Mittwoch, 13. Januar 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Juliane Kipper
18:04 Uhr

Dax scheitert an 14.000 Punkten

Dax
Dax 13.815,06

Die Hängepartie des Dax unter 14.000 Punkten hat sich heute fortgesetzt. Anleger sind unsicher, wie lange und wie stark sich die neuerlichen Lockdowns auf die wirtschaftlichen Aktivitäten auswirken werden. Der Leitindex Dax mühte sich am Nachmittag noch ins Plus, das am Ende 0,11 Prozent auf 13.939 Punkte betrug.

Das Infektionsgeschehen beruhige sich nicht, stellte Analyst Konstantin Oldenburger vom Handelshaus CMC Markets fest. Angesichts drohender längerer Restriktionen "fehlt dem Deutschen Aktienindex die Kraft, die Marke von 14.000 Punkten erneut zu überwinden". Unterstützung erhielt der Dax vor allem von Unternehmen, die auch in der Corona-Krise nach Ansicht von Experten stabile Erträge erwirtschaften können. Dazu zählten die beiden Versorger RWE und Eon sowie die Immobilienunternehmen Vonovia und Deutsche Wohnen. Deren Kurse legten um bis zu 2,3 Prozent zu.

Bitcoin-Anleger waren nach dem jüngsten Kursrutsch noch dabei, sich zu sortieren. Die älteste und wichtigste Cyber-Devise kostete 34.436 Dollar, nachdem sie vor knapp einer Woche ein Rekordhoch von knapp 42.000 Dollar erreicht hatte. Dass sich die Kryptowährung über der psychologisch wichtigen 30.000er Marke halten könne, mache einen baldigen Anlauf zum Sprung über die Schwelle von 50.000 Dollar wahrscheinlich, sagte Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses AvaTrade.

Am europäischen Aktienmarkt bescherte ein Übernahmeangebot des kanadischen Konkurrenten Alimentation Couche-Tard Carrefour den größten Kurssprung der Firmengeschichte. Die Aktien der Supermarktkette stiegen in Paris um bis zu 17 Prozent auf ein Eineinhalb-Jahres-Hoch von 18,10 Euro. Der in Europa vor allem in Skandinavien und dem Baltikum aktive Betreiber von Convenience Stores bietet unverbindlich 20 Euro je Carrefour-Aktie. Da Carrefour sein Hauptgeschäft neben Frankreich in Belgien und Südeuropa mache, sei bei einer Fusion nicht mit größeren Einsparungen zu rechnen, kommentierte Analyst Ioannis Pontikis vom Research-Haus Morningstar.

Trotz Corona-Krise stehen zum Jahresstart so viele Börsenkandidaten wie selten in den Startlöchern. In Deutschland prescht der erst vor neun Jahren gegründete Betreiber von "wirkaufendeinauto.de", Auto1, vor. Die Gebrauchtwagen-Plattform will mit einem Börsengang in Frankfurt eine Milliardensumme einsammeln. Eine Kapitalerhöhung soll dem Betreiber allein eine Milliarde Euro einbringen, wie das Berliner Unternehmen mitteilte. Welche Unternehmen es noch aufs Parkett zieht, berichtet ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel.

16:43 Uhr

Öl nach Elfmonatshoch im Minus

Rohöl WTI
Rohöl WTI 53,45

Am Erdölmarkt drehen die Preise nach dem Elfmonatshoch des Vortages und dem siebten Tagesanstieg in Folge ins Minus. Händler sprechen von Gewinnmitnahmen - trotz bullischer Signale. Denn die Rohöllagerbestände in den USA sind in der zurückliegenden Woche deutlich zurückgegangen, wie aus Daten des privaten American Petroleum Institute (API) hervorgeht.

Der Markt wartet nun auf die offiziellen Regierungsdaten im Sitzungsverlauf. US-Leichtöl der Sorte WTI verbilligt sich um 0,8 Prozent auf 52,79 Dollar je Barrel, der Preis für die europäische Sorte Brent sinkt um 0,8 Prozent auf 56,13 Dollar.

16:11 Uhr

Intel erwartet Schlussquartal zu übertreffen, Aktie schießt empor

Intel
Intel 48,01

Unter den Einzelaktien schießen Intel um 7,8 Prozent empor. Der Halbleiterkonzern geht davon aus, im Schlussquartal 2020 die eigene Prognose bei Umsatz und Ergebnis zu übertreffen. General Motors klettern um 2,9 Prozent. Der Automobilhersteller stellt ein Elektrofahrzeug vor. Für die Aktien von KB Home geht es um 7,4 Prozent nach oben.

Der Hausbaukonzern gab für das vierte Quartal zwar einen Rückgang bei Umsatz und Gewinn bekannt, übertraf aber dennoch die Erwartungen des Marktes. Visa ziehen um 0,6 Prozent an. Der Kreditkartenkonzern bläst die geplante und 5,3 Milliarden Dollar schwere Akquisition des Finanztechnologieunternehmens Plaid wegen regulatorischer Hürden ab.

16:01 Uhr

Corona-Sorgen drücken auf Stimmung von US-Anlegern

Die Wall Street startet kaum verändert. Damit setzt sich der lustlose Handel des Vortages fort. "Die Märkte dürften sich kurzfristig weiter auf einem holprigen Pfad bewegen, aber insgesamt bleiben wir vorsichtig optimistisch. Der Umfang der fiskalischen Unterstützung, der möglich ist, wird risikoreiche Vermögenswerte stützen und es gibt eine Menge Geld an der Seitenlinie", sagt Chef-Investmentstratege Altaf Kassam von State Street Global Advisors. Im frühen Handel stagniert der Dow-Jones-Index bei 31.077 Punkten, S&P-500 und Nasdaq-Composite steigen um 0,1 bzw. 0,2 Prozent.

15:54 Uhr

Dax pendelt auf hohem Niveau: Wo liegen die Chancen und Risiken?

Nach seinem energischen Sprung über die Marke von 14.000 Punkten in der vergangenen Woche scheint der Dax zurzeit eine kleine Verschnaufpause einzulegen. Obwohl er weiter auf hohem Niveau pendelt, fehlen ihm offenbar die nötigen Impulse, um wieder weiter nach oben zu klettern. Die nahende Berichtssaison könnte solche Impulse liefern. Über die Chancen und Risiken für Anleger spricht Bianca Thomas mit Dirk Heß von der Citigroup.

15:24 Uhr

Chip-Engpass bei VW: Kurzarbeit in Wolfsburg ausgeweitet

Der Engpass bei Computerchips zwingt Volkswagen zur Ausweitung der Kurzarbeit in seinem größten Werk in Wolfsburg. Zusätzlich zu der bereits im Dezember angekündigten Zwangspause in der Golf-Produktion seien in Absprache mit dem Betriebsrat nun auch für die Fertigungslinien der Modelle Tiguan, Touran und Tarraco sowie für angrenzende Bereiche Kurzarbeit beantragt worden, teilte VW mit.

Dort solle die Fertigung an vier Tagen im Januar ruhen. In den kommenden Wochen wolle man entscheiden, ob weitere Maßnahmen nötig seien. Volkswagen hatte am 18. Dezember angekündigt, wegen der weltweiten Engpässe bei Halbleitern die Fertigung an einzelnen Standorten in China, Nordamerika und Europa anzupassen. Betroffen seien Fahrzeuge der Marken VW Pkw und Nutzfahrzeuge sowie Skoda, Seat und in begrenztem Umfang auch Audi. Seither haben auch zahlreiche andere Autobauer die Produktion in einigen Werken ausgesetzt beziehungsweise gedrosselt.

15:08 Uhr

US-Inflationsrate legt Ende 2020 leicht zu

Der Preisauftrieb in den USA ist Ende 2020 etwas stärker ausgefallen als erwartet. Die Verbraucherpreise stiegen im Dezember um 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten lediglich mit 1,3 Prozent gerechnet. Im November lag die Teuerungsrate noch bei 1,2 Prozent.

"Die höheren Benzinpreise schlagen nun auf die Teuerung durch", meint VP Bank-Chefökonom Thomas Gitzel. Gegenüber dem Vorjahresmonat bleibe die Inflationsrate aber mit ihren 1,4 Prozent trotz des Anstiegs auf verhältnismäßig tiefem Niveau. Die US-Notenbank achtet besonders auf Preisveränderungen bei privaten Verbraucherausgaben, wobei Energie- und Nahrungsmittelkosten ausgeklammert werden. Diese Rate lag zuletzt bei 1,4 Prozent.

14:26 Uhr

EZB-Chefin will Bitcoin regulieren

Kryptowährungen sind nach wie vor nur wenig reguliert. Zudem unterliegen sie zum Teil erheblichen Kursschwankungen. Bitcoin werden immer noch häufig für Geschäfte im Darknet verwendet, dem für illegale Geschäfte genutzten Teil des Internets. Außerdem kommt es immer wieder zu Hackerangriffen auf Cyber-Plattformen, bei denen digitale Münzen erbeutet werden.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat sich deswegen für eine weltweite Regulierung der Kryptowährung Bitcoin ausgesprochen. "Es muss eine Regulierung geben", sagte sie in einem Interview auf dem Online-Forum "Reuters Next". Und dies müsse auf globaler Ebene geschehen. "Denn wenn es ein Schlupfloch gibt, wird dieses Schlupfloch genutzt", fügte Lagarde hinzu. Bitcoin sei ein hochspekulatives Anlageobjekt, bei dem es "einige komische Geschäfte und einige interessante und total verwerfliche Geldwäsche-Aktivitäten" gegeben habe. Konkrete Beispiele nannte sie nicht.

13:48 Uhr

Teslas Indien-Pläne nehmen Gestalt an

Tesla
Tesla 696,50

Tesla will in den indischen Markt einsteigen. Der US-Elektroautohersteller hat dazu kürzlich die Firma Tesla India Motors and Energy Private Limited als Niederlassung in Bangalore beim zuständigen Ministerium registriert, wie ein entsprechender Eintrag auf dessen Internetseite zeigt. Indiens Verkehrsminister Nitin Gadkari hatte unlängst gesagt, Tesla wolle 2021 beginnen, seine Fahrzeuge in Indien zu verkaufen und erwäge bei entsprechender Nachfrage, in dem Land zu produzieren.

Tesla-Chef Elon Musk bestätigte Ende vorigen Jahres auf Twitter, dass sein Unternehmen 2021 nach Indien wolle. In Indien, dem Land mit der zweitgrößten Bevölkerung nach China, gibt es etliche Städte mit besonders schlimmer Luftverschmutzung. Die indische Regierung hat sich ambitionierte Klimaziele gesetzt und will elektrische Fahrzeuge fördern.

13:13 Uhr

Deutsche-Bank-Finanzvorstand: "Es wird keine Normalität geben in diesem Jahr"

Der Finanzvorstand der Deutschen Bank James von Moltke rechnet damit, dass es 2021 mehr Firmenpleiten geben wird als im Vorjahr: "Die Zahl der Insolvenzen wird zunehmen", sagt er der Wochenzeitung "Die Zeit" in einem Interview. "Es wird keine Normalität geben in diesem Jahr." Schon im vergangenen Jahr hatte die Deutsche Bank deutlich mehr Geld zurückstellen müssen, um sich gegen ausfallende Kredite zu wappnen.

Moltke erwartet, dass die Bank für 2020 ungefähr bei 1,8 Milliarden Euro Risikovorsorge landet. Im Jahr 2019 waren es nur rund 700 Millionen Euro. Von Moltke zeigt sich aber zuversichtlich, dass die Deutsche Bank den zweiten Lockdown gut übersteht. "Mit Rückstellungen für Kreditrisiken von insgesamt fast fünf Milliarden Euro in unserer Bilanz zum Ende des dritten Quartals sehen wir uns sehr gut gewappnet", sagt er "Der Zeit".

12:51 Uhr

Online-Händler Asos wächst und ist beim Gewinn optimistisch

Asos
Asos 50,18

Gut kommen an der Börse die Umsätze und die Aussagen zum Gewinn von Asos an, für die Aktie geht es um knapp 2 Prozent nach oben. Der britische Online-Modehändler berichtet von einer guten Umsatzentwicklung in den ersten vier Monaten des Geschäftsjahres. Dabei kam ein Plus von 36 Prozent allein aus Großbritannien.

Analysten verweisen auf Investitionen in Produkte, Preisgestaltung und Marketing, die sich positiv auf die Ertragsentwicklung auswirkten. Der Gewinn vor Steuern werde nun für das laufende Jahr am oberen Ende der bisherigen Schätzung und damit oberhalb des Konsens erwartet. In Folge dürften Analysten ihre Prognosen anpassen.

12:24 Uhr

Honda drosselt wegen fehlender Chips Produktion

Wegen fehlender elektronischer Bauteile will der japanische Autobauer Honda seine Produktion in Großbritannien zeitweise anhalten. Die Bänder in der Fabrik im Süden Englands würden vom 18. bis zum 21. Januar stillstehen, teilte Honda mit. "Wir beobachten die Situation, um die Produktion am Freitag, den 22. Januar, wieder aufnehmen zu können", hieß es in einer Mitteilung. Bereits am 8. Januar hatte Honda vor einem Mangel an Halbleitern und Computerchips in Großbritannien gewarnt. Dies wäre bereits der dritte Produktionsstopp in zwei Monaten.

11:49 Uhr

Produktion in Euro-Zone steigt kräftig

Die Erholung der Industrie im Euro-Raum von der Corona-Krise hat im November weit größere Fortschritte gemacht als gedacht. Die Betriebe stellten im November 2,5 Prozent mehr her als im Vormonat, wie das Statistikamt Eurostat mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit einem Plus von 0,2 Prozent gerechnet.

Trotz der anhaltenden Erholung zeigt der Vergleich mit dem Vorjahr, wie stark die Corona-Krise dem Sektor noch zusetzt: Die Produktion lag um 0,6 Prozent unter dem Niveau vom November 2019. Hierbei hatten Experten allerdings ein weit höheres Minus von 3,3 Prozent auf dem Zettel.

11:11 Uhr

BDI-Chef: Lockdown der gesamten Wirtschaft wäre nur Symbolpolitik

Der Industrieverband BDI lehnt einen zuletzt debattierten Lockdown der gesamten Wirtschaft ab. Ein solcher Stillstand wäre Symbolpolitik und würde nur Nachteile mit sich bringen, sagt der neue BDI-Präsident Siegfried Russwurm im Intervie mit ntv.

10:45 Uhr

Lenovo hebn mit geplantem Listing in Shanghai ab

Lenovo
Lenovo ,97

Lenovo will seine Wertpapiere künftig auch an der Börse in Schanghai notieren lassen. Der PC-Hersteller kündigte an, sogenannte Chinese Depositary Receipts auszugeben und an der in Schanghai angesiedelten Technologiebörse Star Board zu notieren. Damit reiht sich Lenovo in eine wachsende Zahl chinesischer Technologie-Konzerne ein, die angesichts steigender geopolitischer Unsicherheiten versuchen, ihre Aktien näher an der Heimat zu listen, heißt es.

Investoren begrüßen die Entscheidung von Lenovo: Die Papiere an der Börse in Hongkong schießen um 11,8 Prozent nach oben. Im Verlauf war die Aktie sogar auf den höchsten Stand seit fünf Jahren geklettert.

09:58 Uhr

Autobauer Geely tut sich mit Apple-Zulieferer zusammen

In die Autoindustrie ist bereits in den vergangenen Monaten viel Bewegung gekommen, weil Tech-Konzerne verstärkt ins Geschäft mit Daten und Diensten für E-Autos drängen. Auch der langjährige Apple-Zulieferer Foxconn und der chinesische Autobauer Geely gehen eine Partnerschaft ein.

Ziel seien eine Auftragsfertigung sowie Beratungsdienste für Autobauer und Mobilitätsunternehmen, teilten die Firmen mit. Sie unterzeichneten ein Abkommen zur Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens, an dem beide Partner je zur Hälfte beteiligt sein werden. Die in Taiwan ansässige Foxconn hatte sich erst unlängst mit dem finanziell angeschlagenen E-Autohersteller Byton zusammengetan, um ihn beim Bau eines Elektro-SUV zu unterstützen.

09:27 Uhr

Auto1 plant milliardenschweren Börsengang

Die Gebrauchtwagen-Plattform Auto1 will mit einem Börsengang in Frankfurt eine Milliardensumme einsammeln. Eine Kapitalerhöhung soll dem Betreiber von "wirkaufendeinauto.de" und anderen Online-Portalen allein eine Milliarde Euro einbringen, wie das Berliner Unternehmen mitteilte. Daneben wollten auch die bestehenden Aktionäre Papiere verkaufen.

750 Millionen Euro vom Erlös will Auto1 in das eigene Wachstum investieren, mit dem Rest soll eine Wandelanleihe zurückgezahlt werden. Auto1 dürfte der erste Börsengang des Jahres in Deutschland sein. Angepeilt wird das erste Quartal; in der Regel dauert es aber von der offiziellen Ankündigung bis zur Erstnotiz etwa vier Wochen. Organisiert wird der Börsengang von den Investmentbanken BNP Paribas, Citi, Goldman Sachs und Deutsche Bank.

09:07 Uhr

Just Eat verzeichnet in Corona-Krise Rekordbestellungen

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(Foto: imago images/hayatikayhan)

Die Lieferando-Mutter Just Eat Takeaway profitiert im Corona-Jahr 2020 deutlich vom Trend hin zu Online-Essensbestellungen. Der Umsatz stieg verglichen mit dem Vorjahr um mehr als die Hälfte auf rund 2,4 Milliarden Euro, wie der Konzern in Amsterdam mitteilte. Weltweit verzeichnete das Unternehmen im vergangenen Jahr gut 588 Millionen Bestellungen, das waren 39 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Dabei zog das Wachstum im letzten Quartal 2020, das in vielen Ländern von erneuten und verschärften Lockdowns geprägt war, nochmals an. Die Zahl der Bestellungen stieg um 57 Prozent, der Umsatz wuchs um mehr als 60 Prozent. Unterdessen zeigte sich Just Eat Takeaway auch "zufrieden" mit dem Fortschritt bei der Übernahme des US-Lieferdienstes Grubhub: Weiterhin gehe der Vorstand davon aus, dass der Deal im ersten Halbjahr abgeschlossen sein wird.

09:03 Uhr

Dax kommt kaum von der Stelle

Dax
Dax 13.815,06

Der Dax kommt zum Handelsstart kaum von der Stelle. In den ersten Minuten sank der deutsche Leitindex um 0,12 Prozent auf 13.907,93 Punkte. Damit bleibt das Geschäft wie schon am Vortag träge. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verlor zur Wochenmitte 0,13 Prozent auf 31.146,84 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 trat mit einem Minus von 0,02 Prozent auf 3611,57 Zähler auf der Stelle.

"Abwarten und Kasse halten bleibt vorerst die Generallinie für die unmittelbare Zukunft", heißt es im Börsenbrief "Bernecker-Daily". Auch für die Experten der Commerzbank "ist derzeit Konsolidierung das Hauptthema". Die Anleger wägten Wachstumsbedenken wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen ab gegen die Aussicht auf weitere Hilfsmaßnahmen unter Führung von Joe Biden, der in einer Woche das Amt des US-Präsidenten übernehmen soll. Außerdem warten die Anleger gespannt auf die zum Wochenende hin anlaufende US-Berichtssaison.

08:35 Uhr

Zoom sackt 1,75 Milliarden Dollar ein

Zoom
Zoom 327,00

Der Videokonferenzdienst Zoom hat sich über ein Aktienangebot frisches Geld besorgt. Es seien 5,15 Millionen Aktien zu 340 US-Dollar das Stück im Zuge einer Kapitalerhöhung platziert und damit 1,75 Milliarden US-Dollar eingespielt worden, teilte Zoom in der Nacht in San José mit. Der Ausgabepreis lag knapp fünf Prozent unter dem Schlusskurs von Dienstag. In den nächsten 30 Tagen kann Zoom noch einmal gut 735.000 Aktien losschlagen, falls die Konsortialbank diese Option nutzt.

Der Zeitpunkt war aber nicht besonders günstig für Zoom: Der Kurs lag gestern bei Bekanntgabe der Pläne um rund 40 Prozent unter dem Höchststand von Mitte Oktober. Trotz der Verluste seit dem Rekordhoch zog der Aktienkurs in den vergangenen zwölf Monaten um fast 400 Prozent an. Das Unternehmen wurde zuletzt mit rund 100 Milliarden Dollar bewertet und damit zehnmal höher als beim Börsengang im Frühjahr 2019. Das Zoom-Papier gehört damit am Finanzmarkt zu den Profiteuren der Corona-Krise. Zoom hat ein beispielloses Wachstum erlebt. Der ursprünglich für den Einsatz in Unternehmen gedachte Dienst wird auch breit von Verbrauchern und Bildungseinrichtungen zum Beispiel für private Kommunikation und Kurse genutzt.

08:10 Uhr

Börsianer nehmen Notenbanken in den Blick - Dax kaum verändert erwartet

Dax
Dax 13.815,06

In Erwartung von Hinweisen auf die Geldpolitik von EZB und der US-Notenbank wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge kaum verändert starten. Am Dienstag hatte er knapp im Minus bei 13.925,06 Punkten geschlossen. Die Aufmerksamkeit der Anleger richtet sich zunächst auf den Auftritt von EZB-Chefin Christine Lagarde bei der "Reuters Next"-Konferenz. Von ihr versprechen sie sich Hinweise zur Geldpolitik der Europäischen Zentralbank nach der Überwindung der Coronavirus-Pandemie und nach dem endgültigen Austritt Großbritanniens aus der EU. Außerdem erhoffen sie sich erste Ergebnisse der EZB-Strategie-Überprüfung.

Am Abend (MEZ) legt dann die US-Notenbank ihren Konjunkturbericht vor. Aus dem "Beige Book" versuchen Börsianer abzuleiten, wie sich die Geldpolitik der Fed entwickelt. Daneben stehen die US-Verbraucherpreise auf dem Terminplan. Diesseits des Atlantiks werden Zahlen zur europäischen Industrieproduktion veröffentlicht.

07:55 Uhr

Euro kann Kursgewinne halten

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,22

Der Euro tritt nahezu auf der Stelle. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung zu 1,2213 US-Dollar gehandelt und damit etwa zum gleichen Kurs wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Dienstagnachmittag etwas niedriger auf 1,2161 Dollar festgesetzt. Damit konnte der Euro die Kursgewinne vom Dienstag halten, als eine Dollar-Schwäche der Gemeinschaftswährung im Gegenzug Auftrieb verliehen hatte. Zuvor stoppten die Renditen von US-Staatsanleihen ihren jüngsten starken Anstieg und waren wieder ein Stück weit gesunken.

In den vergangenen Tagen stand die Entwicklung am Markt für US-Staatsanleihen besonders im Fokus der Finanzmärkte. Derzeit werden amerikanische Staatsanleihen mit vergleichsweise hohen Renditen gehandelt. Grund ist unter anderem die Hoffnung auf eine weitere starke wirtschaftliche Erholung in den USA, nachdem der designierte US-Präsident Joe Biden zur Bekämpfung der Corona-Krise eine deutliche Erhöhung der Staatsausgaben angekündigt hatte. Im weiteren Tagesverlauf bleibt das Interesse der Anleger auf die Entwicklung in den USA gerichtet. Am Nachmittag werden Daten zu den Verbraucherpreisen in der größten Volkswirtschaft der Welt erwartet und am Abend steht der Konjunkturbericht der US-Notenbank Fed auf dem Programm.

07:27 Uhr

Fahrdienstvermittler von Daimler und BMW setzt sich Klimaziel "Net-Zero"

Daimler
Daimler 56,12

Der Taxi- und Fahrdienstvermittler Free Now will seine Anbieter zum Umstieg auf klimaschonende Elektroautos bewegen. Das Gemeinschaftsunternehmen von BMW und Daimler erklärte, bis 2025 solle die Hälfte der vermittelten Fahrten mit Pkw und Zweirädern vollelektrisch sein. Bis 2030 werde "Net-Zero" angestrebt, das heißt eine Mobilität ohne CO2-Emissionen, wobei Fahrten mit Verbrenner-Wagen durch die Finanzierung von Baumpflanzungen kompensiert werden sollen.

Free Now investiere 100 Millionen Euro in den Klimaschutz, erklärte Firmenchef Marc Berg. "Die Nachfrage der Kunden nach Elektromobilität ist heute schon größer als das Angebot", sagte er. Die Erfahrung mit der Corona-Pandemie könne den Trend stärken, weil das Bewusstsein für Gesundheit und Nachhaltigkeit wachse. Free Now ist eine digitale Plattform, die Kunden und Anbieter von Taxifahrten, Chauffeurdiensten und elektrischen Leih-Zweirädern über eine App zusammenbringt. Sie ging vor knapp zwei Jahren aus Daimlers Taxi-App "MyTaxi" hervor, als die beiden Premiumautobauer ihre Mobilitätsdienste in der Now-Gruppe zusammenführten. Dazu gehören außerdem noch Car-Sharing sowie Apps zur Suche nach Verkehrsmitteln, Parkplätzen oder Ladestationen für E-Autos.

06:43 Uhr

Elektronik-Konzern gibt Nikkei Aufwind

Nikkei
Nikkei 28.523,26

Der japanische Leitindex legt zu. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index stieg im Verlauf um 0,21 Prozent auf 28.224 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index kletterte minimal auf 1857 Zähler. Marktteilnehmer sagten, die angehobene Prognose des Elektronik-Konzerns Yaskawa für das operative Geschäft sei bei Investoren gut angekommen. Das Unternehmen spürt eine deutliche Nachfrage aus China für seine Chips und Elektronik-Komponenten. Yaskawa-Aktien verteuerten sich zeitweise um 2,2 Prozent. Im Devisenhandel in Fernost stieg der Euro um 0,06 Prozent und kostete 1,2214 Dollar.

06:15 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht