Dienstag, 16. April 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

ZEW-Index schiebt Dax an

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(Foto: imago/Sven Simon)

Der heutige Handelstag in Frankfurt gehörte zur angenehmeren Sorte. Stützend wirkten überraschend gut ausgefallene ZEW-Konjunkturerwartungen. Hoffnungen auf eine wirtschaftliche Erholung sind nach Einschätzung der Marktstrategen der Helaba berechtigt. Rezessionssorgen sollten weiter verdrängt werden.

Der Dax ging mit einem Plus von 0,7 Prozent auf 12.101 Punkte aus dem Handel, bei 12.116 Zählern wurde ein neues Jahreshoch markiert. Der MDax legte um 0,7 Prozent auf 25.774 Punkte zu. Der TecDax gewann 1,0 Prozent auf 2817 Stellen. Der EuroStoxx50 stieg um 0,4 Prozent auf 3465 Punkte.

Neben den ZEW-Daten trieb die Hoffnung auf eine baldige Lösung im Handelsstreit zwischen China und den USA die Kurse. Die Analysten der UBS sehen eine Wahrscheinlichkeit von um die 60 Prozent, dass ein Handelsvertrag in den nächsten zwei bis drei Monaten unterzeichnet wird.

Dax-Gewinner waren heute Deutsche Börse mit plus 4,1 Prozent. Am Dax-Ende rangierten RWE mit minus 2,5 Prozent.

Das wär's für heute. Ich verabschiede mich jetzt und wünsche Ihnen einen angenehmen Abend.

17:13 Uhr

Euro ohne klare Richtung

Der Eurokurs hat heute keine klare Richtung gefunden und ist um die Marke von 1,13 US-Dollar gependelt. Am Nachmittag wurde der Euro mit 1,1301 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1305 (Montag: 1,1313) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8846 (0,8839) Euro.

Im Mittagshandel war der Euro kurzzeitig durch einen Medienbericht belastet worden, wonach ein Teil der EZB-Ratsmitglieder an einer baldigen konjunkturellen Erholung zweifelt. Entlastung kam dagegen von einer Meldung der Nachrichtenagentur Bloomberg. Demnach stehen zahlreiche EZB-Notenbanker einem gestaffelten Negativzins skeptisch gegenüber. Ein solcher Schritt würde die Belastung der Banken durch den Negativzins verringern und der EZB geldpolitischen Spielraum verschaffen.

16:56 Uhr

Deutsche Börse in kräftiger Erholungsbewegung

Deutsche Börse
Deutsche Börse 126,98

Deutsche Börse führen mit Aufschlägen von 3,8 Prozent auf 117,15 Euro die Gewinnerliste im Dax an. Im Handel ist von einer Erholungsbewegung die Rede nach der zuletzt schwächeren Entwicklung des Titels. Indes bleibe festzuhalten, dass sich die Aktie seit Monaten in einer breiten Seitwärtsbewegung zwischen knapp 105 und 120 Euro befinde.

Den nächsten fundamentalen Impuls setzt die Bekanntgabe der Quartalszahlen Ende des Monats.

16:35 Uhr

Wurde der Wirecard-Kurs manipuliert?

Wirecard
Wirecard 149,31

In den Ermittlungen wegen möglicher Kursmanipulation von Wirecard-Aktien konkretisiert sich der Verdacht der Finanzaufsicht Bafin. In dem bereits laufenden Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft München habe die Bafin Anzeige gegen rund ein Dutzend Personen erstattet, bestätigte eine Sprecherin der Aufsichtsbehörde einen Bericht von "Spiegel Online".

Die Staatsanwaltschaft geht der Frage nach, ob durch Medienberichte über angebliche Unregelmäßigkeiten bei Wirecard der Aktienkurs bewusst beeinflusst wurde.

16:20 Uhr

Daimler beteiligt sich an Batteriematerialspezialisten

Ein Mercedes-Stern auf dem Werksgelände. Foto: Sebastian Gollnow/Archivbild

(Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

Daimler hat sich mit Blick auf neue Standards in Sachen Batterieleistung an dem US-Batteriematerialspezialisten Sila Nanotechnologies (Sila Nano) beteiligt. Die Stuttgarter waren führender Investor bei einer Finanzierungsrunde im Volumen von insgesamt 170 Millionen US-Dollar, wie das US-Unternehmen mitteilte.

Wie hoch der Anteil von Daimler konkret war, wollte ein Sprecher des Dax-Konzerns nicht sagen. Daimler will nach eigenen Angaben die Entwicklung und Kommerzialisierung von Li-Ionen-Batterietechnologien gemeinsam mit Sila Nano beschleunigen.

16:15 Uhr

Starke Geschäftszahlen verhelfen Wall Street zu Gewinnen

Dow Jones
Dow Jones 26.568,00

Überraschend starke Geschäftszahlen haben die Stimmung an den US-Börsen beflügelt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte kurz nach Handelsstart 0,4 Prozent fester bei 26.500 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,3 Prozent auf 2914 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq schaffte den Sprung über die Marke von 8000 Punkten und notierte 0,3 Prozent höher.

Als gutes Zeichen wurden auf dem Parkett die Prognoseanhebungen des Versicherungskonzerns UnitedHealth und des Konsumgüterherstellers Johnson & Johnson gewertet. Die Aktien legten ordentlich zu.

Bei den Banken fielen die Zahlen dagegen gemischt aus. Die Aktien der Bank of America gaben zwei Prozent nach. Das Geldhaus hatte zwar einen Rekordgewinn eingefahren, blieb bei den Einnahmen aber hinter den Erwartungen der Analysten zurück.

15:55 Uhr

US-Industrie mit leichtem Auftragsschwund

Die US-Industrie hat im März überraschend weniger Aufträge eingesammelt. Das Neugeschäft fiel zum Vormonat um 0,1 Prozent, wie das Handelsministerium in Washington mitteilte. Experten hatten mit einem Plus von 0,2 Prozent gerechnet, nachdem die Aufträge im Februar laut revidierten Daten leicht um 0,1 Prozent zugelegt hatten.

Zuletzt signalisierten bereits eine Reihe von Konjunkturdaten eine Konjunkturabkühlung in den USA. Die Notenbank Fed hat angesichts der unsicheren Konjunkturaussichten nach vier Zinserhöhungen im vorigen Jahr eine längere Pause signalisiert. Der Leitzins liegt derzeit in einer Spanne von 2,25 bis 2,5 Prozent.

15:47 Uhr

n-tv Zertifikate: Anleger trauen Aktienmarkt wieder mehr zu

Die Aktienkurse in Europa sollen demnächst steigen, die Zinsen dafür aber eher nicht mehr - das meinen zumindest viele Anleger, die die Citigroup jetzt für das aktuelle Citi-Investmentbarometer befragt hat. Über die Hintergründe spricht Friedhelm Tilgen mit Dirk Hess von der Citigroup.

15:36 Uhr

Türkische Lira leidet unter Wirtschaftskrise

Türkische Lira / US-Dollar
Türkische Lira / US-Dollar ,17

Die schlechte Wirtschaftslage in der Türkei lässt auch den Lira-Kurs nicht ungeschoren. Sie gab zu US-Dollar und Euro nach, nachdem die Arbeitslosigkeit in der Türkei auf den höchsten Stand seit zehn Jahren gestiegen ist. Die US-Währung überwand die Marke von 5,80 Lira und stieg auf 5,8239. Die nächsten Widerstände lägen bei 5,85 und 5,88 Lira, hieß es von der Société Générale. Danach könnte der Dollar auf 6,00 Lira steigen.

Ausländische Investoren ziehen sich aus der Türkei wegen der düsteren Aussichten für die dortige Wirtschaft zurück. Die Inflation in der Türkei liegt knapp unter 20 Prozent, und die Zweifel sind groß, dass die türkische Zentralbank die Teuerung wieder zurück auf das Ziel von 5 Prozent drücken kann.

15:25 Uhr

Defensive Titel im Dax werden verkauft

RWE
RWE 22,07

Mit den nachlassenden Rezessionsängsten am Markt geraten in Frankfurt defensive Titel zunehmend unter Abgabedruck. RWE führten am Nachmittag mit einem Minus von 2,7 Prozent die Verliererliste im Dax an. Daneben verloren Eon 1,1 Prozent und Merck 0,8 Prozent.

15:05 Uhr

Samsung zeigt Serienversion seines Auffalt-Smartphones Fold

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(Foto: dpa)

Attraktion aus Südkorea: Samsung hat heute serienreife Exemplare seines faltbaren Tablet-Smartphones Galaxy Fold vorgestellt. Das Android-Gerät für rund 2000 Euro soll am 3. Mai auf den europäischen Markt kommen. Herzstück ist das 7,3 Zoll große faltbare Innen-Display. Dazu gibt es ein kleineres Display an der Außenseite. Durch ein Scharnier zwischen beiden Geräteteilen lässt sich das Fold als klassisches Smartphone mit Außendisplay nutzen, oder aufgeklappt als großes Tablet im 4,2:3-Format mit bis zu drei simultan geöffneten App-Fenstern.

Der von mir geschätzte Kollege Klaus Wedekind hat sich bereits mit diesem Gerät beschäftigt. Lesen Sie hier seinen Artikel zum Galaxy Fold.

14:44 Uhr

Mehrere EZB-Notenbanker zweifeln an Wachstumsprognosen

EZB

EZB

(Foto: AP)

Mehrere Ratsmitglieder der Europäischen Zentralbank (EZB) halten die Wachstumsprognosen der Notenbank wohl für zu optimistisch, weil die Wachstumsschwäche in China und die Handelsspannungen anhalten dürften. Eine "signifikante Minderheit" der Ratsmitglieder habe bei der Sitzung in der vergangenen Woche Zweifel geäußert, dass in der zweiten Jahreshälfte eine Wachstumserholung bevorstehe, berichtete Reuters unter Berufung auf vier Quellen mit direkter Kenntnis über die Diskussionen.

Bei der Sitzung in der vorigen Woche hatte die EZB an ihrer Geldpolitik festgehalten. Sie rechnet damit, dass die Zinsen mindestens bis Ende 2019 auf dem gegenwärtigen Niveau bleiben. Präsident Mario Draghi hatte in der Pressekonferenz gesagt, dass die EZB den Wachstumsausblick überprüfen werde. Im Juni wird die EZB neue Stabsprojektionen zum Wachstum vorlegen.

14:17 Uhr

Was geschieht mit Aston Martin? Daimler entscheidet mit

Aston Martin
Aston Martin 11,59

Die Entwicklung der Aktie von Aston Martin bereitet Sorgen - seit der Notierung an der Londoner Börse im vergangenen Oktober hat sie mehr als die Hälfte ihres Werts verloren. Vor diesem Hintergrund wird der britische Hersteller von Luxusautos an den Aktienmärkten schon als attraktives Übernahmeziel gehandelt. Das Problem: Jeder potenzielle Käufer des Autobauers benötigt die Zustimmung von Daimler.

Die Stuttgarter haben 2013 mit Aston Martin einen Vertrag über die Lieferung seiner leistungsstarken Mercedes-Motoren und elektronischen Komponenten, einschließlich des Infotainmentsystems, geschlossen. Als Gegenleistung erhielt Daimler 5 Prozent der stimmrechtslosen Aktien des britischen Sportwagenherstellers.

14:13 Uhr

Dax hält sich über 12.100

Dax
Dax 12.228,44

An der Frankfurter Börse herrscht weiter gute Stimmung, mit den Kursen geht es zum Teil kräftig bergauf. Der Dax stieg am Nachmittag um 0,7 Prozent auf 12.107 Punkte. Der MDax legte um 0,4 Prozent auf 25.695 Zähler zu. Mit dem TecDax ging es um 0,5 Prozent auf 2804 Stellen nach oben. Der EuroStoxx50 gewann 0,3 Prozent auf 3460 Punkte.

Die zunächst arg gebeutelte Lufthansa-Aktie schaffte den Sprung in die Gewinnzone, sie legte um 0,6 Prozent auf 22,21 Euro zu. Gut liefen zudem die Autowerte: Daimler stiegen um 1,2, VW und BMW um je 1,0 Prozent.

13:54 Uhr

Rubel ist 2019 Star unter den Schwellenlandwährungen

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(Foto: picture alliance/dpa)

Wer hätte das gedacht? Mit einem Anstieg von rund 7 Prozent gegenüber dem US-Dollar ist der Rubel im laufenden Jahr die beste Schwellenlandwährung. Allein im April wertete die russische Währung um 2,5 Prozent auf. Gründe dafür sind der Höhenflug der Ölpreise und eine starke Nachfrage nach russischen Anleihen.

  • "Die Auktionen am Primärmarkt sind der treibende Faktor für die Währung und Russlands Zentralbank erwartet, dass sich die ausländische Eigentümerstruktur bei OFZ (russische Anleihen) erholt", so die Experten der Societe Generale.

Aktuell wird der Dollar mit 64,35 Rubel gehandelt, minimal höher als am Vortag mit 64,30. Zu Jahresbeginn war der Dollar noch 69,35 Rubel wert, Anfang April 65,25.

13:48 Uhr

Bank of America gelingt Gewinnsteigerung

Bank of America
Bank of America 27,69

Die Bank of America ist mit einem Rekordgewinn in das Jahr gestartet. Das Nettoergebnis legte im ersten Quartal um sechs Prozent auf 6,87 Milliarden Dollar zu, wie die nach JP Morgan zweitgrößte US-Bank mitteilte. Dabei profitierte das Geldhaus vom florierenden Geschäft mit Privatkunden, die mehr Kredite nachfragten und auch ihre Kontoeinlagen erhöhten.

Die Erträge stagnierten bei 23 Milliarden Dollar, während Analysten mit einem Anstieg auf 23,3 Milliarden gerechnet hatten. Dagegen lag der Gewinn je Aktie mit 70 Cent über den Analystenschätzungen von 62 Cent.

13:39 Uhr

Größter Ostsee-Windpark ist in Betrieb

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(Foto: dpa)

Nachricht aus dem hohen Norden Deutschlands: Das bisher leistungsstärkste Offshore-Projekt der Ostsee, der Windpark Arkona, ist heute in Betrieb gegangen. Die Vollendung des Gemeinschaftsvorhabens haben der Essener Energiekonzern Eon und der norwegische Konzern Equinor (früher Stat Oil) in Sassnitz-Mukran auf Rügen gefeiert. Mit von der Partie war auch Bundeskanzlerin Angela Merkel - für sie war es mit Sicherheit einer der angenehmeren Termine.

Bis 2030 sollen 65 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien stammen.  Der Windpark 35 Kilometer nordöstlich von Rügen hat eine Leistung von 385 Megawatt, was rechnerisch für die Versorgung von 400.000 Haushalten ausreicht. Der Strom fließt künftig über drei jeweils 90 Kilometer lange Seekabel ins Umspannwerk Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern und von dort zu den Verbrauchern.

13:30 Uhr

Wall Street nach guten Vorgaben höher erwartet

Nach den geringen Kursverlusten zum Wochenauftakt dürfte der heutige Tag für die Anleger an der Wall Street erfreulicher werden. Die Futures auf die großen Aktienindizes deuten eine gut behauptete Eröffnung an. Aus Asien und Europa kommen gute Vorgaben.

In den USA haben sich wiederum einige Vertreter der Federal Reserve zuversichtlich zur heimischen Wirtschaft geäußert. An US-Konjunkturdaten steht nur die Industrieproduktion aus dem März zur Veröffentlichung an. Sie muss sich die Aufmerksamkeit der Anleger mit Quartalsausweisen einiger bedeutender Unternehmen teilen.

Die Bank of America hat bereits ihre Quartalszahlen präsentiert. Das Geldinstitut schaffte eine ordentliche Gewinnsteigerung. Nach Börsenschluss folgen Netflix, IBM und United Continental Holdings.

13:08 Uhr

Geldvermögen der Deutschen sinkt

Das Geldvermögen der Deutschen hat sich Ende 2108 erstmals seit drei Jahren verringert. Vor allem Kursrückgänge bei Aktien und Investmentfondsanteilen im Zuge schwächelnder Börsen hätten dazu geführt, teilte die Bundesbank in Frankfurt mit. Insgesamt verringerte sich das Geldvermögen der privaten Haushalte im vierten Quartal im Vergleich zu den vorangegangenen drei Monaten um gut 28 Milliarden Euro auf rund 6,02 Billionen Euro.

Weiterhin wurden risikoarme Anlagen bevorzugt. Bargeld und Sichteinlagen verzeichneten Zuflüsse von 56 Milliarden Euro. Auch Versicherungen blieben gefragt. Hier erhöhten sich die Ansprüche um 18 Milliarden Euro. Aktien dagegen waren weniger beliebt.

12:52 Uhr

Blackrock macht weniger Gewinn

BlackRock
BlackRock 402,22

Der Nettogewinn des weltgrößten Vermögensverwalters Blackrock ist im ersten Quartal um drei Prozent auf 1,05 Milliarden US-Dollar gesunken. Investoren zog es vor allem in günstigere Fonds, die Gebühreneinnahmen schrumpften. Im ersten Quartal flossen dem Konkurrenten der Deutschen-Bank-Tochter DWS netto 65 Milliarden Dollar an neuen Geldern zu.

Ende März verwaltete Blackrock 6,5 Billionen Dollar - drei Prozent mehr als vor Jahresfrist. Die Quartalsdividende stieg um fünf Prozent auf 3,30 Dollar je Aktie.

12:30 Uhr

Automesse Shanghai beginnt unter düsteren Vorzeichen

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(Foto: dpa)

Unter dem Eindruck einer schrumpfenden Branche hat in der chinesischen Metropole Shanghai die Automesse ihre Tore geöffnet. Die großen Hersteller warteten vor allem mit Neuheiten aus den Bereichen der Elektromobilität und mit neuen Geländewagen auf. Die Messe geht bis zum 25. April.

Für die von ihr abhängigen westlichen Autobauer ist die Volksrepublik derzeit unsicheres Terrain: Zwei Jahrzehnte nahezu ungebremsten Wachstums neigen sich dem Ende zu. Außerdem wächst die einheimische Konkurrenz, angetrieben vom staatlich verordneten Umstieg auf Elektroautos. Im vergangenen Jahr ging der Autoverkauf in China um 2,8 Prozent zurück.

12:10 Uhr

US-Kongress fordert von Deutscher Bank Auskunft zu Trump

Ermittler des US-Kongresses haben nach einem Bericht der "New York Times" Vertreter der Deutschen Bank und anderer Kreditgeber vorgeladen. Dabei gehe es um Informationen über die Finanzen von US-Präsident Donald Trump, berichtete das Blatt unter Berufung auf mehrere Quellen. Zudem würden die Beziehungen der Kreditgeber zu Russland untersucht.

Die Deutsche Bank hatte Trump vor seiner Präsidentschaft hohe Kredite gewährt und steht deshalb im Zentrum des Interesses. Viele andere Institute hatten dem ehemaligen Immobilienunternehmer kein Geld mehr geliehen. Laut einem Dokument aus dem vergangenen Jahr schuldet Trump der Deutschen Bank Trust Company Americas mindestens 130 Millionen Dollar im Zusammenhang mit Immobilienprojekten.

11:51 Uhr

Boeings 737 Max füllen die Lagerplätze

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Die Produktion der 737 Max geht unvermindert weiter.

(Foto: dpa)

Nach dem Absturz einer Boeing 737 Max 8 in Äthiopien Mitte März stehen die Maschinen dieses Typs auf dem Boden. Der US-Flugzeugbauer produziert aber in Renton/Washington weiter 373-Max-Maschinen.

Boeing stelle die Jets an verschiedenen Orten an der Meeresbucht Puget Sound ab, zitierte "Business Insider" einen Unternehmenssprecher. Trotz der Verlangsamung der Produktion nehme die Zahl der nicht ausgelieferten Maschinen in und um die Produktionsstätte des Konzerns zu. Die Flugzeuge stehen auf Lagerplätzen an der Renton-Fabrik, auf dem Paine Field neben Boeing's Everett Fabrik in Washington und im Seattle Delivery Center des Unternehmens bei Boeing Field.

11:30 Uhr

ZEW-Index besser als erwartet - Dax klar im Plus

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland haben sich deutlich verbessert. Sie sind im April auf 3,1 nach minus 3,6 deutlich gestiegen und haben damit auch die Markterwartungen übertroffen. Damit dürften die Rezessionssorgen sollten weiter verdrängt werden. Im Hinblick auf das Ifo-Geschäftsklima Deutschland, das nächste Woche Mittwoch zur Veröffentlichung ansteht, seien die Indikation nun leicht positiv.

Der Dax notierte kurz vor Mittag 0,7 Prozent höher bei 12.100 Punkten. Zuvor hatte er mit 12.116 Zählern ein neues Hoch für 2019 erreicht. Der EuroStoxx50 stieg um 0,3 Prozent auf 3460 Stellen.

11:19 Uhr

Britische Arbeitslosenquote auf historischem Tief

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(Foto: dpa)

Die Arbeitslosigkeit in Großbritannien ist in den drei Monaten bis Februar auf dem niedrigsten Stand seit mehr als 40 Jahren geblieben, ein Zeichen dafür, dass der Arbeitsmarkt trotz eines gedämpften Wirtschaftswachstums gesund bleibt. Die Arbeitslosenquote lag im Durchschnitt bei 3,9 Prozent im Dezember bis Februar, teilte die Statistikbehörde mit. Das ist die gleiche Quote wie im November bis Januar.

Zuletzt war sie 1975 niedriger. Löhne, ohne Boni, stiegen mit einer jährlichen Rate von 3,4 Prozent.

10:52 Uhr

Weitere Airline steht vor der Schließung

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(Foto: dpa)

Die hoch verschuldete indische Fluggesellschaft Jet Airways will einem Medienbericht zufolge ihren Geschäftsbetrieb einstellen. Der Fernsehsender ET Now berichtete unter Berufung auf Insider, der Vorstand habe dies beschlossen. Der ehemalige Vorsitzende Naresh Goyal habe sich zurückgezogen, um sich für eine Beteiligung an dem Unternehmen zu bewerben.

Die von der SBI angeführte Gläubiger-Gruppe hatte sich vergangenen Monat darauf verständigt, die Airline durch die vorübergehende Mehrheitsübernahme sowie einem weiteren Darlehen von mehr als 200 Millionen US-Dollar zu retten und zugleich nach einem neuen Investor zu suchen.

10:27 Uhr

Unicredit kommt mit Strafe billiger davon als gedacht

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(Foto: picture alliance / Mattia Sedda/)

Vorwürfe wegen Sanktionsverstößen kommen die italienische Großbank Unicredit und ihre deutsche Tochter Hypovereinsbank in den USA teuer zu stehen. Insgesamt habe der Finanzkonzern eine Zahlung von 1,3 Milliarden Dollar akzeptiert, teilte das Finanzministerium in Washington mit.

Allerdings hatte die Unicredit mit einer noch höheren Belastung gerechnet - und kann nun eine Rückstellung in Höhe von 300 Millionen Euro auflösen. Am Finanzmarkt kamen die eigentlich negativen Nachrichten für die Bank daher gut an. Die Unicredit-Aktie gewann an der Börse in Mailand gut ein Prozent an Wert.

10:09 Uhr

IMK verzeichnet etwas höheres Rezessionsrisiko

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(Foto: dpa)

Die Wahrscheinlichkeit, dass die deutsche Wirtschaft in den kommenden drei Monaten in einen Abschwung gerät, bleibt auf erhöhtem Niveau, liegt im April allerdings kaum über dem Wert von März. Für das Quartal von April bis Ende Juni weist der Konjunkturindikator des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) ein Rezessionsrisiko von 36,7 Prozent auf, gab das zur Hans-Böckler-Stiftung zählende Institut bekannt.

Im März hatte der Indikator, der die aktuellsten verfügbaren Daten über die Wirtschaftslage bündelt, noch bei 35,3 Prozent gelegen. Damit zeigt das nach dem Ampelsystem arbeitende Frühwarnsystem nach Angaben des IMK weiter auf "Gelb-Rot" und signalisiert damit eine Situation erhöhter konjunktureller Unsicherheit mit einer Rezessionswahrscheinlichkeit von über 30 Prozent.

09:47 Uhr

Dax stellt neue Jahresbestmarke auf

Dax
Dax 12.228,44

Nach der Zurückeroberung der psychologisch wichtigen 12.000-Punkte-Marke hat der Dax einen nun neuen Gipfel erklommen. Der Leitindex kletterte auf die neue Jahresbestmarke von 12.098 Punkten.

  • "Die Chancen stehen gut, dass die aktuellen Kursniveaus nachhaltig verteidigt werden können", sagte Investmentstratege Thomas Metzger vom Bankhaus Bauer.

Allerdings warnten Analysten auch vor zu viel Optimismus angesichts weiterer Bilanzzahlen von US-Unternehmen. Mit Bank of America, Blackrock, IBM, Johnson & Johnson und Netflix stehen einige US-Schwergewichte auf der Agenda.

09:34 Uhr

Lufthansa zieht Europas Airline-Aktien nach unten

Heute ist ein schwerer Tag für Airline-Aktien. Grund sind die enttäuschenden Geschäftszahlen der Lufthansa. Es gibt aber auch die deutlichen Spuren von Überkapazitäten in der Branche. Der Anstieg der Treibstoffkosten war indes von der Börse schon erwartet worden.

Angesichts der Sorge um Überkapazitäten verloren auch andere Branchentitel deutlich. Air-France-KLM gaben um 2,1 Prozent nach, Ryanair und Easyjet um je 1,5 Prozent. Der Stoxx-Subindex Freizeit und Reisen ist damit der schwächste in Europa mit minus 0,6 Prozent.

09:17 Uhr

Gewinnmargen der Autokonzerne auf tiefstem Stand seit 2009

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China, höhere Zölle und die Probleme mit dem neuen Abgasprüfverfahren WLTP haben die Autokonzerne im vergangenen Jahr viel Geld gekostet. Die Gewinnmargen - also der Anteil vom operativen Gewinn am Umsatz - lagen nach einer Analyse der Unternehmensberatung Ernst & Young im vierten Quartal bei 5 Prozent und damit auf dem tiefsten Stand seit 2009. Auf das gesamte Jahr gesehen betrug die Marge 5,7 Prozent nach 6,4 Prozent 2017.

Allerdings können es sich die Konzerne angesichts der Entwicklung hin zur Elektromobilität nicht leisten, ihre Investitionen in Forschung und Entwicklung zurückzufahren. Am meisten gaben Volkswagen mit 12,1 Milliarden Euro und Toyota mit 8,2 Milliarden Euro aus. Gemessen am Umsatz investierte allerdings BMW mit einem Anteil von 5,5 Prozent der Forschungs- und Entwicklungsausgaben an den Erlösen am meisten - gefolgt von General Motors mit 5,3 Prozent und Volkswagen mit 5,1 Prozent.

09:09 Uhr

Dax gewinnt leicht - Lufthansa-Aktie blutet

Dax
Dax 12.228,44

Mit dem deutschen Aktienmarkt ist es zu Handelsbeginn leicht nach oben gegangen. Der Dax legte um 0,1 Prozent auf 12.30 Punkte zu. Der MDax gewann 0,3 Prozent auf 25.659 Zähler. Der TecDax stieg um 0,4 Prozent auf 2802 Stellen.

Am Leitindex-Ende rangierten Lufthansa nach enttäuschenden Zahlen mit minus 4,4 Prozent.

Einen guten Morgen wünscht Ihnen Wolfram Neidhard. Ich begleite Sie durch den Börsen-Tag.

08:56 Uhr

Lufthansa startet enttäuschend ins Jahr - Aktie schwach

Lufthansa
Lufthansa 14,63

Im Blickpunkt steht heute die Aktie der Lufthansa. Die Fluggesellschaft kämpfe momentan gleich an mehreren Fronten, so ein Marktteilnehmer zu den enttäuschenden Geschäftszahlen des Dax-Unternehmens zum ersten Quartal. Die höheren Treibstoffkosten wurden an der Börse zum Teil erwartet. Allerdings überrasche der heftige Preiskampf auf Grund der Überkapazitäten doch deutlich.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Das obere Ende der bereinigten Ebit-Margen-Spanne bei 8 Prozent für das laufende Jahr dürfte nach dem schwachen Start kaum mehr zu erreichen sein, so dass es in der Folge zu einigen Abstufungen durch Analysten kommen dürfte.

08:34 Uhr

Zalando startet mit Schwung ins Jahr - Aktie im Plus

Zalando
Zalando 38,03

Der Start in das Jahr ist geglückt: An der Börse wird bei Zalando darauf geschaut, ob das Umsatzplus auf Kosten der Marge erwirtschaftet wurde. Dies scheint im ersten Quartal nicht der Fall zu sein, der Online-Modehändler erwirtschaftete beim bereinigten Ebit ein kleines Plus. Die Aktie notiert seit Jahresbeginn bereits 67 Prozent im Plus.

  • "Auf Grund der weiterhin recht anschaulichen Short-Quote von knapp 5 Prozent schließe ich einen Squeeze-Tag nicht aus", so ein Börsianer.

Im nachbörslichen Geschäft am Vorabend legte die Aktie bereits um 4 Prozent zu.

08:28 Uhr

Kursrally bei Mobilfunkern treibt Nikkei

Kursgewinne bei Mobilfunkfirmen haben die Börsen in Japan gestützt. Der Nikkei legte um knapp 0,3 Prozent auf 22.235 Punkte zu. Im Handelsverlauf hatte der Index zeitweise den höchsten Stand seit vier Monaten erzielt. Experten sehen die Zuwächse allerdings als nicht nachhaltig an. Der größte Mobilfunkanbieter in Japan, NTT Docomo, überraschte Investoren damit, dass Gebührensenkungen geringer ausfallen sollen als erwartet. Die Aktien des Marktführers legten um 3,4 Prozent zu. Die Titel der Rivalen und Nikkei-Schwergewichte KDDI Corp und Softbank stiegen um 5,8 und 2,9 Prozent.

In China spielte Analysten zufolge vor allem die Hoffnung auf eine baldige Beilegung des Handelsstreits eine Rolle. Zudem deuteten die jüngsten Wirtschaftsdaten aus dem Land darauf hin, dass der Konjunkturabschwung nicht ganz so stark ausfalle wie befürchtet. Der chinesische Bluechip-Index CSI300 rückte um zwei Prozent vor.

08:16 Uhr

Ölpreise geben nach

Rohöl (WTI)
Rohöl (WTI) 57,93

Die Ölpreise haben bei ruhigem Handel leicht nachgegeben. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 70,99 US-Dollar. Das waren 19 Cent weniger als gestern. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um neun Cent auf 63,31 Dollar.

Für leichte Belastung sorgte die Erwartung einer weiter steigenden Rohölproduktion in den USA. Gestützt werden die Erdölpreise dagegen durch die anhaltend knappe Produktion des Ölkartells Opec und mit ihm verbündeter Staaten. Auch sorgen hohe Förderausfälle im Krisenland Venezuela für ein knappes Angebot.

07:56 Uhr

Dax wittert frische Frühlingsbrisen

Dax
Dax 12.228,44

Am deutschen Aktienmarkt zeichnet sich ein mild-freundlicher Auftakt ab: An der Frankfurter Börse wird der Leitindex zum Auftakt leicht im Plus erwartet.

  • In den vorbörslich errechneten Indikationen wird der Dax zur Xetra-Eröffnung bei 12.044,00 Punkten gesehen, was einem Plus von 0,2 Prozent entspricht.
  • Am Vorabend war das prominenteste deutsche Börsenbarometer bereits 0,2 Prozent im Plus bei 12.020,28 Zählern aus dem Handel gegangen.
  • An potenziell marktbewegenden Daten wird am späten Vormittag vor allem die Veröffentlichung zum ZEW-Index erwartet. Am Abend gibt es dann mögliche Impulse von Unternehmensseite mit den Quartalsberichten von L'Oreal aus Frankreich sowie Netflix und IBM aus den USA.
06:47 Uhr

Shanghai-Composite zieht kräftig an

Shanghai Composite
Shanghai Composite 2.982,07

Der asiatische Aktienhandel bietet europäischen Anlegern am Morgen wenig Orientierungshilfe: An den Börsen in Japan und China zeichnet sich kein einheitlicher Kurstrend ab.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index legt im Verlauf 0,1 Prozent zu auf 22.179 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index sinkt um 0,1 Prozent auf 1627 Punkte.

An der Börse in der chinesischen Handelsmetropole Schanghai notiert der Shanghai-Composite kurz vor Handelsschluss 1,1 Prozent im Plus bei 3213 Punkten. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gibt um 0,5 Prozent nach. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans zieht sich um 0,1 Prozent zurück.

06:35 Uhr

Britisches Pfund erwartet Job-Daten, Euro tendiert zur Stärke

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,14

Im Devisenhandel beginnt der zweite Handelstag der Woche mit einem Eurokurs knapp über der Marke von 1,13 Dollar. Das britische Pfund gibt im Vorfeld der anstehenden Arbeitsmarktdaten von der Insel gegenüber der europäischen Gemeinschaftswährung leicht nach.

  • Am frühen Morgen notiert der Euro bei 1,1303 Dollar und damit nur knapp über dem Vorabendniveau.
  • Das mit Blick auf das Brexit-Drama gesondert unter Beobachtung stehende britische Pfund liegt im frühen Handel bei 1,1585 Euro, nachdem die Landeswährung der Briten am Vortag bis auf 1,1603 gestiegen war.
  • Im fernöstlichen Geschäft wurde der Euro unterdessen mit 1,1296 Dollar bewertet nach 1,1307 Dollar im späten New Yorker Handel. Der Dollar wurde mit 111,93 Yen gehandelt nach 112,03 Yen in den USA.

Auf der Terminagenda des Tages sind für den Vormittag unter anderem frische Daten zur Lage am britischen Stellenmarkt angekündigt. Die Vorlage des offiziellen Arbeitsmarktberichts März aus London wird gegen 10.30 Uhr erwartet. Eine halbe Stunde später steht in Deutschland mit dem ZEW-Index die Veröffentlichung richtungsweisender Konjunkturdaten an. Am Nachmittag folgen aus den USA Angaben zur Industrieproduktion im zurückliegenden Monat und zu den wöchentlichen Lagerdaten beim Rohöl.

06:15 Uhr

Großbritannien und der Brexit: Ein Blick auf den Arbeitsmarkt

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