möglicherweise krebserregend.

Streit um Beatmungsgeräte: Philips zahlt
08:43 Uhr

"Strategisches staatliches Interesse": Frankreich will IT-Konzern retten

Frankreich will nach Angaben von Finanzminister Bruno Le Maire Teile des angeschlagenen IT-Konzerns Atos übernehmen. Es gehe um Geschäftsaktivitäten von strategischem staatlichen Interesse, sagt Le Maire dem Sender LCI. Eine entsprechende Absichtserklärung habe er an das Atos-Management gesandt. Neben der Regierung sollten sich im Staatsumfeld tätige Unternehmen an dem Vorhaben beteiligen, so der Minister.

Der hoch verschuldete IT-Konzern Atos braucht frisches Geld. Das Unternehmen beliefert unter anderem das Militär und die Geheimdienste Frankreichs sowie die Rüstungsindustrie. Das Unternehmen spielt auch eine wichtige Rolle beim Schutz vor Cyberangriffen. IT-Einrichtungen von Atos werden für die Simulation von Atomtests und für Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI) gebraucht. Atos-Software steckt etwa in Scorpion-Panzern und Rafale-Kampfjets.

"Strategisches staatliches Interesse": Frankreich will IT-Konzern retten
08:29 Uhr

"Das Umfeld ist nicht das schlechteste"

Mit einem Ausbau der Erholungsstrecke im DAX rechnen Händler zum Wochenauftakt. Der DAX wird am frühen Morgen mit gut 18.220 Punkten errechnet und damit 0,3 Prozent über dem Schlussstand vom Freitag. Gestützt wird die Stimmung von günstigen Vorlagen aus den USA und von den asiatischen Börsen. Zudem kommen die Ölpreise am Morgen wieder deutlich zurück, und der Euro verteidigt mit gut 1,07 Dollar die jüngsten Gewinne. Die Anleihen liegen ebenfalls stabil im Markt. "Damit ist das Umfeld nicht das schlechteste", so ein Marktteilnehmer zu den Erholungschancen auf der Aktienseite.

Auch aus technischer Sicht hat sich die Lage wieder deutlich gebessert: "Der Wochenschluss stellte sich recht vielversprechend dar", sagt Marktanalyst Christoph Geyer. "Somit sollte der DAX die Chance ergreifen und die jüngsten Topnotierungen wieder angreifen", sagt er.

Im Blick stehen zunächst die Daten zur deutschen und spanischen Inflation. Volkswirte erwarten, dass der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) um 2,2 (März: 2,3) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats lag. Die Deutsche Bundesbank nimmt an, dass wegen der frühen Lage des Osterfestes der üblicherweise kräftige Preisanstieg bei Reiseleistungen in diesem Jahr im April ausgeblieben ist. Bei der Jahresinflationsrate wird allerdings ein Anstieg auf 2,4 Prozent erwartet, die monatliche Teuerung könnte auf 0,7 Prozent angezogen sein.

Im Wochenverlauf steht dann wieder die Berichtssaison im Blick. Hinzu kommen die Fed-Sitzung am Mittwoch und der US-Arbeitsmarktbericht am Donnerstag.

"Das Umfeld ist nicht das schlechteste"
08:17 Uhr

Immobilienwerte an Asien-Börsen vorn

An den asiatischen und australischen Börsen geht es mehrheitlich nach oben, sie nehmen den Schwung der Wall Street vom Wochenschluss mit. Vor allem Technologietitel sind nach den starken US-Vorgaben gesucht. In China kommen neue Maßnahmen zur Stützung des Immobilienmarktes gut an. In Japan wird wegen eines Feiertages nicht gehandelt. Am Devisenmarkt ist der US-Dollar über die Marke von 160 Yen geklettert, ehe sich der Yen zu erholen begann. Damit bewegt sich die japanische Währung weiter auf den tiefsten Ständen seit 34 Jahren.

Devisenhändler sprechen von einem dünnen Feiertagshandel, bemängeln aber auch das Ausbleiben von Stützungsmaßnahmen zugunsten des Yen nach etlichen verbalen Interventionen. Nun teste der Markt, wie glaubwürdig die Warnungen zur Yen-Schwäche von Notenbank und Finanzministerium seien. Am Freitag hatte die japanische Notenbank ihr Zinsniveau bestätigt und einen taubenhaften Eindruck am Markt hinterlassen. Damit erhielt die Abwertung des Yen neuen Schwung. "Der primäre Treiber des Dollar zum Yen ist die Zinsdifferenz", sagt Portfolioverwalter Vincent Chung von T. Rowe Price.

In China legen HSI in Hongkong und Shanghai Composite um 1,3 beziehungsweise 0,8 Prozent zu. Neben Technologiewerten sind auch Immobilientitel gesucht. CIFI Holdings schießen in Hongkong um über 18 Prozent in die Höhe und stützen den gesamten krisengebeutelten Sektor. Das Unternehmen hat sich laut Berichten mit Anleihegläubigern in Sachen Liquidität verständigt. Zudem wurden in China zum Teil regionale Beschränkungen beim Immobilienkauf aufgehoben. Longfor Group und Country Garden Services gewinnen 5,8 beziehungsweise 4,1 Prozent. AIA Group ziehen nach gutem Neugeschäft im ersten Quartal 6,7 Prozent an.

Der Kospi in Südkorea gewinnt 0,9 Prozent. Nach positivem Ausblick steigen SK Innovation um 2,8 Prozent im Energiesektor.

Immobilienwerte an Asien-Börsen vorn
08:02 Uhr

Elektroautos besonders in China beliebt

Nicht nur größter Absatzmarkt: In China ist laut einer Umfrage das Interesse an Elektroautos größer als in Deutschland oder den USA. Gut die Hälfte von mehr als 2500 befragten Autofahrern verschiedener Marken in den drei Ländern könnten sich die Anschaffung eines vollelektrischen Autos in den nächsten fünf Jahren vorstellen, erklärt die Mercedes-Benz-Finanzierungstochter Mobility auf Basis einer Studie des Marktforschungsinstituts Kantar. In China sprachen sich 80 Prozent der Teilnehmenden dafür aus, ein doppelt so hoher Anteil wie in Deutschland und den USA. Dabei sind die Fahrer relativ teurer Autos offener für das Elektroauto als Kleinwagenfahrer, Jüngere haben mehr Interesse als Ältere.

Länderübergreifend liebäugelt mehr als ein Drittel mit Plug-in-Hybrid-Wagen. Autos mit Benzin-Verbrennungsmotor bleiben in Deutschland für 47 Prozent der Befragten interessant - mehr als in den USA mit 43 Prozent und China mit 39 Prozent.

In Deutschland hat die Abschaffung der staatlichen Kaufförderung von Elektroautos Ende 2023 vor allem Jüngere ins Grübeln über den Kauf eines E-Autos gebracht. Das ergab eine vergangene Woche veröffentlichte Umfrage von YouGov im Auftrag der Versicherung HUK-Coburg. Von den unter 40-Jährigen sagten 38 Prozent, ihre dahingehende Planung habe sich dadurch verändert. Bei den über 40-Jährigen galt dies nur für 17 Prozent. Erstmals seit Beginn der jährlichen Umfrage 2021 betrachteten weniger Teilnehmende das E-Auto als ideales zukünftiges Verkehrsmittel mit noch 15 Prozent nach 19 Prozent in den beiden Jahren zuvor.

Elektroautos besonders in China beliebt
07:51 Uhr

Yen zieht plötzlich an

Ein plötzlicher Anstieg des seit Monaten schwächelnden Yen gegenüber dem Dollar schürt Spekulationen auf eine Intervention der japanischen Behörden am Währungsmarkt. Der Dollar, der in der Nacht zum Montag zeitweise auf einem neuem 34-Jahres-Hoch von 160,03 Yen notierte, fiel in den frühen Morgenstunden um bis zu zwei Prozent auf 155,05 Yen. Händlern zufolge sollen japanische Banken Dollar gegen Yen verkauft haben. Seit Tagen wurde eine Maßnahme aus Tokio zur Stützung des Yen erwartet, der seit Jahresbeginn gegenüber dem Dollar um elf Prozent gefallen ist. Selbst die erste Zinserhöhung seit 17 Jahren im März hatte der Währung keinen Auftrieb geben können.

Yen zieht plötzlich an
07:32 Uhr

IG Metall mit Kampfansage an Milliardär Kretinsky

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Daniel Kretinsky (Foto: picture alliance / abaca)

Angesichts des Einstiegs des tschechischen Investors Daniel Kretinsky bei Deutschlands größtem Stahlkonzern Thyssenkrupp fordert die IG Metall Beschäftigungs- und Standortgarantien. "Herr Kretinsky und die Thyssenkrupp AG müssen jetzt Verantwortung übernehmen. Das bedeutet: Keine Kündigungen, keine Standortschließungen, Einhaltung von Tarifverträgen und Vereinbarungen", sagt der Zweite Vorsitzende der Gewerkschaft, Jürgen Kerner, der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung". Die IG Metall werde auch für den Erhalt der Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) in Duisburg mit rund 3100 Beschäftigten kämpfen. An HKM ist Thyssenkrupp Steel mit 50 Prozent beteiligt. "Eine Schließungsdebatte wäre unverantwortlich, so Kerner, der auch stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender von Thyssenkrupp ist. "Es wird jetzt auch darum gehen, einen Plan zu entwickeln, wie eine eigenständige Aufstellung von HKM möglich ist."

IG Metall mit Kampfansage an Milliardär Kretinsky
07:13 Uhr

"Sehen deutliche Anpassung der Zinserwartungen"

Die asiatischen Aktienmärkte starten im Vorfeld der US-Notenbanksitzung positiv in die neue Woche. Im Fokus der Woche steht die zweitägige geldpolitische Sitzung der Fed, die am Dienstag beginnt und bei der erwartet wird, dass die Notenbank die Zinsen unverändert lässt. Die Märkte gehen davon aus, dass die Fed die Zinsen erstmals im September senken wird, nachdem noch vor wenigen Wochen von einer Zinssenkung im Juni ausgegangen wurde. "Wir haben eine deutliche Anpassung der Zinserwartungen in den USA gesehen, und das ist eine Art Benchmark für die weltweiten Zinssätze", sagt Jarrod Kerr von der Kiwibank. "Ich denke, dass die Fed diese Woche diese Kommentare wiederholen wird, dass Zinssenkungen nicht so nah sind, wie sie gehofft hatten.

Die Börse in hanghai tendiert am Montag fester. Der dortige Leitindex gewinnt 0,8 Prozent auf 3111,93 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen legt um 1,4 Prozent auf 3633,67 Punkte zu. In Japan bleiben die Börsen wegen eines Feiertags geschlossen.

"Sehen deutliche Anpassung der Zinserwartungen"
06:55 Uhr

Tesla-Chef Musk umgarnt chinesische Regierung

Tesla-Chef Elon Musk hat hochrangige chinesische Regierungsvertreter besucht, um für die Full-Self-Driving-Technologie des Elektrofahrzeugherstellers zu werben. Der Überraschungsbesuch kommt weniger als eine Woche nach den enttäuschenden Finanzergebnissen von Tesla, und Musk verschob sogar eine geplante Reise nach Indien wegen seiner "sehr schweren Tesla-Verpflichtungen".

Die nachlassende Nachfrage nach Elektrofahrzeugen hat Tesla gezwungen, Kostensenkungsmaßnahmen zu ergreifen und unter anderem 10 Prozent seiner weltweiten Belegschaft zu entlassen. Das Unternehmen kündigte Pläne an, sein erwartetes günstigeres Fahrzeugmodell zu beschleunigen, um neue Kunden zu finden.

Tesla-Chef Musk umgarnt chinesische Regierung
06:41 Uhr

Euro notiert über 1,07

Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar 0,7 Prozent auf 159,36 Yen und legt leicht auf 7,2467 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notiert er 0,1 Prozent niedriger bei 0,9128 Franken. Parallel dazu steigt der Euro 0,2 Prozent auf 1,0717 Dollar und zieht leicht auf 0,9783 Franken an. Das Pfund Sterling verbessert sich um 0,3 Prozent auf 1,2526 Dollar.

Euro / Dollar n

Euro notiert über 1,07
06:30 Uhr

Starke Bilanzen, starker DAX?

Die neue Börsenwoche wird zeigen, ob der jüngste Enthusiasmus der Anleger nach einigen starken Konzernbilanzen berechtigt ist. Unterschiedlich ausgefallene Zahlen haben die Börsen in der alten Woche zwar zeitweise auf eine Achterbahnfahrt geschickt. Die größtenteils positiven Überraschungen hievten den DAX allerdings um mehr als zwei Prozent ins Plus im Vergleich zum Vorwochenschluss. Mit 18.161 Zählern überwand er erneut die 18.000-Punkten-Marke. Allein am Freitag stand ein Plus von 1,4 Prozent oder mehr als 240 Punkten in den Handelsbüchern.

Die Experten der Helaba mahnen zur Vorsicht: "Ob Aktien nun etwa die geopolitischen Unsicherheiten einfach abschütteln und zu neuen Rekorden ansetzen, ist keineswegs ausgemacht." Einerseits sei der Mai ein traditionell schwieriger Börsenmonat, andererseits zeige sich bereits, dass die Verunsicherung über die Entwicklung der Inflation in den kommenden Wochen eher weiter zunehmen und zu einer erhöhten Volatilität am Markt beitragen dürfte.

Auch andere Experten zeigen sich zurückhaltend. "An der Wall Street gibt es eine alte Weisheit: Ein überraschend abweichender Datenpunkt ist ein Ausreißer, zwei sind ein Glücksfall, aber drei hintereinander begründen einen neuen Trend", sagt Phillip Orlando, Chefstratege des Anlageverwalters Federated Hermes. Man habe im vergangenen Jahr geglaubt, dass der Rückgang der Inflation auf einem geraden Weg nach unten sei. Dieser Trend sei allerdings in den letzten Monaten gebrochen und die Inflation scheine sich wieder zu beschleunigen.

Im Mittelpunkt in der laufenden Woche stehen daher die vorläufigen Inflationsdaten für die Eurozone. Die Veröffentlichung der deutschen Teuerungsrate im April ist für heute geplant. Morgen folgen die Daten für die gesamte Eurozone. "Aufgrund von anziehenden Energie- und Dienstleistungspreisen hat die Inflationsrate ihren Abwärtstrend wohl nicht fortgesetzt", prognostiziert Commerzbank-Ökonom Vincent Stamer. "Im April dürfte die Rate wie im Vormonat bei 2,4 Prozent liegen." Bei den deutschen Daten erwarten Experten sogar, dass die Teuerungsrate auf 2,3 von 2,2 Prozent im März anzieht. Für die nach europäischen Standards berechnete deutsche Inflationsrate (HVPI) erwarten Ökonomen jedoch einen weiteren Rückgang auf 2,2 von 2,3 Prozent im Vormonat. Damit läge die Rate nur noch knapp über dem von der Europäischen Zentralbank (EZB) angestrebten Niveau. Die abflauende Inflation in der Eurozone eröffnet den Währungshütern die Möglichkeit, ihren Leitzins im Juni erstmals zu senken. Aktuell liegt er auf dem Rekordniveau von 4,5 Prozent. Zudem werden heute die Daten zum Verbrauchervertrauen im Euroraum veröffentlicht.

Bei den Unternehmen geht es mit der Bilanzsaison weiter. Heute legt unter anderem der Diagnostikkonzern Qiagen seine Zahlen für das erste Quartal vor. Am Dienstag stehen die Berichte von Adidas, Mercedes-Benz, Volkswagen, der Commerzbank, des Triebwerkeherstellers MTU, des Kunststoffkonzerns Covestro und des Immobilienriesen Vonovia an. Am Freitag präsentiert Daimler Truck seine Ergebnisse.

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Starke Bilanzen, starker DAX?