Dienstag, 22. Juni 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard und Thomas Badtke
17:42 Uhr

Zins-Spekulationen treiben Dax-Anleger um

Der Dax hat im Dienstagshandel seinen Aufwärtstrend vom Wochenstart fortgesetzt, wenn auch mit einer geringeren Dynamik. Zum Handelsende notiert der deutsche Börsenleitindex 0,2 Prozent im Plus mit 15.636 Punkten. Am Montag hatte er ein Prozent zugelegt. Die Handelsspanne liegt am Dienstag bei rund 125 Zählern. Diesmal bleibt der Nachmittagsimpuls vonseiten der Wall Street aus, die nahezu unverändert notiert.

"Der Dax hat sich gut erholt vom Rückschlag am Freitag und hängt jetzt fest", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Corinna Wohlfeil. "Die Anleger gehen in Deckung, denn es steht eine Frage im Raum: Wie groß ist der Druck auf die Notenbanken, wann müssen sie an der Zinsschraube drehen?" Wohlfeil erläutert: "Die Anleger sind zögerlich, kaufen eher defensive Werte." Wohlfeil verweist darauf, dass US-Notenbank-Präsident Jerome Powell am Abend (20.00 Uhr MESZ) vor dem US-Kongress sprechen wird.

An der Spitze der Dax-Gewinner finden sich Papiere von Covestro mit einem Aufschlag von rund fünf Prozent. Merck und Vonovia folgen mit etwa zwei und mehr als einem Prozent. Auf der Verliererliste stehen Bayer und VW mit Abschlägen von jeweils um die 1,5 Prozent.

Dax
Dax 15.669,29

Covestro
Covestro 55,92
Bayer
Bayer 51,02

17:27 Uhr

Tupperware überzeugt Anleger doppelt

Die vorzeitige Rückzahlung eines 58 Millionen Dollar schweren Kredits und ein geplanter 250 Millionen Dollar schwerer Aktienrückkauf ermuntern Anleger zum Einstieg bei Tupperware. Die Titel des Anbieters von Frischhalte-Dosen steigen im US-Geschäft deutlich: Das Plus liegt bei 13,7 Prozent auf 23,14 Dollar.

Tupperware
Tupperware 17,23

17:10 Uhr

Bitcoin-Rutsch zieht Krypto-Aktien nach unten

Zu den Verlierern am US-Aktienmarkt zählen Werte aus dem Kryptowährungssektor und Unternehmen, die sich mit der Bitcoin & Co zugrundeliegenden Blockchain-Technologie befassen. Sie leiden unter dem Rutsch des Bitcoin-Kurses unter die psychologisch wichtige Marke von 30.000 Dollar. So fallen die Papiere von Coinbase, Riot, Marathon, Overstock und Silvergate bis zu zehn Prozent.

Coinbase
Coinbase 197,00

16:34 Uhr

Gase mit Kursfantasie: Aktien von Branchengrößen auf Rekordniveau

Air Liquide und Linde steigen Hand in Hand: Air Liquide gewinnen 1,3 Prozent 150,34 Euro  und damit auf ein neues Allzeithoch. JP Morgan hatte zum Wochenstart von einem nicht gerechtfertigten Bewertungsabschlag zu anderen Chemieaktien gesprochen und das Kursziel auf 170 Euro erhöht. Am Markt heißt es außerdem, Air Liquide hätten Nachholpotenzial zu Linde.

Aber auch Linde steigen wieder, legen 0,6 Prozent auf 243,50 Euro zu. Linde-Papiere hätten zuletzt etwas darunter gelitten, dass ein Teil der Linde-Aktien wegen des Doppel-Listings aus der Gewichtung im Russel-1000 herausgenommen worden sei, so ein Marktteilnehmer. Dieser technische Effekt sei nun in den Kurs eingearbeitet.

 

Air Liquide
Air Liquide 150,08

 

15:55 Uhr

US-Anleger bleiben vor Powell-Anhörung in Deckung

In Erwartung weiterer Hinweise zur US-Geldpolitik schalten Wall Street-Anleger einen Gang zurück. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P-500 kommen zunächst kaum vom Fleck, bleiben aber in Schlagdistanz zu ihren jüngsten Rekordhochs.

US-Notenbankchef Jerome Powell werde bei seiner Anhörung vor dem Kongress erneut hervorheben, dass der aktuelle Preisdruck vorübergehend ist, sagte Tony Minopoli, Chef-Anleger des Vermögensberaters Knights of Columbus. Laut vorab veröffentlichten Auszügen seiner Rede weist Powell darüber hinaus darauf hin, dass sich die Wirtschaft zwar kräftig erhole, die Risiken durch die Coronavirus-Pandemie aber noch nicht gebannt seien.

15:29 Uhr

Bitcoin-Talfahrt beschleunigt sich

Bitcoin rutscht erstmals seit fünf Monaten unter die 30.000er Marke und fällt um zehn Prozent auf 29.320 Dollar. "Der aktuelle Ausverkauf kann für Anleger Gelegenheit bieten, sich mit großen Preisabschlägen mit Bitcoin einzudecken", sagt Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses AvaTrade.

Bitcoin
Bitcoin 38.436,75

15:13 Uhr

Covestro ziehen an die Spitze der Dax-Gewinner

Covestro führen die Gewinnerseite im Dax an. Sie steigen 4,4 Prozent auf 55,50 Euro. Zum Wochenauftakt waren sie mit einem Plus von 2,7 Prozent hinter VW und Daimler bereits DAX-Gewinner Nummer 3 gewesen. Damit könnte der jüngste Rückschlag ausgestanden sein, sagt Thomas Bopp vom Magazin Traders. Auf dem Weg zum Jahreshoch müsste die Aktie nun noch einen weiteren charttechnischen Widerstand bei ungefähr 59 Euro überwinden, ergänzt er.

Covestro
Covestro 55,92

14:21 Uhr

Veruntreuung: Aston Martin-Kurs unter Druck

Aston Martin fallen mehr als zwei Prozent. Der Konzern klagt gegen einen Schweizer Autohändler, der offenbar Kundenzahlungen für das drei Millionen Dollar teure Sportwagen-Modell Valkyrie zurückgehalten hat. Aston Martin könnten dadurch eigenen Angaben zufolge 15 Millionen Pfund (17,5 Millionen Euro) in der Bilanz 2021 fehlen. Der Hersteller will Kundeneinlagen für Spezialfahrzeuge wie dieses künftig direkt annehmen - anstatt einen Dritten einzubeziehen.

13:39 Uhr

Gehen US-Anleger ins Risiko?

Die Anleger an der Wall Street dürften zum Start erst einmal das Risiko scheuen. Die Terminkontrakte auf die Leitindizes signalisieren kleine Verluste. Dies wird auch als Gegenbewegung gesehen, nachdem die Anleger die Indizes am Vortag kräftig nach oben gejagt haben. Der Dow war so stark gestiegen wie seit über drei Monaten nicht mehr.An den vergangenen Tagen hat sich der Markt als launisch und volatil gezeigt, wobei die Anleger gierig jeden Hinweis von Seiten der US-Notenbank aufsaugen. Die Frage bleibt, wann die Fed angesichts der steigenden Inflation die Wirtschaft nicht mehr im aktuellen Ausmaß unterstützen wird. Dazu erhoffen sich die Investoren am Dienstag neuen Aufschluss, wenn Fed-Chef Jerome Powell vor dem Kongress Rede und Antwort stehen wird. Er dürfte darauf hinweisen, dass das Jobwachstum zulegen und der Inflationsdruck nachlassen wird.

13:19 Uhr

Erhöhte Prognose treibt Drägerwerk-Kurs

Drägerwerk-Aktien ziehen knapp 2,7 Prozent auf Kurse um 76 Euro an. Marktteilnehmer führen die Prognoseanhebung des Medizintechnikkonzerns als Begründung für die festeren Kurse an. Das Unternehmen rechnet nun unter anderem mit einer Ebit-Marge von acht bis elf statt von fünf bis acht Prozent. Sollte der Kurs auf neue Jahreshochs über 78,55 Euro steigen, würde sich die technische Lage mit einem neuen Kaufsignal deutlich verbessern.

Drägerwerk
Drägerwerk 77,30

12:37 Uhr

Charttechnisch interessant: Anschlusskäufe treiben Varta

Varta ziehen weiter an. Der Kurs gewinnt 3,1 Prozent auf 141,00 Euro. "Die Stimmung profitiert von der Zusammenarbeit mit Porsche", meint ein Händler mit Blick auf einen Handelsblatt-Bericht, nach dem Varta nun doch Batteriezellen für Porsche liefern soll.

Allerdings nähert sich der Kurs nun auch einem Widerstandsbereich, wie Christian Henke von IG Markets sagt. Zum einen liege bei 142,40 Euro das 50-Prozent-Retracement der gesamten Abwärtsbewegung, und außerdem sei um 150 Euro noch ein Gap vom 18. Februar offen: "Erst darüber gäbe es wieder Perspektiven auf einen Anlauf Richtung Allzeithoch", so der Analyst.

Varta AG
Varta AG 141,45

11:59 Uhr

Nordex installiert Turbinen in Finnland

Nordex wird für einen finnischer Entwickler im nächsten Jahr für vier Onshore-Windparks insgesamt 35 Turbinen mit einer Gesamtleistung von 199,5 Megawatt liefern. Die Anlagen mit Nabenhöhen von 148 und 159 Metern sollen bis zum Spätherbst 2022 fertiggestellt sein, wie der Windanlagenhersteller mitteilt. Die Aktien legen rund ein Prozent zu.

Nordex
Nordex 16,09

11:45 Uhr

"Viele Unwägbarkeiten" bremsen Dax

Der Dax notiert am Mittag gut 0,2 Prozent im Minus bei 15.546 Punkten. Die Handelsspane beträgt etwa 70 Zähler. "Der Dax schnauft ein bisschen durch", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel. "Es werden Gewinne mitgenommen bei Aktien, die gut gelaufen sind - wie etwa im Autosektor. Da ist Speck dran", erläutert sie. "Die Anleger sind allgemein aber wegen vieler Unwägbarkeiten zurückhaltend: So spricht Fed-Chef Jerome Powell am Abend etwa vor dem US-Kongress."

Dax
Dax 15.669,29

11:22 Uhr

Milliardenschwerer Verkauf von "Apollo Optik"-Eigentümer vor Aus

Die 7,2 Milliarden Euro schwere Übernahme des niederländischen Optik-Filialisten Grandvision steht vor dem Scheitern. Ein Schiedsgericht in den Niederlanden hat überraschend entschieden, dass der für "Ray Ban"-Brillen bekannte italienisch-französische Konzern EssilorLuxottica nicht mehr an sein Kaufangebot gebunden ist. Grandvision, die in Deutschland mit der Kette "Apollo Optik" vertreten ist, habe mehrere Verpflichtungen aus dem Kaufvertrag verletzt, befand das Gericht und gab damit der Schiedsklage von EssilorLuxottica statt. Die Niederländer, die weltweit mehr als 7000 Optiker-Filialen betreiben, werfen dem Kaufinteressenten vor, er suche nur nach einem billigen Ausweg, sich aus der Übernahme zurückzuziehen.

EssilorLuxottica erklärt nur, man prüfe Konsequenzen aus dem Schiedsspruch. Der von dem italienischen Milliardär Leonardo Del Vecchio geführte Konzern hatte Grandvision vorgeworfen, in der Corona-Krise ohne Absprache mit ihm die Zahlungen an Lieferanten und die Betreiber der Filialen gestoppt und Staatshilfe beantragt zu haben.

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10:48 Uhr

Mister Spex-IPO wird fast halbe Milliarde schwer

Der Börsengang des Online-Optikers Mister Spex wird bis zu 405 Millionen Euro schwer. Das Berliner Unternehmen will bis zu 15 Millionen Aktien zu einem Preis zwischen 23 und 27 Euro verkaufen, wie Mister Spex mitteilt. Davon fließen 225 bis 264 Millionen Euro an das 2007 gegründete Unternehmen selbst. "Das bisherige positive Feedback der Investoren bestärkt uns darin, dass der geplante Börsengang der richtige Weg ist, um unsere Strategie umzusetzen und unseren erfolgreichen Kurs mit zweistelligem Umsatzwachstum weiter zu beschleunigen", so Firmengründer und Vorstand Dirk Graber. Der Rest des erhofften Emissionserlöses von 345 bis 405 Millionen Euro geht an die Altaktionäre um Goldman Sachs, DN Capital, Scottish Equity Partners und XAnge. Die Aktien können von Mittwoch an bis 30. Juni gezeichnet werden, das Debüt an der Frankfurter Börse ist für den 2. Juli geplant.

10:23 Uhr

Bitcoin fängt sich, Dogecoin sackt ab

Den bereits zum Teil deutlichen Kursverlusten von Kryptowährungen zum Wochenauftakt lassen Ripple und Dogecoin weitere folgen: Die Kurse geben zwischen 10 und knapp 20 Prozent nach. Dagegen zeigen sich Bitcoin und Ethereum gefestigt, notieren nahezu unverändert oder leicht fester. Bitcoin liegt bei etwa 32.700 Dollar, Ethereum um 1950 Dollar. Am Montag hatte China eine weitere Verschärfung seines Kurses gegen privatwirtschaftliche Cyberdevisen wie Bitcoin angekündigt. Deren Notierungen waren dadurch unter Druck geraten.

Bitcoin
Bitcoin 38.436,75

09:58 Uhr

Volle Power: Daimler steigt in Batteriezell-Produktion ein

Der Autokonzern Daimler wird einem Medienbericht zufolge nun doch in die Eigenproduktion von Batteriezellen einsteigen. Nachdem die Partnerschaft mit der chinesischen Farasis bislang gefloppt sei, messe Daimler-Chef Ola Källenius nun einer eigenständigen Produktion mehr Bedeutung bei und habe die entsprechende Entscheidung getroffen, berichtet "Business Insider" unter Berufung auf Unternehmenskreise. Ungeklärt sei dabei aber noch, ob Daimler die Zellen in kompletter Eigenregie oder in Zusammenarbeit mit einem Partner produziert. Von Daimler war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Im vergangenen Jahr hatte sich Daimler an seinem chinesischen Partner Farasis beteiligt. Ziel war, dass die Firma in Bitterfeld-Wolfen eine Fabrik errichtet zur Produktion von Batteriezellen. Die Anlage sei allerdings noch nicht gebaut und erste Zellmuster seien "katastrophal", berichtete das Magazin unter Berufung auf Konzernkreise. Daimler hatte 2020 auch im Zuge seiner Elektroauto-Offensive eine engere Zusammenarbeit mit dem chinesischen Lieferanten CATL vereinbart.

Daimler
Daimler 74,45

09:44 Uhr

Starke Vorlagen für Bankaktien, aber auch Gegenwind

Auf günstige Vorlagen für die Aktien der Banken verweist ein Marktteilnehmer. In den USA waren sie bei den Kursgewinnern am Montag ganz vorne dabei, begleitet von deutlicher gestiegenen Renditen am Anleihemarkt. "Das sollte die Stimmung für die europäischen Peers stützen", so der Händler. Allerdings seien die Banken auch anfällig für weitere Tapering-Diskussionen, wie die jüngste Entwicklung gezeigt habe. Am Abend sollten sich mehrere Fed-Banker zu Wort melden, darunter auch Notenbank-Präsident Jerome Powell. Deutsche Bank-Papiere geben 0,5 Prozent ab, Commerzbank notieren unverändert.

Deutsche Bank
Deutsche Bank 10,56
Commerzbank
Commerzbank 5,48

 

09:21 Uhr

BMW will drastisch mit den Produktionskosten runter

Der Autobauer BMW will im Konkurrenzkampf mit Volkswagen, Mercedes und Tesla seine Fabriken wettbewerbsfähiger machen.

  • "Wir werden bis 2025 die Produktionskosten pro Fahrzeug um 25 Prozent senken - gemessen an dem Niveau von 2019", sagte Vorstandsmitglied Milan Nedeljkovic dem "Handelsblatt".

Der Produktionsvorstand nennt als Hebel die Digitalisierung von Planungsprozessen, eine schlankere Logistik sowie eine bessere Auslastung der bestehenden Werke.

BMW
BMW 85,55

09:07 Uhr

Die Notenbanker sind am Zug: Dax im Minus

Den deutlichen Gewinnen zum Wochenauftakt lässt der Dax zum Start in den Dienstagshandel geringe Verluste folgen: Der Dax notiert 0,1 Prozent leichter bei 15.585 Punkten. Die Grundstimmung am Aktienmarkt ist aber optimistisch, auch weil die Wall Street nach Börsenschluss noch zugelegt hatte. Der Dow-Jones-Index schloss mit einem Plus von 1,8 Prozent - wie der Dax am vergangenen Freitag.

"Der Dax startet verhalten", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel. "Nach wie vor wird auf eine starke wirtschaftliche Erholung spekuliert, das zeigt sich auch am Ölpreis, der eine Art Konjunkturbarometer ist. Der ist auf mehr als 75 Dollar geklettert - das erste Mal seit 2018", erklärt sie. "Nachmittags stehen einige Reden von US-Noptenbankmitgliedern auf dem Programm, die Börsianer sind gespannt, ob es da weitere Signale auf eine Sttraffung der Geldpolitik gibt."

08:48 Uhr

Tupperware-Kurs schießt nachbörslich nach oben

Und hier wieder etwas Nachbörsliches from the United States: Mit Crown Electrokinetics legte ein kleines Unternehmen Zahlen vor, die überhaupt nicht gut ankamen. Die Gesellschaft wies nämlich für ihr Geschäftsjahr 2020/21 einen Verlust aus. Die Aktie gab daraufhin nach Ertönen der Schlussglocke in New York um 5,5 Prozent nach auf 4,16 Dollar.

Tupperware Brands stiegen dagegen auf Nasdaq.com um knapp sieben Prozent, gestützt davon, dass das Unternehmen Aktien zurückkauft und außerdem Schulden vorzeitig ablöst.

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(Foto: AP)

08:30 Uhr

Rekordhoch an der indischen Börse

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(Foto: picture alliance / dpa)

Fortschritte beim Impfen in dem schwer von der Corona-Pandemie gebeutelten Indien treiben die lokale Börse auf ein Rekordhoch. Der indische Leitindex S&P BSE Sensex durchbrach erstmals die Marke von 53.000 Punkten.

Gestern waren in Indien 8,3 Millionen Impfdosen verabreicht worden und damit so viele wie noch nie zuvor an einem Tag. In dem südasiatischen Land leben mehr als 1,3 Milliarden Menschen.

08:13 Uhr

Bayer weiter auf Pulverfass - kein Ende der US-Klagewelle

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(Foto: picture alliance / SvenSimon)

Gegen Bayer ist in den USA nach langer Pause wieder eine Klage wegen des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat vor Gericht eingereicht worden. Der Kläger macht die jahrzehntelange Verwendung des glyphosathaltigen Monsanto-Herbizids Roundup für seine Krebserkrankung verantwortlich, wie seine Anwälte mitteilten. Die Klage wurde bei einem Gericht in San Francisco/Kalifornien eingereicht.

Bislang hat der Dax-Konzern drei Glyphosat-Prozesse in erster Instanz verloren - mit millionenschweren Schadenersatzzahlungen - und in zwei der Berufungsverfahren Niederlagen erlitten. Im Juli könnten in den USA weitere Glyphosat-Klagen vor Gericht kommen, hatte Vorstandschef Werner Baumann kürzlich schon gesagt. Bayer-Aktie liegt trotz der neuen Klage bei Lang & Schwarz 0,4 Prozent im Plus.

Bayer
Bayer 51,02

07:55 Uhr

Bei Gamestop-Wetten verzockt - Hedgefonds wird geschlossen

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(Foto: REUTERS)

Einer der Hedgefonds, die sich mit Gamestop-Wetten die Finger verbrannt hatten, macht laut "Financial Times" dicht. Der in London ansässige White Square Capital habe seinen Anlegern mitgeteilt, seinen Hauptfonds zu schließen und das eingeflossene Kapital diesen Monat zurückzuzahlen, berichtete die Zeitung.

Kleinanleger hatten den Kurs des Videospiele-Händlers hochgetrieben und die auf fallende Kurse setzenden Finanzinvestoren in die Bredouille gebracht.

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07:33 Uhr

Brent-Öl knackt wichtige Preismarke - gut für Ölaktien

Heute dürften unter anderem Ölaktien auf der Gewinnerseite stehen. Im Blick steht in diesem Zusammenhang die Nordseesorte Brent, die nun auch die Marke von 75 US-Dollar je Barrel geknackt hat.

  • "Die günstigen Wirtschaftsaussichten und das knappe Angebot treiben den Ölpreis", so ein Händler.

Allerdings könnten die Opec-Staaten schon bald den Ölhahn aufdrehen. Daneben könnten positive Ergebnisse zu den Atomverhandlungen mit dem Iran zu mehr iranischem Öl auf der Angebotsseite führen. Zuletzt wurde diese Möglichkeit aber eher wieder etwas nach unten gespielt.

07:12 Uhr

Dax wird wohl mit kleinem Plus starten

Dax
Dax 15.669,29

Mit einer gut behaupteten Eröffnung an den europäischen Aktienmärkten rechnen Händler. Der Dax wird vorbörslich knapp 0,2 Prozent höher bei etwa 15.630 Punkten errechnet. Gestützt wird die Stimmung unter anderem von den günstigen Vorlagen aus den USA und aus Asien. Auch das Umfeld spielt natürlich eine Rolle. Der US-Dollar verteidigte seine jüngsten Gewinne weitgehend, der Euro wurde am Morgen an der Marke von 1,19 Dollar gehandelt.

Die Agenda deutet auf geringes Störfeuer am Vormittag hin. Am Nachmittag stehen dann das Verbrauchervertrauen in der Eurozone, Daten zum US-Immobilienmarkt und weitere Reden von Fed-Mitgliedern im Blick.

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07:03 Uhr

Chip-Problem immer dramatischer - riesige Schäden drohen

Der Chipmangel macht den deutschen Autobauern immer stärker zu schaffen. Wegen dieses Umstands müssen vorübergehend ganze Betriebsstätten geschlossen werden. Das Wirtschaftsportal Business Insider zitierte in diesem Zusammenhang aus internen Zahlen von Volkswagen vor, die eine neue Dimension der Krise dokumentieren. Demnach rechnet der Dax-Konzern mittlerweile mit einem Produktionsausfall von mehr als 800.000 Fahrzeugen in diesem Jahr.

Nun brach auch die Chip-Herstellung von Infineon in Malaysia aufgrund einer neuen Corona-Welle zusammen. Laut Business Insider führten strengere Hygienebestimmungen in Malaysia und Taiwan dazu, dass nun auch der deutsche Chiphersteller seine dortige Produktion herunterfahren muss. Welche Folgen dieser neue Rückschlag für die Autobauer haben wird, sei noch nicht absehbar.

06:45 Uhr

Fed-Chef sieht Konjunkturerholung - dennoch Sorgenfalten

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Jerome Powell

(Foto: picture alliance / Newscom)

Die US-Notenbank Fed sieht die Konjunktur und den Arbeitsmarkt weiter auf einem guten Weg. Es gebe eine deutliche Wirtschaftserholung von den Folgen der Corona-Pandemie, sagte Fed-Chef Jerome Powell in vorab veröffentlichten Auszügen seiner heutigen Rede vor einem Kongressausschuss. Er wiederholte zudem seine Aussage, dass die Teuerungsrate nur vorübergehend höher sein dürfte. Zudem zeigte er sich erneut besorgt, dass die Verwerfungen auf dem Arbeitsmarkt am stärksten den Niedriglohnsektor, Afroamerikaner und Hispanics träfen. Powell rechnet insgesamt jedoch mit der Schaffung weiterer Stellen.

Die Fed hatte am vergangenen Mittwoch signalisiert, dass sie eine frühere Zinswende ins Auge fasst als bislang erwartet und damit die Märkte aufgeschreckt.

06:23 Uhr

Zeichen für Aufschwung: Airline sucht wieder Mitarbeiter

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(Foto: imago images/Rüdiger Wölk)

So ändern sich die Zeiten: Die von der Corona-Pandemie hart getroffene Delta Air Lines ist auf Personalsuche. Bis zum kommenden Sommer sollen mehr als 1000 Piloten eingestellt werden, hieß es in einem Memo der US-Fluggesellschaft. Delta erwarte, dass das Freizeitreisevolumen in den USA in diesem Monat wieder auf das Niveau vor der Pandemie zurückkehren werde und auch die Geschäftsreisen wieder anziehen, schrieb darin der Vorstand für das operative Geschäft, John Laughter, an die Mitarbeiter.

Das in Atlanta/Georgia ansässige Unternehmen rechnet mit einer Lockerung der Reisebeschränkungen für Transatlantik-Reisen in der zweiten Jahreshälfte.

06:03 Uhr

Amazon setzt auf selbstfahrende Lkw

Eine Tafel mit dem Logo von Amazon hängt an einer Wand. Foto: Niall Carson/PA Wire/dpa/Archivbild

(Foto: Niall Carson/PA Wire/dpa/Archivbild)

Amazon rüstet sich für eine Zukunft mit selbstfahrenden Lastwagen. Der weltgrößte Online-Händler bestellte beim Start-up Plus mindestens 1000 Systeme, mit denen herkömmliche Sattelschlepper automatisiert werden können. Amazon sicherte sich auch die Möglichkeit, rund ein Fünftel der kalifornischen Firma zu übernehmen, wie Plus mitteilte.

Amazon gehört bereits der Robotaxi-Entwickler Zoox und der Konzern testet auch kleine Roboter für die Warenlieferung. Der Kaufvertrag mit Plus läuft bis Ende Januar 2024, wie aus den Unterlagen hervorgeht.

05:46 Uhr

Dicke Pluszeichen in Japan

Nikkei
Nikkei 27.820,77

Die asiatischen Märkte haben sich von ihrem Vier-Wochen-Tief erholt. Der Fokus der Anleger verlagerte sich weg von den Sorgen um einen frühzeitigen Anstieg der US-Zinsen hin zum Wirtschaftswachstum nach der Pandemie.

In Tokio lag der Nikkei 2,9 Prozent höher bei 28.822 Punkten. Der breiter gefasste Topix stieg um 2,9 Prozent und lag bei 1954 Zählern. Die Börse in Shanghai lag 0,8 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen gewann 0,6 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel gewann der US-Dollar 0,1 Prozent auf 110,39 Yen und gab 0,1 Prozent auf 6,4620 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,2 Prozent höher bei 0,9192 Franken. Parallel dazu fiel der Euro um 0,1 Prozent auf 1,1908 Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 1,0947 Franken an. Das Pfund Sterling verlor 0,1 Prozent auf 1,3914 Dollar.

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05:33 Uhr

Das wird für den Dax heute wichtig

Der Dax hat etwas gebraucht, am Ende ist er aber mit Aufschlägen in die neue Handelswoche gestartet und konnte so zumindest einen Teil seiner Freitagsverluste von 1,8 Prozent wieder wettmachen. Er beendete den Montaghandel 1,0 Prozent fester mit 15.606 Punkten. Die Sorgen vor früheren Zinserhöhungen beschäftigt die Anleger aber weiterhin. Aktuell stellt sich die Situation aber so dar, dass fallende Kurse zum Einstieg in den Markt genutzt werden. Das hält das Niveau hoch und den Dax weiterhin in Reichweite seines Allzeithochs bei 15.802 Punkten.

Absehbare kursbewegende Termine sind auch heute rar gesät. Am Nachmittag kommen aus den USA Daten zum Verbrauchervertrauen und zum Verkauf bestehender Häuser. Unternehmensseitig stellt Centogene die künftige Strategie vor. Für die meiste Aufmerksamkeit dürfte aufgrund der zahlreichen Lockerungsmaßnahmen und der gleichzeitigen Zunahme der Delta-Variante die Online-Hauptversammlung des Corona-Impfstoffentwicklers Biontech sorgen. Sie beginnt 14.00 Uhr.

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