Montag, 24. Juni 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Jan Gänger
17:42 Uhr

Dax schließt schwächer

Der Frankfurter Aktienmarkt geht ohne klare Richtung aus dem Handel. Von der Wall Street kommen praktisch keine Impulse. Der Dax verliert 0,5 Prozent auf 12.274 Punkte, der MDax büßt 0,1 Prozent auf 25.469 Zähler ein. Der TecDax gewinnt dagegen 0,2 Prozent auf 25.469 Punkte.

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Für Zurückhaltung sorgen der deutsche Ifo-Index, der im Juni auf den tiefsten Stand seit November 2014 gesunken ist, und die Spannungen im Nahen Osten sowie der Ende der Woche anstehende G20-Gipfel in Japan. Dort will US-Präsident Donald Trump mit seinem chinesischen Kollegen Xi Jinping über den Handelskonflikt sprechen.

Vor allem die Entwicklung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran bleibt auf dem Radar der Investoren, nachdem US-Präsident Trump angekündigt hat, dass die Sanktionen gegen den Iran ausgeweitet würden. Die Ölpreise verteidigen ihre Gewinne, Gold verteuert sich wieder auf gut 1407 Dollar je Feinunze. "Der Konflikt zwischen dem Iran und den USA bleibt ein Pulverfass, auch für die Börsen", sagt Vermögensverwalter Thomas Altmann von QC Partners.

16:49 Uhr

US-Markennamen dürfen vulgär sein

Markennamen in den USA dürfen nach einem Urteil des Obersten Gerichts "unmoralisch" und "skandalös" sein. Ein anderslautendes Gesetz aus dem Jahr 1905 verletze die in der Verfassung garantierte Meinungsfreiheit, entschied der Supreme Court.

Geklagt hatte ein Kleidungsdesigner aus Los Angeles, dessen geplante Marke "FUCT" (ähnelt dem Wort "fucked") vom US-Patentamt abgelehnt worden war. Die Regierung von Präsident Donald Trump hatte das Gesetz verteidigt. Sie befürchtet nach eigenen Angaben eine Flut von anstößigen Wörtern und Darstellungen.

16:14 Uhr

Euro etwas teurer

Der Kurs des Euro ist gestiegen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1394  (Freitag: 1,1316) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8777  (0,8837) Euro.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,89365 (0,89425) britische Pfund, 122,25 (121,64) japanische Yen und 1,1109 (1,1107) Schweizer Franken fest.

16:07 Uhr

Unicredit legt Commerzbank-Übernahme auf Eis

Die italienische Großbank Unicredit hat Insidern zufolge ihre Pläne für eine Übernahme der Commerzbank vorerst gestoppt. Die Commerzbank sei so kurz nach den Ende April gescheiterten Fusionsgesprächen mit der Deutschen Bank nicht bereit zu Verhandlungen mit der HVB-Mutter, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

"Die Commerzbank hat Unicredit gesagt, sie brauche Zeit, um ihre Optionen zu prüfen", sagte einer der Insider. Die beiden Banken lehnten eine Stellungnahme ab.

15:53 Uhr

Anleger im Wartemodus

Wie im Vorfeld bereits abzusehen, tut sich zum Start in die neue Woche an der Wall Street erst einmal wenig. Die Anleger üben sich in Zurückhaltung, passend zur eher leicht negativen Nachrichtenlage. Der Dow-Jones-Index steigt um 0,2 Prozent, S&P-500 und die Nasdaq-Indizes tendieren gut behauptet.

Zwar schwelen die Zinssenkungshoffnungen weiter, ihnen stehen aber die Streitigkeiten der USA im Handel mit China und die zunehmenden Spannungen der USA mit dem Iran gegenüber.

15:19 Uhr

Dax präsentiert sich lustlos

Nach der jüngsten Rekordjagd am deutschen Aktienmarkt herrscht zum Wochenbeginn eher Trägheit unter den Anlegern. Der Dax gibt um 0,4 Prozent auf 12.283 Punkte nach. In der vergangenen Woche war der Leitindex noch auf ein Jahreshoch von 12.438 Punkten geklettert. Mit Blick auf den bevorstehenden G20-Gipfel in Japan gelte an den europäischen Börsen derzeit aber die Devise "Abwarten und Tee trinken", schreibt Marktexperte Michael Hewson vom Broker CMC. Auf die Stimmung drücke zudem eine Gewinnwarnung von Daimler.

 

14:52 Uhr

Trump feuert Breitseite in Richtung Notenbank

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imago/ZUMA Press

Donald Trump will, dass die US-Zentralbank Fed die Zinsen senkt - und ätzt gegen die Notenbank. "Die Fed weiß nicht, was sie tut", schimpft Trump. Die - unabhängige - Zentralbank hatte auf der jüngsten Zins-Sitzung den Leitzins zwar unangetastet gelassen, für die kommenden Monate allerdings eine Senkung in Aussicht gestellt.

Das reicht dem Präsidenten nicht: Die Fed verhalte sich "wie ein trotziges Kind."

Wieso Trump niedrigere Zinsen einfordert, lesen Sie hier.

 

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14:26 Uhr

"Viagra für Frauen" treibt Amag an

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AP

Die US-Zulassung für ein Mittel zur Steigerung der weiblichen Libido beschert Amag Pharmaceuticals den größten Kurssprung seit eineinhalb Jahren. Die Aktien steigen im vorbörslichen US-Geschäft um gut 15 Prozent. Den Titeln des Entwicklungspartners Palatin winkt mit einem Plus von knapp 48 Prozent der größte Tagesgewinn seit mehr als zehn Jahren.

Die US-Gesundheitsbehörde FDA hatte zuvor das als "Viagra für Frauen" bezeichnete Medikament "Vyleesi" zum Verkauf freigegeben. Dem Mittel werden jährliche Umsätze von bis zu einer Milliarde Dollar zugetraut.

14:01 Uhr

Öl und Gold werden teurer

Am Rohölmarkt schürt der Streit zwischen den USA und dem Iran die Furcht vor Lieferausfällen. Die Sorte Brent aus der Nordsee verteuert sich um bis zu 0,9 Prozent auf 65,79 Dollar je Barrel (159 Liter). Es sehe zwar nicht danach aus, dass die Regierung einen militärischen Konflikt wolle, sagt Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com. "Das Risiko sind - wie üblich - Fehleinschätzungen."

Vor diesem Hintergrund bleibt die "Antikrisen-Währung" Gold mit einem Preis von 1408,88 Dollar je Feinunze nahe an ihrem Sechs-Jahres-Hoch, das sie am Freitag erreicht hatte.

Das Edelmetall, das Investoren auch zur Absicherung gegen eine anziehende Inflation dient, profitiere zusätzlich von der Aussicht auf Zinssenkungen durch die großen Notenbanken, sagt Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege für Privat- und Firmenkunden bei der Deutschen Bank.

13:33 Uhr

Eldorado-Aktien erleiden denkwürdigen Absturz

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REUTERS

Die geplante Übernahme des Konkurrenten Caesars Entertainment brockt Eldorado den größten Kurssturz der Firmengeschichte ein. Die Aktien des Casinobetreibers fallen im vorbörslichen US-Geschäft um knapp 32 Prozent auf ein Sechs-Monats-Tief von 35 Dollar.

Eldorado
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Caesars-Titel verzeichnen dagegen ein Plus von 16,4 Prozent und damit den größten Tagesgewinn seit fast drei Jahren.

Eldorado bietet für den Betreiber des "Caesar's Palace" in Las Vegas insgesamt 17,3 Milliarden Dollar.

13:05 Uhr

"Dixi"-Klo-Hersteller vor Verkauf

Der Hersteller von "Dixi"-und "ToiToi"-Toiletten steht Finanzkreisen zufolge vor dem Verkauf an einen Finanzinvestor. Nur die Beteiligungsgesellschaften EQT, Apax, Triton und die belgische Core Equity Holdings seien noch im Rennen um das Wiesbadener Familienunternehmen Adco, dem die beiden Marken gehören, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters zwei mit dem Verkaufsprozess vertraute Personen.

Die Ehefrau und der Sohn von ToiToi-Gründer Harald Georg Müller, die das Unternehmen seit dessen Tod vor fünf Jahren führen, könnten mit einem Erlös von 700 bis 800 Millionen Euro rechnen, hieß es.

Adco sieht sich als Weltmarktführer für mobile Toiletten ohne Wasseranschluss, wie sie auf Baustellen oder Großveranstaltungen zum Einsatz kommen. Müller hatte ToiToi 1983 gegründet und 1997 die vorher in US-Besitz befindliche Dixi hinzugekauft. Das Unternehmen stellt seine mehr als 300.000 Toilettenhäuschen und -container nicht nur her, es vermietet und reinigt sie auch. Im laufenden Jahr rechnet Adco mit einem Umsatz von 360 Millionen Euro und einem operativen Gewinn von rund 100 Millionen.

12:42 Uhr

BMW macht bei E-Autos Tempo

BMW hat sich ehrgeizigere Ziele für Elektroautos gesetzt. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, will BMW im Jahr 2023 und damit zwei Jahre früher als bisher geplant 25 elektrifizierte Fahrzeuge anbieten. Gleichzeitig habe BMW-Chef Harald Krüger gefordert, den Absatz der eigenen Stromautos jedes Jahr um mindestens 30 Prozent zu steigern, heißt es.

BMW
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12:31 Uhr

Dax verliert an Schwung

Nach der jüngsten Rekordjagd geht dem deutschen Aktienmarkt die Luft aus. Der Dax erreicht 12.274 Punkte und liegt damit 0,53 Prozent im Minus. Die Gewinnwarnung von Daimler sowie der eingetrübte Ifo-Index seien "keine guten Zutaten" für den deutschen Leitindex, sagte Marktexperte Robert Halver von der Baader Bank.

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Aus Sicht der Börsianer könnten nun noch zwei weitere Aspekte den Drang der Investoren etwas bremsen: der immer näher rückende G20-Gipfel Ende der Woche in Japan - auf dem sich US-Präsident Donald Trump mit seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping trifft - und die Eskalation im Konflikt der USA mit dem Iran.

12:10 Uhr

Lufthansa-Billigtochter muss schlanker werden

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REUTERS

Die Lufthansa-Billigtochter Eurowings will mit einer einfacheren Struktur und der Konzentration auf das Kurzstrecken-Geschäft ihre Kosten deutlich senken. Bis 2022 sollen die operativen Kosten um 15 Prozent zurückgehen, teilte die Lufthansa mit. Während Eurowings künftig selbst nur noch die Kurzstrecken in Europa abwickelt, wird das Langstrecken-Geschäft künftig von Lufthansa gesteuert. Zudem soll die belgische Tochter Brussels Airlines jetzt doch nicht in Eurowings integriert werden.

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Die Airline war im vergangenen Jahr durch die Übernahme eines Teils von Air Berlin stark gewachsen. Eurowings macht jedoch Verlust und liefert sich einen harten Preiskampf mit den Konkurrenten wie Ryanair, Easyjet und Wizz.

11:39 Uhr

MBDA und Lockheed bieten Bundeswehr Abwehrsystem an

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picture alliance / dpa

Im Ringen um den Auftrag für das milliardenschwere neue Raketenabwehrsystem der Bundeswehr hat ein Konsortium aus den Rüstungskonzernen MBDA und Lockheed Martin ein lange erwartetes Angebot vorgelegt.

Die neue Raketenabwehr ist eines der größten Rüstungsprojekte der Bundeswehr. Sie soll ab 2025 ausgeliefert werden und bis 2030 die alten Patriot-Batterien von Raytheon ersetzen. Ursprünglich hatte die Politik für das Vorhaben knapp vier Milliarden Euro veranschlagt. Nach früheren Angaben von Insidern dürften sich die Kosten jedoch um mehrere Milliarden erhöhen.

Das Verteidigungsministerium hatte sich bereits 2015 grundsätzlich für die Beschaffung des Systems von MBDA entschieden, die Vertragsunterzeichnung lässt seither aber auf sich warten. Es gebe grundlegende Zweifel, ob der Konzern in der Lage sei, ein derart großes Vorhaben allein zu stemmen, hieß es zur Begründung.

11:07 Uhr

Milliardär kommt Metro-Übernahme immer näher

Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky hat einen weiteren Schritt zur Übernahme der Kontrolle bei der Düsseldorfer Großhandelskette Metro gemacht. Kretinsky habe die ihm bereits im September eingeräumte Möglichkeit zur Übernahme eines weiteren Metro-Aktienpaktes aus dem Besitz von Ceconomy genutzt, teilte der Elektronikhändler mit.

Metro AG
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Der früher zum Metro-Imperium gehörende Elektronikhändler hatte nach der Aufspaltung des Handelsriesen rund 10 Prozent der Metro-Anteile gehalten. Bereits im September vergangenen Jahres hatte er jedoch 3,6 Prozent der Metro-Anteile an Kretinskys Unternehmen EP Global Commerce verkauft. Nun sicherte sich der Tscheche weitere 5,4 Prozent der Metro-Aktien. Eine Beteiligung von rund einem Prozent an der Metro muss die Ceconomy aus steuerlichen Gründen noch bis Herbst 2023 halten. 

Im August 2018 war der Milliardär bei Metro mit einem Anteil von 7,3 Prozent eingestiegen. Inzwischen hat sich EP über Aktienkäufe und Kaufoptionen bereits den Zugriff auf mehr als 30 Prozent der Anteile gesichert.

Am Freitagabend hatte Kretinsky den Metro-Aktionären dann ein Übernahmeangebot unterbreitet. Er bietet für die Stammaktien der Metro AG 16,00 Euro und für die Vorzugsaktien 13,80 Euro. Das Angebot lag damit nur geringfügig über dem letzten Börsenkurs am Freitag. Der Metro-Konzern sprach von einer erheblichen Unterbewertung und riet seinen Aktionären zunächst von einem Verkauf ihrer Anteilsscheine ab.

10:44 Uhr

Türkische Börse feiert Wahlausgang in Istanbul

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AP

Nach der wiederholten Bürgermeisterwahl in Istanbul stecken Anleger Geld in türkische Wertpapiere.

In Zahlen ausgedrückt: Der Leitindex der Aktienbörse steigt um bis zu 2,3 Prozent.  Die Nachfrage nach türkischen Staatsanleihen drückte die Rendite der zweijährigen Titel auf 18,49 von 19,11 Prozent. Auch die Währung Lira ist gefragt. Im Gegenzug verbilligen sich Dollar und Euro um jeweils gut zwei Prozent auf 5,6965 und 6,4735 Lira.

 

10:26 Uhr

Ifo-Index schwächelt

Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft hat sich im Juni eingetrübt. Das Barometer für das Geschäftsklima fiel auf 97,4 Punkte von 97,9 Zählern, wie das Münchner Ifo-Institut zu seiner monatlichen Umfrage unter rund 9000 Managern mitteilte. Das ist der niedrigste Wert seit November 2014. Die Führungskräfte beurteilten ihre Geschäftslage besser, die Aussichten für die kommenden sechs Monate hingegen schlechter.

Das Ifo-Institut rechnet für das laufende Quartal mit einem Schrumpfen der Wirtschaftsleistung. Es befürchtet allerdings keine Rezession - also zwei Quartale in Folge mit zurückgehender Wirtschaftsleistung. Im ersten Quartal hatte das deutsche Bruttoinlandsprodukt um 0,4 Prozent zugelegt.

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10:05 Uhr

Bitcoin-Kurs geht durch die Decke

Die Bitcoin-Party geht weiter. Die älteste und wichtigste Cyber-Devise klettert heute um mehr als 14 Prozent auf ein Eineinhalb-Jahres-Hoch von 11.367 Dollar. Damit hat sich der Kurs seit Anfang Mai mehr als verdoppelt. Am Wochenende hatte Bitcoin bereits die Marke von 10.000 Punkten überwunden.

Als wesentlicher Grund gilt der Plan von Facebook, eine Kryptowährung zu entwickeln.

Zusätzlichen Schub erhalte Bitcoin vom wachsenden Interesse institutioneller Anleger, sagt Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com. Er warnte gleichzeitig vor Kursrückschlägen. Schließlich habe die Kryptowährung schon mehrfach ähnliche Höhenflüge erlebt. "Ist es diesmal anders? Nein, aber die Leute haben ein kurzes Gedächtnis."

Im Jahr 2017 war der Bitcoin-Kurs rund 2000 Prozent in die Höhe auf etwa 20.000 Dollar in die Höhe geschossen - und fiel in den darauffolgenden zwei Monaten auf knapp 6000 Dollar zurück.

09:42 Uhr

Daimler-Aktie rauscht abwärts

Daimler-Aktionäre dürften heute schlechte Laune haben. Denn der Konzern hat wegen steigender Kosten zur Bewältigung der Diesel-Affäre seine Gewinnziele gekappt. Die Gewinnwarnung komme nicht überraschend, ihr Umfang dagegen schon, so Analyst Philippe Houchois von der Investmentbank Jefferies.

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Daimler-Aktien fallen um 3,9 Prozent auf 47,70 Euro.

In ihrem Sog verlieren die Rivalen BMW und Volkswagen jeweils etwa ein Prozent.

09:17 Uhr

"Europa hat großen Appetit auf Verteidigung"

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Eine von Lockheed Martin hergestellte F-16.

REUTERS

US-Rüstungsunternehmen registrieren eine kräftig steigende Nachfrage aus Europa. Führende Spitzenkräfte etwa von Lockheed Martin und Boeing berichteten auf der Luftfahrtmesse in Paris von regem Interesse an Kampffliegern, Raketenabwehrsystemen und anderen Waffen. "Es gibt in Europa einen großen Appetit auf Verteidigung insgesamt", sagte etwa Boeing-Manager Thomas Breckenridge.

Rick Edwards, der das internationale Geschäft von Lockheed leitet, sagte, bei den vorangegangenen Messen in Paris habe es nicht viele Aufträge gegeben. Doch mittlerweile sei Europa der am schnellsten wachsende Markt weltweit.

Branchenvertreter verwiesen unter anderem auf die Vereinbarung der Nato-Mitglieder, die Verteidigungsausgaben auf ein Niveau in Höhe von zwei Prozent der jeweiligen Wirtschaftsleistung zu bringen. Viele europäische Staaten haben außerdem ihre Militärausgaben hochgefahren seit der Annexion der Halbinsel Krim durch Russland. Als weiterer Faktor wurden die Spannungen zwischen den USA und dem Iran genannt.

09:08 Uhr

Dax startet schwächer

Der Frankfurter Aktienmarkt geht unentschlossen in den Tag. Der Dax verliert 0,1 Prozent auf 12.323 Punkte, während der MDax 0,3 Prozent auf 25.591 Zähler gewinnt. Der TecDax legt derweil 0,4 Prozent auf 2857 Punkte zu.

08:52 Uhr

Gewinnwarnung dürfte Daimler kräftig drücken

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Daimler hat zum dritten Mal in Folge die Gewinnerwartungen heruntergenommen und dürfte den Kurs zum Wochenauftakt laut Marktteilnehmern erst einmal kräftig drücken. "2 bis 3 Prozent Minus sind drin", sagt ein Händler. Der Markt dürfte negativ überrascht sein, dass der neue CEO gleich mit einer Gewinnwarnung um die Ecke komme und Daimler zum CEO-Wechsel noch nicht alle Risiken auf den Tisch gelegt habe. Der Kurs dürfte nun wieder unter den ehemaligen Widerstand bei 48,70 Euro gedrückt werden, so der Händler. Damit sehe Daimler charttechnisch weiter angeschlagen aus.

08:35 Uhr

Euro klettert auf Dreimonatshoch

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar ,00

Der Euro legt weiter zu und erreicht den höchsten Stand seit etwa drei Monaten. Am Morgen kostet die Gemeinschaftswährung bis zu 1,1386 US-Dollar und damit so viel wie seit Ende März nicht mehr.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitag noch auf 1,1316 Dollar festgesetzt. Zum Wochenstart richtet sich die Aufmerksamkeit der Anleger auf Konjunkturdaten aus Deutschland.

07:49 Uhr

Konflikt zwischen USA und Iran bleibt Pulverfass

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(Foto: picture alliance / dpa)

US-Präsident Donald Trump hat mitgeteilt, die Sanktionen gegen den Iran würden heute ausgeweitet. Die Ölpreise ziehen daraufhin weiter an. Am Morgen kostet ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 65,46 US-Dollar. Das waren 26 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) steigt um 41 Cent auf 57,84 Dollar.

Gold verteuert sich wieder auf gut 1.403 Dollar je Feinunze. "Der Konflikt zwischen dem Iran und den USA bleibt ein Pulverfass, auch für die Börsen", sagt Vermögensverwalter Thomas Altmann von QC Partners.

07:32 Uhr

Händler rechnen mit leicht fallenden Kursen

Dax
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Mit leicht fallenden Kursen an den europäischen Aktienmärkten rechnen Händler für die Sitzung. Der Dax wird vorbörslich 0,4 Prozent leichter erwartet bei 12.290 Punkten. Händler verweisen auf die Spannungen zwischen den USA und Iran sowie eine Gewinnwarnung von Daimler.

Daneben dürften die Nachwehen des Verfalls den Markt im frühen Geschäft prägen. Impulse könnten dann vom ifo-Geschäfsklima ausgehen, erwartet wird ein leichter Rückgang auf 97,6 von 97,9.

06:28 Uhr

Anleger in Asien haben Handelsstreit im Blick

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An Asiens Börsen präsentieren sich die Anleger zum Wochenstart vorsichtig. Das Augenmerk richtete sich auf die weitere Entwicklung im Handelsstreit zwischen den USA und China. Nach chinesischen Angaben sind Teams beider Seiten mittlerweile wieder in Gesprächen.

In Tokio notiert der Leitindex Nikkei 0,1 Prozent höher mit 21.279 Punkten. Der MSCI-Index für die asiatischen Märkte ohne Japan verliert dagegen 0,3 Prozent.

Am Devisenmarkt in Fernost steigt der Euro um 0,1 Prozent auf 1,1384 Dollar. Zur japanischen Währung legt der Dollar moderat zu auf 107,36 Yen.

Guten Morgen! Mein Name ist Jan Gänger, und ich begleite Sie heute durch den Börsen-Tag.