Dienstag, 20. Oktober 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke
17:39 Uhr

Dax schließt auf Tagestiefniveau

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt können am Dienstag nicht aus ihrer Haus. Den Verlusten vom Wochenauftakt folgt ein weiterer Abschlag. Der Dax bricht durch die 12.800er Marke und beendet den Handel 0,9 Prozent im Minus bei 12.737 Punkten. Sein Tageshoch markierte er bei 12.850 Zählern deutlich darüber.

"Die Anleger bleiben weiter vorsichtig", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. "Die Themen harter Brexit, US-Wahl und Corona-Krise bremsen den Markt aus. Demgegenüber steht das viele lockere Geld der Notenbanken, das stützt." Für Marggrafs Kollegin Katja Dofel ist klar: "Vorsicht ist die Mutter des Aktiendepots."

Zu den größten Dax-Gewinnern gehören MTU, Deutsche Bank und Beiersdorf. Dagegen stehen Werte wie FMC, Fresenius oder Deutsche Börse an der Spitze der Verlierer.

Dax
Dax 13.242,10

16:55 Uhr

US-Techwerte unter Druck

Für die Aktien von IBM und Intel geht es an der Wall Street nach unten. IBM-Titel büßen rund 6,5 Prozent ein, Intel-Anteilsscheine etwa 1,2 Prozent. Bei IBM lagen die Ergebnisse für das dritte Quartal zwar über den Erwartungen, doch berichtete das Unternehmen, dass Kunden wegen der Pandemie Projekte verschoben hätten. Finanzvorstand James Kavanaugh kündigte für das vierte Quartal Restrukturierungsaufwendungen von 2,3 Milliarden Dollar an und teilte mit, dass IBM wegen der damit verbundenen Unsicherheit keinen Ausblick geben werde.

Der Chiphersteller Intel, dessen Aktien vorbörslich noch im Plus notierten, hat eine Einigung über den Verkauf der NAND-Speicherchip-Sparte an SK Hynix für rund neun Milliarden Dollar erzielt, wie die Südkoreaner bestätigten. Intel zieht sich damit aus einem schwierigen Geschäft zurück.

16:24 Uhr

Trotz schwacher Zahlen: Lufthansa-Aktie hebt ab

Lufthansa zeigen sich nach den Zahlen gut sechs Prozent im Plus. "Die Zahlen sind erdrückend schwach, die Lage ist aber nicht hoffnungslos", so ein Händler. Noch halte sich der Konzern nur mit Staatsgeld und mit Sparmaßnahmen über Wasser. Setze sich der Kapitalabfluss in dem Tempo fort, reiche die Liquidität noch vier Quartale. Die Hoffnung ruhe auf einem Impfstoff und darauf, dass der Preiskampf der vergangenen Jahre nach der Coronavirus-Krise vorbei sei. "Die Lufthansa ist ganz klar ein Corona-Verlierer", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. Sie verweist darauf, dass die Aktien seit Jahresbeginn gut 50 Prozent verloren hat.

Lufthansa
Lufthansa 10,34

15:52 Uhr

US-Anleger blicken hoffnungsvoll auf die "Deadline"

Mit moderaten Gewinnen ist die Wall Street in den Dienstag gestartet. Der Dow-Jones-Index zieht 0,6 Prozent auf 28.378 Punkte an. "Wir sind ganz gut in den Tag gestartet", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Jens Korte.

Die Augen der Anleger sind dabei vor allem auf die "Deadline" für die Verhandlungen zwischen Republikanern und Demokraten über ein neues US-Konjunkturprogramm gerichtet. Bis Dienstagabend müsse eine Einigung erzielt werden, um noch ein Entlastungsgesetz auszuarbeiten, das vor der Wahl verabschiedet werden könne, heißt es im Handel. Allerdings sind die Hoffnungen auf eine gemeinsame Lösung mittlerweile recht gering. Sollte es tatsächlich zu einem neuen Stimuluspaket kommen, könnte das jedoch für eine Rally am Aktienmarkt sorgen, so ein Beobachter.

15:41 Uhr

Erst März-Crash, dann Aufholjagd: Haben Small Caps noch Potenzial?

Das Aufwärtspotenzial nach dem März-Crash sei noch nicht ausgeschöpft, sagt Steve Lipper von Royce Investment Partners mit Blick auf den Markt für Small Caps. "Der Markt-Crash im März war der 17. seiner Art seit 1945", erklärt der Vermögensverwalter. Im Schnitt dauere es weniger als zwölf Monate, bis die Kursverluste aufgeholt seien. Auch eine Kursentwicklung darüber hinaus hält Lipper für wahrscheinlich: "Die neuen Hochs liegen im Mittel 55,7 Prozent über den vorigen", sagt er.

14:48 Uhr

Logitech-Aktien klettern um ein Fünftel

Nach einem Gewinnsprung im zweiten Quartal und besseren Gewinnaussichten für das gesamte Geschäftsjahr 2020/21 greifen Anleger zu Logitech. Die Aktien der Computerzubehör-Firma steigen an der Börse Zürich um 22 Prozent auf ein Rekordhoch von 89,36 Franken. Die starke Zunahme von Homeoffice im Zuge der Coronavirus-Krise hat Umsatz und Ergebnis des schweizerisch-amerikanischen Unternehmens befeuert.

Logitech
Logitech 67,52

14:26 Uhr

Cloud-Konkurrenzkampf im Weltraum: Microsoft und SpaceX gegen Amazon

Microsoft arbeitet mit dem Raumfahrtunternehmen SpaceX von Elon Musk zusammen, um Amazon im Cloud-Computing mehr Konkurrenz zu machen. Der Softwarekonzern wird bei der Verbindung und Bereitstellung neuer Dienste per Satellit helfen. Microsofts offiziell gestartete Initiative, die auf kommerzielle und staatliche Raumfahrtorganisationen und -unternehmen abzielt, kommt etwa drei Monate, nachdem Amazons Cloud-Sparte AWS die Gründung eines eigenen Teams für Dienstleistungen und Lösungen in der Luft- und Raumfahrt angekündigt hat. Gemäß den Prognosen einiger Analysten könnten sich die Gesamteinnahmen aus weltraumbezogenen Cloud-Diensten bis zum Ende des Jahrzehnts auf etwa 15 Milliarden US-Dollar belaufen, was mindestens ein Mehrfaches des aktuellen Volumens wäre.

Der Wettbewerb in der Cloud zwischen dem Marktführer Amazon und Microsoft, der Nummer zwei, hat sich in den vergangenen Jahren verschärft und hat durch die Pandemie nochmals zugenommen. Denn die Unternehmen beschleunigen ihre Umstellung auf die Cloud und legen sich mit ihrer Entscheidung für den einen oder anderen Anbieter auf Jahre hinaus fest. Zugleich erhöhen Militär und Geheimdienste ihre Ausgaben für eine Reihe von Raumfahrtprojekten.

14:10 Uhr

Sechsjahreshoch: Ernteausfälle heizen Weizenpreis an

Ausbleibender Regen in den Anbaugebieten Russlands und der USA verteuern Weizen erneut. Der US-Terminkontrakt gewinnt 0,8 Prozent auf 6,32 Dollar je Scheffel und behauptet sich knapp unter seinem Sechsjahreshoch vom Montag. Sollte die Trockenheit anhalten, müsse mit weiteren Preissteigerungen gerechnet werden, sagt ein Marktteilnehmer.

13:52 Uhr

5G-Ausbau: Schweden schließt Huawei und ZTE aus

Der schwedische Telekom-Regulierer hat die Nutzung von Technik der chinesischen Unternehmen Huawei und ZTE in ihrem 5G-Netz untersagt. Die schwedische Post- und Telekommunikationsbehörde (PTS) erklärt, mit dem Schritt folge sie der Einschätzung des schwedischen Militärs und Sicherheitsbehörden. Nächsten Monat will Schweden die Frequenzen für den neuen Mobilfunkstandard 5G versteigern. Die an der Auktion teilnehmenden Unternehmen müssten die Huawei- und ZTE-Technologie bis zum 1. Januar 2025 aus den bestehenden zentralen Funktionen entfernen, teilt die Behörde mit. Von dem Verbot dürften vor allem der heimische Telekom-Ausrüster Ericsson und der finnische Anbieter Nokia profitieren.

Nach Druck aus den USA, die chinesische Unternehmen als Sicherheitsrisiko einschätzen, haben europäische Regierungen unter anderem die Rolle von Huawei beim Aufbau ihrer Netzwerke überprüft. Großbritannien hatte als erstes europäisches Land Huawei-Technologie ab 2027 aus seinem 5G-Netz verbannt.

13:03 Uhr

US-Anleger setzen auf Hilfspaket

Für die Wall Street deuten sich am Dienstag leichte Gewinne an. Die Augen sind dabei vor allem auf die "Deadline" für die Verhandlungen zwischen Republikanern und Demokraten über ein neues US-Konjunkturprogramm gerichtet. Bis Dienstagabend müsse eine Einigung erzielt werden, um noch ein Entlastungsgesetz auszuarbeiten, das vor der Wahl verabschiedet werden könne, heißt es im Handel. Allerdings sind die Hoffnungen auf eine gemeinsame Lösung mittlerweile recht gering. Sollte es tatsächlich zu einem neuen Stimuluspaket kommen, könnte das jedoch für eine Rally am Aktienmarkt sorgen, so ein Beobachter.

Daneben wird mit Sorge auf die weiter rasch steigende Zahl an globalen Neuinfektionen geschaut. In immer mehr Ländern und Regionen werden wieder Lockdowns eingeführt, was sich negativ auf die erhoffte rasche Konjunkturerholung auswirken dürfte. "Die Schlagzeilen werden immer schlimmer, aber unser Basis-Szenario ist immer noch, dass es keinen weiteren vollständigen Lockdown geben wird", so Fahad Kamal, Chief Investment Officer bei Kleinwort Hambros. "Es besteht immer noch ein großer Unterschied zwischen lokalen, gezielten Abriegelungen und den Lockdowns, die wir im März und April hatten", ergänzt der Teilnehmer.

Der S&P-500-Future gewinnt aktuell 0,6 Prozent. An Konjunkturdaten stehen lediglich die Baubeginne und -genehmigungen für den September auf der Agenda.

12:38 Uhr

Hoffnung auf Corona-Impfstoff treibt Moderna-Kurs

In Erwartung der raschen Zulassung eines Coronavirus-Impfstoffs steigen Anleger bei Moderna ein. Die Aktien des Unternehmens legen im vorbörslichen US-Geschäft mehr als drei Prozent zu. Laut "Wall Street Journal" könnte der Wirkstoff bereits im Dezember grünes Licht von der US-Gesundheitsbehörde FDA erhalten.

Moderna Inc.
Moderna Inc. 85,38

12:20 Uhr

Yuan dürfte weiter aufwerten

Der Yuan dürfte zum US-Dollar weiter aufwerten. Davon gehen die Analysten von Maybank aus. Faktoren, die für einen stärkeren Yuan sprächen, seien die im Vergleich zur Fed weniger taubenhafte Haltung der chinesischen Notenbank und die hohe Wahrscheinlichkeit, dass Joe Biden die US-Präsidentschaftswahl gewinne. Unter Biden dürfte ein weiterer Handelskrieg weniger wahrscheinlich sein, vermuten die Analysten. Allerdings stünden noch immer mögliche Strafmaßnahmen der USA gegen China im Raum, denn der Streit um Tiktok und Wechat sei noch nicht beigelegt. Der Offshore-Yuan steht bei 6,6738 je US-Dollar. Zeitweise wurden für den Dollar nur 6,6672 Yuan gezahlt; so wenig wie zuletzt im Juli 2018.

US-Dollar / Yuan
US-Dollar / Yuan 6,58

11:58 Uhr

60-Milliarden-IPO: Uber-Konkurrent bereitet Börsengang vor

Der chinesische Uber-Konkurrent Didi strebt Insidern zufolge für das kommende Jahr einen Börsengang in Hongkong an. Der Fahrdienstvermittler, der von Unternehmen wie Softbank, Alibaba und Tencent finanziert wird, habe erste Gespräche mit Investmentbanken begonnen, sagen drei mit der Sache vertraute Personen. Didi könne bei dem Börsengang mit mehr als 60 Milliarden Dollar bewertet werden. Geplant sei die Emission für das erste Halbjahr 2021. Didi erklärte, es gebe keine festgelegten Börsenpläne.

Der Konzern mit Sitz in China hatte wie seine Konkurrenten Uber und Lyft in den vergangenen Jahren eine Aktienplatzierung an der prestigeträchtigen New Yorker Wall Street ins Auge gefasst. Dort können Firmen oft mehr Investoren erreichen und in vielen Fällen auch mehr Geld einsammeln. Wegen des anhaltenden Handelsstreits zwischen China und den USA und der Beschränkungen für chinesische Firmen in Amerika habe sich Didi nun aber für Hongkong entschieden, heißt es.

11:44 Uhr

Sagrotan-Hersteller überzeugt in Corona-Krise: Aktienkurs steigt

Die Coronavirus-Pandemie gibt dem britischen Konsumgüterkonzern Reckitt Benckiser Schub. Wegen starker Nachfrage nach Desinfektionsmitteln kletterte der Umsatz des Sagrotan-Herstellers im dritten Quartal um knapp sieben Prozent auf 3,5 Milliarden Pfund. Auf vergleichbarer Basis, bereinigt etwa um Wechselkurseffekte, betrug der Zuwachs mehr als 13 Prozent - deutlich mehr als Analysten erwartet hatten. Vor allem im Geschäft mit Hygieneprodukten legte der Konzern deutlich zu, dort betrug das Wachstum auf vergleichbarer Basis fast 20 Prozent.

Uber
Uber 42,84

Für das Gesamtjahr erhöhte Reckitt Benckiser seine Prognose und rechnet nun mit einem Umsatzanstieg im niedrigen zweistelligen Prozentbereich statt wie bisher im hohen einstelligen Bereich. Vorstandschef Laxman Narasimhan sagt, der Konzern sei in deutlich besserer Verfassung als noch vor einem Jahr. Bei Anlegern kam das gut an: Reckitt-Aktien stiegen an der Londoner Börse um mehr als zwei Prozent. Die Aktien verteuern sich um rund zwei Prozent.

11:00 Uhr

Ölpreise geben nach

Mit sinkenden Preisen warten die Ölpreise auf. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostet 42,22 US-Dollar. Das sind rund 1,1 Prozent weniger als noch zum Start der Handelswoche. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) sinkt 0,3 Prozent auf 40,69 Dollar.

Die Zeit, um ein neues US-Konjunkturpaket noch vor der Wahl im November zu beschließen, wird knapp. Die Sprecherin der Demokraten im US-Parlament, Nancy Pelosi, hat eine Einigungsfrist gesetzt, die in Kürze ausläuft. Staatliche Unterstützung könnte die Nachfrage nach Rohöl anregen, deren Ausblick vor dem Hintergrund der wieder stark steigenden Corona-Infektionszahlen ungewiss erscheint.

Beim Treffen der Ölminister des Ölkartells Opec am Montag wurde zudem keine neue Entscheidung zu der für Beginn des kommenden Jahres geplanten Produktionsausweitung getroffen. Marktbeobachter rechneten zuletzt damit, dass die Opec ihre aktuellen Förderkürzungen angesichts der schwachen Nachfragesituation entgegen den Planungen zunächst beibehalten wird. Das entscheidende Treffen in großer Runde ist für Ende November geplant.

10:44 Uhr

Wie gut war Trump für die US-Wirtschaft?

Der US-Wahlkampf läuft heiß, US-Präsident Trump liegt laut Umfragen zum Teil deutlich hinter Herausforderer Biden. Trump versucht, die Wirtschaftskarte zu spielen. Aber wie gut war seine Wirtschaftspolitik wirklich? Sandra Navidi, Markus Koch und Christopher Wittich liefern die Antwort.

10:20 Uhr

Westwing-Kurs im Höhenrausch: Online-Möbelhändler hebt Jahresziele an

Der Trend, in der Corona-Krise das eigene Zuhause aufzuhübschen, hilft auch dem Online-Möbelhändler Westwing. Nach kräftigen Zuwächsen im dritten Quartal und einem "sehr starken Start" ins Jahresendgeschäft hob der Vorstand seine Jahresziele an. Er peilt nun ein Umsatzplus von 55 bis 65 Prozent auf 415 bis 440 Millionen Euro an, statt eines Zuwachses von 40 bis 50 Prozent. Die bereinigte operative Umsatzrendite soll neun bis elf Prozent erreichen statt sechs bis acht Prozent. Im dritten Quartal verbuchte die Firma nach ersten Berechnungen ein Umsatzplus von 66 Prozent und eine bereinigte Marge von zehn bis elf Prozent. Die Aktien springen um mehr als zwölf Prozent an.

Westwing
Westwing 27,25

09:44 Uhr

Sartorius hebt Ausblick an: Aktienkurs steigt

Für die Aktien von Sartorius geht es gegen den Trend um mehr als fünf Prozent nach oben. "Im dritten Quartal hat Sartorius in allen Bereichen klar über der Markterwartung geliefert", so ein Marktteilnehmer. Der Ausblick wurde in Folge sowohl beim Umsatz wie auch bei der EBITDA-Marge nach oben genommen. "Hier werden einige Analysten ihre Schätzungen anpassen müssen."

09:27 Uhr

Covid-Einsatz: UBS-Mitarbeiter erhalten Zusatzlohn

Die UBS bedankt sich bei den Mitarbeitern für ihren Einsatz während der Coronavirus-Krise mit einer Sonderzulage. Die Angestellten bis zu einer bestimmten Rangstufe erhalten zusätzlich zum Gehalt einen einmaligen Barbetrag in Höhe eines Wochenlohns, wie die Schweizer Großbank mitteilt. Der Aufwand für das Institut belaufe sich auf insgesamt rund 30 Millionen Dollar. Im dritten Quartal fuhr die UBS einen Gewinn von 2,1 Milliarden Dollar ein.

UBS
UBS 13,21

09:08 Uhr

Lockdown-Sorgen belasten Dax

Nach dem volatilen Start in die Handelswoche geht es am Dienstag zu Beginn für den deutschen Aktienmarkt weiter abwärts. "Bei den Anlegern machen sich Sorgen über einen möglichen zweiten Lockdown breit", sagt ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel. Sie verweist auf die verhängten Ausgangssperren im Berchtesgadener Land in Bayern. Zudem belasteten die Vorgaben von der Wall Street und aus Asien. Der Dax notiert 0,6 Prozent schwächer bei 12.794 Punkten. Am Montag war er 0,4 Prozent im Minus bei 12.855 Zählern aus dem Handel gegangen.

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08:48 Uhr

Asien-Börsen ausgebremst

Nikkei
Nikkei 26.165,59

Das Tauziehen um neue Konjunkturhilfen in den USA macht Asien-Anleger nervös. Der japanische Nikkei-Index fiel am Dienstag um 0,4 Prozent auf 23.572 Punkte. Die chinesische Börse Shanghai stagnierte bei 3317 Zählern.

Die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses Nancy Pelosi und Finanzminister Steven Mnuchin hätten weitere Differenzen aus dem Weg geräumt, verkündete Pelosis Sprecher auf Twitter. Die Spitzenpolitikerin der oppositionellen Demokraten hatte am Wochenende eine Frist bis Dienstag gesetzt, damit ein Konjunkturpaket noch vor den US-Präsidentschaftswahlen in zwei Wochen verabschiedet werden kann. Die Wahrscheinlichkeit für eine Einigung ist aber keinen Deut größer als vor einer Woche", warnte Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets.

Bei den Unternehmen standen Hyundai und seine Beteiligung Kia im Rampenlicht. Die beiden südkoreanischen Autobauer müssen wegen Qualitätsmängeln an Motoren umgerechnet weitere 2,5 Milliarden Euro zurückstellen. Dies werde die Unternehmen im dritten Quartal in die roten Zahlen drücken, prognostiziert Analyst Sean Kim vom Brokerhaus Dongbu. Die Aktien von Hyundai und Kia brachen in Seoul zeitweise um jeweils etwa sieben Prozent ein.

08:28 Uhr

Finanzinvestor Permira macht bei Teamviewer erneut Kasse

Teamviewer
Teamviewer 39,80

Der Corona-Krisengewinner TeamViewer wird für den Finanzinvestor Permira immer mehr zur Goldgrube. Zum dritten Mal seit dem Börsengang vor gut einem Jahr machte Permira bei dem Softwareunternehmen Kasse und warf über Nacht TeamViewer-Aktien im Wert von 930 Millionen Euro auf den Markt.

Die 22 Millionen Papiere seien zu je 42,25 Euro bei institutionellen Investoren untergebracht worden, teilte die Beteiligungsgesellschaft in der Nacht zum Dienstag mit. Damit schmilzt der Anteil von Permira, die vor sechs Jahren bei der Start-up-Firma aus Göppingen eingestiegen war, auf 28 von 39 Prozent. Für den Investor ist die Beteiligung an TeamViewer eines der erfolgreichsten Engagements in Deutschland. Permira-Deutschlandchef Jörg Rockenhäuser hatte rund 870 Millionen Euro für das 2005 gegründete Unternehmen hingelegt.

08:01 Uhr

Online-Möbelhändler erhöht nach starkem Quartal Prognose

Westwing
Westwing 27,25

Starke Drittquartalszahlen hat der Online-Möbelhändler Westwing geliefert und in Folge den Ausblick angehoben. So ist der Umsatz in der dritten Periode um 66 Prozent gestiegen. Analysten der Citi hatten mit einem Plus von 50 Prozent gerechnet. Die bereinigte Ebitda-Marge zwischen 10 und 11 Prozent ist mehr als doppelt so hoch wie von den Analysten erwartet ausgefallen.

"Die Entwicklung spiegelt nach wie vor die starke Verlagerung der Verbraucherausgaben ins Internet und in Richtung Home and Living wider", so die Analysten. Die Aktie gewann im Spezialistenhandel am Montagabend 5,0 Prozent, aber auch die Aktie des Wettbewerbers Home24 sollte von den Zahlen profitieren. Angesichts des starken Quartals und eines guten Starts in das vierte Vierteljahr erwartet Westwing 2020 nun beim Umsatz ein Plus von 55 bis 65 Prozent gegenüber 40 bis 50 Prozent zuvor. Die bereinigte EBITDA-Marge soll zwischen 9 und 11 Prozent nach zuvor 6 bis 8 Prozent liegen.

07:52 Uhr

Dax niedriger erwartet - Corona-Sorgen bleiben

In Erwartung einer weiteren Flut von Firmenbilanzen dürfte der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Hauptgesprächsthema bleibt die weiter grassierende Coronavirus-Pandemie. Neue Lockdowns würden die wirtschaftliche Erholung der vergangenen Monate zunichtemachen, warnte Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets.

Daneben richten Anleger ihre Aufmerksamkeit auf die Verhandlungen über ein neues US-Konjunkturpaket. Nancy Pelosi, Spitzenpolitikerin der oppositionellen Demokraten und Vorsitzende des Repräsentantenhauses, hatte am Wochenende erklärt, dass bis Dienstag eine Einigung erzielt werden müsse, um die Hilfen vor der Präsidentschaftswahl Anfang November durch das Parlament zu bringen. Börsianer bezweifeln jedoch, dass dies gelingt. Allerdings konnte Pelosi einem Sprecher zufolge bei Beratungen mit Finanzminister Steven Mnuchin am Montag weitere Differenzen aus dem Weg räumen.

06:50 Uhr

Logitech wächst dank Trend zum Homeoffice rasant

Logitech
Logitech 67,52

Der Trend zum Homeoffice während der Pandemie hat der Schweizer Logitech International zu einem kräftigen Wachstum verholfen. Der Hardware-Hersteller ist nach dem starken zweiten Geschäftsquartal deutlich zuversichtlicher für das Gesamtjahr. Logitech geht für das laufende Jahr nun von einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von 35 bis 40 Prozent und einem bereinigten operativen Gewinn von 700 bis 725 Millionen US-Dollar aus.

Bisher hatte der Konzern ein Wachstum von 10 bis 13 Prozent und einen operativen Gewinn von 410 bis 425 Millionen Dollar angepeilt. Im zweiten Quartal per Ende September kletterte der Umsatz um nominal 75 bzw. wechselkursbereinigt 73 Prozent auf 1,26 Milliarden Dollar und übertraf damit erstmals die Milliarden-Marke. Der operative Gewinn stieg auf 322 Millionen von 68 Millionen Dollar im Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie legte auf 1,56 von 0,43 Dollar zu. Der bereinigte operative Gewinn stieg auf 354 von 89 Millionen Dollar.

06:21 Uhr

Ringen um US-Konjunkturpaket verunsichert asiatische Anleger

Nikkei
Nikkei 26.165,59

Das langwierige Ringen um ein US-Konjunkturpaket, steigende Infektionszahlen und ein unsicherer Ausgang der US-Präsidentschaftswahlen lasten auf den asiatischen Anlegern. Auch wenn die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses Nancy Pelosi und Finanzminister Steven Mnuchin bei ihren Beratungen über Finanzhilfen weitere Differenzen aus dem Weg räumen konnten, blieb offen, ob ein entsprechendes Gesetz noch vor den Wahlen am 3. November auf den Weg gebracht werden kann.

Die Vorsicht der Anleger wurde auch durch die zunehmende Besorgnis über das Risiko eines umstrittenen Wahlergebnisses in den USA ausgelöst. "Ein solches Ereignis würde höchstwahrscheinlich die globalen Märkte erheblich verärgern, bis die USA eine akzeptable Lösung erreichen", sagte Keith Creveling, Co-Chief Information Officer von American Century.

USD/Yen
USD/Yen 104,22

Die Börse in Tokio hat sich zunächst schwächer gezeigt. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,3 Prozent tiefer bei 23.596 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,4 Prozent und lag bei 1632 Punkten.

Die Börse in Shanghai lag 0,5 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,1 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,4 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,1 Prozent auf 105,55 Yen und legte 0,1 Prozent auf 6,6864 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er kaum verändert bei 0,9100 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1770 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0713 Franken. Das Pfund Sterling stagnierte bei 1,2943 Dollar.