Dienstag, 12. November 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

Konjunkturoptimismus schiebt Dax nach oben

Gute Geschäftszahlen der Deutschen Post und von Infineon sowie erfreuliche Wirtschaftsdaten haben dem Dax heute Gewinne beschert. Nach zwei eher verhaltenen Handelstagen schloss der Frankfurter Leitindex 0,6 Prozent höher bei 13.284 Punkten. Der MDax legte um 0,2 Prozent auf 27.013 Zähler zu. Der TecDax erhöhte sich um 0,7 Prozent auf 2950 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,4 Prozent auf 3712 Punkte nach oben.

Auf fruchtbaren Boden stießen die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten, die sich im November überraschend stark verbessert hatten. "Möglicherweise liegt vorerst das Schlimmste an Hiobsbotschaften hinter der deutschen Volkswirtschaft", kommentierte der Chefvolkswirt der VP-Bank, Thomas Gitzel.

An der Dax-Spitze schnellen die Aktien von Infineon um 6,2 Prozent in die Höhe. Schlusslicht hingegen waren die Papiere des Autozulieferers Continental, die nach tiefroten Zahlen 3,3 Prozent einbüßten.

17:17 Uhr

Produktionskürzungen bei Öl bleiben wohl 2020

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(Foto: picture alliance / Kay Nietfeld/)

Das Erdölkartell Opec und ein Bündnis von Ölproduzenten unter der Führung Russlands wollen die Deckelung ihrer Rohölförderung bis Ende nächsten Jahres beibehalten. Da einige US-Schieferölproduzenten für das Jahr 2020 eigene Produktionskürzungen planten, halte sich das Kartell mit noch intensiveren Bemühungen zur Beseitigung der Angebotsschwemme zurück, hieß es.

Die Opec hatte sich im Juli darauf geeinigt, die Produktion um insgesamt 1,2 Millionen Barrel pro Tag zu drosseln, um die Preise zu stützen. Das Abkommen, das bis März 2020 läuft, soll bei einem Treffen der Länder im Dezember überprüft werden.

16:58 Uhr

Kinnevik steigt bei Westwing aus

Westwing
Westwing 4,15

Der schwedische Investor Kinnevik ist laut einer Stimmrechtsmitteilung bei Westwing ausgestiegen. Laut Pflichtveröffentlichung hat Kinnevik sein Investment beim Münchener Online-Einrichtungsportal am 8. November auf 0 reduziert, von zuvor 13,49 Prozent. Eine Kinnevik-Sprecherin teilte mit, das Kinnevik den gesamten Anteil an Westwing an eine Investmentbank verkauft habe.

Kinnevik war seit dem Westwing-IPO Anfang Oktober 2018 zusammen mit Rocket Internet einer der beiden größten Aktionäre bei dem Unternehmen aus der Rocket-Internet-Schmiede. Rocket selbst hat seine Beteiligung bei Westwing Ende Oktober auf 11,67 Prozent aufgestockt, von zuvor 6,61 Prozent.

16:48 Uhr

EZB-Vize: Notenbank stößt noch nicht an ihre Grenzen

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Luis de Guindos

(Foto: REUTERS)

Die EZB hat nach Ansicht ihres Vizepräsidenten Luis de Guindos auch nach der jüngsten geldpolitischen Lockerung Optionen. "Wir haben ganz sicher noch nicht unsere Grenzen erreicht", sagte der Stellvertreter von Notenbank-Chefin Christine Lagarde der "Börsen-Zeitung": "Wir können weiter handeln und wir werden weiter handeln, falls das nötig werden sollte."

Die Notenbank hatte im September ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur Stützung der Konjunktur auf den Weg gebracht. Es umfasste eine Zinssenkung, die Neuauflage ihrer Anleihenkäufe sowie Erleichterungen für Banken. Insbesondere die Wiederaufnahme der Anleihenzukäufe war intern umstritten.

16:25 Uhr

n-tv Zertifikate: Klimawandel vervielfacht Palladium-Preis

Zu den Edelmetallen gehören bekanntlich nicht nur Gold und Silber. Es gibt auch noch einige andere Edelmetalle - so zum Beispiel Palladium, das sich innerhalb eines Jahres im Preis ungefähr verdoppelt hat. Warum gerade dieses Edelmetall momentan so begehrt ist und wie Anleger mithilfe von ETCs darauf setzen können, bespricht Friedhelm Tilgen mit Kemal Bagci von der BNP Paribas.

16:10 Uhr

US-Anleger halten sich vor Trump-Rede zurück

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(Foto: picture alliance/dpa)

In Erwartung einer Rede des US-Präsidenten Donald Trump zur Handelspolitik fassen Anleger US-Aktien nur mit spitzen Fingern an. Die Leitindizes Dow Jones und S&P 500 kamen zur Eröffnung kaum vom Fleck. Der technologielastige Nasdaq allerdings gewann 0,2 Prozent und markierte mit 8484 Punkten ein Rekordhoch. Er könne sich nicht vorstellen, dass Trump sich bei seinem Auftritt vor dem New Yorker Wirtschaftsclub nicht optimistisch über den geplanten Handelsdeal mit China oder die Aussichten für die US-Konjunktur äußere, sagte Peter Cardillo, Chef-Volkswirt des Vermögensberaters Spartan.

Zu den Favoriten an der Wall Street zählte Rockwell. Der Roboterbauer übertraf mit seinem Quartalsergebnis und dem Gewinnziel für 2020 die Markterwartungen. Seine Aktien gewannen daraufhin 11,6 Prozent und steuerten auf den größten Tagesgewinn seit über zehn Jahren zu. Im Rampenlicht stand außerdem Craft Brew. Großaktionär Anheuser-Busch will den Spezialisten für Craft-Bier für 16,50 Dollar je Aktie oder 321 Millionen Dollar übernehmen. Die Titel von Craft Brew legten knapp 122 Prozent auf 16,25 Dollar zu.

16:01 Uhr

Simbabwe gibt neue Geldnoten aus - lange Warteschlangen

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Vor einer Bank in der Hauptstadt Harare.

(Foto: REUTERS)

Lange Warteschlangen vor Simbabwes Banken: Heute haben die Bewohner des afrikanischen Krisenstaates die lang erwartete neue Währung ihres Landes erhalten. Bisher nutzte Simbabwe eine Mischung aus US-Dollar und sogenannten Bond-Noten, die das unter Devisen-Knappheit leidende Land vorübergehend eingeführt hatte. Der Simbabwe-Dollar war 2009 nach einer massiven Hyperinflation aufgegeben worden, wurde vor kurzem aber - zunächst als elektronische Währung - wieder eingeführt.

Die nun begonnene Bargeld-Ausgabe wurde nach Behördenangaben rationiert, um nicht die galoppierende Inflation weiter anzuheizen. Aktuelle offizielle Inflationsangaben gibt es nicht, sie wird aber auf mehr als 300 Prozent geschätzt.

15:37 Uhr

Markt für elektronische Bauelemente schrumpft stark

Nach stürmischem Wachstum in den vergangenen Jahren hat die Elektronikbranche mit weltweiten Umsatzeinbrüchen zu kämpfen. Der Weltmarkt für elektronische Bauelemente werde in diesem Jahr voraussichtlich um neun Prozent auf 592 Milliarden US-Dollar schrumpfen, sagte Christoph Stoppok, der für diesen Bereich zuständige Geschäftsführer beim Elektrotechnikverband ZVEI.

  • "Die Schwierigkeiten, die wir haben, sind zum größten Teil politikgemacht", sagte Stoppok unter Verweis auf Brexit, den Handelskonflikt zwischen den USA und China und andere politische Unsicherheitsfaktoren.
15:24 Uhr

Dialog Semiconductor mit Chartausbruch

Dialog Semiconductor arbeiten vor der Telefonkonferenz am Chartausbruch. Sollte sich der Kurs des MDax-Unternehmens nachhaltig über 45 Euro festsetzen, wäre die seit Anfang September laufende Konsolidierung zu Ende. Nächstes Ziel wäre dann aus technischer Sicht die Marke von 50 Euro.

Nach dem starken Margenausblick von gestern Abend äußern sich Marktteilnehmer nun zuversichtlich zu den Aussichten. Am Nachmittag stieg der Kurs um 5,3 Prozent auf 45,17 Euro.

Dialog Semiconductor
Dialog Semiconductor 45,03

15:00 Uhr

Nach Offerte für Craft Brew: Kurs geht durch die Decke

Die geplante Komplettübernahme durch Großaktionär Anheuser-Busch beschert Craft Brew den größten Kurssprung der Firmengeschichte. Die Aktien des Spezialisten für Craft-Bier stiegen im vorbörslichen US-Geschäft um gut 122 Prozent auf 16,28 US-Dollar.

Der "Beck's"-Mutterkonzern bietet 16,50 Dollar je Craft-Brew-Aktie oder insgesamt 321 Millionen Dollar.

Craft Brew
Craft Brew 14,80

14:52 Uhr

Dax bleibt auf aufsteigendem Ast

Der Dax hat am Nachmittag seine Gewinne etwas ausbauen können. Der Leitindex stieg um 0,5 Prozent auf 13.266 Punkte. Der EuroStoxx50 notierte 0,3 Prozent höher bei 3708 Stellen.

Am Dax-Ende notierten Continental mit minus 1,4 Prozent. Der Zulieferer hatte einen Milliardenverlust vermeldet. Deutsche Post legten nach Quartalszahlen um 4,2 Prozent zu. Infineon verteuerten sich nach besser als erwartet ausgefallenen Zahlen um 6,3 Prozent und lagen damit an der Dax-Spitze.

14:39 Uhr

Bei der Deutschen Bank herrscht bessere Stimmung

Deutsche Bank
Deutsche Bank 6,53

Endlich einmal eine gute Nachricht von der Deutschen Bank: Trotz des radikalen Konzernumbaus hat sich die Stimmung in der Belegschaft des Dax-Konzerns einer Mitarbeiterbefragung zufolge etwas verbessert. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ist demnach die Hälfte der Beschäftigten weltweit stolz darauf, bei dem Geldinstitut zu arbeiten, im Vorjahr waren es 47 Prozent. Insgesamt gab es bei 36 von 53 Fragen Verbesserungen.

Vorstandschef Christian Sewing äußerte seine Genugtuung in einer internen Mail an die Beschäftigten: "Viele von Ihnen sind der Meinung, dass die Deutsche Bank insgesamt ein attraktiverer Arbeitgeber geworden ist - darüber freuen wir uns besonders."

Die Deutsche Bank steckt aktuell in einem radikalen Umbau. Die Zahl der Vollzeitstellen soll bis Ende 2022 um rund 18.000 auf weltweit 74.000 sinken. Nach wie vor ist unklar, wie stark der Abbau den Heimatmarkt trifft.

14:15 Uhr

E-Zigarettenhersteller Juul streicht Hunderte Stellen

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(Foto: REUTERS)

Der E-Zigarettenhersteller Juul will rund 650 Stellen streichen. Das entspricht rund 16 Prozent der Belegschaft, wie ein Unternehmensvertreter sagte. Die Juul rüstet sich für einen Absatzeinbruch, nachdem der Konzern den Verkauf der meisten seiner beliebtesten Aromen in den USA freiwillig eingestellt hat. Dem Sprecher zufolge wird Juul die Ausgaben um fast 1 Milliarde US-Dollar reduzieren, unter anderem im Bereich Marketing.

Nach dem Tod von neun Menschen in den USA stehen E-Zigaretten massiv in der Kritik. Die US-Regierung bereitet derzeit ein Verbot von fruchtigen und minzigen Aromen für E-Zigaretten vor, die bei jungen Menschen besonders beliebt sind, um das sogenannte Vaping bei Teenagern einzudämmen.

14:02 Uhr

Renault-Aktie ist im Nissan-Strudel

Gekappte Gewinnziele des japanischen Partners Nissan setzen Renault zu. Die Aktien des französischen Autobauers fielen um 3,4 Prozent und sind mit 44,61 Euro so billig wie zuletzt vor knapp sieben Jahren.

13:44 Uhr

Blackrock erwartet gutes Börsenjahr 2020

Die Anlagestrategen von Blackrock rechnen auch mit einem "ertragreichen" Aktienjahr 2020 - "selbst wenn die Kursgewinne nicht ganz so üppig ausfallen wie 2019". Die EZB könnte die Geldpolitik noch weiter lockern, heißt es in der Einschätzung. Vor dem Hintergrund einer Einigung im Handelskonflikt werde sich das Umfeld aufhellen. Die Frühindikatoren dürften anziehen und im Anschluss auch die Unternehmensgewinne.

  • "Weil gleichzeitig die Zinsen niedrig bleiben, vielleicht sogar eher noch weiter zurückgehen, eröffnen sich neue Bewertungsspielräume für die ohnehin nicht teuren Aktienmärkte", sagt Blackrock-Kapitalmarktstratege Martin Lück.
13:25 Uhr

Infineon: stärkere Skepsis gegenüber autonomem Fahren

Zwei Männer fahren bei einer Veranstaltung zur Eröffnung eines Testfelds für automatisiertes Fahren in Berlin. Foto: Christoph Soeder

(Foto: Christoph Soeder/dpa)

Die Euphorie der Autoindustrie über Fortschritte beim autonomen Fahren ist nach Einschätzung von Infineon merklich abgekühlt. Der deutsche Chiphersteller und Autozulieferer richtet sich stattdessen auf den stärkeren Trend zu Fahrassistenzsystemen ein, wie Vorstandschef Reinhard Ploss bei der Bilanzvorlage sagte. Der Verkauf von Sensoren und Mikrokontrollern für alle Arten der Fahrzeug-Automatisierung zählt zu den Hoffnungsträgern von Infineon.

Als Hinderungsgründe nannte der Manager fehlende Regulierungsvorgaben und technische Schwierigkeiten, autonome Fahrzeuge hinreichend sicher zu machen.

13:03 Uhr

Skibrillenfirma uvex spürt den Klimawandel

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(Foto: picture alliance / Hendrik Schmi)

Der Brillen- und Helmhersteller uvex aus dem fränkischen Fürth spürt den Klimawandel. Das Wintergeschäft mit Skihelmen und Skibrillen der Marken uvex und Alpina sei rückläufig, teilte das Unternehmen mit. Grund seien Helmtragequoten von fast 100 Prozent und damit gesättigte Märkte sowie nicht zuletzt die durch den Klimawandel zunehmend grünen Winter, hieß es.

Der Hersteller hat im zu Ende gegangenen Geschäftsjahr 2018/2019 die Umsatzrückgänge im Wintersport aber mehr als kompensiert - etwa durch den Boom bei Fahrradbrillen oder auch beim Arbeitsschutz. Die uvex group setzte im vergangenen Jahr 475 Millionen Euro um. Damit wuchs die Gruppe den Angaben zufolge um fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

12:55 Uhr

Wall Street wartet auf Trump-Rede

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(Foto: picture alliance / Andrew Gomber)

Nach Lage der Dinge werden sich die Anleger an der Wall Street zunächst nicht aus der Deckung zu wagen. Denn US-Präsident Donald Trump wird im Tagesverlauf vor dem Economic Club of New York eine Rede halten. Dabei könnte er sich zum Stand der US-chinesischen Handelsgespräche äußern, nachdem er zuletzt aufkommende Hoffnungen auf ein schnelles Ende des Streits im Keim erstickt hatte. Auch zu möglichen Zöllen auf EU-Automobilimporte dürfte sich Trump zu Wort melden.

Vor diesem Hintergrund deutet der Aktienterminmarkt auf einen Start am Kassamarkt ganz knapp im Plus. Laut Händlern dürften die Aussagen Trumps zu den aus Marktsicht wichtigen Themen die Tagestendenz bestimmen. Im Vorfeld werde dagegen nicht viel passieren, heißt es weiter.

12:44 Uhr

Linde geht erneut mit der Prognose hoch

Linde plc
Linde plc 186,00

Der Gaseanbieter Linde hat im dritten Quartal mehr verdient und zum dritten Mal in diesem Jahr den Gewinnausblick erhöht. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis je Aktie soll jetzt 7,25 bis 7,30 US-Dollar betragen. Das wäre nach Angaben des Dax-Unternehmens ein Wachstum im Jahresvergleich von 17 bis 18 Prozent. Bisher hatte Linde ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 6,95 bis 7,18 Dollar in Aussicht gestellt.

Im dritten Quartal berichtete Linde ein bereinigtes Pro-forma-Ergebnis aus fortgeführtem Geschäft von 1,052 Milliarden Dollar, ein Wachstum von 24 Prozent zum Vorjahr und von 5 Prozent zum Vorquartal. Analysten hatten hier mit 974 Millionen Dollar gerechnet. Der Konzernumsatz (Pro-Forma) legte um 1 Prozent auf 6,993 Milliarden Dollar zu, hier hatten die Analysten mit 7,1 Milliarden dem Konzern mehr zugetraut.

12:23 Uhr

Goldpreis fällt auf Dreimonatstief

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(Foto: picture alliance / dpa)

Der Goldpreis setzt seine jüngste Abwärtsbewegung fort und rutscht auf den tiefsten Stand seit drei Monaten. Aktuell verliert die Feinunze 0,1 Prozent auf 1454 US-Dollar. Anfang vergangener Woche hatte der Preis für das Edelmetall noch über der Marke von 1500 Dollar gelegen.

Gold verliere weiter an Anziehungskraft, heißt es dazu von der Commerzbank. Von seinem Mehrjahreshoch Anfang September habe das Edelmetall mittlerweile rund 100 Dollar verloren. Preisbelastend habe sich unter anderem ausgewirkt, dass im Zuge des jüngsten Zinsanstiegs wieder deutlich mehr Anleihen eine positive Rendite aufwiesen, was die Attraktivität von Gold als zinslose Anlage schmälere.

11:50 Uhr

Porsche profitiert von guten VW-Geschäften

Gute Laune in Stuttgart-Zuffenhausen: Der Volkswagen-Großaktionär Porsche hat nämlich in den ersten neun Monaten dank guter VW-Geschäfte den Gewinn kräftig gesteigert. Das Ergebnis nach Steuern kletterte um 32 Prozent auf 3,52 Milliarden Euro, wie die Porsche Automobil Holding SE mitteilte. Die Nettoliquidität sank auf 566 Millionen von 864 Millionen Euro zum Jahresende 2018. Grund dafür ist der Kauf von VW-Stammaktien für 311 Millionen Euro im ersten Quartal.

Der Sportwagenbauer erwartet für dieses Jahr weiterhin einen Nachsteuergewinn von 3,4 Milliarden bis 4,4 Milliarden Euro. Dabei werde unverändert eine Nettoliquidität per Ende 2019, ohne Berücksichtigung künftiger Investitionen, von 0,3 Milliarden bis 0,8 Milliarden Euro angestrebt.

11:28 Uhr

Conti erwägt weitere Einsparungen - Kündigungen möglich

Eine Absperrung steht an der Baustelle der Konzernzentrale von Continental. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

(Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa)

Nach der Vorlage seiner tiefroten Zahlen muss Continental sein Sparprogramm womöglich weiter verschärfen. Das deutete Finanzvorstand Wolfgang Schäfer gegenüber Reuters an, ohne Details zu nennen. Er nannte als Grund die düsteren Aussichten für die Autokonjunktur.

Bei den Gesprächen mit den Betriebsräten über den geplanten Stellenabbau, Werksschließungen sowie Umbesetzungen von Personal rechne er in diesem Jahr mit ersten Abschlüssen, sagte Schäfer. Conti hatte Ende September einen tiefgreifenden Umbau angekündigt, von dem bis Ende 2023 weltweit rund 15.000 Stellen betroffen sein werden, davon etwa 5000 in Deutschland. Dabei schließt der nach Bosch und Denso im Autogeschäft weltweit drittgrößte Zulieferer auch betriebsbedingte Kündigungen nicht aus.

Wie entwickelte sich die Conti-Aktie? Sie verbilligte sich am Vormittag um 1,7 Prozent auf 129,06 Euro.

11:18 Uhr

ZEW-Index besser als erwartet - Dax reagiert nicht übermäßig

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(Foto: picture alliance / Sebastian Kah)

Der Dax hat nur mit kleinen Aufschlägen auf einen besser als erwarteten ZEW-Index für die Konjunkturerwartungen reagiert. Dieser ist im November auf minus 2,1 von zuvor minus 22,8 gestiegen.

Die nur leichte Reaktion dürfte darauf zurückzuführen sein, dass ein Anstieg bereits weitgehend eingepreist sein dürfte. Daneben warten die Anleger auf die wichtige Rede von US-Präsident Donald Trump vor dem Economic Club of New York. Der Dax stieg am späten Vormittag um 0,5 Prozent auf 13.264 Punkte. Der EuroStoxx50 ging um 0,4 Prozent auf 3710 Stellen nach oben.

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10:56 Uhr

Post macht keine Zuschläge für das Weihnachtsgeschäft

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(Foto: picture alliance/dpa)

Anders als Hermes und dpd will die Deutsche Post auf Zuschläge für Sendungen in der Weihnachtszeit verzichten. Generell habe die Post die Preise dieses Jahr schon deutlich angehoben. "Und wir werden das auch weiter für die Geschäftskunden tun. Wir glauben aber nicht, dass wir deswegen eine besondere Zulage fürs Weihnachtsgeschäft erheben sollten", sagte Vorstandschef Frank Appel bei n-tv.

Auf die Frage, ob die Post wegen rückläufiger Mengen künftig nur noch an sechs Tagen Briefe zustellen muss, antwortete Appel: "Das Postgesetz ist seit 20 Jahren nicht mehr angepasst worden. In irgendeiner Form brauchen wir eine Entlastung als Unternehmen, weil der Rückgang des Briefgeschäftes ist einfach nicht aufzuhalten."

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10:37 Uhr

Nissan verzeichnet massiven Gewinneinbruch

Nissan Motor
Nissan Motor 5,54

Der vom Betrugsskandal um seinen ehemaligen Chef Carlos Ghosn erschütterte Autobauer Nissan hat im vergangenen Quartal einen Gewinneinbruch verbucht. Wegen sinkender Verkäufe dampfte der Vorstand zudem sein Jahresziel ein und rechnet nun 2019/20 mit dem schwächsten Ergebnis seit elf Jahren.

Im Zeitraum Juli bis September brach das Betriebsergebnis des nach Toyota zweitgrößten japanischen Autobauers um 70 Prozent auf 30 Milliarden Yen (250 Millionen Euro) ein und verfehlte damit die Analystenschätzungen von rund 47,5 Milliarden Yen deutlich. In dem Ende März ablaufenden Bilanzjahr 2019/2020 peilt der Vorstand nun ein Betriebsergebnis von 150 Milliarden Yen an statt wie bisher von 230 Milliarden.

10:21 Uhr

Drillisch und United Internet wachsen leicht

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(Foto: picture alliance / Frank Rumpenh)

Der Telekomdienstleister 1&1 Drillisch und seine Muttergesellschaft United Internet sind durchwachsen durch die ersten neun Monate des Jahres gekommen. Während Drillisch etwas unter den Erwartungen blieb, lag United Internet leicht darüber. Drillisch schaffte es zwar, den Umsatz in den ersten neun Monaten um 1,3 Prozent auf 2,719 Milliarden Euro zu steigern. Das Ebitda fiel aber um 3,1 Prozent auf 508,7 Millionen Euro. Beide Kennziffern verfehlten die Analystenprognosen leicht.

Bei United Internet verlief die Geschäftsentwicklung etwas günstiger. Der Umsatz kletterte um 1,7 Prozent auf 3,881 Milliarden Euro. Der Konzern profitierte vom Anstieg der Kundenverträge um 660.000 auf 24,51 Millionen. Das Ebitda stieg um 7,9 Prozent auf 944,0 Millionen Euro. Die Zahlen lagen leicht über den Erwartungen der Analysten.

10:01 Uhr

Chinesen im Kaufrausch - Alibaba mit riesigem Tagesumsatz

Der chinesische Amazon-Rivale Alibaba hat am umsatzstärksten Tag im Online-Handel 38,4 Milliarden US-Dollar umgesetzt. Zu den größten Gewinnern bei der jährlichen Rabattschlacht am sogenannten "Singles Day" gehörten L'Oreal und Nestle, wie aus Zahlen des Internet-Riesen hervorgeht. Das beliebteste Importprodukt seien Nahrungsergänzungsmittel gewesen, teilte das Management mit. Aber auch Make-up und Windeln waren massenhaft nachgefragt.

Insgesamt wurden gestern mit 299 Marken jeweils mehr als 100 Millionen Yuan (knapp 13 Millionen Euro) Umsatz erzielt. Dazu gehörten die Smartphone-Hersteller Apple und Huawei sowie die zum französischen Luxuskonzern LVMH gehörende Edelmarke Givenchy, Haushaltsgeräte-Anbieter Dyson und Philips sowie die Sportmarken Nike und Under Armour.

09:41 Uhr

Osram-Führung empfiehlt nun AMS-Angebot

Die Osram-Führung legt eine Kehrtwende hin und gibt ihren Widerstand gegen die Übernahme durch den Chip- und Sensorproduzenten AMS auf. Vorstand und Aufsichtsrat empfehlen den Aktionären nun, das 4,6 Milliarden Euro schwere Angebot anzunehmen. Grundlage für den Sinneswandel ist eine umfangreiche Vereinbarung, die beide Seiten gestern Abend unterzeichneten.
Sie schließt nach Darstellung von Konzernchef Olaf Berlien unter anderem fusionsbedingte Kündigungen an den deutschen Standorten bis Ende 2022 aus. Laut Insidern sollen aber 800 Stellen gestrichen werden.

Im vergangenen Jahr rutschte Osram mit 343 Millionen Euro deutlich in die roten Zahlen. Vor Jahresfrist stand hier noch ein Überschuss von 188 Millionen Euro. Neben einem Rückgang des bereinigten operativen Gewinns (Ebitda) um rund die Hälfte waren dafür deutliche Wertminderungen auf die Digital-Systems-Sparte und das Autolicht-Joint-Venture mit Continental verantwortlich, allein bei Letzterem schrieb Osram 171 Millionen Euro ab. Eine Dividende soll es deshalb nicht geben.

Osram
Osram 43,06

09:26 Uhr

Infineon-Aktie gewinnt nach guten Zahlen kräftig

Infineon
Infineon 20,04

Steil nach oben ist es in den ersten Handelsminuten mit der Aktie von Infineon gegangen. Mit einem Plus von 5,7 Prozent lag sie klar an der Dax-Spitze. Der Chiphersteller hat in einem weiterhin schwierigen Marktumfeld im vierten Geschäftsquartal etwas besser als erwartet abgeschnitten. Im Zeitraum von Juli bis September steigerte der Halbleiterspezialist seinen Umsatz im Vergleich zum Vorquartal um 2 Prozent auf 2,062 Mrd Euro.

Auch beim operativen Ergebnis übertraf der Dax-Konzern die eigene Prognose und die Erwartungen der Analysten mit 311 Millionen Euro leicht. Allerdings sackte der Konzernüberschuss gegenüber dem Vorquartal um 28 Prozent auf 161 Millionen Euro ab. Konzernchef Reinhard Ploss sprach von einem herausfordernden Geschäftsjahr. Er geht davon aus, dass das allgemeine konjunkturelle Umfeld angespannt bleiben wird.

09:12 Uhr

Schwächerer Yen treibt Nikkei an - Minus in China

Nikkei
Nikkei 23.354,40

Ein schwächerer Yen hat für Kauflaune an der japanischen Börse gesorgt. Der Nikkei ging 0,8 Prozent höher bei 23.520 Punkten aus dem Handel und notierte damit auf dem höchsten Niveau seit dem 5. November. Ein Kursverlust der Landeswährung kommt den exportabhängigen Unternehmen des Landes zugute. Der Yen wurde zum Dollar auf einem Fünf-Monats-Tief gehandelt.

An anderen asiatischen Märkten hielten sich die Investoren vor einer mit Spannung erwarteten Rede von US-Präsident Donald Trump zurück. In China notierten die Kurse der wichtigsten Aktien in Shanghai 0,3 Prozent schwächer.

09:08 Uhr

Dax startet mit kleinem Gewinn

Der deutsche Aktienmarkt ist mit Zugewinnen in den Handel gestartet. Der Dax legte um 0,3 Prozent auf 12.242 Punkte zu. Der MDax gewann ebenfalls 0,3 Prozent auf 27.056 Zähler. Der TecDax stieg um 0,9 Prozent auf 2954 Stellen.

Grund für die Zugewinne ist die Hoffnung auf eine Verschiebung der US-Zölle auf europäische Autos.

Mehr dazu lesen Sie hier.

08:47 Uhr

Continental nach Abschreibung tiefrot

Belastet vom schwächeren Automarkt und einer Milliardenabschreibung hat Continental im dritten Quartal wie erwartet einen hohen Verlust verzeichnet. Wie der Dax-Konzern mitteilte, liegt der Nettofehlbetrag bei 1,986 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte der Autozulieferer unter dem Strich noch 626 Millionen Euro verdient. Grund für die tiefroten Zahlen sind die bereits Ende Oktober angekündigten Wertberichtigungen über 2,5 Milliarden Euro wegen eines trüberen Branchenausblicks.

Der Umsatz stieg in den drei Monaten, wie bereits vorab berichtet, um rund 3 Prozent auf 11,1 Milliarden Euro. Die operative Marge fiel laut Mitteilung auf 5,6 von 7,1 Prozent im Vorjahr zurück.

Continental
Continental 117,58

08:40 Uhr

Schwächerer US-Dollar lässt Ölpreise etwas steigen

Brent Rohöl
Brent Rohöl 64,36

Die Ölpreise sind im frühen Handel leicht nach oben gegangen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 62,50 US-Dollar. Das waren 32 Cent mehr als gestern. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 24 Cent auf 57,10 Dollar.

Die Preise konnten leicht zulegen, weil der US-Dollar etwas schwächer tendierte. Dies machte den Rohstoff, der in dieser Währung gehandelt wird, für die Verbraucher außerhalb des Dollarraums etwas günstiger. Die Nachfrage wurde dadurch etwas angeregt. Ansonsten jedoch lastet weiterhin der ungewisse Fortgang des Handelsstreits zwischen den USA und China auf den Erdölpreisen.

08:10 Uhr

Online-Handel beschert Deutscher Post Umsatzplus

Die Deutsche Post hat auch im dritten Quartal vom boomenden Online-Handel profitiert. Vor allem das internationale Express- und das deutsche Paketgeschäft wuchsen dynamisch. Aber auch in den anderen Sparten lief es gut. Das teilte der Bonner Logistikkonzern am Dienstag mit. Der Umsatz stieg um 4,7 Prozent auf rund 15,6 Milliarden Euro.

Deutsche Post
Deutsche Post 34,08

Der operative Gewinn (Ebit) kletterte noch deutlicher von 376 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 942 Millionen Euro. Unter dem Strich stand zwischen Juli und September ein Gewinn von 561 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es noch 146 Millionen Euro. Allerdings hatten im Vorjahr Sondereffekte deutlich belastet. Für das laufende Jahr rechnet Konzernchef Frank Appel weiter mit einem operativen Ergebnis von 4,0 bis 4,3 Milliarden Euro. Der Vorstand hatte die Prognose zum Halbjahr angehoben.

07:59 Uhr

Dax startet höher als erwartet

Unmittelbar vor Bekanntgabe des ZEW-Index wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Am Montag war er 0,2 Prozent schwächer bei 13.198 Punkten aus dem Handel gegangen.

Dax
Dax 13.166,58

Der ZEW-Index spiegelt die Stimmung der deutschen Börsenprofis wider. Vor dem Hintergrund der Aktienrally der vergangenen Wochen rechnen Experten mit einer Verbesserung auf minus 13 von minus 22,8 Punkten.

Anleger schauen allerdings weiter mit sorgenvoller Miene auf die anhaltenden gewaltsamen Proteste in Hongkong. Sie befürchteten eine Beeinträchtigung der Wirtschaft in der gesamten Region. Kopfzerbrechen bereiteten ihnen außerdem die widersprüchlichen Signale im Zollstreit zwischen den USA und China. Darüber hinaus hält eine erneute Welle von Firmenbilanzen Investoren auf Trab.

07:34 Uhr

T-Mobile-Chef wird von Wework umgarnt

T-Mobile US
T-Mobile US 69,70

Der Chef der Telekom-Tochter T-Mobile US, John Legere, wird Insidern zufolge als neuer Leiter des angeschlagenen US-Büroplatzvermieters Wework gehandelt. Wework spreche mit mehreren Kandidaten, darunter auch Legere, sagten mit den Vorgängen vertraute Personen. Der japanische Technologie-Investor Softbank hatte Wework unlängst für über zehn Milliarden Dollar übernommen. Davon entfielen 1,7 Milliarden auf eine Abfindung für Wework-Mitgründer Adam Neumann, damit dieser die Kontrolle abgibt.

Ebenfalls unter Berufung auf Insider hatte zuvor schon das "Wall Street Journal" über die Chefsuche berichtet. Bei Wework war zunächst keine Stellungnahme zu bekommen.