Freitag, 16. November 2018Der Börsen-Tag

Heute mit Diana Dittmer
17:45 Uhr

Brexit-Chaos verunsichert Dax-Anleger - Klatsche für Facebook

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Stoppt das Brexit-Chaos!

AP

Vor allem aus Angst vor den unabsehbaren Folgen eines Brexits ohne Vertrag haben die Anleger am deutschen Aktienmarkt die Finger von Aktien gelassen. Der Dax landete zum Handelsschluss 0,1 Prozent im Minus auf 11.341 Punkten.

DAX
DAX 10.075,17

Der MDax verlor 0,2 Prozent auf 23.700 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank 0,1 Prozent auf 3184 Zähler.

Die schwache Branchenstimmung bei Halbleiterwerten erwischte am Freitag auch Infineon. Die Papiere des Chipkonzerns büßten knapp drei Prozent und waren damit das Schlusslicht im Dax.

Noch ein letzter Blick an die US-Börsen:

Facebook
Facebook 165,55

Die Facebook-Aktie fällt drei Prozent und notiert damit nahe eines 19-Monatstiefs. Es gebe weiterhin einen Vertrauensverlust gegenüber dem Unternehmen im Zusammenhang mit der möglichen Einmischung Russlands in den US-Wahlkampf, heißt es.

Seit dem Rekordschlussstand von 217,50 Dollar am 25. Juli hat die Aktie mittlerweile rund 36 Prozent eingebüßt. Die Probleme des sozialen Netzwerks, bei Politikern und den Regulierungsbehörden Vertrauen zurückzugewinnen, strahlten nun auch auf die Investoren aus, sagte Analyst Scott Devitt von Stifel Nicolaus. Das Unternehmen stehe aktuell unter verschärfter Beobachtung.

Das war der Börsen-Tag für diese Woche. Ab jetzt halten Sie die Kollegen von der Spätschicht auf dem Laufenden. Die Wirtschaft von n-tv.de meldet sich an dieser Stelle am Montag zurück. Wie wünschen allen ein erholsames Wochenende!

16:53 Uhr

Brent kostet 1 Dollar mehr: Ölpreise schwimmen nach oben

Die Ölpreise knüpfen an die Erholung der beiden vergangenen Handelstage an. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet zuletzt 67,98 US-Dollar. Das sind 117 US-Cent mehr als am Vortag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) steigt um 112 Cent auf 57,74 Dollar.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 33,27

Bis zum späten Dienstagabend waren die Ölpreise noch auf Talfahrt gewesen. Selbst der starke Anstieg der Ölreserven in den USA kann die Preiserholung offenbar nicht stoppen. Am Donnerstag meldete die US-Regierung, dass die Lagerbestände an Rohöl in der vergangenen Woche dreimal so stark wie von Analysten erwartet gestiegen sind. Die wöchentlichen Rohölbestände stiegen auf den höchsten Stand seit Anfang Dezember 2017.

Grund für die Erholung könnte sein, dass das Ölkartell laut Insidern zumindest über Produktionskürzungen von bis zu 1,4 Millionen Barrel pro Tag nachdenkt, um einen Preisverfall an den Weltmärkten zu verhindern. Bislang läuft die US-Ölproduktion aber weiter auf Hochtouren.

Rohöl (WTI)
Rohöl (WTI) 26,58

Laut dem russischen Präsidenten Wladimir Putin wurde bei einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump am Rande einer Gedenkfeier zum Ende des 1. Weltkrieges in Paris die Entwicklung der Ölpreise thematisiert. Er habe bei diesem Gespräch klargemacht, dass Russland mit dem aktuellen Niveau der Ölpreise zufrieden sei.

16:20 Uhr

Schlachtfest bei Nvidia - Wall Street unentschlossen

Mit Verlusten starten die US-Börsen in den letzten Handelstag der Woche, machen aber schnell Boden gut. Kurz nach der Startglocke notiert der Dow-Jones-Index 0,1 Prozent höher bei 25.328 Punkten. Der S&P-500 notiert unverändert. Der Nasdaq-100 verliert 0,3 Prozent, nachdem Geschäftszahlen und Ausblick von Nvidia Zweifel an den Ertragsaussichten der Branche geweckt haben. Der Nasdaq-Composite fällt um 0,2 Prozent.

S&P 500
S&P 500 2.655,00

Konjunkturseitig wurden nur Daten zur Industrieproduktion veröffentlicht. Diese stieg im Oktober zum Vormonat etwas stärker als erwartet. Das für September zunächst gemeldete Wachstum wurde leicht nach unten revidiert. Die Kapazitätsauslastung übertraf ebenfalls im Oktober die Erwartungen leicht. Hier wurde der September-Wert nach oben revidiert.

Nvidia knicken um fast 20 Prozent ein. Die Zahlen für das dritte Quartal haben die Markterwartungen verfehlt. Zum Entsetzen der Anleger hat der Konzern zudem für das laufende Quartal einen Umsatzrückgang um 7 Prozent in Aussicht gestellt. Das wäre der erste Umsatzrückgang seit mehr als fünf Jahren. Im Sog von Nvidia geben AMD um 6,4 Prozent nach. Intel ermäßigen sich um 0,3 Prozent.

15:56 Uhr

Insider: EU-Kommission bereitet Strafe gegen Italien vor

Brüssel und Rom spielen Pingpong: Am Dienstag lief das Ultimatum für einen überarbeiteten italienischen Budgetentwurf ab, ohne dass Rom etwas Neues präsentiert hätte. Jetzt berichten EU-Insider, dass die  Kommission im Haushaltsstreit mit Italien am Mittwoch ein Strafverfahren anstoßen will.

Die Kommission werde an dem Tag ihre Stellungnahme zum neuen Italien-Haushalt abgeben, damit sie ein Defizitverfahren gegen das Land beginnen kann, heißt es.

Die Regierung in Rom strebt in ihrem Haushaltsentwurf für 2019 ein Defizit von 2,4 Prozent an - dreimal so viel wie von der Vorgängerregierung geplant. Von der EU-Kommission geforderte Änderungen lehnt sie ab.

15:18 Uhr

VW-Aufsichtsrat nickt 44 Milliarden für E-Mobilität ab

Der Volkswagen-Konzern will in den kommenden fünf Jahren knapp 44 Milliarden Euro in Zukunftsthemen wie Elektroautos, autonomes Fahren und internetbasierte Mobilitätsdienste investieren. Das entspricht nach Konzern-Angaben einem Drittel der Gesamtausgaben des Konzerns bis Ende 2023.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 112,96

Der Aufsichtsrat entschied auch, welche Standorte welche Aufgaben übernehmen sollen: In Deutschland sollen die Werke Zwickau, Emden und Hannover für die Produktion von Elektrofahrzeugen umgebaut werden. Außerdem will der Konzern eine neue Fabrik in Osteuropa bauen.

Ab 2022 sollen in Emden und Hannover E-Autos vom Band laufen. Emden soll dabei Kleinwagen und Limousinen für mehrere Marken des Konzerns bauen, während in Hannover der Bulli-Nachfolger ID Buzz produziert werden soll. Die Beschäftigten an den Standorten erhalten eine Beschäftigungsgarantie bis Ende 2028, wie VW bereits mitgeteilt hatte.

Bereits in einem Jahr will VW mit der Produktion eines Elektroautos in Zwickau beginnen. Ab 2021 sollen dort sechs Modelle für drei Marken gebaut werden.

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14:29 Uhr

Raus aus der Kreditklemme: Senkt China die Zinsen?

Das anhaltend schwache Kreditwachstum in China nährt Spekulationen über die erste Zinssenkung in der Volksrepublik seit drei Jahren. Laut einem Insider ist ein solcher Schritt nicht ausgeschlossen. Allerdings seien negative Nebenwirkungen zu prüfen.

Ökonom Chen Zheng von der China Merchants Bank geht dagegen davon aus, dass die Zentralbank handeln muss: "Es ist notwendig, die Zinssätze zu senken." Er befürchtet einen Vertrauensverlust am Markt, wenn das Kreditwachstum weiter schwächelt.

Die Notenbank hat den Leitzins zuletzt im Oktober 2015 gesenkt - auf 4,35 Prozent. Sie hat jüngst auch den Mindestreservesatz (RRR) für die Geldhäuser niedriger angesetzt. Damit haben die Banken mehr Geld zur Verfügung, um Kredite zu vergeben.

13:52 Uhr

"Krypto-Kater": Bitcoin-Flaute lässt Nvidia-Kurs abstürzen

Schauen wir noch mal auf den Nvidia-Kurs: Das Ende des Bitcoin-Booms schlägt auf Geschäft und Aktienkurs des Grafikkarten-Spezialisten durch. Die Aktie fällt im vorbörslichen Handel zeitweise um rund 18 Prozent. Die Anleger strafen damit die jüngsten Quartalszahlen und dem mageren Ausblick ab. Was ist passiert?

Nvidia
Nvidia 247,80

Die Produktion der Digitalwährung Bitcoin erfordert massive Computer-Ressourcen - und Grafik-Karten sind optimal dafür. Auf dem Höhepunkt des Bitcoin-Booms führte das zu Engpässen bei einigen Nvidia-Karten und Preissteigerungen.

Doch in diesem Jahr verlor der Bitcoin über zwei Drittel seines Werts - und das machte auch die Erzeugung der Digitalwährung weniger attraktiv. Nvidia habe sich in dieser Situation verschätzt, sagte Firmenchef Jensen Huang nach Vorlage der Quartalszahlen. "Der Krypto-Kater dauerte länger als wir erwarten hatten", räumte er ein.

Bitcoin Group
Bitcoin Group 23,70

Der Nividia-Kurssturz hinterlässt über die Technologie-Aktien auch Spuren im Dax. Die Standardwerte notieren 0,8 Prozent leichter.

 

13:39 Uhr

Deutsche Industrie kurbelt Investitionen an

Die Industrieunternehmen in Deutschland haben ihre Investitionen im vergangenen Jahr um 2,6 Prozent auf 63,7 Milliarden Euro ausgeweitet. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes entfielen auf die vier größten Branchen - Hersteller von Fahrzeugen und Kfz-Teilen, Maschinenbau, Chemie sowie Nahrungs- und Futtermittel - mit 33,2 Milliarden Euro mehr als die Hälfte der Gesamtinvestitionen.

13:01 Uhr

Salvini: Strafmaßnahmen schaden EU mehr als Italien

Der Brexit hat den Haushaltsstreit zwischen Italien und der Europäischen Union als Belastungsfaktor Nummer eins zwar abgelöst, aber der Haushaltsstreit zwischen Brüssel und Rom wabert hinter den Kulissen weiter. Italiens Vizepremier und Innenminister Matteo Salvini warnte die EU jetzt vor negativen Auswirkungen möglicher Strafmaßnahmen gegen das Land.

10-jährige italienische Staatsanleihen
10-jährige italienische Staatsanleihen 105,38

"Sie wollen uns sanktionieren, aber das wird am Ende der EU mehr schaden als uns", zitierte die Tageszeitung "Il Messaggero" den Chef der rechten Lega. Ein Vertragsverletzungsverfahren würde 60 Millionen Italiener aufbringen.

"Wenn Brüssel uns anhören will, wäre das im Interesse aller. Andernfalls würde es dem eigenen Ruf schaden." Die italienische Regierung hält am Haushaltsentwurft fest, ungeachtet der Tatsache, dass er gegen die vereinbarten EU-Regeln verstößt.

12:08 Uhr

Milliardendeal: Blackberry kauft Cyber-Sicherheits-Firma

Der frühere Smartphone-Pionier Blackberry treibt seinen Umbau zum Softwarekonzern mit dem Kauf des Cyber-Sicherheits-Spezialisten Cylance voran. Das kalifornische Unternehmen werde für 1,4 Milliarden Dollar in bar übernommen, kündigte der kanadische Konzern an.

Blackberry
Blackberry 3,22

Cylance wurde 2012 gegründet. Die Firma setzt Künstliche Intelligenz ein, um Sicherheitsgefahren vorherzusagen und Kunden vor diesen zu schützen.

Blackberry produziert seit einiger Zeit keine Smartphones mehr, sondern konzentriert sich auf die Themen Cybersicherheit und integrierte Softwarelösungen für mobile Geräte. Über ihre QNX-Plattform bieten die Kanadier Anwendungen für autonom fahrende Autos an.

11:43 Uhr

Eurozone hat die stärkste Inflation seit fast sechs Jahren

Die Inflation in der Euro-Zone hat sich im Oktober den fünften Monat in Folge über dem EZB-Ziel von knapp zwei Prozent gehalten. Die Verbraucherpreise legten binnen Jahresfrist um 2,2 Prozent zu. Das Statistikamt Eurostat bestätigte damit eine frühere Schätzung.

Es ist der höchste Wert seit fast sechs Jahren. Im September waren es 2,1 Prozent. Für den Anstieg sorgte vor allem Energie, die sich um knapp elf Prozent verteuerte. Lebensmittel kosteten 2,2 Prozent mehr. Auch die Kerninflation - in der schwankungsreiche Energie- und Lebensmittelpreise herausgerechnet werden - nahm zu.

Die Europäische Zentralbank (EZB) sieht mittelfristig Werte von knapp zwei Prozent als ideal für die Konjunktur im Euro-Raum an.

11:15 Uhr

Plus 14 Prozent: Anleger langen bei "Angry Birds"-Firma zu

Ein Gewinnanstieg im abgelaufenen Quartal hat Anleger beim finnischen Handyspiele-Entwickler Rovio angelockt. Die Aktien legen an der Börse in Helsinki mehr als 14 Prozent zu.

Rovio
Rovio 4,05

Die Macher von "Angry Birds" verdienten im dritten Quartal mehr: der operative Gewinn stieg auf 10,4 Millionen Euro nach vier Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Allerdings gab sich die Firma mit Blick auf das laufende Jahr wegen des wachsenden Konkurrenzdrucks und hoher Marketingkosten vorsichtig.

Rovio rechnet mit einem Umsatz von 280 bis 290 Millionen Euro nach zuvor 260 bis 300 Millionen  Euro. Im vergangenen Jahr erlöste das Unternehmen 297 Millionen  Euro.

10:58 Uhr

VW schrumpft Vorstand - Diess übernimmt China-Ressort

Laut übereinstimmenden Medienberichten soll VW-Konzernchef Herbert Diess künftig zusätzlich die Leitung des China-Geschäfts übernehmen. Im Januar werde der bisherige China-Chef Jochem Heizmann altersbedingt ausscheiden.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 112,96

Damit würde sich der Vorstand von acht auf sieben Mitglieder verkleinern. Volkswagen wollte sich mit Hinweis auf eine Aufsichtsratssitzung nicht dazu äußern. Das Kontrollgremium entscheidet über die Investitionen für die kommenden fünf Jahre.

Der chinesische Markt ist für Volkswagen der wichtigste Einzelmarkt und der größte Gewinnbringer, auch E-Auto-Werke sind dort geplant. Diess soll den Berichten zufolge vor allem für Kontakte zur chinesischen Regierung zuständig sein. Das operative Geschäft dagegen soll Stephan Wöllenstein leiten. Dieser sei bereits für VW in China tätig.

10:40 Uhr

Maue Ausblicke im Chip-Sektor vergraulen Anleger

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Der weltweit größte Grafikchip-Hersteller Nvidia hat die Umsatzerwartungen verfehlt.

imago/Levine-Roberts

Magere Ausblicke von Applied Materials und Nvidia setzen den Chipaktien hierzulande zu. Die Papiere von Infineon fallen in der Spitze über ein Prozent, fangen sich dann aber wieder und notieren zuletzt nur noch 0,1 Prozent leichter.

AMS
AMS 8,09

Aktien des österreichischen Apple-Zulieferers AMS geben mehr als 2,7 Prozent nach, STMicroelectronics notieren 1,6 Prozent schwächer.

"Die Stimmung im Halbleitersegment trübt sich weiter ein", sagte ein Händler. Die jüngsten Prognosen deuteten darauf hin, dass die Aufwärtsbewegung bei Chipwerten zu Ende gehe. "Texas Instrument waren die ersten und bis dato dauert die Welle der Warnungen von Unternehmen an", ergänzte der Händler.

Auch der weltgrößte Chipanlagenbauer Applied Materials enttäuschte die Anleger mit seinem Umsatz- und Gewinnausblick für das laufende Quartal. Nvidia bekommt das Abflauen des Booms rund um Kryptowährungen wie Bitcoin zu spüren. Das kalifornische Unternehmen produziert unter anderem Chips für Graphikkarten, die zur Erzeugung von Kryptowährungen eingesetzt werden.

Die Titel von Nvidia brachen nachbörslich um 17 Prozent ein.

Nvidia
Nvidia 247,80

 

09:53 Uhr

BMW wappnet sich fürs schlimmste Brexit-Szenario

BMW bereitet sich weiter auf einen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) ohne Folgevereinbarung vor. Die mit der EU getroffene Vereinbarung sei zwar ein Schritt in die richtige Richtung, erklärte der auch in England produzierende Autohersteller.

BMW
BMW 48,56

Die politische Lage sei nach den Protest-Rücktritten britischer Minister aber ungewiss. "Unsicherheit ist nicht gut für das Geschäft." Als ein verantwortungsvoller Arbeitgeber müsse BMW sich weiter auf das "denkbar schlimmste Szenario" vorbereiten, nämlich auf einen harten Brexit.

"Wir appellieren weiter an alle Seiten, auf eine Schlussvereinbarung hinzuarbeiten, die einen wirklich reibungslosen Handel ermöglicht, auf dem unser Produktionsnetzwerk beruht."

Zur Erinnerung: Das haben London und Brüssel ausgehandelt

09:33 Uhr

Dax startet höher - Brexit bleibt Thema Nummer 1

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Abgeordnete entzogen May die Unterstützung. Es kamen bislang jedoch nicht genügend Stimmen für ein Misstrauensvotum zusammen.

REUTERS

Die deutschen Standardwerte folgen der Wall Street am Morgen wie erwartet nach oben. Der Dax notiert 0,6 Prozent höher bei 11.425 Punkten.

DAX
DAX 10.075,17

Dass tatsächlich frisches Geld an die Börse kommt, wird von Marktteilnehmern allerdings bezweifelt. Sie gehen eher davon aus, dass es zu Short-Eindeckungen kommt.

Im Fokus steht unverändert die Entwicklung in Großbritannien, wo es möglicherweise zu einem Misstrauensvotum gegen Premierministerin Theresa May und ihren Brexit-Plan kommen könnte.

Britisches Pfund / Euro
Britisches Pfund / Euro 1,13

Am Donnerstag hatten an der Londoner Börse Aktien von Unternehmen, die unter den Folgen eines Brexits ohne Handelsabkommen mutmaßlich am stärksten litten, besonders stark nachgegeben. Dazu gehörten Banken, Einzelhändler und Immobilienunternehmen. In der Breite wurde der Markt aber gestützt vom schwächeren Pfund, weil dieses die Exportaussichten verbessert.

Das Pfund fällt zunächst nicht weiter. Aber das Chaos in London ist längst noch nicht geordnet. May ist im Parlament auf die Stimmen der DUP angewiesen, die bereits am Mittwoch wegen der Sonderregelungen für Nordirland mit einem Bruch des Bündnisses gedroht hatte. Laut einem Zeitungsbericht fordert die mit den regierenden Konservativen verbündete nordirische Partei DUP die Ablösung von May.

Neben dem Stochern im Brexit-Nebel dürfte heute die Entwicklung in Italien auch weiter verfolgt werden.

08:58 Uhr

Hohes Prozessrisiko bei Bayer - Aktienkurs noch stabil

Bayer
Bayer 57,80

Die Aktie von Bayer zeigt sich vorbörslich noch unbeeindruckt davon, dass ein Gericht in Kalifornien einen beschleunigten Prozess im Fall eines Ehepaares eingeleitet hat. Beide sind an Krebs erkrankt und verklagen Bayer/Monsanto, weil der glyphosathaltige Unkrautvernichter Roundup von Monsanto die Krankheit ausgelöst haben soll. Damit droht Bayer möglicherweise ein zweiter kalifornischer Geschworenenprozess.

Bei der Vorlage der Drittquartalszahlen hatte Bayer berichtet, dass im Zusammenhang mit dem Pflanzenschutzmittel Glyphosat bis zum 30. Oktober in den USA Klagen von etwa 9300 Klägern zugestellt wurden. Ende August waren es noch 8700. Die Aktie legt im Spezialistenhandel mit dem Gesamtmarkt zunächst leicht zu.

08:39 Uhr

Lufthansa erwägt Verkauf des Caterers LSG

Lufthansa
Lufthansa 8,83

Wie entwickelt sich heute die Aktie von Lufthansa? Die Airline denkt nach Worten ihres Chefs Carsten Spohr über einen Verkauf ihres Catering-Dienstleisters LSG Sky Chefs nach. Derzeit führe man darüber Gespräche, zitierte die "Börsen-Zeitung" den Manager.

"Ob es was wird oder ob wir die LSG komplett behalten, ist in keinster Weise definiert", sagte Spohr. Es habe allerdings auch schon mehrere derartige Ideen gegeben. Wenn es für eine der Beteiligungen einen besseren Eigentümer gebe, agiere man auch. Einen Verkauf von LSG an einen Finanzinvestor würde er allerdings nicht befürworten.

Der Dax-Konzern prüft derzeit auch einen Umbau der Wartungstochter Lufthansa Technik, will sich aber nicht von der Sparte trennen.

08:31 Uhr

Tokio schließt im Minus, Shanghai etwas fester

Enttäuschende Quartalszahlen des US-Chipherstellers Nvidia haben zum Wochenausklang die asiatischen Aktienmärkte gebremst. In Tokio fiel der Nikkei um 0,6 Prozent und schloss bei 21.680 Punkten, der breiter gefasste Topix-Index gab ebenfalls 0,6 Prozent ab.

Nvidia bekommt das Abflauen des Booms rund um Kryptowährungen wie Bitcoin zu spüren. Das Unternehmen aus Kalifornien blieb mit seiner Umsatzprognose für das laufende Quartal deutlich hinter den Expertenerwartungen zurück. Das zog auch japanische Titel nach unten: Die Aktien von Advantest gaben mehr als sieben Prozent nach. Tokyo-Elektron-Papiere fielen um mehr als vier Prozent.

Insgesamt scheuten die Anleger derzeit das Risiko, sagte Takatoshi Itoshima von Pictet Asset Management. "Nicht nur, dass der amerikanisch-chinesische Handelskonflikt nicht gelöst ist, es wiegen auch andere politische Unsicherheiten schwer, wie beispielsweise in Großbritannien und Italien."

Nach einer Berg- und Talfahrt notierte die Börse in Shanghai 0,4 Prozent höher. Anleger dort setzten auf weitere konjunkturstützende Maßnahmen der chinesischen Regierung.

08:06 Uhr

Ölpreise bleiben auf Erholungskurs

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(Foto: REUTERS)

Mit den Ölpreisen ist es weiter bergauf gegangen. Damit knüpften sie an die Erholung der beiden vergangenen Handelstage an. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 67,27 US-Dollar. Das waren 65 US-Cent mehr als am Vortag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 46 Cent auf 56,92 Dollar.

Bis zum späten Dienstagabend waren die Ölpreise noch auf Talfahrt und konnten sich seitdem ein Stück weit erholen. Auch ein starker Anstieg der Ölreserven in den USA konnte die Preiserholung nicht stoppen. Am Vortag hatte die US-Regierung gemeldet, dass die Lagerbestände an Rohöl in der vergangenen Woche dreimal so stark wie von Analysten erwartet gestiegen waren.

Zuvor hatte der russische Präsident Wladimir Putin bekannt gegeben, dass bei einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump am Rande einer Gedenkfeier zum Ende des Ersten Weltkrieges in Paris am vergangenen Wochenende die jüngste Entwicklung der Ölpreise thematisiert worden sei. Putin habe bei diesem Gespräch klargemacht, dass Russland mit dem aktuellen Niveau der Ölpreise zufrieden sei.

07:40 Uhr

Britisches Pfund im Brexit-Chaos vorerst stabilisiert

Euro / Britisches Pfund
Euro / Britisches Pfund 1,13

Kleiner Lichtblick während der chaotischen Tage im Vereinigten Königreich: Nach dem kräftigen Kursrutsch des Vortages präsentiert sich das Pfund Sterling im frühen Handel etwas fester. Damit hat sich die britische Währung vorerst stabilisieren können. Der Rücktritt von mehreren Ministern am Donnerstag hatte die konservative Regierung in London in eine schwere Krise gestützt. Unklar ist nach wie vor, ob Premierministerin Theresa May den Streit um den mit der EU ausgehandelten Entwurf für ein Brexit-Abkommen politisch überlebt.

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Auch der Eurokurs stieg leicht. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1346 US-Dollar gehandelt und damit etwas höher als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Donnerstagnachmittag auf 1,1305 Dollar festgesetzt.

Marktbeobachter rechnen bis zum späten Vormittag mit wenig Bewegung beim Euro. Dann werden neue Daten zur Preisentwicklung in der Eurozone erwartet, die für neue Impulse sorgen könnten. Analysten rechnen für Oktober mit einer Inflationsrate von 2,2 Prozent und damit mit einer Teuerung, die etwas über dem Zielwert der EZB von knapp zwei Prozent liegt.

07:30 Uhr

Dax wird wohl zum Handelsstart zulegen

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die europäischen Märkte werden heute mit einer freundlichen Handelseröffnung erwartet. Damit dürften sie den guten Vorgaben der New Yorker Wall Street folgen. IG stellt den Dax am Morgen 50 Punkte höher bei 11.403 Punkten. Der Frankfurter Leitindex notierte vorbörslich 0,9 Prozent höher bei 11.454 Zählern.

Dass tatsächlich frisches Geld zum Wochenschluss an die Börse kommt, wird von Marktteilnehmern aber bezweifelt. Allenfalls könnte es zu Short-Eindeckungen kommen, heißt es.

Im Fokus steht unverändert die Entwicklung in Großbritannien, wo der bereits heftige Gegenwind für Premierministerin Theresa May und ihren Brexit-Plan noch weiter zunimmt und es möglicherweise zu einem Misstrauensvotum kommen könnte. Das Pfund hat sich auf dem am Donnerstag stark ermäßigten Niveau eingependelt, fällt also zunächst nicht weiter. Daneben dürfte die Entwicklung in Italien weiter genau verfolgt werden.

06:57 Uhr

E-Autos: Kooperiert VW mit Ford?

VW Vorzüge
VW Vorzüge 114,78

Zündet Volkswagen bei den Zukunftsthemen wie autonomes Fahren oder Elektromobilität die nächste Stufe? Im Gespräch ist es weitreichende Kooperation mit dem US-Autobauer Ford und ein Vorstoß der Wolfsburger bei der Zellfertigung. Heute berät jedenfalls der VW-Aufsichtsrat.

VW will eine riesige Summe von 34 Milliarden Euro bis Ende 2022 in die Zukunft investieren. Das ist praktisch der grobe Rahmen, in dem sich VW strategisch auf das Digital- und Elektrozeitalter ausrichtet. Einzelne Maßnahmen, wie erste E-Modelle und drei Werke in Deutschland - neben Zwickau nun auch Emden und Hannover -, hatten die Wolfsburger bereits präsentiert.

Bei seinen weitreichenden und vor allem kostspieligen strategischen Planungen kann VW-Chef Herbert Diess operative Erfolge vorweisen. Im Gegensatz zu BMW und Daimler musste VW in diesem Jahr keine Gewinnwarnung abgeben, trotz der Verzögerungen beim neuen Abgasmessverfahren WLTP. Teilweise konnte VW sogar mit der erzielten Rendite überraschen.

06:43 Uhr

Chipsektor macht Nikkei zu schaffen

Nikkei
Nikkei 18.576,30

Die Tokioter Börse hat am letzten Handelstag der Woche im Minus tendiert. Auf die Stimmung drückten Anlegern zufolge enttäuschende Quartalszahlen des US-Chipherstellers Nvidia, die auch die japanische Chip-Branche belasteten.

Der Nikkei fiel um 0,52 Prozent auf 21.690 Punkte, der breiter gefasste Topix-Index gab um 0,2 Prozent im Minus auf 1634 Zähler nach.

"Erst Apple, dann Nvidia - seit die Performance dieser Unternehmen den Ton für die globale Tech- und Chip-Industrie vorgibt, sind auch japanische Unternehmen der Branche unter Druck", sagte Takatoshi Itoshima von Pictet Asset Management. Die Aktien von Advantest gaben mehr als sechs Prozent nach. Tokyo-Elektron-Papiere fielen mehr als vier Prozent.

Ein Euro wurde im asiatischen Handel mit 1,13 US-Dollar bewertet. Der Kurs der Gemeinschaftswährung lag damit etwas höher als im späten New Yorker Handel.