Wirtschaft

VW wächst, Ford nicht US-Autokäufer mögen es groß und schwer

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Ford hat die gefragten SUV im Programm - dennoch ging es abwärts.

(Foto: REUTERS)

Der Markt wird schwieriger, heißt es bei BMW. Die Münchener treten beim US-Absatz auf der Stelle. Auch Daimler kommt kaum voran. Einzig VW wird mehr Autos los. Selbst bei den einheimischen Herstellern gibt es kein einheitliches Bild.

Der US-Automarkt zeigt im Oktober ein gemischtes Bild. Trotz einer soliden Nachfrage nach SUVs und Pickup-Trucks müssen einige Hersteller rückläufige Absätze verbuchen. Bei den deutschen Herstellern kann allein VW spürbar zulegen. BMW und Daimler treten auf der Stelle. Es sei keine Frage, dass der US-Markt schwieriger werde, sagte BMW-Nordamerika-Chef Bernhard Kuhnt. Von den einheimischen Marken bleibt Fiat Chrysler auf Erfolgskurs. Ford muss ordentlich Federn lassen und General Motors meldet nur noch Quartalsverkäufe.

Volkswagen steigerte seine Verkäufe um fünf Prozent auf 29.000 Einheiten. Überdurchschnittlich legte das SUV-Segment mit 38 Prozent zu. Von dem in den USA beliebten Jetta setzte VW zehn Prozent mehr ab. Die Sportwagentochter Porsche meldete ein Umsatzplus von 2,2 Prozent auf 4817 Autos.

BMW konnte seinen Absatz derweil kaum erhöhen. Es seien insgesamt 23.262 Fahrzeuge der Kernmarke BMW verkauft worden, teilte das Unternehmen mit. Das war ein Plus von 0,2 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Konkurrent Daimler blieb nur wegen eines Rekordverkaufs von Vans von einem Absatzrückgang verschont. Mit insgesamt 31.814 Fahrzeugen seien 0,9 Prozent mehr Autos an die Kunden gebracht worden, teilte das Unternehmen mit. Von der Hauptmarke Mercedes-Benz wurden nur 27.537 Stück abgesetzt, ein Minus von fast fünf Prozent. Der Van-Verkauf sprang hingegen um 71 Prozent auf 4182 Fahrzeuge in die Höhe.

Gemischt war die Entwicklung bei den großen US-Herstellern. Der Absatz von Ford sank um vier Prozent auf 191.682 Fahrzeuge, vor allem weil die Kunden weniger Limousinen nachfragten, insbesondere von der Nobelmarke Lincoln. Fords Vertriebschef für die USA, Mark LaNeve, nannte den Oktober einen "typischen Monat für 2018", geprägt durch eine sich abschwächende Nachfrage bei gleichzeitig höheren Preisen pro Auto und weniger Rabattaktionen.

Zu den Lichtblicken bei Ford zählte das zweistellige Absatzwachstum bei den SUVs Explorer und Expedition. Der Absatz des Bestsellers, des Pickup-Trucks der F-Serie, sank um sieben Prozent. Das Modell lag damit aber den achten Monat in Folge oberhalb der Marke von 70.000 Fahrzeugen.

Bei Fiat Chrysler ging das Wachstum kräftig weiter, der Konzern steigerte seine Verkäufe im Oktober um ein Sechstel auf 177.391 Einheiten. Alle Marken außer Fiat legten zu. Für Schwung sorgten einmal mehr die Marken Jeep und Ram. General Motors meldet den Absatz mittlerweile nur noch im Quartalsrhythmus. Der Autobauer verbuchte zuletzt niedrigere Verkäufe in den USA bei höheren Preisen. Bei Honda sanken die Verkäufe um 4,1 Prozent, bei Nissan waren es mehr als zehn Prozent. Toyota konnte dagegen leicht um 1,4 Prozent zulegen.

Quelle: n-tv.de, jwu/DJ/rts/dpa

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