Mittwoch, 10. Juni 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Max Borowski
17:44 Uhr

Orientierungslose Anleger warten auf die Fed

Bis zum Handelsschluss konnte sich der deutsche Aktienmarkt nicht für eine eindeutige Richtung entscheiden. Geht die Rally weiter oder ist jetzt der richtige Zeitpunkt für Gewinnmitnahmen? Zunächst ging es deutlich nach oben, dann ein Prozent ins Minus und wieder zur Nulllinie zurück. Am Ende verabschiedete sich der Dax mit einem Minus von 0,7 Prozent bei 12.530 Punkten.

Dax
Dax 12.481,45

Orientierungshilfe erwarten sich die Anleger von der Fed-Sitzung am Abend. "Händler befürchten, dass die jüngste Erholung der Aktien dazu führen könnte, dass Fed-Chef Jerome Powell den Fuß vom Gas nimmt", sagte Marktanalyst Joshua Mahony vom Bankhaus IG. Angesichts der zuletzt überraschend positiv ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten könnte Powell beispielsweise eine Verlangsamung der Anleihekäufe vorschlagen, sagte Stratege Fawad Razaqzada vom Broker ThinkMarkets. Dann bestehe die Gefahr eines Ausverkaufs an den Aktienmärkten. Investoren warteten zudem gespannt auf frische Konjunkturprognosen der Notenbank. An der Zinsschraube dürfte Experten zufolge nicht gedreht werden.

Bei den Einzelwerten gab es eindeutige Gewinner und Verlierer im Dax. Lufthansa brachen angesichts der erneuerten globalen Reisewarnung um 5,7 Prozent ein. Continental nach der Ankündigung eines großen Sparprogramms um 3,6 Prozent. RWE gewannen dagegen 2,7 Prozent und auch die Deutsche Bank machte 1,4 Prozent gut.

An der Wall Street erklomm der Index der Technologiebörse Nasdaq neue Rekordhöhen und notierte am Nachmittag ein gutes Prozent im Plus. Der Dow Jones lag dagegen 0,7 Prozent im Minus, der S&P 500 sank um 0,3 Prozent.

17:15 Uhr

So viel Rohöl wie noch nie - Lagerbestand der USA steigt auf Rekord

Rohöl WTI
Rohöl WTI 40,11

Die Rohöllagerbestände in den USA sind in der Woche zum 5. Juni wider Erwarten auf ein Rekordhoch gestiegen. Sie erhöhten sich nach Angaben der staatlichen Energy Information Administration (EIA) gegenüber der Vorwoche um 5,720 Millionen Barrel auf 538,1 Millionen Barrel. Das ist der höchste Stand seit Beginn der wöchentlichen Datenreihe im Jahr 1982. Prognosen waren von sinkenden Beständen ausgegangen. Die Benzinbestände nahmen nach EIA-Angaben um 0,866 Millionen Barrel zu.

17:09 Uhr

Corona verdirbt Henkel auch das zweite Quartal

Der Konsumgüterkonzern Henkel hat auch im zweiten Quartal die wirtschaftlichen Negativfolgen der Corona-Pandemie gespürt. Zwar sei es noch nicht abgeschlossen. "Doch es ist klar, dass es ein schwieriges Quartal sein wird. Weil der Shutdown in vielen Ländern in diese Periode gefallen ist", sagte Henkel-CEO Carsten Knobel laut Redetext in seiner vorab veröffentlichten Rede zur virtuellen Henkel-Hauptversammlung in einer Woche.

Weiterhin könnte Henkel die Entwicklung im Gesamtjahr "nicht realistisch einschätzen", so Knobel. Der Düsseldorfer Dax-Konzern hatte seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr im April kassiert.

Im ersten Quartal hatte Henkel bereits negative Corona-Auswirkungen gespürt, der Umsatz ging organisch um 0,9 Prozent zurück, am stärksten betraf dies den umsatzstärksten Bereich Adhesives Technologies, der unter dem Nachfrageeinbruch aus der Automobilindustrie leidet.

16:59 Uhr

Gute Nachricht von Impfstoff-Suche: J&J legen zu

Johnson & Johnson
Johnson & Johnson 125,76

Anleger greifen nach ermutigenden Signalen von der Impfstoff-Suche bei Johnson&Johnson-Aktien zu. Die Papiere legen an der Wall Street anderthalb Prozent zu. Wie der Pharmakonzern mitteilte, wird sein Covid-19-Impfstoffkandidat bereits ab der zweiten Juli-Hälfte an Menschen getestet und damit zwei Monate früher als geplant. Weltweit laufen derzeit bereits Tests mit rund zehn möglichen Impfstoffen anderer Hersteller.

16:56 Uhr

Mega-Fusion unter Lieferdiensten - Uber und Delivery Hero gehen leer aus

In der Branche der Essenslieferdienste bahnt sich ein Milliardendeal an. Die niederländische Just Eat Takeaway stehe vor der Übernahme des US-Konkurrenten Grubhub, berichten mit den Vorgängen vertraute Personen. Eine Einigung über eine rein aktienbasierte Transaktion könnte noch am Mittwoch verkündet werden. Auch der US-Fahrdienstvermittler Uber war an Grubhub interessiert.

Grubhub
Grubhub 62,02

Uber und Grubhub führen seit geraumer Zeit Gespräche über einen Zusammenschluss, es habe jedoch immer wieder Unstimmigkeiten gegeben, sagten informierte Personen. Das Board von Uber wolle am Mittwoch zusammenkommen und könnte die Verhandlungen mit Grubhub offiziell beenden.

In Medienberichten am Wochenende war auch der Berliner Delivery Hero AG Interesse an Grubhub nachgesagt worden. Am Aktienmarkt wurde Grubhub zuletzt mit rund 5,3 Milliarden US-Dollar bewertet.

16:42 Uhr

Kino-Aktie schießt nach oben

Der Kurs der Kinokette AMC Entertainment schießt nach Vorlage von Geschäftszahlen um 22 Prozent nach oben. Das Unternehmen musste wegen der Corona-Krise zwar seine Kinos schließen, rechnet aber damit, bis Juli alle Häuser wieder öffnen zu können.

16:39 Uhr

Euro baut Gewinne aus

Der Euro baut die Gewinne aus, die er am Vortag erobert hat. Aktuell steht er bei 1,1373 Dollar. Der Dollarindex verliert 0,2 Prozent. Belastet wird die US-Devise von der Erwartung, dass die Fed die Märkte ungebremst mit billigem Geld fluten wird. Auch die rückläufigen Verbraucherpreise drücken.

Der Goldpreis setzt seine Aufwärtsbewegung fort, die ihn vom Freitagstief bei 1.670 Dollar auf nun 1.724 Dollar führt. Das Tagesplus beläuft sich auf 0,5 Prozent. Gestützt wird der Preis vom nachgebenden Dollar, der Unsicherheit über die konjunkturelle Entwicklung und die massiven Liquiditätsspritzen von Staaten und Notenbanken.

16:22 Uhr

Tesla-Aktien springen über 1000-Dollar-Marke

Für Tesla-Fans ein Meilenstein, für Kritiker ein Zeichen des gegenwärtigen Börsen-Wahns: Die Aktien des E-Auto-Pioniers Tesla haben zum ersten Mal die Schallmauer von 1000 Dollar durchbrochen. Zeitweise stiegen sie an der Technologiebörse Nasdaq auf keinen Kurs von knapp 1006 Dollar.

Während andere Autobauer in der Krise stecken, hat sich der Wert der Tesla-Anteile damit innerhalb der vergangenen zwölf Monate mehr als verfünffacht.

16:06 Uhr

Tech-Rally beschert Nasdaq neues Allzeithoch

US-Anleger halten sich im Vorfeld der Zinsentscheidung der Notenbank Fed insgesamt bedeckt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte fällt um ein halbes Prozent auf 27.151 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 tritt bei 3205 Zählern auf der Stelle.

Der Index der Technologiebörse Nasdaq setzt dagegen seine Rekordjagd den vierten Tag in Folge fort, er stieg um 0,6 Prozent auf 10.005 Punkte.

Im Zuge der anhaltenden Technologiewerte-Rally gewinnen die Aktien von Apple, Microsoft und Amazon.com bis zu 1,5 Prozent.

15:57 Uhr

Corona brockt Starbucks dicken Verlust ein

Die weltgrößte Café-Kette Starbucks rechnet wegen der Corona-Pandemie mit milliardenschweren Belastungen im laufenden Quartal. In den drei Monaten bis Ende Juni dürften Filialschließungen und Umsatzeinbußen das Betriebsergebnis um bis zu 2,2 Milliarden Dollar (1,9 Mrd Euro) drücken, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

Starbucks rechnet mit einem bereinigten Quartalsverlust zwischen 55 und 70 Cent je Aktie. In den wichtigsten Absatzmärkten China und USA seien die Verkäufe auf vergleichbarer Ladenfläche im vergangenen Monat um 21 Prozent beziehungsweise um 43 Prozent gesunken. Zuletzt waren dem Unternehmen zufolge aber schon 95 Prozent aller US-Filialen und 99 Prozent aller Geschäfte in China wieder geöffnet.

15:44 Uhr

US-Verbraucherpreise sinken immer weiter

Die Inflation in den USA hat sich im Mai weiter abgeschwächt, was insbesondere an den niedrigen Ölpreisen lag. Wie das US-Arbeitsministerium berichtete, sanken die Verbraucherpreise um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat. Ökonomen hatten im Vorfeld mit stabilen Preisen gerechnet. Die für den April gemeldete Preisentwicklung von minus 0,8 Prozent wurde bestätigt.

Dadurch sank die Jahresteuerung auf 0,1 (Vormonat: 0,3) Prozent. Die Federal Reserve peilt eine Inflationsrate von rund 2 Prozent an.

15:02 Uhr

Tesla-Aktien brechen Rekord und nähern sich 1000-Dollar-Schallmauer

Gerade hatten Tesla erst ihr Allzeit-Hoch vom Februar übertroffen. Vorbörslich geht es schon wieder in neue Dimensionen: Aktuell notieren die E-Auto-Papiere bei 993 Dollar. Hintergrund des jüngsten Kursanstiegs sind - neben der allgemeinen Euphorie an der Wall Street - überraschend gute Verkaufszahlen aus China.

14:48 Uhr

Kommt jetzt die Korrektur?

Der Dax ist am Nachmittag nach zunächst deutlichen Gewinnen und dann einem Minus von bis zu einem Prozent zurückgekehrt auf Los. Prozentual unverändert notiert er auf 12.617,99 Punkten. Der MDax der mittelgroßen deutschen Börsenwerte sank am Mittwochnachmittag um 0,21 Prozent auf 26 467,19 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 notierte kaum verändert.

   

 

14:27 Uhr

Ölpreise fallen nach starkem Anstieg wieder deutlich

Ein überraschender Anstieg der US-Lagerbestände macht dem Ölpreis zu schaffen. Die Sorte Brent aus der Nordsee verbilligt sich um zwei Prozent auf 40,34 Dollar je Barrel. Ein Barrel leichtes US-Öl kostete mit 37,89 Dollar 2,7 Prozent weniger. Dem US-Branchenverband API zufolge wuchsen die Rohölreserven zuletzt um 8,4 Millionen Barrel.

Rohöl WTI
Rohöl WTI 40,11

Die Zahlen schüren erneut die Sorgen vor einem Überangebot und einer schwachen Nachfrage wegen der Corona-Krise. Die Ölpreise waren zu Wochenanfang auf ein Drei-Monats-Hoch geklettert, nachdem die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) und ihre Verbündeten sich darauf geeinigt hatten, die vereinbarte Kürzung der Fördermengen bis einschließlich Juli zu verlängern. Angesichts der anhaltenden Pandemie sind einige Analysten der Auffassung, dass die Ölpreise zuletzt zu stark angezogen haben. Auch mit Blick auf den schwächelnden Aktienmarkt sei die ins Wanken gekommene Zuversicht am Ölmarkt keine Überraschung, sagte Jeffrey Halley, leitender Marktanalyst bei Oanda.

14:56 Uhr

RWE und Thyssenkrupp: klimaneutrale Stahlproduktion mit Wasserstoff

Das Energieunternehmen RWE AG und der Stahlerzeuger Thyssenkrupp Steel Europe haben eine längerfristige Wasserstoffpartnerschaft geschlossen. Ziel ist es, mithilfe von grünem Wasserstoff aus erneuerbaren Energien die CO2-Emissionen aus der Stahlherstellung nachhaltig zu senken, wie die beiden Unternehmen mitteilten. Dazu soll der gasförmige Energieträger vom RWE-Generation-Kraftwerkstandort in Lingen zum Thyssenkrupp-Hüttenstandort in Duisburg transportiert werden.

Dazu muss zunächst ein Wasserstoffnetz mit Leitungen entwickelt werden. Die beiden Konzerne wollen sich dazu mit Gasnetzbetreibern und Behörden eng austauschen. Der in Lingen geplante Elektrolyseur der RWE-Tochter Generation soll eine Kapazität von 100 Megawatt haben und stündlich 1,7 Tonnen Wasserstoff erzeugen.

Die angestrebte Liefermenge würde laut Thyssenkrupp-Steel-Vorstandssprecher Bernhard Osburg bereits zu großen Teilen zur Versorgung eines Hochofens mit grünem Wasserstoff ausreichen. Dies ermögliche die Produktion von klimaneutralem Stahl für rund 50.000 Autos pro Jahr.

14:25 Uhr

Anleger stürzen sich auf Schutzkleidungs-Produzent

Ein weiter optimistischer Ausblick treibt die Lakeland-Aktie in den USA vorbörslich um 43 Prozent nach oben. Der Hersteller von Schutzkleidung sieht sich als Nutznießer der Corona-Krise und rechnet damit, dass dieser positive Effekt noch mindestens sechs bis neun Monate andauert.

14:06 Uhr

Wall Street wartet auf die Fed

Die vorbörslichen Indikationen für die Wall Street zeigen sich volatil. Die Anleger befinden sich im Wartemodus, weil sie erst die Wirtschaftsprojektionen und geldpolitischen Signale der US-Notenbank am Abend ins Kalkül ziehen wollen. Die Märkte rechnen damit, dass die Fed zum Abschluss ihrer Sitzung die Zinsen unverändert belässt und auch bei den übrigen Maßnahmen wenig Veränderungen vornehmen wird. Dagegen werden die Aussagen zur Corona-Krise und ihren wirtschaftlichen Folgen starke Beachtung finden.

S&P 500 Index, Ind.
S&P 500 Index, Ind. 3.130,10

Neben den staatlichen Stimuli war es die lockere Geldpolitik der Notenbanken vieler Länder, die den aktuellen Aufschwung an den Börsen befördert hat. "Diese Rally fundiert nicht auf den wirtschaftlichen Daten und auch nicht nur auf der Perspektive einer Erholung", sagt Dwyfor Evans von State Street Global Markets. "Sie ist tatsächlich von der Erwartung getrieben, dass Zentralbanken und Regierungen die wirtschaftliche Erholung stützen werden."

Im übrigen sind die Teilnehmer hin- und hergerissen zwischen den positiven Signalen einer Öffnung der Wirtschaft und den Sorgen vor einer zweiten Pandemie-Welle.

13:45 Uhr

VW liefert US-Konkurrent Baukästen für Hunderttausende E-Autos

Volkswagen und Ford haben ihre milliardenschwere Allianz für Elektroautos und autonomes Fahren besiegelt. Der weltgrößte Autokonzern aus Niedersachsen und der zweitgrößte US-Autobauer wollen die Kosten für Neuentwicklungen untereinander aufteilen und sich in Krisenzeiten gegenseitig stärken. Eine Kapitalverflechtung sei nicht geplant, bekräftigten beide Konzerne.

Die Wolfsburger wollen ihrem US-Partner in großem Stil Elektroauto-Komponenten liefern und haben sich außerdem an dessen Tochter Argo AI für selbstfahrende Autos beteiligt.

Ford will den Modularen Elektrobaukasten (MEB) nutzen, um ab 2023 mindestens ein emissionsfreies Fahrzeug in Europa in Großserie zu bauen. Binnen mehreren Jahren sollen mehr als 600.000 Einheiten vom Band rollen. Den erwarteten zusätzlichen Umsatz dadurch bezifferte Volkswagen auf zehn bis 20 Milliarden Dollar. Darüber hinaus liefen damals bereits Gespräche über einen neuen Liefervertrag für ein zweites Fahrzeug.

13:40 Uhr

Zalando will Steuersenkung voll an Kunden weitergeben

Europas größter Online-Modehändler will die von der Bundesregierung beschlossene Senkung der Mehrwertsteuer vollumfänglich an Kunden weitergeben. Die Initiative sei ein wichtiger Impuls für die wirtschaftliche Erholung, teilte das Berliner Unternehmen mit.

Im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise wird die Mehrwertsteuer ab 1. Juli befristet bis Jahresende gesenkt - der reguläre Satz von 19 auf 16 Prozent, der ermäßigte von 7 auf 5 Prozent.

13:32 Uhr

Autozulieferer rechnet mit Umsatzeinbruch von 25 Prozent

Solch düstere Prognosen können kaum noch überraschen:

Der Coburger Automobilzulieferer Brose rechnet für das laufende Jahr wegen der Corona-Krise mit einem Umsatzeinbruch von 25 Prozent. Die Erlöse werden nach Berechnungen des Unternehmens auf 4,4 Milliarden Euro zurückgehen, teilte Brose mit. "Brose geht davon aus, dass die weltweite Automobilproduktion erst in zwei bis drei Jahren wieder das Volumen von 2019 erreicht, und erwartet entsprechende Auswirkungen auf die Geschäftszahlen", heißt es in der Mitteilung.

Die Produktionsunterbrechungen der Automobilhersteller hätten auch bei Brose zu einem erheblichen Auftragseinbruch geführt. Das Unternehmen hatte bereits im Herbst bekannt gegeben, bis 2022 rund 2000 der 9000 Stellen in Deutschland abbauen zu wollen. Weltweit beschäftigt das Coburger Familienunternehmen derzeit rund 26.000 Mitarbeiter.

12:42 Uhr

Dringende Warnung vor Kreuzfahrten - Tui-Kurs bricht ein

Anleger trennen sich angesichts der Pläne für eine verlängerte Reisewarnung für Touristen in Drittstaaten außerhalb Europas wieder einmal von ihren Tui-Aktien. Die Papiere geben in Frankfurt mehr als acht Prozent nach.

Auch die explizite Warnung vor Kreuzfahrten mache dem Reisekonzern zu schaffen, sagte ein Händler. Das Auswärtige Amt und das Innenministerium einigten sich Berichten zufolge darauf, von Kreuzfahrten weiter dringend abzuraten und die Reisewarnung in Drittstaaten bis zum 31. August zu verlängern.

12:25 Uhr

Dax rutscht kräftig ins Minus

Der Dax kann seine Gewinne nicht halten und dreht ins Minus. Inzwischen beläuft sich der Abschlag für den deutschen Leitindex auf 0,9 Prozent bei 12.507 Punkten. Bis Wochenbeginn war der Dax in nur elf Tagen ohne größeren Stopp um fast 19 Prozent nach oben geklettert, bevor am Dienstag Anleger Gewinne mitnahmen.

Der MDax der mittelgroßen deutschen Börsenwerte sinkt um 0,4 Prozent auf 26.417 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,3 Prozent runter.

Alle Augen sind weiter auf die Fed-Sitzung heute Abend gerichtet. Beachtung dürften vor allem neue Prognosen zu Wachstum, Inflation und Arbeitsmarkt finden. Die Zentralbank hatte sich dazu eigentlich schon im März äußern wollen. Wegen der massiven Auswirkungen der Corona-Pandemie wurde das jedoch verschoben.

11:29 Uhr

Mega-Hype um Nikola: Startup ohne Einnahmen mehr wert als Ford und Fiat Chrysler

Verlust im ersten Quartal: 33 Millionen Dollar, Absatz: 0 Fahrzeuge, Einnahmen: 0 Dollar. Börsenwert 28 Milliarden Dollar. Wenn Sie glauben, die jüngste Rally der Standardwerte sei Wahnsinn - dann schauen Sie sich mal die Kursentwicklung von Nikola an.

Nikola
Nikola 59,40

Der Unternehmensname ist zufällig der Vorname desselben berühmten Erfinders Nikola Tesla, dessen Nachname schon für einen zuletzt sehr erfolgreichen Konkurrenten herhalten musste.

Nikola will den Lkw- und Pickup-Markt mit Wasserstofffahrzeugen revolutionieren - in Zukunft. Dieses Jahr peilt das Startup Einnahmen von null Dollar an. Bislang hat das Unternehmen lediglich mehrere Prototypen und 14.000 unverbindliche Interessensbekundungen potenzieller Kunden vorzuweisen. Für eine Fabrik und ein Wasserstoff-Tankstellennetz gibt es "Pläne" für die kommenden Jahre.

Anlegern scheint das zu reichen, um den Börsenwert des Startups innerhalb weniger Tage nach dem unkonventionellen Börsengang durch ein sogenanntes umgekehrtes Merger mit einem Unternehmen namens VectoIQ über den von etablierten Autogiganten Fiat Chrysler, Hyundai und zeitweise sogar Ford zu pushen.

11:22 Uhr

Corona erwischt Zara-Mutterkonzern schwer - Dividende fließt trotzdem

Inditex, der Mutterkonzern unter anderem von Zara und Massimo Dutti, leidet wie die gesamte Textilbranche unter der Corona-Krise. Im ersten Geschäftsquartal (von Februar bis April) betrug der Nettoverlust 409 Millionen Euro, nach einem Gewinn von 734 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Darin enthalten ist eine Belastung von 308 Millionen Euro für die Optimierung des Ladenportfolios.

Trotzdem will Inditex weiter Dividenden ausschütten. Man werde der Hauptversammlung eine Stammdividende von 0,35 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2019 vorschlagen, die am 2. November ausgeschüttet werden soll, teilt der Konzern mit. Das Unternehmen will an einer Ausschüttung von Stammdividende sowie Bonusdividenden festhalten. Die restlichen Bonusdividenden für die Kalenderjahre 2020 und 2021 von 0,78 Euro je Aktie sollen ein Jahr später ausbezahlt werden, also 2021 und 2022.

10:47 Uhr

Tesla ändert Antrag für Fabrikbau in Brandenburg

Der US-Elektroautobauer Tesla hat für seine geplante erste europäische Fabrik in Brandenburg den ursprünglichen Antrag auf eine umweltrechtliche Genehmigung noch einmal geändert.

In den neuen Unterlagen, die Tesla vorgelegt habe, beantrage das Unternehmen für das Gelände in Grünheide nahe Berlin das Bauen mit Pfählen, teilte das Umweltministerium in Potsdam mit. Außerdem sei der Wasserverbrauch im Vergleich zum ersten Antrag geringer. Tesla hat bisher schon Pfahlbohrungen unternommen. Das war bei Umweltschützern ebenso auf Kritik gestoßen wie der früher angegebene benötigte Wasserverbrauch. Das Land will den Antrag im Internet veröffentlichen, für die Änderungen gibt es erneut das Recht auf Einwände.

10:19 Uhr

OECD senkt alle Prognosen drastisch - Warnung vor zweiter Corona-Welle

Selbst im günstigsten Fall steht die Weltwirtschaft laut OECD vor einer Katastrophe: Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hat ihre Prognosen wegen der sich global ausgebreiteten Coronavirus-Pandemie massiv nach unten korrigiert.

Dabei hat die in Paris ansässige Organisation zwei mögliche Szenarien zugrunde gelegt - neben einer zunehmenden Kontrolle des Virus auch eine zweite Welle im weiteren Jahresverlauf.

Das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürfte danach in diesem Jahr um 6,0 Prozent schrumpfen, bei einer zweiten Welle sogar um 7,6 Prozent. Im März, als lediglich erste Auswirkungen der Pandemie spürbar waren, hatte die OECD in einem günstigen Szenario noch ein Wachstum von 2,4 Prozent für möglich gehalten, bei einem ungünstigen Verlauf 1,5 Prozent.

Die stärksten Einbrüche innerhalb der G20 lokalisiert die OECD in Großbritannien, Frankreich und Italien. Deutschlands Wirtschaft sagt die OECD ein Schrumpfen von 6,6 Prozent voraus, bei einer zweiten Welle könnte es sogar einen Einbruch um 8,8 Prozent geben.

09:58 Uhr

Conti-Chef muss "Hunderte Millionen Euro" sparen - Entlassungen wahrscheinlich

Der Chef des Autozulieferers Continental hat einem Magazinbericht zufolge vor einem Stellenabbau und weiteren Einsparungen in der Corona-Krise gewarnt. Aller Voraussicht nach werde das Unternehmen "einige 100 Millionen Euro sparen müssen. Das wird sehr schmerzhaft. Aber wir haben keine andere Wahl", sagte Elmar Degenhart Insidern zufolge in einem internen Video laut "Wirtschaftswoche". Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Kündigungen komme, sei "sehr, sehr hoch".

Der Autozulieferer hatte bereits Anfang Mai bei der Veröffentlichung des Quartalsberichts wegen des wochenlangen Stillstands der Produktion alle Ausgaben und Investitionen auf den Prüfstand gestellt. Damals wollte der Dax-Konzern aus Hannover wegen der Unsicherheiten auch keine Prognose für das laufende Jahr abgeben.

Die drastische Warnung Degenharts gefällt den Aktionären gar nicht. Mit einem Minus von aktuell knapp einem Prozent sind die Conti-Papiere größter Verlierer im Dax.

09:24 Uhr

Höllenhund zettelt Revolte bei der Commerzbank an

Bisher konnte die Commerzbank ihren Großinvestor Cerberus mit seinen Forderungen auf Abstand halten. Von jemandem, der sein Unternehmen nach dem Höllenhund der antiken Mythologie benennt, ist allerdings nicht zu erwarten, dass er sich das stillschweigend gefallen lässt. Nun geht der Finanzinvestor bei Deutschlands zweitgrößter börsennotierter Bank zum Angriff über.

Commerzbank
Commerzbank 4,16

In einem Brief an den Aufsichtsrat, der Reuters vorliegt, fordert Cerberus einen Kurswechsel: "Die prekäre Situation der Commerzbank erfordert jetzt schnelles und entschlossenes Handeln." Es sei an der Zeit, neue Ideen und Energie einzubringen, damit das Institut in eine bessere Zukunft gehen könne. "Der Vorstand und die Aufsichtsräte haben es versäumt, wesentliche operative und technologische Maßnahmen umzusetzen", monierte Cerberus.

Cerberus verlangt eine Antwort bis Freitag. Eine Commerzbank-Sprecherin lehnte einen Kommentar ab. Um künftig mehr Schlagkraft zu haben, will Cerberus nun zwei Sitze im Kontrollgremium der Bank einnehmen. "Dies wird helfen, die drängenden Herausforderungen anzugehen, vor denen das Unternehmen steht", hieß es in dem Brief.

Die Commerzbank rutschte im ersten Quartal in die Verlustzone, zahlt keine Dividende an ihre Aktionäre und kommt mit ihren Plänen für den Konzernumbau schleppend voran.

Cerberus hält seit Mitte 2017 fünf Prozent an dem Geldhaus. Der Investor geht davon aus, dass sich seinen Forderungen weitere Anleger anschließen.

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09:11 Uhr

Dax startet mit kräftigem Plus

Wenige Minuten nach Handelsbeginn ist der Dax um rund ein Prozent in die Höhe geklettert und notiert bei 12.742 Punkten.

Der MDax der mittelgroßen deutschen Börsenwerte legte um 1,29 Prozent auf 26.866 Punkte zu. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,9 Prozent hoch.

In elf Tagen war der Dax bis Wochenbeginn ohne größeren Stopp um fast 19 Prozent nach oben gerannt, bevor am Dienstag Anleger Gewinne mitnahmen. "Für diejenigen, die auf dem Weg nach oben nicht dabei waren, ist jeder kleine Rücksetzer eine willkommene Kaufgelegenheit", erklärte Marktexperte Thomas Altmann von QC Partners die Lage.

Im Fokus der Anleger steht die Sitzung der US-Notenbank. "Die Fed sollte ihren Kurs zwar kaum ändern, jedoch neue Konjunkturprognosen abliefern", sagte Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader.

Gewinner im Dax sind Deutsche Bank, die zu Handelsbeginn mehr als vier Prozent zulegen. Die Aktien des Konkurrenten Commerzbank gewinnen im MDax ebenfalls rund vier Prozent, nachdem Großaktionär Cerberus angekündigt hat, mehr Druck für wertsteigernde Reformen zu machen. Cerberus ist auch an der Deutschen Bank beteiligt.

09:05 Uhr

Euro hält Vortagsgewinne

Der Kurs des Euro bewegt sich am Morgen nur wenig. Die Gemeinschaftswährung wurde am Morgen bei 1,1345 Dollar gehandelt und damit nahezu zum gleichen Kurs wie am Vorabend. Der Euro konnte damit die gestrigen Gewinne halten. Die EZB hatte den Referenzkurs zuletzt am Dienstagnachmittag auf 1,1294 Dollar festgesetzt.

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,13

Marktbeobachter sprachen von einer breitangelegten Dollar-Schwäche vor geldpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank Fed, die den Eurokurs stützte. Am Abend werden die Beschlüsse der Zinssitzung der Fed erwartet. Am Markt wird nicht damit gerechnet, dass die Fed bei den Maßnahmen im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise nachlegen wird.

Bis zur Veröffentlichung der geldpolitischen Beschlüsse in den USA wird mit einem eher impulsarmen Handel am Devisenmarkt gerechnet. Es stehen nur vergleichsweise wenige wichtige Konjunkturdaten auf dem Programm. Hierzu zählen Daten zur Industrieproduktion in Frankreich im April, die abermals das Ausmaß der konjunkturellen Verwerfungen durch die Corona-Krise aufzeigen dürften.

09:00 Uhr

Hornbach boomt während Krisen-Höhepunkt

Mit festeren Kursen bei Hornbach Baumarkt rechnen Händler am Mittwoch. Nach den vorläufigen Zahlen vom Vorabend legten die Aktien in der Nachbörse bereits über 3 Prozent zu. Der Umsatz erhöhte sich um fast 18 Prozent. Da das erste Quartal des Unternehmens von März bis Mai läuft, ist der Coronavirus-Einbruch der Wirtschaft dabei voll mit erfasst worden, kommentierte ein Händler: "Auch mutig, dass sie die alte Prognose vor Corona beibehalten". Aber es habe sich auch mit den ersten Öffnungsbemühungen der Wirtschaft gezeigt, "dass die Leute als erstes in die Baumärkte rennen". Insofern dürfte der Ausblick nach unten abgesichert sein.

08:31 Uhr

Chinas Erzeugerpreise brechen stärker ein als erwartet

Die chinesische Wirtschaft spürt die weltweiten Auswirkungen der Covid-19-Krise mit der schwachen Nachfrage auch im Mai erheblich. Nach Angaben des Nationalen Statistikamtes brach der industrielle Erzeugerpreisindex um 3,7 Prozent zum Vorjahr ein und beschleunigte im Vergleich zum April die Talfahrt. Im Vormonat lag das Minus bei 3,1 Prozent. Die vom "Wall Street Journal" befragten Volkswirte hatten im Schnitt für den Mai einen Rückgang von 3,2 Prozent erwartet. Der Rückgang des Erzeugerpreisindex im Mai war das stärkste Minus seit mehr als vier Jahren, da die Preise für Rohstoffe und andere Industrieprodukte inmitten der Coronavirus-Pandemie nachgaben.

Die Verbraucherpreisinflation in China hat sich im Mai dagegen weiter abgeschwächt. Der Verbraucherpreisindex legte gegenüber dem Vorjahr um 2,4 Prozent zu, verglichen mit einem Anstieg von 3,3 Prozent im April. Ökonomen hatten einen Anstieg von 2,6 Prozent erwartet. Die Lebensmittelpreise verteuerten sich um 10,6 Prozent, nachdem sie im April noch um 14,8 Prozent gestiegen waren. Die Preise für Nicht-Lebensmittel erhöhten sich im Mai wie im Vormonat um 0,4 Prozent.

08:01 Uhr

EZB treibt offenbar Pläne zu Bad Bank voran

Die Europäische Zentralbank (EZB) treibt offenbar konkrete Pläne für eine Art Bad Bank zum Abfedern möglicher neuer wirtschaftlicher Schockwellen in der Corona-Pandemie voran. Wie mehrere mit der Sache vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters mitteilten, ist eigens zu diesem Zweck eine Projektgruppe eingesetzt worden. Diese hat laut einem Insider Vorbereitungen für eine europäische Sammelstelle verstärkt, in der Hunderte Milliarden Euro an toxischen Krediten landen könnten. Diese Bad Bank solle für den Fall eingerichtet werden, dass sich in einer verstärkten Wirtschaftsmisere und wegen erhöhter Arbeitslosenzahlen Kredite in größerem Maße als ausfallgefährdet erweisen sollten.

Laut Andrew Orr vom Beratungshaus Deloitte bereiten sich europäische Banken im Zuge der Corona-Krise bereits auf eine "Welle fauler Kredite" vor. Bereits jetzt gelten in Europa Kredite im Volumen von mehr als einer halben Billion Euro als gefährdet. Das heißt: Es ist unwahrscheinlich, dass diese jemals völlig zurückgezahlt werden können. Laut den EZB-Insidern gibt es die Befürchtung, dass diese Summe sich als Folge der Corona-Krise auf eine Billion Euro ausweiten könnte.

07:23 Uhr

Dax startet vor Fed-Entscheid wohl höher

In Erwartung neuer Hinweise auf die US-Geldpolitik wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge heute höher starten. Am Dienstag hatten ihn Gewinnmitnahmen 1,6 Prozent ins Minus auf 12.617,99 Punkte gedrückt. Ungeachtet der überraschend starken US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag bleibe eine lockere Geldpolitik weiterhin notwendig, sagt Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com. Die Fed werde daher den Leitzins nicht antasten und ihr Bekenntnis zu Wertpapierkäufen in unbegrenzter Höhe bekräftigen. Sie könnte allerdings den Spekulationen auf negative Leitzinsen den Wind aus den Segeln nehmen.

Dax
Dax 12.481,45

 

07:00 Uhr

Fast jeder zehnte Arbeitgeber in Deutschland will Stellen abbauen

Fast jeder zehnte Arbeitgeber in Deutschland plant einer Umfrage zufolge im dritten Quartal dieses Jahres mit weniger Personal. Wie aus dem Arbeitsmarktbarometer des Personaldienstleisters Manpower Group hervorgeht, wollen neun Prozent der 531 befragten Unternehmen in Deutschland Mitarbeiter entlassen. Sowohl im Vorjahresquartal als auch bei der vorherigen Befragung im Januar waren es demnach nur drei Prozent. Elf Prozent der Unternehmen beabsichtigten, zwischen Juli und September Mitarbeiter einzustellen. Das sind sechs Prozentpunkte weniger als vor einem Jahr, wie aus dem Barometer, das AFP am Mittwoch vorlag, weiter hervorgeht. 72 Prozent der Arbeitgeber erwarten demnach keine Veränderung ihrer Belegschaft.

06:36 Uhr

Adidas will künftig mehr Jobs an Schwarze und Latinos vergeben

Adidas
Adidas 242,40

Adidas will in den USA künftig den Anteil der Beschäftigten bei Afroamerikanern und Latinos auf 30 Prozent anheben. Die jüngsten Ereignisse hätten auch Adidas zum Nachdenken darüber veranlasst, was gegen den Rassismus unternommen werden könne, begründete Adidas-Chef Kasper Rorsted die Entscheidung. Er bezog sich damit auf die Anti-Rassismus-Proteste in den USA und vielen anderen Ländern.

Der deutsche Sportartikelhersteller kündigte auch an, seine Programme in den USA zur Unterstützung der afroamerikanischen Minderheit auszuweiten. Die Mittel für diese Programme sollen den Konzernangaben zufolge über die kommenden vier Jahre auf 20 Millionen Dollar (17,6 Millionen Euro) aufgestockt werden. Dabei handelt es sich etwa um die Förderung von Sportaktivitäten in mehrheitlich von Afroamerikanern bewohnten Gegenden.

06:04 Uhr

Asiens Anleger zögern vor Fed-Entscheid

Nikkei
Nikkei 22.145,96

Die Dynamik an den asiatischen Aktienmärkten ist am heute wegen Zweifeln an der globalen Erholung von der Pandemie vor der Sitzung der US-Notenbank abgeebbt. Der Fokus der Anleger hat sich auf die wirtschaftlichen Aussichten der Fed verlagert. "Die Fed-Entscheidung heute Abend ist maßgebend, ob die Märkte einen Boxenstopp einlegen oder eine Kehrtwende", sagte Vishnu Varathan, Leiter Wirtschaft und Strategie bei der Mizuho Bank in Singapur.

Die Börse in Tokio hat sich heute zunächst uneinheitlich gezeigt. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,1 Prozent höher bei 23.115 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,1 Prozent und lag bei 1627 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,5 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und ShenzNikkeien verlor 0,4 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,7 Prozent. Die US-Notenbank Federal Reserve berät heute (Mittwoch) über den weiteren Kurs in Zeiten der Corona-Krise. Experten erwarten für die Sitzung keine großen Ankündigungen, Beobachter blicken daher mit Spannung auf die Konjunkturprognosen der Währungshüter.