Mittwoch, 19. September 2018Der Börsen-Tag

Heute mit Kai Stoppel
18:01 Uhr

Eine Aktie macht dem Dax richtig Beine

Dax
Dax 12.011,04

Lange krebst der Dax rum an diesem Mittwoch, doch zum Ende hin kommt nochmal Schwung in den Markt. So kann der Dax mit einem Plus von 0,5 Prozent auf 12.219 Punkten aus dem Handel gehen. Auch der Euro-Stoxx-50 legt um 0,3 Prozent zu.

Gut kommt bei Börsianern an, dass China im Handelsstreit mit den USA nicht auf Währungsabwertungen setzt. Das sagte zumindest Ministerpräsident Li Keqiang. Positiv für die Stimmung ist auch, dass sich die beiden Koreas offenbar weiter annähern. Das ändert aber nichts daran, dass der Handelskonflikt noch immer Schatten über die Aktienmärkte wirft und die Anleger vorsichtig agieren lässt.

Getragen wird der heutige Dax-Erfolg vor allem von der Linde-Aktie, die um satte 7,8 Prozent steigt und damit mehr als die Hälfte der zu den 61 Punkten beisteuert, die der Dax zulegt. Grund ist, dass der Münchner Industriegasekonzern und die amerikanische Praxair ihrer Fusion offenbar einen Schritt nähergekommen sind.

Auf der Verliererseite stehen Aktien aus zinsempfindlichen Branchen, so die Versorger- und Immobilienwerte: Eon sind Schlusslicht mit einem Minus von 2,9 Prozent, Vonovia und RWE landen ebenfalls weit hinten mit Abschlägen zwischen 1,5 und 1,8 Prozent.

17:30 Uhr

Cannabis-Firma schon mehr wert als American Airlines

Tilray
Tilray 40,60

An den US-Börsen springen Tilray um rund 35 Prozent nach oben, nachdem sie gestern schon um fast 30 Prozent zugelegt hatten. Die zuständige US-Behörde hat dem Unternehmen, das Cannabis anbaut, verarbeitet und verkauft, die Genehmigung zum Import eines Marihuana-Produkts aus Kanada erteilt.

Seit dem Börsengang des Unternehmens im Juli hat die Tilray-Aktie fast 600 Prozent zugelegt, zuletzt auch getragen von der bevorstehenden Cannabis-Legalisierung in Kanada am 17. Oktober. Der Marktwert des Unternehmens hat mit 21,7 Milliarden Dollar jenen von Börsen-Urgesteinen wie American Airlines, CBS und Hershey über- oder eingeholt.

16:53 Uhr

Conti plant Roboter-Lkw mit "Notleine"

Continental
Continental 124,42

Der Autozulieferer Continental und der Bremsenhersteller Knorr Bremse wollen gemeinsam Systeme für hochautomatisiertes Fahren von Nutzfahrzeugen anbieten. Entwickelt werden sollen Systeme, mit denen Fahrzeuge weitgehend von Roboterhand gesteuert werden können, teilten die Unternehmen mit. Doch ganz autonom wird der Laster dadurch nicht: Zur Sicherheit muss ein Fahrer an Bord sein, um notfalls eingreifen zu können.

Ab Anfang 2019 wollen beide Firmen bei der Entwicklung von Systemen für automatisierte Kolonnenfahrten, das so genannte Platooning, kooperieren. In einer weiteren Stufe soll automatisiertes Fahren auf der Autobahn folgen.

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Cockpit eines autonom fahrenden Lkw des Herstellers Freightliner.

(Foto: Daimler Ag - Global Communicatio/dpa )

 

16:11 Uhr

Neue Krebs-Therapie - US-Aktie mit Fabelgewinnen

Molecular Templates
Molecular Templates 8,11

Eine Kooperation in der Krebsmittel-Entwicklung verhilft an der Wall Street kurz nach Börsenstart den Aktien von Molecular Templates zu einem gewaltigen Kurssprung: Fast 70 Prozent geht es für das Papier nach oben. Das Unternehmen will mit dem japanischen Pharmariesen Takeda bei der Erforschung einer Therapie gegen Blutkrebs zusammenarbeiten.

Ansonsten verzeichnet die Wall Street insgesamt moderate Gewinne: Der Dow-Jones-Index der Standardwerte liegt in den ersten Handelsminuten 0,4 Prozent höher bei 26.356 Punkten, der breiter gefasste S&P 500 gewinnt 0,2 Prozent auf 2907 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq tritt bei 7962 Punkten auf der Stelle.

15:29 Uhr

Fraport baut Flughafen in Griechenland aus

Fraport
Fraport 73,31

Der Flughafenbetreiber Fraport hat mit dem Bau eines neuen Airport-Gebäudes in der zweitgrößten griechischen Stadt Thessaloniki begonnen. "Eine neue Ära" habe damit begonnen, sagte der Chef von Fraport in Griechenland, Alexander Zinnel. Die Landebahnen sollten ebenfalls erneuert werden, teilte Fraport weiter mit. Das Unternehmen investiert dazu in Thessaloniki 100 Millionen Euro.

Fraport hatte im April 2017 offiziell den Betrieb von 14 griechischen Regionalflughäfen übernommen. Die Vergabe der Konzessionen über 40 Jahre gilt als eines der größten Privatisierungsprojekte in dem überschuldeten Land.

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Die Bauarbeiten sollen 2021 beendet werden.

(Foto: imago/ZUMA Press)

 

15:05 Uhr

Milliarden-Investor: So übersteht man Finanzkrisen

Martin Gilbert ist der Co-Chef des US-Anlageberaters Standard Life Aberdeen - eine Firma, die heute mehr als 700 Milliarden Dollar verwaltet und noch etwas vorzuweisen hat: Sie hat - damals noch unter dem Namen Aberdeen Asset Management - die Finanzkrise 2017 überlebt.

Gegenüber "Business Insider" offenbarte Gilbert nun drei Dinge, die er aus der Finanzkrise gelernt habe. Und die für nicht-professionelle Anleger hilfreich sein könnten, um Börsen-Tumulte zu überstehen:

  1. "Verkaufen Sie nicht zum Zeitpunkt des größten Schmerzes. Märkte haben die Eigenschaft, sich immer wieder zu erholen und Sie sollten alles Denkbare tun, um sich nicht in Versuchung führen zu lassen."
  2. "Bleiben Sie beim Wesentlichen. Investieren Sei in Dinge, die sie verstehen. Streuen Sie Ihr Risiko und machen Sie sich klar, dass, wenn etwas zu schön ist, um wahr zu sein, ist es das meistens nicht."
  3. Eine weitere Lektion sei, dass die globalisierten Märkte es sehr schwer machten, die genauen Ursachen für Krisen zu identifizieren.
14:26 Uhr

May bleibt bei Irland-Grenze hart - Pfund fällt

Britisches Pfund / US-Dollar
Britisches Pfund / US-Dollar 1,27

Senkrecht nach unten geht es für das Britische Pfund gegen Mittag nach leichten Gewinnen am Vormittag. Als Grund machen Marktbeobachter einen Bericht der Times of London aus, wonach Premierministerin Theresa May ein neues Angebot der EU zur Lösung der irischen Grenzfrage ablehnen werde.

Die Ablehnung des neuen EU-Vorschlages durch Theresa May dürfte bei Anlegern wieder die Sorge geweckt habe, dass es zu einem harten Brexit kommt. Stand das Pfund vor dem Times-Bericht noch bei mehr als 1,3180 Dollar, ging es danach auf ein Tagestief von 1,3096 Dollar bergab. Aktuell kann sich das Pfund wieder ein wenig erholen und steht bei 1,3152 Dollar. Dies entspricht in etwa dem Niveau vom Vorabend.

13:55 Uhr

Jack Ma: "Handelskrieg könnte 20 Jahre andauern"

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Der Gründer des Online-Einzelhandelsriesen Alibaba, Jack Ma, glaubt nicht an eine baldige Lösung des Handelskonflikts.

(Foto: imago/AFLO)

Alibaba-Gründer Jack Ma rät Anlegern, sich auf einen langen Handelskrieg zwischen den USA und China einzustellen. "Es wird lange andauern und es wird ein Fiasko!", sagt der Chinese in Shanghai. Der Handelskrieg zwischen den USA und China würde nicht 20 Monate oder 20 Tage, sondern "vielleicht 20 Jahre" andauern, so Ma. Selbst wenn Donald Trump abtrete und ein neuer Präsident komme, werde es weitergehen.

Optimistischer ist dagegen Apple-Chef Tim Cook. Gegenüber dem Sender ABC sagte er, er sei zuversichtlich, dass die Länder das Problem lösen werden. "Ich bin optimistisch, weil der Handel zu den Dingen gehört, die kein Nullsummenspiel sind."

13:31 Uhr

Linde kommt Ziel näher - Aktie steigt massiv

Rund ein Dutzend Punkte legt der Dax gegen Mittag zu - und diese werden alleine von der Linde-Aktie geliefert, die heute stark anzieht. Mit dem Kursanstieg um knapp 7 Prozent bringt Linde dem Dax etwa 25 Punkte.

Auslöser sind Berichte, nach denen Linde seine Chancen auf eine Fusion mit dem US-Rivalen Praxair beachtlich gesteigert hat. Laut einem Insider wollen Messer Group und CVC Teile kaufen, deren Abspaltung die US-Behörden von Linde und Praxair für eine Genehmigung der Fusion verlange. "Damit sollte die Fusion näherrücken", sagt ein Marktteilnehmer.

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Die US-Wettbewerbsbehörde FTC hatte weitere Zugeständnisse gefordert, die die Milliardenfusion hätten gefährden können.

(Foto: picture alliance/dpa)

 

12:40 Uhr

Bürgerrechtler: Facebook begünstigt Diskriminierung

Facebook
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Die US-Bürgerrechtsorganisation ACLU hat bei der Gleichstellungsbehörde eine Beschwerde gegen Facebook im Zusammenhang mit Diskriminierung bei Stellenanzeigen eingereicht. Das soziale Netzwerk ermögliche Arbeitgebern, Job-Angebote gezielt ausschließlich an Männer oder Frauen zu richten, obwohl dies gesetzlich verboten sei, argumentieren die Bürgerrechtler in einem nun veröffentlichten Dokument. Facebook begünstige wissentlich diese Diskriminierung.

Der Internet-Riese wies die Vorwürfe zurück. "Bei Facebook hat Diskriminierung keinen Platz. Sie ist in unseren Richtlinien streng untersagt", wurde Facebook-Sprecher Joe Osborne in US-Medien zitiert.

11:53 Uhr

Glänzende Aussichten treiben Aveva auf Rekordhoch

Aveva
Aveva 38,52

Überraschend optimistische mittelfristige Geschäftsziele geben Aveva Auftrieb. Die Aktien der britischen Softwarefirma steigen um bis zu 9,4 Prozent auf ein Rekordhoch von 3084 Pence.

Das Unternehmen peilt ein Umsatzplus im mittleren einstelligen Prozentbereich und eine operative Marge von 30 Prozent an. Der Markt habe bislang mit einem Wachstum von weniger als fünf Prozent und einer Gewinnspanne von höchstens 28 Prozent gerechnet, schreiben die Analysten des Vermögensverwalters Investec in einem Kommentar.

11:05 Uhr

Bei britischen Firmen steigt die Brexit-Furcht

In der britischen Wirtschaft wächst nach Einschätzung der Notenbank die Unsicherheit wegen des Brexit. Entsprechende Sorgen der Firmen hätten zuletzt deutlich zugenommen, sagt der Chefökonom der Bank von England, Andy Haldane.

Die britische Autoindustrie warnt vor einem Brexit ohne Abkommen, sollte es bis zum EU-Austritt Ende März 2019 nicht Klarheit über die künftigen Wirtschaftsbeziehungen mit der Europäischen Union geben. "Wir können uns keinen Brexit ohne Abkommen leisten", sagte Chef Mike Hawes, Chef des Verbands SMMT. "Das ist die schlechteste der denkbaren Optionen für diese Branche."

10:32 Uhr

Hitze-Sommer belastet Media-Saturn-Aktie

Ceconomy
Ceconomy 5,14

Die Aktie von Ceconomy gerät im frühen Handel unter Druck und lässt im MDax rund 4,6 Prozent nach. Dem Mutterkonzern von Media Markt und Saturn macht ein schwächelndes Geschäft zu schaffen, die Gewinnerwartung für das laufende Geschäftsjahr musste der Ceconomy-Chef nun stutzen.

Ein Hauptgrund dafür ist der Hitze-Sommer. Das ungewöhnlich heiße Wetter im Juli und August habe zu einem "erheblichem Umsatz- und Ergebnisdruck" geführt, sagte Haas. Er hatte bereits im August beklagt, bei der Hitze dächten die Verbraucher nicht ans Einkaufen.

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Bei Hitze dächten Menschen nicht ans Einkaufen, beklagt der Ceconomy-Chef.

(Foto: picture alliance / Armin Weigel/)

 

09:44 Uhr

Anleger getäuscht - Seaworld muss Millionen zahlen

Seaworld Entertainment
Seaworld Entertainment 23,77

Wegen Täuschung seiner Anleger zahlen das Freizeitpark-Unternehmen Seaworld und sein ehemaliger Chef James Atchison insgesamt 5 Millionen Dollar (4,3 Millionen Euro). Sie hatten in den Jahren 2013 und 2014 die Auswirkungen des Dokumentarfilms "Blackfish" über Orcas in Gefangenschaft heruntergespielt, wie die US-Börsenaufsicht SEC erklärte. Der Kurs der Aktie von SeaWorld fiel wegen des Films aber stark, die Anleger erlitten laut SEC "große Verluste".

Der Film "Blackfish" zeigte 2013, wie sich die Gefangenschaft auf die Schwertwale auswirkt. Auch dass ein Orca einen SeaWorld-Trainer tötete, deckte der Film auf. Das Unternehmen wies zunächst alle Vorwürfe der Filmemacher zurück. Im August 2014 schließlich gab die Geschäftsführung zu, dass der Film für sinkende Besucherzahlen sorgte.

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Wegen des großen öffentlichen Drucks kündigte Seaworld 2016 an, keine Orcas mehr für seine Shows zu züchten.

(Foto: dpa)

 

09:27 Uhr

Dax trotzt der großen Zoll-Schlacht

Dax
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Mittlerweile scheinen Dax-Anleger abgehärtet, was den Zoll-Schlagabtausch zwischen den USA und China angeht. Denn trotz der jüngsten Runde von Zöllen und Gegenzöllen kommt der Dax nicht aus der Ruhe und legt am Morgen 0,2 Prozent zu auf 12.187 Punkte.

Auch der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 zeigt sich fester und legt 0,2 Prozent zu. Die kleinen Mitglieder der Dax-Familien, MDax, TecDax und SDax verbessern sich ebenfalls marginal.

Börsianer werteten es als positives Zeichen, dass die US-Strafabgaben auf chinesische Importe zunächst nur bei 10 statt der erwarteten 25 Prozent liegen. Damit blieben die Chancen für eine Beilegung des Konflikts durch Verhandlungen gewahrt.

Guten Morgen, mein Name ist Kai Stoppel und ich begleite Sie heute durch den "Börsen-Tag". Bei Fragen, Anregungen und Kritik schreiben Sie mir doch einfach eine Nachricht an kai.stoppel(at)nachrichtenmanufaktur.de.

08:42 Uhr

Nordseeöl nähert sich der 80-Dollar-Marke

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Deutschlands größtes Ölfeld: Die Bohr- und Förderinsel "Mittelplate" im Wattenmeer in der Elbmündung nordöstlich von Cuxhaven.

picture alliance / dpa

Die Ölpreise ziehen nach dem starken Anstieg am Vortag weiter leicht an.

  • Am Morgen kostet ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November 79,10 Dollar. Das sind sieben Cent mehr als am Vortag.
  • Der Preis für US-Rohöl der Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Oktober-Lieferung steigt leicht um 13 Cent auf 69,98 Dollar.
  • Am Vortag hatten die Rohölpreise kräftig zugelegt. Auslöser waren Berichte, denen zufolge sich der Ölriese Saudi-Arabien auf einen Brent-Ölpreis von mehr als 80 Dollar einstellt.

Die Berichte ließen frühere Bekundungen Saudi-Arabiens fragwürdig erscheinen, Angebotsausfälle auf Seiten des Iran aufgrund der neuen US-Sanktionen auszugleichen, hieß es aus dem Handel. Das bereits rückläufige Ölangebot Irans gilt als eines der größten Angebotsrisiken am Erdölmarkt.

08:35 Uhr

Schaeffler erwartet weniger China-Nachfrage

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Weltkonzern aus Franken: "Auf den ersten Blick ist das Bild neutral."

picture alliance / Daniel Karman

Schaeffler Vz
Schaeffler Vz 6,73

Die Aktien von Schaeffler zeigen sich der Anpassung der Spartenprognose vorbörslich wenig verändert.

  • Während der Ausblick für den Geschäftsbereich Automotive OEM wegen der Abschwächung der Nachfrage aus China und Europa gesenkt wurden, konnte Schaeffler die Ziele für das Industriegeschäft anheben.
  • Die Jahresprognose auf Konzernebene bestätigte das Unternehmen aus Herzogenaurach.
  • "Auf den ersten Blick ist das Bild neutral", meinte ein Händler. Er erwartet auch für den Verlauf keine größeren Kursausschläge in der Aktie.
07:54 Uhr

Dax fühlt neuen Rückenwind

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Die letzten Tage vor der großen Index-Reform an der Frankfurter Börse: Der Dax hat sich ein gutes Stück von seinem Sturz unter die 12.000er-Linie erholt.

REUTERS

Dax
Dax 12.011,04

Am deutschen Aktienmarkt können sich Anlegern auf einen halbwegs freundlichen Start in den Mittwochshandel vorbereiten. Der deutsche Leitindex dürfte nach den Kursgewinnen des Vortages stabil bis leicht im Plus eröffnen.

  • Auf Teleboerse.de wird der Dax bei 12.163,00 Punkten gesehen, was einem hauchdünnen Aufschlag von knapp 0,1 Prozent entspricht.
  • Am Vorabend war das Frankfurter Kursbarometer 0,5 Prozent fester bei 12.157,67 Punkten aus dem Handel gegangen.
  • Potenziell marktbewegende Konjunkturdaten stehen für die erste Tageshälfte nicht auf dem Terminkalender. Am Nachmittag werden dann aus den USA neue Kennzahlen zur Entwicklung der Verbraucherpreise und zur Lage am Immobilienmarkt erwartet.

Im Frankfurter Aktienhandel tritt Ende der Woche die angekündigte Index-Reform in Kraft: MDax und SDax werden umgebaut und erweitert. Zugleich wird das sogenannte Doppel-Listing für TecDax-Aktien eingeführt. Mehrere bekannte Unternehmensnamen finden sich ab kommender Woche in neuer Börsenumgebung wieder.

Die Änderungen werden zum Ende des Börsenhandels am 21. September - also an diesem Freitag - umgesetzt und effektiv ab 24. September wirksam.

07:40 Uhr

Börsianer fürchten Kurssturz bei Ceconomy

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Was von der alten Metro nach der Abspaltung des Lebensmittelgeschäfts übrig blieb (Archivbild): Ceconomy betreibt Discounter-Märkte für Haushalts- und Unterhaltungselektronik.

picture alliance / Federico Gamb

Ceconomy
Ceconomy 5,14

Mit fallenden Kursen rechnen Börsianer bei Ceconomy, der derzeit noch im MDax notierten Muttergesellschaft der Elektronikketten Media Markt und Saturn.

  • Das künftig im neuen SDax gelistete Unternehmen gab am Vorabend mit Verweis auf den ungewöhnlich heißen Sommer eine Gewinnwarnung heraus.
  • Beim Vorsteuerergebnis rechnet Ceconomy nun nur noch mit 460 bis 490 Millionen Euro, im Vorjahr waren es 494 Millionen Euro gewesen. Bisher hatte Ceconomy mit einem Plus im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich gerechnet.
  • "Bitter ist weniger die Schwäche im Sommer, bitter ist, dass sie vermutlich nicht mehr aufgeholt werden kann", meinte ein Marktteilnehmer. In den Blick rückten nun wieder die Jahrestiefs bei gut 6,20 Euro.
07:14 Uhr

Nikkei ignoriert das Trump-Risiko

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Japan geht es angeblich besser als erwartet: Blick auf die Arbeiten am Olympischen Dorf in Tokio für die Spiele 2020.

imago/Kyodo News

Nikkei
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Trotz der weiteren Eskalation im chinesisch-amerikanischen Handelsstreit geht der Kursaufstieg an der Tokioter Börse weiter.

  • Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte legt im Vormittagshandel um 1,6 Prozent auf 23.804 Punkte zu und markierte damit ein Achtmonatshoch. Im späten Handelsverlauf hält sich der Nikkei 1,3 Prozent fester bei 23.713 Punkten. Der breiter gefasste Topix gewinnt 1,5 Prozent auf 1786 Zähler.
  • Händler erklärten, die gute Konjunktur in Japan stärke das Vertrauen der Anleger. Die Aktienpreise hätten die robuste Wirtschaftsverfassung lange Zeit nicht richtig reflektiert. Neue Daten unterstrichen die gute Verfassung der japanischen Konjunktur.
  • Die japanische Zentralbank Bank of Japan (BoJ) beließ ihren Leitzins zum Abschluss der Septembersitzung der Währungshüter wie erwartet auf historisch niedrigem Niveau.

Der japanische Außenhandel legte im August stärker zu als von Experten erwartet. Die Unternehmen verkauften 6,6 Prozent mehr Waren ins Ausland als vor einem Jahr, wie aus Daten des Finanzministeriums hervorging. Analysten hatten mit einem Plus von 5,6 Prozent gerechnet. Im Juli lag der Zuwachs bei 3,9 Prozent im Jahresvergleich.

07:05 Uhr

Euro steuert stabil Richtung Wochenmitte

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Breite Handelsspanne: Von der Schwäche im August hat sich der Euro sichtlich erholt.

picture alliance / Jens Büttner/

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,12

An den Devisenmärkten beginnt der Mittwochshandel aus europäischer Sicht mit stabilen Bewegungen beim Euro. Der Kurs der Gemeinschaftswährung liegt wie bereits am Vorabend unterhalb der Marke von 1,17 Dollar.

  • Am frühen Morgen wird der Euro bei 1,1676 Dollar gehandelt und damit knapp über dem Niveau des Vortages.
  • Im fernöstlichen Handel zum Dollar notierte der Euro unverändert bei 1,1671 Dollar.
  • Zum Yen gewann die US-Währung auf ein Zwei-Monatshoch von 112,395 Yen.