Der Börsen-Tag
2. November 2018
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17:51 Uhr

Mögliches Ende des Handelsstreits beschert Dax Kursgewinne

Der Dax notiert zum Wochenschluss 0,4 Prozent im Plus bei 11.519 Punkten. Damit beendet er die Sitzung auf Tagestiefststand, nachdem er im Tageshoch bereits bei 11.690 Punkten gestanden hatte. Auf Wochensicht erzielt er einen deutlichen Gewinn von knapp 3 Prozent.

Nach dem Trump-Tweet vom Vortag treiben Berichte, wonach der US-Präsident seine Administration bereits angewiesen hat, an einem Vertragsentwurf mit China zu arbeiten. Obwohl es keine belastbaren Details gibt, muss der Markt aber dank dieser versöhnlichen Töne nicht mehr mit einer Verschärfung des Konflikts rechnen. Entsprechend nimmt damit die Risikobereitschaft der Anleger wieder rasant zu.

Sämtliche Branchen in Europa liegen im Plus, allen voran der stark china-abhängige Autosektor. VW springen um 1,8 Prozent, Daimler legen 1,0 Prozent und BMW um 1,2 Prozent zu. Die Lufthansa-Aktien verteuern sich um 3,6 Prozent und greifen damit die Anfang Oktober unterschrittene Marke von 20 Euro wieder an. Schlusslicht im Dax sind die Papiere von Wirecard mit einem Minus von 6,5 Prozent. Zuvor hatte die US-Investmentbank Merrill Lynch die Titel das Zahlungsabwicklers von "neutral" auf "underperform" abgestuft.

Nach Börsenschluss bekommen die wichtigsten europäischen Geldhäuser von der Bankenaufsicht EBA und der Europäischen Zentralbank (EZB) die Ergebnisse des diesjährigen Stresstests. Die Papiere der Deutschen Bank und der Commerzbank legten jeweils um rund 2,4 Prozent zu.

Mögliches Ende des Handelsstreits beschert Dax Kursgewinne
16:29 Uhr

Wie schneidet die Deutsche Bank im Stresstest ab?

Die Deutsche Bank muss nach einem Agenturbericht im strengsten Szenario des EU-weiten Bankenstresstests einen Rückgang der harten Kernkapitalquote auf rund 8 Prozent hinnehmen. Das berichtete die Finanzagentur Bloomberg unter Berufung auf einen Insider. Die Deutsche Bank wollte die Informationen nicht kommentieren.

Die europäische Bankenaufsichtsbehörde EBA will die Ergebnisse des Belastungstests, dem sich 48 Großbanken aus 15 EU-Ländern und Norwegen unterziehen mussten, am frühen Abend in London veröffentlichen.

Reuters hatte am Donnerstag erfahren, dass die NordLB mit einer harten Kapitalquote von rund sieben Prozent unter Stress am schlechtesten von den acht geprüften deutschen Instituten abgeschnitten hat.

Wie schneidet die Deutsche Bank im Stresstest ab?
16:09 Uhr

Bei Chevron sprudeln die Gewinne

Die steigenden Ölpreise haben Chevron im Sommer einen kräftigen Gewinnanstieg beschert. Im dritten Quartal verdoppelt sich der Überschuss bei dem zweitgrößten US-Ölkonzern im Jahresvergleich auf 4,0 Milliarden Dollar (3,5 Milliarden Euro), wie Chevron im kalifornischen San Ramon mitteilte.

  • Die Erlöse legten um knapp 22 Prozent auf 44 Milliarden Dollar zu. Die Ölförderung wuchs um neun Prozent auf knapp drei Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag, was dem Konzern zufolge einem neuen Rekordwert entspricht.

  • Auch wenn der Umsatz etwas unter den Erwartungen blieb, konnten die Quartalszahlen die Prognosen der Experten insgesamt übertreffen. Bei Anlegern kam der Geschäftsbericht zunächst gut an - die Aktie gewann vorbörslich rund zwei Prozent.

Bei Chevron sprudeln die Gewinne
15:38 Uhr

Apple enttäuscht Ausblick vieler Investoren

Die Wall Street startet zum Wochenschluss freundlich und ist damit auf dem Weg, das vierte Tagesplus in Folge einzufahren. Der Dow-Jones-Index gewinnt 0,6 Prozent auf 25.523 Punkte, der S&P-500 steigt um 0,4 Prozent auf 2.747 Zähler. Hier richten Matkttechniker den Blick auf die wichtige 200-Tage-Linie, die es zu übersteigen gelte. Sie verläuft bei 2.765 Punkten. Der Nasdaq-Composite gibt um 0,1 Prozent nach.

Apple hat zwar einmal mehr Rekordzahlen ausgewiesen, die Aktie fällt aber um gut 5 Prozent. Zum einen enttäuschte der Ausblick viele Investoren, dessen oberer Rand gerade die kursierenden Analystenprognosen erreicht, zum anderen hat der Technologieriese angekündigt, künftig die Berichterstattung über die Absatzzahlen seiner Produkte einzustellen.

Zunehmend hoffnungsvoll sehen Teilnehmer die Entwicklung im US-chinesischen Handelsstreit, denn nach einem Telefonat zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem Amtskollegen Xi Jinping soll eine Lösung möglich sein. In einem Tweet hatte der US-Präsident von sehr guten Gesprächen gesprochen.

Apple enttäuscht Ausblick vieler Investoren
15:06 Uhr

Alibaba senkt Jahresprognose trotz deutlicher Zuwächse

Trotz deutlicher Zuwächse in den vergangenen Monaten kappt die chinesische Online-Handelsplattform Alibaba die Umsatzprognosen für das noch bis Ende März 2019 laufende Finanzjahr.

  • Alibaba rechnet nun mit Erlösen von 375 bis 383 Milliarden Yuan (bis zu 48,7 Mrd Euro), das liegt um bis zu sechs Prozent unter der bisherigen Vorhersage. Zur Begründung verweist Alibaba auf allgemeine wirtschaftliche Unsicherheiten.

  • In dem Ende September abgeschlossenen zweiten Geschäftsquartal steigert Alibaba den Umsatz im Jahresvergleich um 54 Prozent auf 85,1 Milliarden Yuan (10,8 Mrd Euro).

  • Analysten hatten aber mit noch etwas mehr gerechnet. Der Gewinn stieg um fünf Prozent auf 18,2 Milliarden Yuan.

Alibaba senkt Jahresprognose trotz deutlicher Zuwächse
14:27 Uhr

Abgas-Prüfstand drosselt deutsche Autoproduktion

Der neue Abgas-Prüfstand, der seit September in der EU gilt, hat für Deutschland schwerwiegende Konsequenzen: In der Bundesrepublik werden in diesem Jahr deutlich weniger Autos gebaut. Die neuen, gründlicheren Tests führen dazu, dass noch nicht alle Modelle die Genehmigung für eine Neuzulassung besitzen. Einige Hersteller drosseln daher die Produktion.

Der Verband der Automobilindustrie rechnet aktuell mit einer Inlandsproduktion von insgesamt 5,3 Millionen Fahrzeugen, sieben Prozent weniger als im Vorjahr. Trotz zweier zusätzlicher Verkaufstage wurden im Oktober in Deutschland mit rund 252.700 Fahrzeugen auch gut sieben Prozent weniger Autos verkauft als im Vorjahresmonat, wie das Kraftfahrtbundesamt mitteilte. Nachdem sich im August noch viele Unternehmen mit Großeinkäufen von Fahrzeugen nach dem alten Prüfstandard eingedeckt und so für Rekordzahlen gesorgt hatten, brach die Zulassungszahl im September ein.

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Abgas-Prüfstand drosselt deutsche Autoproduktion
13:40 Uhr

McDonald's ändert seine Sportmarketing-Strategie

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Wie McDonald's Deutschland bekannt gibt, werde der am Jahresende auslaufende Vertrag mit dem DFB nicht verlängert. (Foto: REUTERS)

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Fast-Food-Kette McDonald's gehen nach 15 Jahren getrennte Wege. Wie McDonald's Deutschland bekannt gibt, werde der am Jahresende auslaufende Vertrag nicht verlängert. Stattdessen wolle man sich künftig eher in den Bereichen eSport und Trendsportarten engagieren.

  • "Die Entscheidung für das eine ist nicht zwangsweise die Entscheidung gegen das andere, sondern spiegelt die generelle Markenstrategie wider, näher an die Lebenswelt der Teens und Twens anzuschließen", sagte Philipp Wachholz, Unternehmenssprecher von McDonald's Deutschland.

  • "Der Schritt in den eSport war für uns absolut richtig. Wir sehen einen deutlichen Anstieg in der Markenwahrnehmung bei der angesprochenen Zielgruppe", führte Wachholz aus.

Wichtiger Bestandteil der 2004 begonnenen Zusammenarbeit mit dem DFB war die sogenannte McDonald's Fußball-Eskorte. Dabei ermöglichte es der Sponsor Kindern und Jugendlichen, bei Länderspielen mit den Nationalspielern ins Stadion einzulaufen.

McDonald's ändert seine Sportmarketing-Strategie
12:59 Uhr

Merrill-Lynch-Analyse belastet Wirecard

Verlierer des Tages sind Wirecard mit einem Abschlag um 3,4 Prozent auf 156,5 Euro. Dabei belastet nach Händlerangaben eine Analyse aus dem Hause Merrill Lynch, in der das Kursziel deutlich von 192 auf 150 Euro und von "neutral" auf "underperform" gesenkt wird. In der Studie werde Ingenico als interessante Alternative genannt, die Aktie legt in Paris um 3,3 Prozent zu.

Wirecard, die jüngst die Commerzbank im Dax ersetzt hat, ist inzwischen Deutschlands wertvollstes "Geldhaus". Mit knapp 20 Milliarden Euro Marktkapitalisierung ist der Konzern inzwischen mehr wert als die Deutsche Bank, die es auf rund 17,7 Milliarden Euro bringt.

Merrill-Lynch-Analyse belastet Wirecard
12:19 Uhr

Musk: Tesla braucht keine Kapitalspritze

Für Tesla-Chef Elon Musk ist die jahrelange Durststrecke bei dem Elektroauto-Hersteller überwunden. "Wie ich bereits früher in diesem Jahr sagte, glaube ich, dass wir in allen weiteren Quartalen mehr Geld einnehmen als ausgeben werden", sagte Musk in einem veröffentlichten Podcast des US-Technologieblogs "Recode". Wegen des holperigen und teuren Produktionsstarts beim Model 3 - dem ersten für einen breiteren Markt gedachten Tesla-Fahrzeug - sorgten sich viele Analysten um die Kapitalausstattung des Konzerns. Musk bekräftigte erneut, dass Tesla ohne eine weitere Kapitalspritze auskommen könne.

Zuletzt hatte Tesla erstmals seit zwei Jahren einen Quartalsgewinn eingefahren, weil das neue Modell starken Absatz fand und den Umsatz in die Höhe schnellen ließ. Zum Quartalsende lag die wöchentliche Produktionsrate bei 5300 Wagen des Model 3, ausgeliefert wurden im Quartal 56.065 Stück. Musk kann Rückenwind gut gebrauchen, der Starunternehmer stand zuletzt oft in der Kritik. So etwa wegen der schnell wieder aufgegebenen Überlegung, Tesla von der Börse nehmen zu wollen.

Musk: Tesla braucht keine Kapitalspritze
12:08 Uhr

KI und Roboter: Die Trends der Zukunft per ETF

Künstliche Intelligenz und Roboter revolutionieren nicht nur das Wirtschaftsleben nachhaltig. Auch an der Börse spielen sie eine immer wichtigere Rolle. Wie Anleger mit ETFs auf diese Zukunftsbranchen setzen können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Heike Fürpaß-Peter von Lyxor.

KI und Roboter: Die Trends der Zukunft per ETF
11:51 Uhr

Deutsche Bank: Liste von Fusions-Kandidaten schmilzt

Für die US-Großbank JPMorgan kommt nach den Worten von Konzernchef Jamie Dimon eine Übernahme der Deutschen Bank nicht infrage. "Das würde für uns keinen Sinn ergeben", sagte Dimon dem "Handelsblatt". "Wenn man ein Unternehmen kauft, nur um zu konsolidieren, dann ist das fast unmöglich, ohne den Patienten dabei zu töten."

Am Donnerstag war bekanntgeworden, dass das Frankfurter Institut auf seinem Sanierungskurs Unterstützung aus den USA bekommt: Der Hedgefonds Hudson Executive wird überraschend einer der größten Aktionäre. Hudson wird von Ex-JPMorgan-Finanzchef Douglas Braunstein geleitet. Die Deutsche Bank selbst wies unlängst erneut Spekulationen über einen Zusammenschluss mit der Commerzbank zuurück.

Deutsche Bank: Liste von Fusions-Kandidaten schmilzt
11:08 Uhr

Türkei von Sanktionen verschont? Lira steigt auf neuen Höchststand

Spekulationen von Anlegern, dass die Türkei von US-Sanktionen gegen iranische Öl-Exporte ausgenommen wird, treiben die Landeswährung zum Wochenschluss auf den höchsten Stand seit rund drei Monaten. Ein Dollar verbilligt sich im Gegenzug um ein Prozent auf 5,46 Lira.

  • Auch an der Aktienbörse sind Investoren in Kauflaune. Der türkische Leitindex zieht rund ein Prozent an. Ausgelöst wurden die Spekulationen durch Aussagen des türkischen Energieministers Fatih Donmez, er habe gehört, dass die Türkei von neuen US-Sanktionen ausgenommen sei und weiterhin iranisches Öl kaufen dürfe.

  • Eine schriftliche Mitteilung habe die Türkei aber noch nicht bekommen. "Die Aussagen des Energieministers haben die Erwartungen geschürt, dass die Türkei eines der acht Länder ist, für die die Ausnahmen gelten", sagte ein Börsianer.

Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, erlauben die USA acht Staaten - darunter Indien, Japan und Südkorea - nach Inkrafttreten von US-Sanktionen am Wochenende, weiterhin iranisches Öl zu kaufen. Die Liste der Staaten, für die derartige Ausnahmen gelten, solle am Montag veröffentlicht werden. Die Türkei ist einer der größten Importeure von iranischem Öl.

Türkei von Sanktionen verschont? Lira steigt auf neuen Höchststand
10:36 Uhr

Spekulationen über Verkauf: Bayer-Chef sieht keine Not

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"Man muss nicht immer alles glauben, was geschrieben wird", sagte Baumann. (Foto: picture alliance / Henning Kaise)

Bayer-Chef Werner Baumann weist Spekulationen über einen Verkauf von Unternehmensteilen zurück und will an der aktuellen Konzernstruktur festhalten. "Wir haben im September 2014 unsere Strategie verkündet, an der sich bis heute nichts verändert hat", sagte Baumann in dieser Woche vor Journalisten in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri. Dort hat der US-Saatgutriese Monsanto, den Bayer im Sommer für knapp 63 Milliarden Dollar übernommen hatte, seinen Hauptsitz.

Seit dem Zukauf und dem Glyphosat-Urteil eines kalifornischen Geschworenengerichts wird Bayer von negativen Schlagzeilen überrollt. Einige Analysten haben bereits eine Aufspaltung des Unternehmens durchgespielt. "Man muss nicht immer alles glauben, was geschrieben wird", sagte Baumann nun. Bayer hatte im September 2014 mit der angekündigten Trennung vom Kunststoffgeschäft die Devise ausgegeben, sich als Life-Science-Konzern auf die Gesundheit von Menschen, Tieren und Pflanzen zu konzentrieren.

"Wir führen nach wie vor Animal Health, Pharma, Pflanzen und Consumer Health", betonte Baumann. Die Ertragskraft der einzelnen Sparten könne mit der von börsennotierten Unternehmen mithalten. Auch das zuletzt maue Geschäft mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten (Consumer Health) sei auf Erholungskurs, und Bayer sei optimistisch für die zweite Jahreshälfte. Wenn es eine deutliche Veränderung des Zahlenwerkes und der Attraktivität der einzelnen Geschäfte gebe, müsse man kurzfristig eine neue Bewertung vornehmen, "aber das sehen wir hier nicht."

Spekulationen über Verkauf: Bayer-Chef sieht keine Not
10:15 Uhr

Bei Amazon wird wieder gestreikt

In dem seit Jahren andauernden Tarifkonflikt beim Versandhändler Amazon haben Beschäftigte am hessischen Standort Bad Hersfeld in der Nacht erneut die Arbeit niedergelegt. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi kamen am frühen Morgen 200 Mitarbeiter zu einer Streikversammlung.

  • Insgesamt rechnet Verdi mit 600 Teilnehmern an dem Ausstand. Dieser soll bis Samstagabend andauern. Lieferverzögerungen seien möglich.

  • Verdi hat das Ziel, Verhandlungen über einen Tarifvertrag zu erwirken. "Auch wenn Amazon im September eine Lohnerhöhung von 2 Prozent bezahlt hat, ist der Abstand zum geforderten Tarifvertrag des Einzel- und Versandhandels Hessen nicht geringer geworden", erklärte Verdi-Streikleiterin Mechthild Middeke.

Verdi kämpft seit 2013 um einen Tarifvertrag für die rund 16.000 Beschäftigten des US-Händlers in Deutschland - bislang erfolglos. Das Unternehmen betonte bisher, man könne auch ohne einen solchen Vertrag ein fairer und verantwortungsvoller Arbeitgeber sein.

Bei Amazon wird wieder gestreikt
09:56 Uhr

Japanischer Pilot will mit Restalkohol Flug antreten

Nach einer durchzechten Nacht will ein japanischer Pilot mit noch fast zwei Promille Alkohol im Blut ein Flugzeug von London nach Tokio fliegen. Dass der 42-Jährige Ko-Pilot von Japan Airlines den Flug letztlich nicht antrat, war nur der Aufmerksamkeit eines Busfahrers zu verdanken, der ihn übers das Rollfeld zum Flugzeug brachte: Der Fahrer alarmierte die Behörden.

Der Mann habe vor dem Langstreckenflug zwei Flaschen Wein und knapp zwei Liter Bier getrunken, teilte die Londoner Polizei mit. Nach Polizeiangaben bekannte sich der Pilot bereits vor einem britischen Richter schuldig. Am 29. November solle er verurteilt werden. Japan Airlines entschuldigte sich bei den Passagieren.

Als Reaktion auf die Vorfälle kündigte Japans Verkehrsminister Keiichi Ishii eine Untersuchung an: Er lasse prüfen, ob die Alkohol-Bestimmungen für Flugzeugbesatzungen verschärft werden müssen. "Wir werden alles unternehmen, um die Flugsicherheit zu gewährleisten", sagte Ishii. Den bisherigen Bestimmungen zufolge dürfen japanische Flugzeugbesatzungen in den acht Stunden vor einem Flug keinen Alkohol mehr trinken. Allerdings gibt es keine vorgeschriebenen Tests für Besatzungsmitglieder.

Japanischer Pilot will mit Restalkohol Flug antreten
09:38 Uhr

Neuer Optimismus lässt Volkswagen kräftig zulegen

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt setzen zum Wochenschluss auf eine Lösung im Handelsstreit zwischen den USA und China. Der Dax legt 1,4 Prozent auf 11.624 Zähler zu. Zu den größten Gewinnern zählen die Autowerte, die von dem neu gewonnenen Optimismus der Anleger und den Absatzzahlen in den USA profitierten. Volkswagen, Continental, Daimler und BMW legten kräftig zu.

Für Ermutigung sorgt ein Medienbericht, wonach US-Präsident Donald Trump wichtige Regierungsvertreter gebeten hat, einen Entwurf für ein Handelsabkommen mit China vorzubereiten. Nach einem Telefonat hatten sich Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping optimistisch geäußert, den Handelsstreit bis zum Gipfeltreffen der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer Ende des Monats in Argentinien zu lösen. "Die Chancen, dass dann erste Rauchwolken aus der Friedenspfeife sichtbar werden, stehen nicht so schlecht", heißt es in einem Kommentar der LBBW. "Das Entlastungspotenzial für die Märkte wäre erheblich."

Neuer Optimismus lässt Volkswagen kräftig zulegen
08:17 Uhr

Trumps neue Töne dürften Dax beflügeln

Zum Abschluss der Börsenwoche könnte der Dax nochmal eine Schippe drauf legen – damit jedenfalls rechnen Experten. Gestern hatte er 0,2 Prozent zugelegt und mit 11.468,54 Punkten geschlossen. Starke Quartalsergebnisse hatten den Börsen zuletzt einen Schub verliehen.

Und auch an der deutschen Börse sind es die guten Vorgaben der Wall Street – ausgelöst von versöhnlichen Tönen von US-Präsident Donald Trump zum Zollkonflikt – welche die Kurse antreiben dürften.

Zudem dürften die Anleger heute auf die US-Arbeitsmarktdaten schielen: Von ihnen erhoffen sie sich Rückschlüsse auf Zeitpunkt und Tempo der erwarteten US-Zinserhöhungen. Darüber hinaus stehen die Stimmungsbarometer der deutschen und europäischen Einkaufsmanager auf dem Terminplan.

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Nach Frankfurter Börsenschluss werden zudem die jüngsten Ergebnisse des Stresstests für europäische Banken erwartet. (Foto: picture alliance/dpa)

Trumps neue Töne dürften Dax beflügeln
08:01 Uhr

Finanzchef von SLM mag nicht mehr - Aktie fällt

Kein gutes Jahr hat die Aktie von SLM Solutions hinter sich – seit Jahresbeginn hat sich ihr Wert bereits gedrittelt. Zum Wochenschluss dürfte es für sie nochmals nach unten gehen. Denn der Hersteller von 3D-Metalldruckern sieht die bisherige Jahresprognose außer Reichweite. Sowohl das Umsatz- wie auch das Margenziel werden nicht erreicht. Die neue Umsatzspanne von 90 bis 100 Millionen Euro liegt unter den Schätzungen von Analysten.

In einem solchen Fall ist es nie schön, wenn auch noch der Finanzchef die Brücke verlässt. SLM-Finanzvorstand Uwe Bögershausen steht für eine Verlängerung seiner bis Juni 2019 laufenden Bestellung nicht zur Verfügung. Im Spezialistenhandel gab die Aktie bereits um 6 Prozent nach.

Finanzchef von SLM mag nicht mehr - Aktie fällt
07:46 Uhr

Kraft Heinz erlebt massiven Gewinneinbruch

Der Nahrungsmittelkonzern Kraft Heinz muss einen Gewinneinbruch im dritten Quartal verkraften: In den drei Monaten brach der Nettogewinn auf 630 Millionen oder 0,51 Dollar je Aktie ein. Im Vorjahreszeitraum hatte die Kraft Heinz Co noch 944 Millionen oder 0,77 Dollar je Aktie verdient. Bereinigt lag der Konzern mit einem Gewinn von 0,78 Dollar unter den Schätzungen der Analysten von 0,81 Dollar.

Kraft Heinz begründete den Gewinnrückgang neben Preissenkungen mit höheren Marketingkosten und der Einführung neuer Produkte. Die Werbemaßnahmen zahlten sich zumindest in den Verkäufen aus, die in den drei Monaten um 2,6 Prozent stiegen. Das war erst das zweite Quartal mit einem Zuwachs seit der 49 Milliarden Dollar schweren Fusion des Nahrungsmittelkonzerns vor drei Jahren.

Allerdings war das Wachstum teuer erkauft: Während andere Unternehmen der Branche die Preise unter anderem wegen gestiegener Transportkosten erhöhten, senkte Kraft Heinz die Preise in den USA im Schnitt um 2 Prozent.

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Im Gegensatz zu vielen Rivalen musste das US-Unternehmen auf dem Heimatmarkt die Preise senken. (Foto: picture alliance / dpa)

Kraft Heinz erlebt massiven Gewinneinbruch
06:44 Uhr

Apple-Zulieferer geraten in Japan unter Druck

Die Tokioter Börse folgt der Wall Street ins Plus. Der Nikkei der 225 führenden Werte steigt um 1,2 Prozent auf 21.954 Punkte. Der breiter gefasste Topix gewinnt 0,6 Prozent auf 1642 Zähler. Ermutigende Firmenbilanzen und Hoffnungen auf eine Entschärfung des Handelsstreits zwischen den USA und China hatten der Wall Street bereits nach oben geholfen. Für Erleichterung sorgten versöhnliche Töne von US-Präsident Donald Trump zum Zollkonflikt.

Auf den Verkaufslisten der Börsianer stehen die Anteilsscheine der Apple-Zulieferer Murata Manufacturing und Alps Electric mit Abschlägen von jeweils rund zwei Prozent. Apple fürchtet Produktionsengpässe im wichtigen Weihnachtsgeschäft. Das Unternehmen sei sich nicht sicher, ob es bei der Herstellung der jüngst vorgestellten neuen iPhones, iPads, Computer-Uhren und Mac-Rechner mit der erwarteten Nachfrage mithalten könne, sagte Konzernchef Tim Cook.

Apple-Zulieferer geraten in Japan unter Druck