Freitag, 14. Februar 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:38 Uhr

Dax schafft erst Rekord und stagniert dann

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(Foto: imago/Sven Simon)

Es war ein zäher Handelstag in Frankfurt. Die Grundstimmung war insgesamt freundlich, auch wenn es zu Gewinnmitnahmen kam. Vor dem Wochenende gingen viele Akteure auf Nummer sicher und stellten Positionen glatt. Die Berichtssaison der Unternehmen gab die Richtung bei den Einzelwerten vor, die Entwicklung des Coronavirus die breitere Tagestendenz. Etwas bremsend wirkte, dass das deutsche BIP im vierten Quartal stagnierte. Deutschland habe wieder einmal "mit der Rezession geflirtet", kommentiert Andrew Kenningham, Chefökonom bei Capital Economics.

Der Dax stagnierte auf Tagessicht - am Vormittag erreichte er mit 13.789 Stellen erneut ein Allzeithoch, kam dann aber wieder zurück. Am Ende schloss der Leitindex nahezu unverändert bei 13.744 Punkten. Der MDax gewann 0,1 Prozent auf 29.215 Zähler. Der TecDax gab um 0,4 Prozent auf 3265 Stellen nach. Der EuroStoxx50 verlor 0,2 Prozent auf 3841 Punkte.

Am Dax-Ende notierten Wirecard mit minus 3,5 Prozent. Im Handel wurde auf eine Reihe von Belastungsfaktoren verwiesen. Die Quartalszahlen seien zwar gut ausgefallen, allerdings spricht etwa Bryan Garnier von einer enttäuschenden Marge. Daneben hatten sich einige Anleger Aussagen zur laufenden Bilanzprüfung durch KPMG erhofft. Dax-Gewinner waren MTU mit plus 2,0 Prozent.

16:43 Uhr

Bilanzen stützen US-Börsen - Virussorgen bremsen

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(Foto: imago images/UPI Photo)

Ermunternde Firmenbilanzen haben die US-Börsen gestützt. Die Sorgen der Anleger vor negativen Folgen des Coronavirus für die Weltwirtschaft bremsten die Rekordfahrt hingegen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte lag mit 29.394 Punkten rund 0,1 Prozent schwächer. Der breiter gefasste S&P 500 legte 0,1 Prozent auf 3376 Punkte zu, der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,2 Prozent auf 9727 Zähler. Diese beiden Indizes setzten zwischenzeitlich neue Bestmarken.

Für Lichtblicke sorgten Firmenbilanzen wie beispielsweise von Nvidia, deren Aktien um sieben Prozent anzogen. Der Chiphersteller übertraf mit einem Umsatzsprung von 41 Prozent im vierten Quartal die Erwartungen der Analysten. Gefragt waren vor allem Chips, die in Datenzentren das Wachstum der Cloud-Dienste antreiben.

Auch Aktien der Mitbewerber Intel und Advanced Micro Devices (AMD) legten zu. Investoren griffen auch bei Aktien des Online-Reisevermittlers Expedia zu. Die Papiere gewannen mehr als elf Prozent, nachdem der Gewinn im vierten Quartal stärker ausfiel als erwartet.

16:24 Uhr

US-Industrie startet mit Produktionsrückgang ins Jahr

Die US-Industrieproduktion ist im Januar gesunken, was auf ungewöhnlich warme Temperaturen und eine schwächere Flugzeugproduktion bei Boeing zurückzuführen ist. Sie verringerte sich im Vergleich zum Vormonat um 0,3 Prozent, wie die Notenbank Fed mitteilte. Ökonomen hatten genau diese Entwicklung prognostiziert.

Die Kapazitätsauslastung verringerte sich auf 76,8 Prozent von 77,1 im Vormonat. Hier waren Ökonomen von exakt dieser Rate ausgegangen.

15:45 Uhr

Tesla - das iPhone auf Rädern?

Wenn Aktionäre auf den Verlauf der Tesla-Aktie schauen, dann kann ihnen fast schwindelig werden. Alleine von Mai letzten Jahres bis Anfang Februar hat sich der Wert der Aktie mehr als verfünffacht. Aber ist das alles überhaupt noch gerechtfertigt? Friedhelm Tilgen spricht darüber mit Anouch Wilhelms von der Commerzbank.

15:24 Uhr

Übernahmeofferte treibt Godewind-Aktie auf Rekordhoch

Ein 700 Millionen Euro schweres Übernahmeangebot der französischen Immobilienfirma Covivio hat die Aktien des Bürovermieters Godewind auf ein Rekordhoch getrieben. Die Franzosen wollen 6,40 Euro je Aktie zahlen und Godewind nur zwei Jahre nach dem Börsengang wieder von der Börse nehmen, wie die Firmen mitteilten. 35 Prozent an Godewind habe sich Covivio bereits gesichert.

Godewind hatte es im April 2018 nur mit Ach und Krach an die Börse geschafft, die Aktien waren zu je vier Euro ausgegeben worden. Heute stiegen die Papiere in der Spitze um gut 15 Prozent auf ein Rekordhoch von 6,41 Euro. Das ist der größte Kurssprung seit dem Börsengang.

Godewind Immobilien
Godewind Immobilien 6,37

14:48 Uhr

Haldex will Aktionär Knorr-Bremse loswerden

Der schwedische Bremsenhersteller Haldex will seinen größten Anteilseigner Knorr-Bremse durch eine Beschwerde bei den EU-Wettbewerbshütern zum Rückzug zwingen. Dass einer der größten Konkurrenten zugleich der größte Aktionär sei, behindere Haldex sowohl am Markt als auch bei Investoren, sagte Verwaltungsratschef Jörgen Durban.

Knorr-Bremse hält 10 Prozent an Haldex, seit sich der Münchner Konzern vor vier Jahren eine Bieterschlacht mit ZF Friedrichshafen um den schwedischen Konkurrenten geliefert hatte. Die Schweden behielten aber ihre Unabhängigkeit, nachdem sich die EU gegen eine Übernahme durch Knorr-Bremse gestellt hatte.

Haldex
Haldex 1,89

14:39 Uhr

VW-Dieselkunden sollen trotz geplatzten Vergleichs Geld bekommen

Volkswagen will den klagenden Dieselkunden trotz des geplatzten Vergleichsverfahrens mit Verbraucherschützern eine Entschädigung zahlen. Die bereits ausgehandelten 830 Millionen Euro sollen "auch ohne die Unterstützung des Verbraucherzentrale-Bundesverbands" angeboten werden, teilte das Unternehmen nach einer außerordentlichen Vorstandssitzung mit.

Dieselfahrer, die sich zur Braunschweiger Musterfeststellungsklage angemeldet hatten und die Bedingungen für die Teilnahme an dem Vergleich erfüllen, sollen das ausgehandelte Angebot daher dennoch bekommen. Die Summe pro Kopf könnte bei laut VW zuletzt 400.000 bis 470.000 Anmeldungen zu dem Sammelverfahren zwischen etwa 1800 und 2100 Euro liegen.

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14:25 Uhr

Geringe Aufschläge an der Wall Street erwartet

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(Foto: dpa)

An der Wall Street deutet der Aktienterminmarkt zaghafte Aufschläge zur Handelseröffnung am Kassamarkt an. Es gibt eigentlich genügend Gründe für Zurückhaltung am Aktienmarkt - besonders vor dem langen Wochenende. Denn am Montag bleiben die US-Börsen wegen des Gedenkens an den ersten US-Präsidenten George Washington geschlossen.

Die Investoren blenden die potenziellen Auswirkungen des sich schnell ausbreitenden Coronavirus in China und neue Spannungen um den chinesischen Telekommunikationsausrüster Huawei weitgehend aus. Derweil bauen sich neue Spannungen zwischen Washington und Peking auf. Huawei und zwei ihrer US-Töchter wurden in einer Bundesanklage wegen krimineller Machenschaften und Verschwörung zum Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen angeklagt.

Allerdings ist die Neigung zu Gewinnmitnahmen sehr ausgeprägt, daher wollen Händler Verluste im Handelsverlauf nicht ausschließen. Zudem warten im Tagesverlauf noch wichtige Konjunkturdaten wie Industrieproduktion im Januar und die Verbraucherstimmung im Februar auf die Anleger.

14:09 Uhr

Bitcoin-Kurs ist wieder fünfstellig

Der Bitcoin hat die 10.000-Dollar-Marke zurückerobert. Die Frage ist aber, wie lange sich die schwankungsanfällige Cyberwährung über dieser Marke halten kann. Experten sind sich uneins, ob es sich um eine neue Spekulationsblase handelt oder ob es mit der wichtigsten Cyber-Devise dauerhaft aufwärts geht. Seit Jahresbeginn hat sich die Kryptowährung um knapp die Hälfte verteuert und steuert auf das stärkste Auftaktquartal ihrer Geschichte zu.

Bitcoin profitierte in den vergangenen Wochen von Krisen, die Investoren auf der Suche nach Alternativen für die fallenden Aktienkurse in das "digitale Gold" trieben. So verhalfen die Kampfhandlungen zwischen den USA und Iran Bitcoin im Januar zu einem Kursschub. Im Februar nährte der Ausbruch des Coronavirus die Furcht vor einem Dämpfer für die Weltwirtschaft.

Bitcoin Cash
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13:50 Uhr

Rückrufforderung in China lastet auf Tesla-Aktie

Tesla Motors (USD)
Tesla Motors (USD) 514,36

Mit der Aktie von Tesla geht es vorbörslich bergab. Sie gab zwei Stunden vor Handelsbeginn in New York 1,9 Prozent nach.

Grund sind Probleme des E-Autobauers in China. Die dortigen Behörden forderten Tesla auf, 3183 Fahrzeuge des Typs Model X wegen Problemen mit der Servolenkung zurückrufen. Erst gestern hatte das Unternehmen 15.000 Fahrzeuge in den USA wegen der gleichen Probleme zurückgerufen.

13:29 Uhr

Vergleich für VW-Dieselkunden geplatzt

Abgase strömen aus einem Auspuff eines Fahrzeugs. Foto: Jan Woitas/zb/dpa/Archivbild

(Foto: Jan Woitas/zb/dpa/Archivbild)

Die Verhandlungen über einen Vergleich zu Entschädigungen für Hunderttausende Dieselkunden sind nach Angaben von Volkswagen geplatzt. Wie der Konzern mitteilte, soll die Höhe der Honorarforderungen der Anwälte des Bundesverbands der Verbraucherzentralen (vzbv) der Grund sein. Der vzbv vertritt im Verfahren um die Musterfeststellungsklage zahlreiche Dieselfahrer, die Schadenersatz für ihre Fahrzeuge mit zu hohen Abgaswerten verlangen.

VW zufolge hatte es eigentlich schon eine Einigung gegeben. Demnach wurde eine Vergleichssumme "in einer Größenordnung von insgesamt 830 Millionen Euro erzielt", wie es hieß.

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13:09 Uhr

Grobblechwerk von Thyssenkrupp droht Schließung

Thyssenkrupp
Thyssenkrupp 4,61

Der Stahlkonzern Thyssenkrupp ist schwer angeschlagen. Der MDax-Konzern erwägt nun eine Schließung des Grobblechwerks in Duisburg-Hüttenheim. Wenn bis zum 30. Juni kein Käufer gefunden werde, soll dort die Fertigung eingestellt werden, bestätigte Thyssenkrupp. In der Grobblechproduktion arbeiten nach Angaben der IG Metall rund 800 Mitarbeiter. Thyssenkrupp will sie weiterbeschäftigen. Den Mitarbeitern solle "in jedem Fall" ein Arbeitsplatz "an anderer Stelle im Stahl" angeboten werden, versicherte Personalvorstand Oliver Burkhard.

Thyssenkrupp will seine Stahlsparte neu ordnen und nach bisherigen Angaben 2000 Stellen abbauen.

12:49 Uhr

Corona-Krise belastet Fluggesellschaften massiv

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(Foto: picture alliance/dpa)

Wegen der Corona-Krise bluten die Airlines besonders. Sie müssen sich auf Umsatzeinbußen in Milliardenhöhe einrichten. Die Internationale Zivilluftfahrtbehörde ICAO geht in einer ersten Schätzung von 4 bis 5 Milliarden US-Dollar für das erste Quartal aus. Die ökonomischen Auswirkungen des neuartigen Coronavirus dürften stärker ausfallen als bei der Sars-Epidemie im Jahr 2003.

Der Organisation zufolge haben ausländische Airlines ihr Angebot zum chinesischen Festland inzwischen um 80 Prozent reduziert, während die heimischen Carrier 40 Prozent weniger internationale Verbindungen anboten. Rund 70 Gesellschaften hätten ihr Angebot ganz unterbrochen, weitere 50 die Verbindungen ausgedünnt.

12:27 Uhr

Royal Bank of Scotland übertrifft Erwartungen

Gute Zahlen vermeldet die Royal Bank of Scotland (RBS): Das Geldinstitut hat vor allem dank eines starken Schlussquartals die Erwartungen der Analysten für 2019 übertroffen. Mittelfristig wird die Bank, die sich mehrheitlich in britischem Staatsbesitz befindet, allerdings vorsichtiger. Außerdem müssen sich die Aktionäre mit weniger Dividende zufriedengeben.

Die RBS erzielte im vierten Quartal einen Vorsteuergewinn von 1,55 Milliarden Pfund nach 572 Millionen im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich blieben 1,41 Milliarden Pfund nach 286 Millionen übrig.
Im Gesamtjahr verdiente die Bank 3,13 Milliarden Pfund und damit fast doppelt so viel wie im Vorjahr. Der Vorsteuergewinn kletterte auf 4,32 von 3,36 Milliarden Pfund. Analysten hatten mit 4,07 Milliarden Pfund gerechnet.

12:14 Uhr

Sandra Navidi: "Virus-Risiko für US-Wirtschaft ist viel größer"

Das Coronavirus könnte den chinesischen Markt stark belasten, noch größer ist jedoch die Gefahr für die US-Wirtschaft. An Aktienmärkte zeigen sich davon bislang unbeeindruckt - das könnte aber schnell ins Gegenteil umschlagen, analysiert Sandra Navidi von BeyondGlobal.

11:54 Uhr

VW beklagt Auslieferungseinbruch in China

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(Foto: picture alliance/dpa)

Keine gute Nachrichten kommen aus Wolfsburg: Der Ausbruch des Coronavirus und das in diesem Jahr frühere chinesische Neujahrsfest haben die Verkäufe von Volkswagen im Januar deutlich belastet. In China, dem wichtigsten Einzelmarkt des Dax-Konzerns, brachen die Auslieferungen aller Marken an Kunden im Vorjahresvergleich um 11,3 Prozent auf 343.400 Fahrzeuge ein. Weltweit sorgte das für einen Rückgang der Verkäufe um 5,2 Prozent auf 836.800 Fahrzeuge. China steht für gut 40 Prozent der Auslieferungen auf Konzernebene.

Die in China stark vertretene Kernmarke VW Pkw lieferte im ersten Jahresmonat weltweit mit 485.500 Autos 5,8 Prozent weniger aus. Audi konnte hingegen die Verkäufe um 1,8 Prozent auf 147.300 Autos steigern, Porsche legte um 5,8 Prozent auf 19.900 Autos zu. VW wurde sowohl deutlich weniger kleine Nutzfahrzeuge als auch weniger Lkws und Busse von MAN und Scania los.

11:36 Uhr

Deutscher Immobilien-Index erreicht Rekordhoch

Der Immobiliensektor befindet sich derzeit in einer Umbruchphase, Übernahmen bestimmen die Tagesordnung. Ob TLG/Aroundtown, Ado/Adler oder aktuell der Kauf von Godewind Immobilien durch die französische Covivio, häufig werden interessante Prämien gezahlt. Weiterhin profitiert der Sektor, in dem die Bestandsgröße ein entscheidender Faktor für Profitabilität ist, von den niedrigen Zinsen.

Der RX Real-Estate-Index der in Deutschland notierten Immobilienaktien stieg um 1,2 Prozent auf 1249 Punkte und erreichte damit ein Allzeithoch. Seit Jahresbeginn hat er um 7 Prozent zugelegt. Im Dax legten Vonovia um 1,0 Prozent zu. Im MDax notierten Deutsche Wohnen 1,1 Prozent höher, Grand City Properties verteuerten sich um 0,8 Prozent.

11:26 Uhr

Euro zu US-Dollar auf Drei-Jahres-Tief

Die Talfahrt des Euro geht weiter: Die Gemeinschaftswährung fiel auf ein Drei-Jahres-Tief von 1,0826 US-Dollar. Außerdem notierte sie zur Schweizer Währung mit 1,0607 Franken auf dem niedrigsten Stand seit viereinhalb Jahren. Damit hat der Euro gegenüber diesen beiden Währungen seit Jahresbeginn um etwa 3,5 und gut zwei Prozent an Wert verloren.

Einen Hauptgrund sieht Commerzbank-Analystin Antje Praefcke in der schwächelnden europäischen Konjunktur. Sie leiste Spekulationen auf eine EZB-Zinssenkung Vorschub.

11:14 Uhr

Das sind die Gründe für den deutschen BIP-Negativtrend

Die deutsche Wirtschaft stagniert im vierten Quartal 2019. Auf Jahressicht wird die Exportabhängigkeit durch starkes Inlands-Konsumverhalten zwar etwas ausgeglichen, doch die globalen Konflikte lasten schwer auf dem deutschen BIP. Die Börsenexpertin von ntv, Katja Dofel, erklärt die Lage.

11:08 Uhr

Dax geringer Gewinne in Rekordlaune

Ein insgesamt ruhiger Handel hat am Vormittag an der Frankfurter Börse geherrscht. Die Lage bringt es mit sich, dass geringe Dax-Anstiege den Leitindex auf neue Rekordhochs treiben. Am späten Vormittag stieg der Dax um 0,3 Prozent auf einen neuen Höchstwert von 13.786 Punkte. Der EuroStoxx50 fiel dagegen um 0,1 Prozent auf 3845 Stellen.

Stark präsentierten sich die Autowerte. Continental stiegen um 2,1 Prozent. Die Papiere von Daimler und BMW legten um 1,7 beziehungsweise 0,8 Prozent zu. VW notierten 0,7 Prozent höher.

10:49 Uhr

Immer mehr Deutsche setzen auf E-Autos

Ein elektrisch angetriebenes Auto lädt an einer Ladesäule. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

(Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild)

In Deutschland wurden im Januar deutlich mehr Elektrofahrzeuge neu zugelassen. Das Kraftfahrtbundesamt registrierte 7492 Pkw mit rein-batterieelektrischem Antrieb (BEV). Der Zuwachs beträgt 61 Prozent, wie der Verband der internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) mitteilte.

Außerdem wurden 8639 Plug-In-Hybride neu zugelassen. Diese Zahl hat sich gegenüber dem Vorjahresmonat vervierfacht. Insgesamt fuhren 16.143 neue Elektrofahrzeuge auf die Straßen (plus 138 Prozent). Der Anteil von Elektrofahrzeugen am Gesamtmarkt liegt mit knapp 7 Prozent schon im Januar deutlich über dem Niveau des Jahres 2019 (3 Prozent).

10:33 Uhr

Real-Beschäftigte demonstrieren gegen Zerschlagung

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(Foto: REUTERS)

Hunderte Beschäftigte der vor der Zerschlagung stehenden Supermarktkette Real haben vor der Hauptversammlung des Mutterkonzerns Metro für eine Absicherung ihrer Arbeitsplätze und ihrer Löhne demonstriert. Metro will sich künftig ganz auf sein Großhandelsgeschäft konzentrieren und deshalb Real verkaufen. Nach Angaben von Metro-Chef Olaf Koch hat das Unternehmen inzwischen eine "kommerzielle Einigung über den Verkauf" mit dem Finanzinvestor SCP erzielt, unterschrieben ist der Vertrag aber offenbar noch nicht.

Nach dem Verkauf soll die Supermarktkette mit aktuell rund 34.000 Beschäftigen zerschlagen werden. Zwar wollen die Käufer einen Kern von 50 Real-Märkten für mindestens 24 Monate weiter betreiben. Der größte Teil der Filialen soll jedoch an andere Händler wie Edeka oder Kaufland verkauft werden. Rund 30 Filialen sollen geschlossen werden. Die im MDax notierte Metro-Aktie stieg am Vormittag um 2,4 Prozent auf 12,75 Euro.

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10:13 Uhr

Familie Marzotto zieht Hugo-Boss-Aktie hoch

Die Aktie von Hugo Boss ist am Vormittag um 2,7 Prozent nach oben gegangen. Das Papier profitierte davon, dass die italienische Familie Marzotto ihre Beteiligung an dem Modeunternehmen über das Investmentvehikel Zignago Group auf 15,45 Prozent ausgebaut hat. Nicht auszuschließen sei, dass die Beteiligung noch weiter ausgebaut werde, hieß es.

09:53 Uhr

Nissan-Anleger ergreifen die Flucht - Kurs fällt stark

Die Aktionäre des strauchelnden japanischen Autoherstellers Nissan verkaufen nach der jüngsten Prognosesenkung die Papiere. Die Aktie brach um 9,6 Prozent ein und notierte so niedrig wie seit Juli 2009 nicht mehr.

Gestern hatte Nissan seine Prognose für den Betriebsgewinn für das Jahr bis Ende März um 43 Prozent nach unten geschraubt. Im abgelaufenen Quartal fiel unter dem Strich sogar erstmals seit fast einem Jahrzehnt unter dem Strich ein Verlust an.

Nissan Motor
Nissan Motor 3,20

09:31 Uhr

Lufthansa verlängert Flugpause nach China

Lufthansa
Lufthansa 9,05

Wegen des Coronavirus hat die Lufthansa ihre Flugpause nach China verlängert. Bis zum Ende des Winterflugplans am 28. März werden nun auch Peking und Shanghai von den Fluggesellschaften der Gruppe einschließlich Swiss und Austrian nicht mehr angeflogen, wie der Dax-Konzern in Frankfurt mitteilte. Zunächst waren diese Flüge nur bis zum 29. Februar gestrichen worden. Für die übrigen chinesischen Festland-Ziele Nanjing, Shenyang und Qingdao hatte Lufthansa bereits zuvor eine Flugpause bis Ende März angekündigt.

Wegen der stockenden Nachfrage sollen nun auch einzelne Flüge nach Hongkong gestrichen werden, das bislang noch voll mit 19 wöchentlichen Verbindungen bedient worden war. Die Swiss werde im März auf ihren Hongkong-Flügen kleinere Jets einsetzen, kündigte der Lufthansa-Konzern weiter an.

Was macht die Lufthansa-Aktie? Sie legt um 0,4 Prozent zu.

09:07 Uhr

Dax geht mit Allzeithoch in den Handel

Und wieder gibt es ein neues Dax-Allzeithoch: Der deutsche Leitindex ist mit 13.766 Punkten in den heutigen Handel gestartet. Der MDax stieg um 0,2 Prozent auf 29.224 Zähler. Der TecDax kletterte um 0,3 Prozent auf 3288 Stellen.

Wirecard gewannen nach erwarteten Zahlen 0,2 Prozent. An der Dax-Spitze notierten Deutsche Bank mit plus 1,0 Prozent.

Dax
Dax 9.632,52

08:57 Uhr

Minus in Japan, Plus in China

Wieder aufgeflammte Sorgen vor den wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie machen dem japanischen Aktienmarkt zu schaffen. Der Nikkei-Index verlor zum Wochenausklang 0,6 Prozent auf 23.688 Punkte. Die Börse Shanghai hielt sich dagegen 0,4 Prozent im Plus bei 2917 Zählern.

Bei den Aktienwerten rückte Nissan ins Rampenlicht. Die Titel des japanischen Autobauers fielen zeitweise um rund zehn Prozent auf ein Zehneinhalb-Jahres-Tief von 511 Yen. Das ist der größte Tagesverlust seit mehr als sechs Jahren. Das Unternehmen schreibt erstmals seit einem knappen Jahrzehnt rote Zahlen und halbierte seine Gewinnziele.

08:43 Uhr

Renault schreibt rote Zahlen und kürzt Dividende

Die Krise bei Nissan hinterlässt tiefe Spuren beim Partner Renault. Der französische Autobauer wies für das abgelaufene Jahr einen Verlust von 141 Millionen Euro aus und kürzt die Dividende für die Aktionäre, darunter den französischen Staat. Als Gründe für den ersten Verlust seit zehn Jahren nannte das Management Belastungen durch Nissan sowie schlechter laufende Geschäfte in China. Für 2020 stellte Renault eine operative Marge zwischen drei und vier Prozent nach 4,8 Prozent im vergangenen Jahr in Aussicht.

Renaults Partner Nissan hatte nach einem Quartalsverlust im Zeitraum Oktober bis Dezember ebenfalls die Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr zusammengestrichen. Die Allianz, zu der auch der japanische Autobauer Mitsubishi gehört, steckt nach der Entlassung von Konzernchef Carlos Ghosn wegen Veruntreuungsvorwürfen vor gut einem Jahr in einer tiefen Krise.

Renault
Renault 18,14

08:38 Uhr

Kein deutsche BIP-Wachstum Ende 2019

Funken sprühen bei Arbeiten in einer Gießerei. Foto: Jens Büttner/zb/dpa/Archivbild

(Foto: Jens Büttner/zb/dpa/Archivbild)

Doch kein Wirtschaftswachstum in Deutschland: Die hiesige Wirtschaft ist Ende 2019 wegen sinkender Exporte  nicht vom Fleck gekommen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stagnierte von Oktober bis Dezember im Vergleich zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt in einer ersten Schätzung mitteilte.

Ökonomen hatten damit gerechnet, dass Europas größte Volkswirtschaft um 0,1 Prozent zulegt. Allerdings fiel das Wachstum im dritten Quartal mit revidiert 0,2 Prozent etwas größer aus als bislang mit 0,1 Prozent angegeben.

2019 insgesamt stieg das BIP um 0,6 Prozent. Für dieses Jahr rechnet die Bundesregierung mit einem Plus von 1,1 Prozent - auch weil dieses Jahr mehr Arbeitstage zählt.

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08:32 Uhr

Ölpreise treten auf der Stelle

Brent Rohöl
Brent Rohöl 24,54

Die Ölpreise haben sich im frühen Handel nur wenig bewegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 56,32 US-Dollar. Das waren zwei Cent weniger als am Vortag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte WTI stieg geringfügig um zwei Cent auf 51,44 Dollar.

Mittlerweile haben die Organisation erdölexportierender Länder (Opec), die Internationale Energieagentur (IEA) und die US-Energiebehörde EIA ihre Prognosen für die weltweite Nachfrage nach Rohöl wegen der Virus-Krise gesenkt. Allerdings ist weiter unklar, ob die Förderländer der Opec+ mit einer weiteren Kürzung der Fördermenge auf die jüngsten Entwicklungen reagieren wird oder nicht.

08:19 Uhr

Wirecard legt kräftig zu

Der bayerische Zahlungsdienstleister Wirecard hat trotz aller Turbulenzen um die Bilanzierungsvorwürfe seine Erlöse im vergangenen Jahr überraschend deutlich gesteigert.

  • Der Umsatz kletterte dank des Booms bei elektronischen Zahlungen um 38 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro, wie der Aschheimer Dax-Konzern auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte.
  • "Es ist vor allem ein sehr deutlicher Beleg für die nachhaltige Ertragsstärke unseres Geschäftsmodells", sagte Vorstandschef Markus Braun.
  • Bereinigt um Sonderaufwendungen für Prüfungs- und Beratungs- sowie Rechtsberatungsleistungen lag das operative Ergebnis demnach bei 794 Millionen Euro, was einem operativen Gewinnsprung von 42 Prozent entspricht.

Mit dem Ergebnis traf Wirecard die Schätzungen von Analysten. Zu laufenden Sonderprüfung der eigenen Bücher machte Wirecard zunächst keine Angaben. Der Konzern hat in Aussicht gestellt, dass die Prüfung zum Ende des ersten Quartals abgeschlossen sein könnte.

Wirecard
Wirecard 99,66

 

07:50 Uhr

ICAO warnt vor Milliarden-Minus im Flugverkehr

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Fliegen in Zeiten von "Covid-19": Für den Flugverkehr ist die neuartige Lungenerkrankung schlimmer als Sars.

via REUTERS

In der Luftfahrt warnen Branchenvertreter vor empfindlichen Einbußen durch die Virus-Epidemie in China.

  • Die Internationale Luftverkehrsvereinigung (ICAO) rechnet mit einem Umsatzeinbruch in Höhe von bis zu fünf Milliarden Dollar (4,6 Milliarden Euro) für Fluggesellschaften.
  • Aktuell hätten 70 Airlines weltweit wegen des Coronavirus-Ausbruchs alle Flüge von und nach China eingestellt, teilte die UN-Organisation am Morgen mit.
  • 50 weitere Fluggesellschaften haben demnach ihren Flugverkehr von und nach China reduziert.

Die Auswirkungen auf die Luftfahrtbranche seien voraussichtlich größer als bei der Sars-Epidemie in den Jahren 2002 und 2003. Grund dafür sei vor allem die hohe Zahl an Flugausfällen, erklärte die ICAO. Hinzu komme, dass sich die Frequenz des internationalen Flugverkehrs von und nach China in den vergangenen 17 Jahren verdoppelt habe.

07:38 Uhr

Dax stolpert nächstem Rekordhoch entgegen

Am deutschen Aktienmarkt müssen sich Anleger auf einen unsicheren Auftakt - und womöglich auf ein weiteres Allzeithoch - einstellen. Der Leitindex an der Frankfurter Börse wird zum Start in den Valentinstagshandel unter dem Eindruck schwacher Vorgaben aus den USA und den neuen Unwägbarkeiten der Virus-Epidemie leicht im Plus erwartet.

  • In den vorbörslich errechneten Indikationen sehen Börsianer den Dax zur Eröffnung bei 13.770,50 Punkten starten, was einem schmalen Plus von 0,2 Prozent entspricht.
  • Sollte der Dax dieses Niveau bis zum Abend halten, käme er auf ein Wochenaufschlag von rund 2,0 Prozent.
  • Am Vorabend war das wichtigste deutsche Börsenbarometer prozentual nahezu unverändert bei 13.745,43 Punkten aus dem Handel gegangen.

Insgesamt bewegt sich der Dax weiter in Rekordhöhen und nah an seinem in den vergangenen Tagen mehrfach nach oben verschobenen Allzeithoch. Aktuell liegt diese historische Kursspitzenmarke aus dem Verlauf bei 13.758,70 und auf Schlusskursbasis bei 13.749,78 Zählern.

Der aktuell prognostizierte Eröffnungskurs liegt deutlich darüber: Damit könnte die nächste Rekordmarke - allen Unsicherheiten zum Trotz - schon zum Auftakt an diesem Freitag fällig sein.

Dax
Dax 9.632,52

07:11 Uhr

Nikkei fürchtet das Virus, Nissan-Aktie bricht ein

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Fast alle mit Maske: So sieht es an diesem 14. Februar in Tokio aus.

REUTERS

Die weiter schwelenden Virus-Sorgen belasten den Aktienhandel in Asien: In Tokio drehen die Kurse ins Minus. Investoren richten ihr Augenmerk zunehmend auf die wirtschaftlichen Folgen der Epidemie in China.

  • Im japanischen Aktienmarkt gibt der Nikkei-Index mit seinen 225 führenden Werte der japanischen Unternehmenslandschaft bis zum späten Vormittag (Ortszeit Tokio) um 0,5 Prozent auf 23.704 Punkte nach.
  • Der breiter gefasste Topix verliert 0,6 Prozent auf 1702 Zähler.
  • In Japan war es am Vortag zum ersten bestätigten Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus-Ausbruch in China gekommen.

Vor allem exportorientierte Werte stünden unter Druck, heißt es. Bei den Einzelwerten ragen die Aktien von Nissan nach Zahlen heraus.

Der Nissan-Kurs bricht vor dem Wochenende zeitweise um mehr als neun Prozent ein. Der zweitgrößte japanische Autobauer fuhr nach einem Absatzeinbruch im dritten Geschäftsquartal erstmals seit fast zehn Jahren in die roten Zahlen und strich seine Gewinnerwartungen auf die Hälfte zusammen.

Nikkei
Nikkei 19.389,43

06:23 Uhr

Euro duckt sich unter den Schlägen

Der Valentinstag beginnt an den Devisenmärkten ohne romantische Untertöne. Der Kurs des Euro liegt kurz vor dem Wochenende nur knapp über seinem bisherigen Wochentief. Am Vortag hatte die Gemeinschaftswährung in ihrem Verhältnis zum US-Dollar den tiefsten Stand seit fast drei Jahren erreicht.

  • Am frühen Morgen notiert der Euro bei 1,0836 Dollar und damit prozentual wieder nahezu unverändert auf Vorabendniveau.
  • In der zweiten Hälfte der Nacht auf Freitag war der Euro-Kurs im asiatisch geprägten Handel bis auf 1,0827 Dollar gefallen.
  • Den Referenzkurs hatte die Europäische Zentralbank (EZB) zuletzt am Donnerstagnachmittag noch auf 1,0867 (Mittwoch: 1,0914) Dollar festgelegt. Der Dollar kostete damit 0,9202 (0,9163) Euro.

Der Euro gilt unter Marktbeobachtern schon seit längerem als angeschlagen. Ein wichtiger Grund sind schwache Konjunkturdaten aus dem gemeinsamen Währungsraum. Zuletzt hatten vor allem Produktionsdaten aus der Industrie stark enttäuscht. Besserung ist wegen der wirtschaftlichen Belastungen durch das von China ausgehende Coronavirus nicht in Sicht. Einige Ökonomen sehen sogar die Gefahr einer Rezession aufziehen. Hinzu kommen Medienberichte über eine mögliche zusätzliche Lockerung der EZB-Geldpolitik. All dies laste auf dem Euro, heißt es.

Die Virus-Epidemie in China sorgte am Donnerstag für neuerliche Verunsicherung. Sprunghaft gestiegene Infektions- und Todesfälle in China hätten unter Anlegern, hieß es, Zweifel an der Fähigkeit der chinesischen Behörden geweckt, die Lage in den Griff zu bekommen. Als sicher empfundene Währungen profitierten hiervon. Der Schweizer Franken stieg zum Euro auf den höchsten Stand seit Sommer 2015. Der japanische Yen erhielt ebenfalls Zulauf.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,11

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht