Dienstag, 29. Mai 2018Der Börsen-Tag

Heute mit Kai Stoppel
17:44 Uhr

Italo-Krise zieht Dax nach unten

Dax
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Die Italien-Krise hat die Märkte weiter im Griff. Sie verschärft sich zuletzt sogar: die Rendite zehnjähriger italienischer Anleihen stieg vorübergehend auf 3,35 Prozent, das ist der höchste Stand seit vier Jahren. Der Mailänder Leitindex MIB verliert 1,6 Prozent, der Dax gerät in den Abwärtssog und büßt 1,5 Prozent auf 12.667 Punkte ein. Der Euro rutscht zeitweise fast auf 1,15 Dollar und markiert ein neues Jahrestief.

"Die Botschaft des Tages ist eine Warnung der Märkte, dass die Krise eskalieren kann", beschreibt Eugen Keller vom Bankhaus Metzler die Situation. Viele Marktteilnehmer schauten nun auf die Europäische Zentralbank. "Diese hat aber keinen Pfeil mehr im Köcher", sagt der Analyst. Einerseits könne sie die Zinsen nicht weiter senken. Andererseits nähere sie sich bei den Anleihenkäufen bereits in einzelnen Fällen der zulässigen Obergrenze.

Bei den Einzelwerten im Dax gibt es am Ende fast nur Verlierer. Einzig Vonovia können erkennbar zulegen und steigen um 0,9 Prozent. Ebenfalls mit kleinen Gewinnen gehen Thyssenkrupp und Fresenius aus dem Handel. Größte Verlierer sind Commerzbank mit minus 4,1 Prozent und Deutsche Bank mit einem Abschlag von 4,6 Prozent. Bankentitel leiden derzeit am stärksten unter der politischen Krise in Italien.

17:08 Uhr

Allianz investiert in Moneyfarm - Jüngere im Visier

Allianz
Allianz 201,91

Die Allianz steckt weitere Millionen in den digitalen Vermögensverwalter Moneyfarm und will damit ein neues, jüngeres Publikum für ihre Fonds erschließen. Die Vermögensverwaltungs-Sparte Allianz Asset Management hält als Hauptinvestor einer 40 Millionen Pfund (umgerechnet 46 Millionen Euro) schweren zweiten Finanzierungsrunde für das britisch-italienische Fintech künftig einen größeren Minderheitsanteil, wie beide Unternehmen mitteilten.

"Wir sehen eine steigende Kundennachfrage nach intelligenten und einfachen digitalen Lösungen, vor allem wenn es um ein ganzheitliches Management der Geldanlage geht", begründet Vorstandsmitglied Jackie Hunt das Engagement. Moneyfarm ist bisher in Großbritannien und Italien aktiv und hat 27.000 Kunden.

16:17 Uhr

Placebos statt Antibabypille - Panne bei Allergan

Allergan
Allergan 123,00

Das hätte zu unerwarteten Überraschungen führen können: Das irisch-amerikanische Pharmaunternehmen Allergan hat aus Versehen Verpackungen seiner Antibabypille Taytulla ausgegeben, die Placebos enthielten. Das sei von Frauen, die das Produkt einnehmen, möglicherweise nicht zu erkennen, was zu unbeabsichtigten Schwangerschaften führen könnte, teilte das Unternehmen mit.

Bei der Charge handele es sich um ein Muster, das an Ärzte in den gesamten USA verteilt worden sei. Die Allergan-Aktie gibt im frühen US-Handel um 1,3 Prozent nach.

Anti-Baby-Pille

Auf die Antibabypille ist nicht immer Verlass.

(Foto: Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild/dpa)

 

15:55 Uhr

Italien-Krise erreicht die Wall Street

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Dow Jones 25.610,00

Auch an der Wall Street verdirbt die politische Krise in Italien den Anlegern die Stimmung. Der Start in die durch den Memorial Day am Montag verkürzte Handelswoche könnte hässlich werden, erklärt Analyst Peter Cardillo vom Brokerhaus Spartan Capital Securities in New York. "Eine Vertrauenskrise beim Euro scheint fast unausweichlich, was den Greenback steigen und die Bond-Renditen fallen lässt, da alle auf Nummer sicher gehen wollen."

Der Dow-Jones-Index fällt in den Anfangsminuten um 0,9 Prozent auf 24.542 Punkte. Der S&P 500 und der Nasdaq-Composite verlieren 0,7 und 0,5 Prozent. Am Rentenmarkt ziehen die Kurse an. Die im April erstmals seit Januar 2014 wieder über drei Prozent gestiegene Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen fällt zeitweise auf 2,8 Prozent.

15:21 Uhr

Bayer nimmt wichtige Hürde für Mega-Übernahme

Bayer
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Bayer steht einem Insider zufolge vor dem entscheidenden Meilenstein im Endspurt zur Übernahme des US-Saatgutriesen Monsanto. Das US-Justizministerium werde dem Vorhaben wohl noch heute unter Auflagen grünes Licht geben, sagte eine mit der Sache vertraute Person. Damit ist für Bayer der Weg zum Abschluss seines größten Zukaufs in der Firmengeschichte praktisch frei.

Noch steht aber die wichtige Zustimmung der Kartellwächter in den USA aus. Daneben müssen noch Mexiko und Kanada den Deal absegnen.

Das US-Justizministerium wollte sich dazu nicht äußern. Auch ein Bayer-Sprecher lehnte eine Stellungnahme ab. Die Leverkusener steigen mit der 62,5 Milliarden Dollar schweren Monsanto-Übernahme zum weltgrößten Anbieter von Pflanzenschutzmitteln und Saatgut auf.

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Für Bayer ist es nicht nur der größte Zukauf in der Firmengeschichte, es ist auch die bislang teuerste Übernahme eines deutschen Unternehmens.

(Foto: picture alliance / dpa)

 

14:47 Uhr

Wetterchaos in USA - Baumwollpreise schießen hoch

Die Furcht vor Ernteausfällen lässt den Preis für Baumwolle steigen. Der US-Terminkontrakt verteuert sich um 4,5 Prozent und kostet mit 93,21 US-Cent je Pfund so viel wie zuletzt vor vier Jahren.

Laut "Financial Times" ist es vor allem die Sorge vor dem Sturm "Alberto", der am Montag in Florida auf das Festland der USA traf und sich mittlerweile zu einem subtropischen Tief abgeschwächt hat. Dennoch gilt an der Ostküste, den Staaten South und North Carolina, weiterhin Flutwarnung.

Zudem ist es im Westen des wichtigsten Anbaustaats Texas noch immer sehr trocken, betont Commerzbank-Analyst Carsten Fritsch. Ohne baldige Niederschläge drohten erhebliche Ernte-Einbußen. Außerdem spekulierten Investoren auf eine anziehende Nachfrage aus China. "Die USA als größter Baumwollexporteur stehen hier in der ersten Reihe."

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Sturm "Alberto" hatte sich vor einigen Tagen über dem Golf von Mexiko gebildet und hatte am Montag mit Windgeschwindigkeiten um 100 Kilometer pro Stunde in der Gegend die nordamerikanische Küste erreicht.

(Foto: REUTERS)

 

13:55 Uhr

Das sind die wertvollsten Marken der Welt

Amazon ist nach Einschätzung von Marktforschern im vergangenen Jahr zur drittwertvollsten Marke der Welt nach Google und Apple geworden. Der weltgrößte Online-Händler tauschte im "Brandz"-Rating der Unternehmensberatung Kantar Millward Brown die Plätze mit Microsoft. Mit einem geschätzten Markenwert von 207,6 Milliarden Dollar liegt Amazon aber noch weit hinter den beiden Spitzenreitern zurück.

Google blieb die Nummer eins mit einem Markenwert von 302 Milliarden Dollar, Apple folgt mit rund 300 Milliarden Dollar. Als wertvollste deutsche Marke liegt SAP auf Rang 17 vor der Deutschen Telekom, die es auf Rang 25 schafft.

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13:20 Uhr

Irre Kursausschläge bei Italiens Staatsanleihen

Die Furcht vor einer Eurokrise 2.0 brockt einigen italienischen Staatsanleihen den größten Ausverkauf seit einem Vierteljahrhundert ein. Dies treibt die Rendite der zweijährigen Titel knapp zwei Prozentpunkte in die Höhe auf 2,731 Prozent, den höchsten Stand seit fünf Jahren. Damit steuerten die Papiere auf das größte Renditeplus seit 1992 zu.

Die Kursausschläge seien so hoch, dass es für Broker schwierig werde, realistische Preise zu ermitteln, sagt Anlagestratege Antoine Bouvet von der Investmentbank Mizhuo. Sein Kollege Martin Van Vliet von der ING Bank wertet den Renditeanstieg als Zeichen für die Furcht vor einem Auseinanderbrechen der Eurozone.

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Nach der gescheiterten Regierungsbildung durch die populistische Fünf-Sterne-Bewegung und die rechtsextreme Lega steuert Italien auf Neuwahlen zu.

(Foto: AP)

 

12:26 Uhr

Musk verrät Europa-Start von Teslas Model 3

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Trotz aller Schwierigkeiten und Verzögerungen bei der Produktion: Teslas Elektroauto Model 3 soll nach Angaben von Firmenchef Elon Musk im ersten Halbjahr 2019 auch in Europa ausgeliefert werden. Tesla kündigte den Beginn der Auslieferungen in Europa bisher nur allgemein für 2019 an.

Auch Fahrer in Asien sollen dann das Model 3 bekommen, schrieb Musk in einer Antwort auf eine Frage bei Twitter. Eine Version mit Rechtslenker etwa für Großbritannien oder Japan solle zur Jahresmitte 2019 fertig sein.

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Das Model 3 zum US-Preis ab 35.000 Dollar vor Steuern und Elektroauto-Vergünstigungen soll Tesla aus der Nische in einen breiteren Markt bringen.

 

11:38 Uhr

Deutscher Milliardärs-Clan kauft Sandwichkette

Nach dem Kultgetränk-Konzern Dr Pepper Snapple verleibt sich die Finanzholding der deutschen Milliardärsfamilie Reimann den nächsten Leckerhappen ein: Die in Luxemburg ansässige JAB Holding hat die Mehrheit an der Sandwichkette Pret a Manger erworben.

Der Kaufpreis wurde nicht genannt. Laut Medienberichten soll der Deal einen Wert von etwa 1,5 Milliarden britischen Pfund haben. 2017 war das neunte Jahr in Folge, in dem Pret a Manger ein Umsatzwachstum erzielte, wie das Unternehmen mitteilte.

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Die Sandwichkette betreibt weltweit 530 Filialen und erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 879 Millionen Pfund.

(Foto: REUTERS)

 

10:56 Uhr

Gold-Sprung macht deutsche Anleger glücklich

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Der Goldpreis springt am Vormittag aus dem Stand um fast 10 Dollar in die Höhe auf 1305 Dollar. Bisher konnten sich europäische Anleger allerdings kaum über Aufwärtsbewegungen beim in US-Dollar gehandelten Gold freuen. Denn wie im Gleichschritt stieg meist auch der Euro an, was den Wertgewinn beim Gold für Europäer sofort zunichte machte.

Doch diesmal ist es anders: Während Gold kräftig zulegt, sinkt der Euro weiter ab bis auf 1,538 Dollar. Das bedeutet, dass Besitzer von Gold im Euroraum derzeit einen stärkeren Wertgewinn ihrer Anlage verbuchen: 1,2 Prozent im Vergleich um Vorabend. In Dollar beträgt das Plus beim Goldpreis lediglich 0,45 Prozent.

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Während die Angst um Italien die Märkte verunsichert, werden "sichere Häfen" wie Gold gesucht.

(Foto: picture alliance / Sven Hoppe/dp)

 

10:34 Uhr

Renditen italienischer Anleihen schießen nach oben

Italienische Staatsanleihen werden heute von Anlegern fallen gelassen wie heiße Panini: Dies treibt die Rendite der zehnjährigen Titel auf ein Vier-Jahres-Hoch von 3,11 Prozent. Der Risikoaufschlag zu vergleichbaren Bundespapieren war zeitweise sogar so groß wie zuletzt vor fast fünf Jahren.

Aus Sorge um die Zukunft der Eurozone gehen auch die Aktien der italienischen Geldhäuser, die in großem Umfang Anleihen ihres Landes halten, erneut in die Knie. Der dortige Bankenindex fällt um 4,5 Prozent auf ein 13-Monats-Tief von 9708,47 Punkten. Damit summiert sich das Minus der vergangenen beiden Wochen auf gut 22 Prozent. Das ist der größte Kursrutsch seit zwei Jahren.

Der Leitindex der Mailänder Börse markiert im allgemeinen Abwärtssog ein Zehn-Monats-Tief von 21.301 Zählern.

*Datenschutz

 

10:00 Uhr

Mehr Investoren rechnen mit Bruch der Eurozone

Das Projekt Europa hat es in den vergangenen Jahren nicht leicht. Nach dem Fast-Grexit und dem Brexit droht nun der Italexit - das Ausscheiden Italiens aus der Eurozone. Investoren jedenfalls halten dieses Szenario für immer wahrscheinlicher, wie eine Umfrage der Investmentberatung Sentix ergab.

13 Prozent der Anleger erwarten für die kommenden zwölf Monate das Ausscheiden mindestens eines Landes aus der Währungsunion, ergab die Umfrage unter 5000 Investoren. Das ist der höchste Wert seit mehr als einem Jahr. Seinen bisherigen Höchststand erreichte der Index während der Griechenland-Krise Mitte 2012 mit 73 Prozent.

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Was hören Sie?

 

09:27 Uhr

Dax sinkt gefährlich nah an Schicksals-Linie

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Italiens Politik-Chaos reißt die europäische Märkte ins Unglück: Der Dax sackt nach Eröffnung am Morgen um 0,7 Prozent nach unten bis auf 12.775 Zähler. Damit kommt er der sogenannten 200-Tagelinie bei 12.725 Punkten gefährlich nahe. Diese Linie ist der gleitende Durchschnitt der vergangenen 200 Börsentage. Wird sie unterschritten, sehen das Charttechniker als Verkaufssignal - es droht ein noch tieferer Absturz des Dax.

Nach der gescheiterten Regierungsbildung durch die populistische Fünf-Sterne-Bewegung und die rechtsextreme Lega steuert Italien auf Neuwahlen zu. Umfragen zufolge könnten diese beiden europakritischen Parteien daraus gestärkt hervorgehen, sagt Analyst David Madden vom Online-Broker CMC Markets. Einige Experten befürchten, dass sich der Wahlkampf um den Verbleib Italiens in der Eurozone drehen könnte.

Guten Morgen, mein Name ist Kai Stoppel und ich begleite Sie heute durch den "Börsen-Tag". Bei Fragen, Anregungen und Kritik schreiben Sie mir doch einfach eine Nachricht an kai.stoppel(at)nachrichtenmanufaktur.de.

08:52 Uhr

Euro fällt unter 1,16 US-Dollar - Jahrestief

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Der Euro schwächelt vor dem Hintergrund der politischen Krise in Italien weiter und ist unter die Marke von 1,16 US-Dollar gefallen. Er geht mit 1,1593 Dollar um, nachdem er im Hoch am Montag noch fast 1,1730 gekostet hatte. Die Gemeinschaftswährung ist damit so billig wie zuletzt im November 2017.

Am italienischen Anleihemarkt schießen derweil die Renditen weiter nach oben. Die Zehnjahresrendite liegt mittlerweile bei über 2,8 Prozent, verglichen mit 2,5 Prozent am Freitag. Die deutsche Zehnjahresrendite fällt auf 0,29 Prozent von 0,35 am Vorabend. Deutsche Anleihen werden gestützt von der Flucht aus italienischen Papieren.

Im Verlauf des Montags hat sich nach Darstellung von Esther Reichelt, Devisenanalystin bei der Commerzbank, das Bewusstsein durchgesetzt, dass das Scheitern der Regierungsbildung in Italien kein für den Euro positives Ereignis sein kann. Die damit einhergehende Risikostimmung am Devisenmarkt sei auch am Dienstag weiter spürbar.

08:34 Uhr

Ölpreise berappeln sich

Brent Rohöl
Brent Rohöl 68,41

Die Ölpreise haben sich am Dienstag nach zum Teil deutlichen Verlusten an den Vortagen zunächst stabilisiert. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli 75,50 US-Dollar. Das waren 20 Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg ebenfalls leicht auf 66,72 Dollar.

Nach wie vor liegt das Hauptaugenmerk am Ölmarkt auf der Angebotsseite. Die beiden Ölriesen Saudi-Arabien und Russland haben unlängst in Aussicht gestellt, ihre Rohölförderung im zweiten Halbjahr 2018 möglicherweise auszuweiten. Ausschlaggebend sind Angebotsengpässe am Ölmarkt wegen neuer US-Sanktionen gegen Iran und eines Fördereinbruchs im Krisenland Venezuela.

Kommt es so, würden sich das Ölkartell Opec - angeführt durch Saudi-Arabien - und Russland ein Stück weit von ihrer Fördergrenze verabschieden, die sie Anfang 2017 zur Anhebung der Ölpreise eingeführt hatten. Problematisch wäre dies aus deren Sicht jedoch nicht, weil zum einen die Rohölpreise seither deutlich angestiegen sind und zum anderen das einst überschüssige Ölangebot abgebaut wurde.

08:20 Uhr

Nikkei schließt mit Minus

Die ungewisse politische Zukunft Italiens bereitet Anlegern weltweit Kopfschmerzen. Experten befürchten, dass sich der Wahlkampf in Italien um den Verbleib des Landes in der Eurozone drehen könnte. Darüber hinaus sorge auch das Hick-Hack um den geplanten Gipfel zwischen den USA und Nordkorea für Unsicherheit, sagte Analyst Nick Twidale vom Brokerhaus Rakuten.

In Tokio schloss der Nikkei 0,6 Prozent tiefer bei 22.358 Punkten. Die Börse Shanghai büßte 0,2 Prozent ein.

Bei den Einzelwerten stand unter anderem Nippon Paper im Mittelpunkt. Der Papier-Produzent rechnet wegen sinkender Nachfrage für das laufende Geschäftsjahr mit einem Verlust von umgerechnet 142 Millionen Euro. Die Aktie fiel daraufhin um 8,7 Prozent.

Die Titel von Tokai Carbon stiegen dagegen um bis zu 9,2 Prozent auf ein Rekordhoch von 2119 Yen. Dank steigender Preise für das wichtigste Produkt Grafitelektroden hob das Unternehmen sein Gewinnziel um rund die Hälfte an.

08:02 Uhr

Apple-Entscheidung könnte Aixtron-Sentiment stützen

Aixtron
Aixtron 9,71

Aixtron könnten nach Einschätzung von Börsianern von einem Bericht der südkoreanischen "Electronic Times" profitieren, demnach Apple ab dem kommenden Jahr alle neuen iPhone-Modelle mit OLED-Bildschirmen ausstatten wird. Das TecDax-Unternehmen aus Herzogenrath produziert Anlagen zur Herstellung von OLEDs.

Ob Aixtron nun direkt von der Entwicklung profitiere sei unklar, heißt es im Handel, allerdings könnte das Sentiment für das Papier etwas gestützt werden. Im asiatischen Handel brach die Aktie von Japan Display nach der Nachricht ein. Die Japaner beliefern Apple bislang mit LCD-Displays, die einen höheren Energieverbrauch als OLEDs haben.

07:47 Uhr

Euro erholt sich kaum

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(Foto: picture alliance / Oliver Berg/d)

Schwere Zeiten für den Euro: Die Gemeinschaftswährung hat sich erst einmal kaum von ihren deutlichen Verlusten vom Wochenstart erholen können. Im frühen Handel kostete der Euro 1,1630 US-Dollar. Das war wenig mehr als der am Vortag erreichte rund halbjährige Tiefstand bei 1,1608 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagnachmittag auf 1,1644 Dollar festgelegt.

Auch hier spielt die politische Lage in Italien eine maßgebliche Rolle. Die Finanzmärkte stehen derzeit fest im Bann der dortigen Ereignisse. Nach der gescheiterten Regierungsbildung droht jetzt ein institutioneller Zweikampf zwischen den beiden populistischen Kräften Fünf Sterne und Lega einerseits sowie Staatspräsident Sergio Mattarella andererseits.

Investoren suchen deshalb bevorzugt sichere Anlagehäfen auf. Dazu gehört der japanische Yen, dessen Kurs zu vielen Währungen stieg.

07:34 Uhr

Grammer dürften nach Jifeng-Gebot haussieren

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Mit der Grammer-Aktie dürfte es zur Eröffnung des Handels in Frankfurt nach dem möglichen Übernahme-Gebot von Großaktionär Ningbo Jifeng kräftig nach oben gehen. Die Chinesen, die bereits mehr als ein Viertel an dem SDax-Konzern halten, erwägen ein Übernahmegebot von 61,25 Euro je Aktie inklusive Dividende. Die Grammer-Aktie ging am Montag mit 51,30 Euro aus dem Handel.

Im Handel wird die Offerte positiv zur Kenntnis genommen. Das Gebot der Chinesen dürfte die Unterstützung des Managements haben. Dieses hatte die Chinesen ins Unternehmen geholt, um eine Übernahme durch die Hastor Familie zu verhindern. Diese hält rund 19 Prozent an Grammer.

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Im Handel geht man indes nicht davon aus, dass Hastor eine Übernahme durch Jifeng verhindern kann. Möglicherweise müssten die Chinesen aber den Preis noch nach oben anpassen. Kartellrechtlich sollte ein Kauf von Grammer durch Jifeng unbedenklich sein, heißt es.

07:17 Uhr

Tribut an die Politik: Dax wird etwas leichter erwartet

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die politischen Risiken dürften auch heute die Stimmung der Anleger an Europas Börsen negativ beeinflussen. Auch hier steht vor allem die Entwicklung in Italien im Fokus. Die sich abzeichnenden Neuwahlen im Herbst könnten die politische Landschaft in Italien weiter radikalisieren und zu einer Art Referendum über die Zugehörigkeit des Landes zur Eurozone werden, heißt es im Handel.

Es zeichnen sich leichte Verluste an Europas Börsen ab. Der Dax notiert vorbörslich 0,2 Prozent niedriger bei 12.839 Punkten.

Mit Sorge wird zudem nach Madrid geschaut. Dort wird am Donnerstag und Freitag über ein Misstrauensvotum gegen die Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy beraten. Hintergrund ist eine Bestechungsaffäre um dessen konservative Volkspartei PP. Allerdings ist derzeit unklar, ob ein solches Votum Aussicht auf Erfolg hat, da die oppositionelle Partei Ciudadanos dieses nicht unterstützen wollen.

Nach dem Feiertag in London zu Wochenbeginn sollte sich das Geschäft heute wieder beleben.

06:41 Uhr

Italien bremst Nikkei aus

Nikkei
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Immer wieder Italien: Die politische Unsicherheit in dem wichtigen Euro-Land hat die Börse in Japan erneut belastet. Auch der Euro blieb im fernöstlichen Devisenhandel unter Druck. Die Gemeinschaftswährung verharrte kaum verändert bei 1,1629 US-Dollar.

Italien, immerhin die drittgrößte Kraft der Eurozone, steuert auf Neuwahlen zu. Hauptthema im nächsten Wahlkampf dürfte die Rolle des Landes in der Europäischen Union und dem Euro werden. Investoren befürchten, dass die Wahl de facto ein Referendum über den Verbleib in der Währungsunion werden könnte.

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In Tokio notierte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,9 Prozent  niedriger bei 22.280 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,8 Prozent auf 1756 Zähler. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans gab 0,4 Prozent nach. Der Dollar wurde mit 108,99 Yen gehandelt.