Donnerstag, 23. Juli 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Diana Dittmer
18:03 Uhr

Dax bremst auf der 13.100

Nach dem jüngsten Sprung auf den höchsten Stand seit dem Corona-Crash hat es dem Dax an Schwung gemangelt. Eine Reihe erfreulicher Quartalsberichte sorgte zwar erst für gute Stimmung, infolge eines schwächeren Starts an den US-Börsen konnte der Leitindex aber keine Gewinne über die Ziellinie retten.

DAX
DAX 12.695,89

Am Ende gab der Dax denkbar knapp um 0,01 Prozent auf 13.103 Punkte nach. Er verteidigte so aber die Marke von 13.100 Punkten. Der MDax der mittelgroßen deutschen Werte fiel etwas deutlicher um 0,29 Prozent auf 27 311 Zähler. Die US-Börsen notierten bei Handelsschluss in Deutschland im Minus.

"Es wird immer deutlicher spürbar, dass die Regierungen den Unternehmen noch länger stützend zur Seite stehen müssen, als sich das manch ein Anleger ursprünglich vielleicht erhofft hatte", sagte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst vom Handelshaus CMC Markets. Die wieder steigenden Infektionszahlen bremsten die Rückkehr in die Normalität. Einige Anleger schreckten auch wegen der zunehmenden Spannungen zwischen den USA und China vor riskanteren Investments zurück.

Gold in USD
Gold in USD 2.031,01

Als Anti-Krisen-Währung war deswegen Gold gefragt. Eine Feinunze kostete mit bis zu 1888,26 Dollar 0,9 Prozent mehr als am Vortag. Das Edelmetall ist damit so teuer wie seit Anfang September 2011 nicht mehr und ist nur noch gut 30 Dollar von seinem Rekordhoch entfernt.

Bei den Einzeltiteln sorgten Daimler für einen Lichtblick. Die Aktien waren mit einem Plus von 4,3 Prozent Dax-Spitzenreiter. Im Sog dessen legten BMW-Papiere rund zwei Prozent zu.
 

Das war der Börsen-Tag für heute. Morgen früh geht es an dieser Stelle munter weiter. Zum Abschluss empfehle ich Ihnen noch den Börsenreport meines Kollegen Frank Meyer zu Euro und Dollar:

 

17:34 Uhr

Wirecard-Untersuchung in Philippinen: Zwei "betrügerische Bankangestellte"

Im Fall Wirecard konzentrieren sich philippinische Ermittler nach eigenen Angaben auf zwei "betrügerische Bankangestellte", die möglicherweise den multinationalen Bilanzskandal bei dem insolventen deutschen Zahlungsdienstleister ermöglicht haben. Laut der Regierungsbehörse AMLC handelt es sich um einen Mitarbeiter der Banco de Oro und einen der Bank of the Philippine Islands. Weiter heißt es, die ersten Ergebnisse der Behörde deuteten darauf hin, dass sie die Dokumente gefälscht hätten, mit denen Wirecard den Wirtschaftsprüfer Ernst & Young über die Existenz und den Aufbewahrungsort der fehlenden Gelder in die Irre geführt habe.

16:45 Uhr

Tesla-Anleger machen Kasse

Wie gewonnen, so zerronnen:

Nach dem vierten Quartalsgewinn in Folge fliegen die Anleger auf Tesla. Die Aktien des Elektroautobauers klettern um mehr als drei Prozent. Aber genauso schnell oder noch schneller schmelzen die Gewinne auch wieder. Zuletzt notieren die Papiere nahezu unverändert zum Votag.

Tesla verdiente im zweiten Quartal 104 Millionen Dollar. Das Unternehmen nimmt damit eine Hürde für eine Aufnahme in den S&P-500-Index.

Tesla
Tesla 1.237,20

16:38 Uhr

Schwächere US-Jobdaten machen Wall Street zu schaffen

Ein Rückschlag bei der Erholung am US-Arbeitsmarkt verhagelt den Anlegern an der Wall Street die Laune. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gibt 0,4 Prozent auf 26.890 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P 500 verliert 0,1 Prozent auf 3272 Punkte.  Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßt 0,3 Prozent auf 10.679 Zähler ein.

S&P 500
S&P 500 3.356,25

Sorgen bereitete, dass inmitten einer Welle von Neuinfektionen mit dem Corona-Virus die Erholung am US-Arbeitsmarkt ins Stocken geraten ist. Erstmals seit vier Monaten stieg die Zahl der Anträge auf Arbeitslosenhilfe mit 1,416 Millionen Bürger wieder an, Ökonomen hatten mit einer Stagnation gerechnet.

16:32 Uhr

US-Immobilienmarkt erholt sich vom Corona-Schock

Die US-Hypothekenzinsen sind zum ersten Mal seit sechs Wochen wieder gestiegen:

Im Schnitt stiegen die Zinsen für ein 30-jähriges festes Darlehen seit letzter Woche von 2,98 auf 3,01 Prozent. Das berichtet die US-Finanzagentur Bloomberg. Demnach haben die niedrigen Kreditkosten offenbar mehr Käufer auf den Markt gelockt. Auch die Zahl der Hauskäufe stieg im Juni zum ersten Mal seit vier Monaten.

16:17 Uhr

Verbraucherstimmung im Euroraum unerwartet schlechter

Das Verbrauchervertrauen im Euroraum hat sich im Juli unerwartet eingetrübt. Der von der EU-Kommission ermittelte Index verringerte sich um 0,3 auf minus 15,0 Punkte. Volkswirte hatten einen Anstieg auf minus 12,0 prognostiziert. Für die EU-28 blieb der Wert bei minus 15,6. Der endgültige Indexstand des Verbrauchervertrauens für Juli wird in der kommenden Woche veröffentlicht.

15:43 Uhr

Zahl der US-Erstanträge steigt wieder

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Corona-Pandemie ist in den USA erstmals seit mehr als drei Monaten wieder angestiegen. In der Woche bis einschließlich 18. Juli stellten 1,416 Millionen Menschen einen entsprechenden Antrag, wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte.

Das war eine Zunahme um 109.000 verglichen mit der Vorwoche. Die Werte zeigen, dass sich die größte Volkswirtschaft der Welt trotz Lockerungen der Corona-Auflagen immer noch in einer schweren Krise befindet. Die Neuanträge spiegeln die kurzfristige Entwicklung des Arbeitsmarkts wider.

15:33 Uhr

Wer kommt am schnellsten aus der Krise? Friedhelm Tilgen fragt den Blackrock-Chefstrategen Martin Lück

Die globale Wirtschaft ist durch die Corona-Krise massiv eingebrochen. Asien, Europa, USA - wer wird sich wie schnell erholen? Werden Investoren anders anlegen müssen? Friedhelm Tilgen spricht darüber mit dem Chefanlagestrategen des Vermögensverwalters Blackrock, Martin Lück:

 

15:11 Uhr

Wirecard-Ermittler in der Kritik - SdK fordert externe Untersuchung

Angesichts der Ausweitung des Wirecard-Skandals fordert die Anlegermeinschaft SdK rückhaltlose Aufklärung - inklusive der Rolle der Staatsanwaltschaft. "Es ist dringend notwendig, dass der Sachverhalt und auch das Agieren der Bafin und der Staatsanwaltschaft in den letzten Jahren aufgearbeitet wird und einer externen Untersuchung unterzogen wird", sagte SdK-Vorstandsvorsitzender Daniel Bauer.

"Dass sich die Organe von Wirecard trotz der gravierenden Vorwürfe so leicht Zugang zu politischen Eliten im Lande verschaffen konnten, ist aus unserer Sicht beängstigend." Es müsse auch geklärt werden, ob eventuell auch von politischer Seite in der Vergangenheit Einfluss auf die Finanzaufsichtsbehörde Bafin und auf die Staatsanwaltschaft genommen wurde.

Welche Unternehmen noch alles getrickst haben, sehen Sie hier:

 

14:32 Uhr

ntv-Börsenexperte Frank Meyer: "Der Daimler-Stern blinkt rot und grün"

Daimler fährt im zweiten Quartal einen Milliardenverlust ein. Der Autobauer bekommt die Corona-Krise voll zu spüren. Doch es gibt nicht nur schlechte Nachrichten aus Stuttgart. Die Aktie steht trotz der miesen Bilanz im Plus. ntv-Börsenreporter Frank Meyer berichtet:

 

14:13 Uhr

American Airlines kämpft ums Überleben - jeder Fünfte in Zwangsurlaub?

Der Lockdown und die Flugstreichungen wegen der Corona-Pandemie reißen die US-Fluggesellschaft American Airlines tief in die roten Zahlen. Unterm Strich steht im zweiten Quartal ein Verlust von fast 2,1 Milliarden US-Dollar. Im Jahr zuvor hatte sie noch einen Gewinn von 662 Millionen eingeflogen.

American Airlines
American Airlines 13,03

Die Airline kämpft mit allen Mitteln ums Überleben. Mit der Ausgabe neuer Aktien, Wandelanleihen und normalen Anleihen hat sie sich 3,6 Milliarden Dollar an frischem Geld besorgt. Im dritten Quartal sollen 4,75 Milliarden Dollar an staatlich abgesicherten Finanzhilfen hinzukommen. Zudem bereitet das Unternehmen tiefe Personaleinschnitte vor. Rund ein Fünftel der Beschäftigten könnten ab Oktober in unbezahlten Zwangsurlaub geschickt werden, wie aus einer internen Nachricht von vergangener Woche hervorgeht. 25.000 Angestellte erhielten demnach bereits entsprechende Warnungen.

13:53 Uhr

Corona-Krise bringt Twitter unter Druck

Obwohl die Nutzerzahlen kräftig gestiegen sind, setzen sinkende Werbeeinnahmen aufgrund der Corona-Pandemie Twitter heftig zu. Im zweiten Quartal fiel der Umsatz im Jahresvergleich um 19 Prozent auf 683 Millionen US-Dollar. Grund war vor allem, dass Anzeigenkunden sich in der Krise zurückhielten.

Twitter
Twitter 32,16

Die Werbeerlöse - Twitters mit Abstand wichtigste Geldquelle - brachen um 23 Prozent auf 562 Millionen Dollar ein. Unterm Strich stand ein Verlust von 1,2 Milliarden Dollar. Das Betriebsergebnis geriet mit 124 Millionen Dollar in die roten Zahlen. Im Vorjahr hatte es hier noch einen Gewinn von 76 Millionen Dollar gegeben.

13:01 Uhr

BMW twittert im Tesla-Stil ... und erntet Hohn und Spott von Musks Fans

"Woran denkst du, wenn du hörst: BMW? Nur GIF-Antworten", postet BMW am diese Woche auf Englisch auf dem offiziellen Twitter-Account. GIFs sind kurze Videos. Offenbar wollte sich der Konzern im Marketing à la Tesla versuchen und im Netzwerk positive Stimmen von Fans sammeln. So handhabt es Tesla-Chef Elon Musk regelmäßig. Was dabei herauskam, war aber nicht das, was die PR-Leute von BMW erwartet hatten ...

Mit mehr als 2000 Antworten löste der Beitrag zwar deutlich mehr Reaktionen aus als die meisten anderen. Aber der Eintrag blieb bei der Tesla-Fan-Gemeinschaft nicht unentdeckt und damit ging der Schuss nach hinten los: Gleich die erste Antwort stammt von @NuovaRealta, einer aktiven Musk-Anhängerin. Per Foto macht sie sich über die Vorliebe von BMW für riesige Kühlergrills - selbst bei Elektroautos - lustig: "The most ugliest and annoying grills", schreibt sie. Dann rollt der Shitstorm - und es kommt immer schlimmer: rauchenden Schornsteine, Geld, das aus dem Fenster fliegt, Elon Musk, der sich schlapp lacht. Sogar Nazi-Anspielungen werden gepostet.

 

12:37 Uhr

"Gold hat Potenzial bis 2000 Dollar bis Jahresende"

Beim Goldpreis soll es auch noch Luft nach oben geben! "Gold hat das Potenzial, bis 2000 Dollar pro Feinunze bis zum Jahresende zu steigen. Im Jahr 2021 sind 2200 Dollar drin", heißt es bei Vontobel.

Der Vermögensverwalter hat neben der Geld- und Fiskalpolitik noch zwei Gründe für die bullische Haltung bei Edelmetallen parat:

  • Die grüne Energiewende: Silber wird für Sonnenkollektoren gebraucht, Platin in wasserstoffgetriebenen Autos, Palladium für niedrigere Emissionen traditioneller Verbrennungsmotoren. Auch Kupfer hat laut Vontobel gute Perspektiven, denn für jedes Elektroauto werden nach Angaben des Hauses 60 Kilogramm mehr Kupfer benötigt werden als in den Autos mit Benzin- oder Dieselmotoren. Wenn diese Metalle im Preis steigen, dürfte aufgrund der Korrelation auch Gold mit nach oben laufen.
  • UND Angebotsengpässe: Mexiko, Peru, Bolivien, Chile und Südafrika gehören zu den Ländern, die am stärksten von dem Virus betroffen sind. "Das hat die Minenaktivitäten vor Ort und Projektentwicklungen für alternde Minen stark eingeschränkt", sagen die Analysten. Darüber hinaus werde der wirtschaftliche Rückgang in diesen Ländern soziale und politische Risiken mit sich bringen. Diese wiederum machten die notwendigen Investitionen in neue Produktionskapazitäten höchst unsicher. Das dürfte laut Vontobel zu längerfristigen Versorgungsengpässen führen, die dann der steigenden der Nachfrage entgegenstünden.
11:56 Uhr

Gold auf höchstem Stand seit fast neun Jahren

Gold kennt wieder mal nur eine Richtung: nach oben. Während Silber pausiert, nachdem das Edelmetall den höchsten Stand seit knapp sieben Jahren markiert hat, kratzt Gold bald an der 1900-Dollar-Marke und nähert sich damit zusehends seiner historischen Rekordmarke.

Eine Feinunze Gold kostet derzeit 1890 Dollar. Das ist der höchste Stand seit fast neun Jahren und nur noch gut 30 Dollar unter dem Allzeithoch. Im Herbst 2011 kostete Gold 1921 Dollar!

Die Edelmetallpreise profitieren derzeit von mehreren Entwicklungen: In erster Linie ist das die anhaltende Verunsicherung aufgrund der Corona-Pandemie, die als wertstabil geltende Anlagen wie Gold und Silber attraktiv erscheinen lässt. Hinzu kommt die Warnung vor längerfristig steigenden Inflationsraten aufgrund der rapide steigenden Staatsverschuldung in vielen Ländern. Gold und Silber sind als Inflationsschutz bekannt. Dritter Punkt sind die weltweit niedrigen Zinsen, die zinslose Anlagen wie Edelmetalle attraktiver machen. Eine Feinunze (31,1 Gramm) Silber kostet zuletzt 22,88 US-Dollar.

11:32 Uhr

Kann Kurzarbeitergeld allein Jobs retten?

Ist das Kurzarbeitergeld in Deutschland eine Wunderwaffe? Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) warnt davor, Kurzarbeitergeld pauschal auf 24 Monate anzuheben. "Irgendwann erreichen wir einen Punkt, wo wir Arbeitsplätze zu retten versuchen, die nicht zukunftsfähig sind", so die Arbeitsmarktökonomin Melanie Arntz. Das ZEW fordert deshalb, Kurzarbeit künftig noch stärker mit Qualifizierung zu verbinden. "So können die Beschäftigten für die Anforderungen der Zukunft fit gemacht werden", unterstützt DGB-Chef Hoffmann im "Handelsblatt" diese Forderung.

Von März bis zum 25. Juni haben Arbeitgeber für rund zwölf Millionen Beschäftigte Kurzarbeit bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) angezeigt, im gesamten Rezessionsjahr 2009 gab es Anzeigen für rund 3,3 Millionen Personen. Wie viel davon am Ende tatsächlich realisiert wird, ist erst bei der Abrechnung klar. Im April war nach hochgerechneten Daten fast schon die Marke von sieben Millionen Kurzarbeitern erreicht.

11:01 Uhr

Job-Kahlschlag in Metall- und Elektrobranche: "300.000 Arbeitsplätze im Feuer"

Angesichts der Coronakrise stehen nach Gewerkschaftsangaben Hunderttausende Stellen in der Metall- und Elektrobranche auf dem Spiel. "Wir reden von 300.000 Arbeitsplätzen, die im Feuer stehen", sagte IG-Metall-Vorstandsmitglied Jürgen Kerner im Club Wirtschaftspresse in München. Zur Einordnung: Die BA schätzt, dass bis Juni knapp 640.000 zusätzliche Arbeitslose der Viruspandemie zuzuschreiben sind.

DaxSector Automobil
DaxSector Automobil 1.128,87

Betroffen seien überwiegend Beschäftigte in der Autobranche und ihrer Zulieferindustrie, aber auch andere Wirtschaftszweige wie die Luftfahrt - und das vor der Bundestagswahl im kommenden Jahr, so die IG Metall. Viele Unternehmen nutzten die Krise aber, um Abbaupläne aus den Schubladen zu holen, die nichts mit Corona zu tun hätten. Die IG Metall plädiert dafür, zur Entlastung der Unternehmen die Kurzarbeit auf bis zu 24 Monate zu verlängern.

10:43 Uhr

Unilever profitieren von Corona-Run auf Putzmittel

Mit einem Kursplus von 7,8 Prozent sind die Unilever-Papiere Spitzenreiter an den Börsen Amsterdam und London. Der Umsatzrückgang bei dem britisch-niederländischen Konsumgüterhersteller fiel im zweiten Quartal geringer aus als erwartet. Laut dem Brokerhaus Liberum hat kein Analyst mit einem derart guten Ergebnis gerechnet.

Grund ist der unerwartete Corona-Putzfimmel!

Denn gut sei vor allem das Geschäft mit den Produkten wie Putzmitteln gelaufen, die während der Ausgangssperren besonders gefragt gewesen seien. Das habe aber das Minus bei den Produkten nicht ausgeglichen, die weniger zu Hause benötigt würden, wie Eis oder Kosmetik.

10:12 Uhr

Hoffen auf ein V: Verbraucher lassen Corona-Schock hinter sich

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V wie Victory und Verbraucher: Gegenwärtig zeichnet sich eine ebensolche Erholung ab.

imago images/Westend61

Noch eine erfreuliche Nachricht am Morgen: Das Konsumklima in Deutschland erholt sich. Während die Konjunkturerwartung erneut leicht ansteigt, legen sowohl Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung zum dritten Mal in Folge deutlich zu, wie das Marktforschungsunternehmen GfK ermittelt hat. Folglich prognostiziert GfK für August 2020 einen Wert von -0,3 Punkten und damit stramme neun Punkte mehr als im Juli dieses Jahres (revidiert -9,4 Punkte).

Für das Konsumklima zeichnet sich damit gegenwärtig eine V-förmige Entwicklung ab: Auf einen scharfen Einbruch der Konsumstimmung folgt unmittelbar eine rasche Erholung.

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09:47 Uhr

Gabelstaplerhersteller räumt im SDax ab

Reihenweise gute Quartalsberichte sorgen für entsprechend gute Stimmung an der Börse: In der zweiten Reihe wird es auch gleich wieder zweistellig. Die Jungheinrich-Aktien legen um 11,1 Prozent zu und sind damit stärkster Wert im Kleinwertesegment SDax.

Jungheinrich
Jungheinrich 25,18

Der Gabelstapler-Hersteller verzeichnete zwar in der ersten Jahreshälfte Einbußen bei Gewinn und Umsatz. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern nun mit einem Umsatz zwischen 3,4 und 3,6 Milliarden Euro. Ein Händler sprach von guten Zahlen, vor allem der Ausblick helle sich auf.

09:30 Uhr

Quartalszahlen machen Hunger auf mehr - Daimler ist der dickste Happen im Dax

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Dainler macht fast zwei Milliarden Euro Verlust. Aber an der Börse wird wieder mal die Zukunft gehandelt ...

REUTERS

Der deutsche Aktienmarkt startet fest in den Donnerstagshandel. Der Dax legt 0,4 Prozent zu auf 13.163 Punkte. Börsianer verwiesen auf die jüngsten Quartalszahlen, die Hoffnung auf eine Belebung in der zweiten Jahreshälfte machten.

Vor allem mit den Daten aus den USA könnten die Anleger zufrieden sein, sagte Milan Cutkovic, Marktanalyst beim Brokerhaus AxiTrader. Die Spannungen zwischen den USA und China spielten dagegen kaum eine Rolle.

Mit einem Plus von 5,1 Prozent stehen die Aktien von Daimler an der Dax-Spitze. Die Corona-Krise brockte dem Autobauer zwar einen Milliardenverlust im zweiten Quartal ein. Doch jetzt gebe es erste Anzeichen einer Absatzerholung, vor allem bei Mercedes-Benz Pkw, sagte Daimler-Chef Ola Källenius.

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07:59 Uhr

Dax zum Auftakt höher erwartet

Am Donnerstag wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Gewinnmitnahmen und Verunsicherung über die Konjunkturaussichten hatten den Leitindex am Mittwoch um 0,5 Prozent auf 13.104 Punkte gedrückt.

Dax
Dax 12.695,89

Im Blick stehen Firmen wie Daimler und Covestro, die ihre Geschäftszahlen vorlegen. Investoren schauen zudem auf den GfK-Konsumklimaindikator und die US-Frühindikatoren.

07:43 Uhr

Daimler fährt Milliardenverlust im zweiten Quartal ein

Die Corona-Krise stürzt den Autobauer Daimler tief in die roten Zahlen. Im zweiten Quartal fuhr der Konzern wie erwartet auch unter dem Strich ein dickes Minus ein. Der auf die Aktionäre entfallende Verlust lag bei rund zwei Milliarden Euro, wie Daimler mitteilte. Auch der Umsatz ging deutlich um 29 Prozent auf 30,2 Milliarden Euro zurück.

Daimler
Daimler 40,67

In Folge des Stillstands in vielen Werken und Autohäusern hatte die Stammmarke Mercedes-Benz im zweiten Quartal mit insgesamt 457.711 Autos weltweit 20,2 Prozent weniger Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert als ein Jahr zuvor. Konzernweit schrumpfte der Absatz um 34 Prozent auf rund 541.800 Pkw und Nutzfahrzeuge.

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07:36 Uhr

US-China-Zoff verschreckt Asienmärkte

Die Anleger an den asiatischen Märkten haben sich am Donnerstag von den zunehmenden Spannungen zwischen den USA und China verschrecken lassen. Die Vereinigten Staaten ordneten unter dem Vorwurf der Spionage die Schließung der chinesischen Botschaft in Houston an. Befürchtet wird auch ein Scheitern der laufenden Handelsgespräche zwischen beiden Großmächten.

Nikkei
Nikkei 22.329,94

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,6 Prozent tiefer bei 22.752 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,6 Prozent und lag bei 1573 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 1,2 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 1,1 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 1,2 Prozent.