Mittwoch, 26. August 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Max Borowski
18:01 Uhr

Tech-Rally zieht den Dax mit

Am deutschen Aktienmarkt hat sich wieder ein freundlicher Grundton durchgesetzt. Der Dax stieg um 1 Prozent auf 13.190 Punkte.

Der MDax macht 0,9 Prozent auf 27.861 Punkte gut. Der EuroStoxx50 gewinnt 0,8 Prozent auf 3356 Punkte.

An der Wall Street bewegen sich die Kurse unterdessen weiter auf Rekordniveau. Der S&P500 liegt noch einmal 0,6 Prozent höher als beim gestrigen Schlusskurs bei 3.464 Punkten. Der Nasdaq-Composite gewinnt sogar noch einmal 1,2 Prozent

Händler zeigen sich erleichtert, dass der Dax die jüngsten Attacken in Richtung 13.000 Punkte abwehren konnte. "Es ist positiv, dass sich nach leichten Schwächeanfällen immer wieder genug Käufer finden, um die psychologisch wichtige Marke zu verteidigen", sagte Konstantin Oldenburger von CMC Markets. Besonders gefragt waren wieder einmal die Titel aus dem Technologiebereich. Gute Zahlen von Salesforce und Hewlett Packard Enterprise heizen die Rally noch einmal an.

Gestützt wurde die Stimmung auch von neuen Konjunkturdaten. So gab es beim französischen Verbrauchervertrauen im August entgegen den Erwartungen keinen Rückgang. Und auch die US-Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter kamen gut an: Sie sind zuletzt noch stärker gestiegen als erwartet.

17:16 Uhr

Hurrikan naht: Ölindustrie am Golf von Mexiko macht dicht

Die Ölförderung im Golf von Mexiko wurde wegen des heranrasenden Hurrikans Laura vorsichtshalber weitgehend eingestellt, was den Ölpreis tendenziell stützt. Zugleich haben sich die Rohöllagerbestände in den USA in der Woche zum 21. August deutlich verringert. Sie fielen nach Angaben der staatlichen Energy Information Administration (EIA) um 4,689 Millionen Barrel gegenüber der Vorwoche.

Rohöl WTI
Rohöl WTI 41,25

Allerdings waren die Ölpreise seit ihren Tiefs Ende April kräftig gestiegen, weshalb das Potenzial eines weiteren Preisanstiegs nach Angaben von Händlern begrenzt ist. Das Barrel US-Leichtöl der Sorte WTI verteuert sich um 0,4 Prozent auf 43,53 Dollar. Brent-Öl tendiert unverändert bei 45,88 Dollar.

In der Vorwoche hatten sich die Lagerbestände um 1,632 Millionen Barrel reduziert. Bei den bereits am Vortag veröffentlichten Daten des privaten American Petroleum Institute (API) war mit 4,5 Millionen Barrel eine Abnahme registriert worden.

16:54 Uhr

Trumps Rhetorik belastet den Dollar

Der Euro zeigt sich zum Dollar wenig verändert bei 1,1815. Die Gemeinschaftswährung habe sich zum Dollar in einer Seitwärtsbewegung eingerichtet, stellt die Commerzbank fest. Die Handelsspanne liege etwas unter 1,18 Dollar auf der Unterseite und bei rund 1,1850 auf der Oberseite. Gegen einen Aufwärtstrend beim Euro spreche unter anderem das Infektionsgeschehen in Europa, zugleich sei für Dollarstärke nicht die richtige Zeit.

Zwar seien Wechselkurse nicht unbedingt sensitiv gegenüber üblichem politischem Geplänkel, wenn es aber darum gehe, ob eine Krise der Demokratie in den USA aufziehen könnte, dann könne sich der Devisenmarkt dem nicht entziehen. Zumindest erscheine dieses Risiko vielen Marktteilnehmern als so wahrscheinlich, dass bis zum Wahltag im November der Dollar davon belastet werden dürfte, wenn die präsidiale Rhetorik sich bis dahin nicht grundlegend ändere.

16:33 Uhr

Corona-Absturz überraschend ausgefallen: Kursfeuerwerk bei Urban Outfitters

Mit einem Sprung um über 22 Prozent reagiert die Aktie des Bekleidungsunternehmens Urban Outfitters auf die Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal. Zwar ging der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr zurück, übertraf aber die Erwartungen. Auch schloss Urban Outfitters das Quartal wider Erwarten mit einem Gewinn ab - trotz Geschäftsschließungen aufgrund der Corona-Krise.

16:30 Uhr

Salesforce Aktie springt um 18 Prozent

Mit seinem guten Quartalsergebnis hat Salesforce bereits den gesamten europäischen Tech-Sektor nach oben gezogen. Im US-Handel springen die Software-Aktien um fast 18 Prozent nach oben. Salesforce, dessen Aktien am Montag in den DJIA aufsteigen, hat bei der Vorlage von Quartalszahlen seine Jahresziele erhöht.

Überraschend gut sind auch die Zahlen von Hewlett Packard Enterprise ausgefallen. Für die Aktie geht es um 6,7 Prozent aufwärts.

15:42 Uhr

Ende des Inflationsziels: Kommt morgen die historische Geldpolitik-Wende?

Angesichts der heutigen, relativ dünnen Börsenumsätze verweisen viele Kommentaroren immer wieder auf Jackson Hole, das jährliche Notenbankertreffen in den Bergen von Wyoming. Fed-Chairman Jerome Powell wird das diesjährige geldpolitische Symposium der Kansas City Fed mit einer Rede (online) eröffnen.

*Datenschutz

Viele Beobachter erwarten, dass Powell bei dieser Gelegenheit einen "historischen" Schwenk hinsichtlich der Art und Weise signalisieren wird, in der die Fed über die Verfolgung von Inflationszielen denkt. Es gibt Hinweise, dass sich die Fed im Rahmen der Überarbeitung ihrer geldpolitischen Strategie vom fixen Inflationsziel verabschieden und auf die Praxis der Preisniveausteuerung (Average Inflation Targeting - AIT) verlegen wird. Deren wichtigstes Merkmal ist, dass eine Notenbank Inflationsraten von über 2 Prozent zulassen würde, wenn die Inflation zuvor unter 2 Prozent gelegen hat. Dies könnte weitreichende Konsequenzen für die Märkte haben. Der für die Börsen herbe Anstieg der Zinsen zwischen 2016 und 2019, weil die aufgrund der Arbeitsmarktentwicklung mit steigenden Inflationsraten rechnen musste, wäre mit AIT wohl gar nicht nötig gewesen. Das Konzept der Preisniveausteuerung hätte nun den Vorteil, dass die Fed ihre Geldpolitik nicht mehr an ihren eigenen Prognosen, sondern an der tatsächlich gemessenen Inflation ausrichten könnte.

Konkret versprechen sich viele Marktbeoachter von AIT niederigere Zinsen für längere Zeit. Ob es so kommt, ist allerdings keineswegs gesichert. Bleibt Powell mit seiner Rede hinter den Erwartungen zurück, könnte dies den Märkten einen kräftigen Schlag versetzen.

Die ausführliche Analyse zur Fed-Strategie finden Sie hier.

15:36 Uhr

US-Aktienmarkt steigt auf neues Rekordhoch

Die Rally ist noch nicht zu Ende. Zunächst sah es ja so aus, als würden die US-Börsen es heute etwas ruhiger angehen lassen. Doch der S&P500 steigt gleich zur Eröffnung wieder auf ein neues Rekordhoch bei 3.450. Dafür reicht allerdings ein minimales Plus von weniger als 0,1 Prozent.

Nasdaq Composite
Nasdaq Composite 10.910,28

Auch an der Technologiebörse Nasdaq gibt es ein neues Allzeithoch bei 11.525 Punkten. Das ist ein Anstieg von 0,4 Prozent.

Nur der Dow Jones gibt minimal um knapp 0,1 Prozent nach auf 28.229 Punkte.

Der Dax liegt 0,5 Prozent höher bei 13.124 Punkten, der EuroStoxx50 notiert 0,4 Prozent fester bei 3341 Zählern.

15:21 Uhr

Belarussischer Rubel stürzt auf Rekordtief

Die politische Krise in Belarus drückt die Landeswährung auf ein Rekordtief. Ein Dollar verteuert sich auf 2,6458 belarussische Rubel. Seit Jahresbeginn hat er damit mehr als 20 Prozent abgewertet. Auch zum Euro ist die Devise so wenig wert wie nie zuvor. In dem Land halten die Streiks und Massenproteste gegen Präsident Alexander Lukaschenko auch mehr als zwei Wochen nach der Präsidentenwahl an.

14:56 Uhr

US-Industrie zieht deutlich mehr Aufträge an Land

Die US-Industrie hat im Juli einen Auftragsschub erhalten und sich weiter vom Einbruch in der Viruskrise erholt. Die Bestellungen für langlebige Gebrauchsgüter wie Flugzeuge oder Maschinen legten um 11,2 Prozent zum Vormonat zu, wie das Handelsministerium am Mittwoch mitteilte. Im Juni hatte es bereits einen kräftigen Zuwachs von 7,7 Prozent gegeben.

"Der Auftragseingang kann den dritten Monat in Folge zulegen, wobei sich die Geschwindigkeit der Erholung wieder erhöht hat" resümierte Helaba-Ökonom Ulrich Wortberg. Auch ohne den schwankungsanfälligen Transportsektor sei es zu einem Plus gekommen. Der Ordereingang bei den zivilen Kapitalgütern lasse auf eine verbesserte Investitionstätigkeit hoffen.

14:19 Uhr

Chinesischer Hersteller steigert Gewinn mit Luxus-Smartphones um 130 Prozent

Die Nachfrage nach hochwertigen Smartphones im Ausland hat Xiaomi ein leichtes Umsatzplus beschert. Im zweiten Quartal legten die Erlöse trotz des Gegenwindes durch die Corona-Krise um rund drei Prozent auf 53,54 Milliarden Yuan (umgerechnet fast 6,6 Milliarden Euro) zu, wie Xiaomi mitteilte. Analysten hatten weniger erwartet. Zwar verkaufte das chinesische Unternehmen insgesamt weniger Smartphones, konnte aber die Zahl der veräußerten Luxus-Geräte um 99 Prozent steigern. Der Gewinn stieg um 130 Prozent auf fast 552 Millionen Euro.

13:59 Uhr

SAP nehmen Anlauf auf Allzeithoch

SAP bauen die Gewinne aus. Mit einem Plus von 1,5 Prozent auf 141,35 Euro sind sie am frühen Nachmittag hinter Infineon zweitstärkster Dax-Wert, gestützt vor allem von der Steilvorlage von Salesforce.

Den Seitwärts-Kanal zwischen 135 und 138 Euro habe der Kurs nun nach oben verlassen: "Damit stehen aus charttechnischer Sicht die Chancen für einen weiteren Kursanstieg bis zum bisherigen historischen Höchstwert sehr gut", sagt Marktanalyst Thomas Bopp vom Magazin Traders'. Die Überhitzung bei den Indikatoren sei deutlich abgebaut, und in der kürzeren Einstellung hätten die Indikatoren erneut Momentum aufgenommen. "Daher könnte bei SAP in Kürze ein neues Allzeithoch über 143,20 Euro auf dem Kurszettel erscheinen", so der Marktanalyst.

13:20 Uhr

Wall Street legt Pause nach Rekordserie ein

Die Rekordserie an der Wall Street dürfte zunächst eine Pause einlegen. Nachdem der S&P-500 drei Handelstage hintereinander neue Rekordstände verzeichnet hat, deuten die Futures auf die großen US-Aktienindizes eine wenig veränderte Eröffnung an. Die jüngste Entwicklung der Corona-Neuinfektionen in den USA, der Präsidentschaftswahlkampf, das anstehende Notenbankertreffen in Jackson Hole und die Hurrikansaison lassen Anleger innehalten. Hinzu kommt, dass viele Marktteilnehmer noch im Urlaub sind. Auf der anderen Seite stütze aber die Flut des billigen Geldes den Aktienmarkt, heißt es aus dem Handel.

S&P 500 Index, Ind.
S&P 500 Index, Ind. 3.364,35

An Konjunkturdaten stehen die Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter aus dem Juli auf der Agenda. Volkswirte rechnen mit einem Zuwachs von 5,0 Prozent zum Vormonat. Im Juni war nach revidierten Angaben ein Plus von 7,6 Prozent verzeichnet worden.

12:48 Uhr

Merkel lädt Autobosse erneut in Kanzleramt

Beim Konjunkturprogramm waren die Wünsche der Autobauer ja nicht erfüllt worden. Gibt es jetzt einen Nachschlag?

Bundeskanzlerin Angela Merkel will am 8. September erneut mit Vertretern der Autoindustrie zusammenkommen. Das wurde der DPA von Insidern bestätigt.

Merkel, mehrere Bundesminister sowie Branchenvertreter hatten bereits mehrfach über die Lage der Schlüsselindustrie mit Hunderttausenden Beschäftigten beraten. Die Nachfrage nach Autos war in der Krise eingebrochen. Dazu steht die Autoindustrie mitten in einem schwierigen Wandel hin zu mehr alternativen Antrieben und Digitalisierung. Die Branche hatte in der Debatte um ein Konjunkturpaket staatliche Kaufprämien auch für moderne Benziner und Dieselautos gefordert, um die Nachfrage anzukurbeln. Dies aber war Anfang Juni am Widerstand vor allem der SPD gescheitert. Die Koalition hatte höhere staatliche Prämien beim Kauf von Elektroautos beschlossen.

12:40 Uhr

Tech-Euphorie bringt auch den Dax in Schwung

Der deutsche Aktienmarkt baut seine Gewinne moderat aus. Der Leitindex Dax notiert zuletzt 0,51 Prozent höher bei 13.127 Punkten. Der MDax der mittelgroßen Werte gewinnt 0,50 Prozent auf 27.740 Punkte. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone steigt um rund 0,3 Prozent auf rund 3340 Zähler.

Die weiterhin starke Investorennachfrage nach Tech-Werten zog die Aktien von Infineon an der Dax-Spitze um 2,4 Prozent nach oben. Damit stehen sie kurz vor dem höchsten Niveau seit Juni 2018. Den Corona-Crash im Februar und März haben die Papiere längst abgehakt. Am Vortag hatte bereits der technologielastige Nasdaq 100 die Standardwerte an der Wall Street wieder einmal in den Schatten gestellt.

11:54 Uhr

Goldpreis fällt

Am Rohstoffmarkt fällt der Goldpreis um ein halbes Prozent, blieb aber immer noch über der Marke von 1900 Dollar je Feinunze. Analysten rechnen nach dem Anstieg von 27 Prozent seit Jahresbeginn mit einer anhaltenden Nachfrage nach dem in Krisenzeiten als Absicherung genutzten Edelmetall. "Es gibt immer noch viele Bedenken hinsichtlich der Wirtschaft, und sie deuten weiterhin darauf hin, dass die Zinsen niedrig sein werden und die Konjunkturmaßnahmen fortgesetzt werden, was dem Gold Auftrieb verleihen dürfte", sagte ANZ-Analyst Daniel Hynes.

Gold, Feinunze
Gold, Feinunze 1.951,95

11:27 Uhr

K+S sagt Top-Managerin noch vor Arbeitsbeginn ab

K+S spart demonstrativ auch beim Vorstand: Der Salz- und Düngemittelhersteller hat der bereits vor Monaten in den Vorstand bestellten Managerin Fabiola Fernandez Grund wieder abgesagt. Fernandez Grund werde Anfang nächsten Jahres auf Bitte des Unternehmens nicht wie geplant den Posten als Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektorin aufnehmen, teilte K+S mit. Sie ist gegenwärtig Finanzchefin bei der Gegenbauer Unternehmensgruppe und arbeitete zuvor bereits mehrere Jahre für K+S. Der Vorstand des Kasseler Konzerns wird nun "bis auf Weiteres" nicht erweitert. Damit setzt er sich unverändert aus Vorstandschef Burkhard Lohr, Finanzchef Thorsten Boeckers und Mark Roberts, der das operative Geschäft verantwortet, zusammen

10:59 Uhr

SAP-Konkurrent zieht deutsche Tech-Werte nach oben

Neben den Bankaktien liegen Technologietitel aktuell an der Spitze des Marktes mit einem Subindex-Plus von 0,8 Prozent.

Starke Geschäftszahlen über den Erwartungen und eine erhöhte Prognose des SAP-Konkurrenten Salesforce strahlen positiv aus. Das US-Unternehmen konnte einen Rekordumsatz vermelden. Treiber der Cloud-Nachfrage war das Corona-Asyl im Homeoffice. Auch von Hewlett-Packard Enterprise kamen gute Quartalszahlen. SAP gewinnen 0,9, Software AG 0,4 und Cancom 0,6 Prozent. Infineon gewinnen 1,6 und STMicro 0,9 Prozent.

10:29 Uhr

Milliardenschwere CIA-Datenkrake geht still und leise an die Börse

Palantir, der geheimnisumwobene, aber zuletzt mit 20 Milliarden Dollar bewertete Geheimdienst-Dienstleister, geht an die Börse. Allerdings ohne das übliche Brimborium mit Roadshow, Bookbuilding und IPO. Laut Konzernmitteilung sollen die Aktien per Direktplatzierung in den Handel gebracht werden. Das heißt, Palantir wird auch kein zusätzliches Kapital einnehmen.

Details über die Technologie des Unternehmens und die Arbeit für amerikanische und andere Geheimdienste legt der Konzern immer noch nicht offen. Einblick in die Geschäftszahlen muss er nun aber gewähren. Und die zeigen: Palantir schreibt bislang tiefrote Zahlen.

09:57 Uhr

Euro gibt auf hohem Niveau leicht nach

Der Kurs des Euro gibt leicht nach, hat sich aber im frühen Handel weiter über 1,18 US-Dollar gehalten.

Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung zu 1,1808 Dollar gehandelt. In der Nacht waren es noch etwa 1,1840 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Dienstagnachmittag auf 1,1814 Dollar festgesetzt.

Am Morgen konnte der Dollar im Handel mit den meisten führenden Währungen an Wert zulegen, während der Euro im Gegenzug etwas unter Druck geriet. Am Markt wurde auf besser als erwartet ausgefallene Daten vom US-Immobilienmarkt verwiesen, die einen überraschenden Rückgang der Konsumlaune von US-Bürgern überlagert hätten.

Kaum verändert im Handel mit dem US-Dollar hielt sich der Kurs des australischen Dollar. Zuvor war am Markt bekannt geworden, dass Australien offenbar erneut große Mengen an Staatsanleihen auf den Markt bringen werde.

09:45 Uhr

Deutschlands neuer Immobilienriese steigert Mietertrag in Krise kräftig

Bei den Einzelwerten stachen die Aktien des neuen, durch die Fusion von TLG und Aroundtown enstandenen Immobilienriesen mit einem Plus von bis zu 3,9 Prozent auf 5,06 Euro hervor.

Der Coronaeffekt sei für die Firma weniger schlimm ausgefallen als befürchtet, hieß es bei den Analysten vom Bankhaus Lampe - trotz des heftigen Einbruchs im wichtigen Hotelgeschäft. Der Nettomietertrag des Immobilienunternehmens schnellte im ersten Halbjahr um 40 Prozent nach oben auf 502 Millionen Euro. Das für die Branche entscheidende operative Ergebnis (FFO I) legte um 30 Prozent zu.

09:24 Uhr

Dax sichert die 13.000er-Marke

Die Anleger starten ruhig in den Handel am deutschen Aktienmarkt. Der Dax macht in den ersten Minuten 0,30 Prozent gut auf 13.102 Punkte. Der MDax gewinnt minimale 01, Prozent auf 27 .628 Punkte. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone sank um rund 0,4 Prozent auf rund 3317 Zähler.

Dax
Dax 13.208,12

Der Anlegerfokus richtet sich bereits auf das am Donnerstag beginnende, hochrangig besetzte jährliche Notenbankertreffen, das wegen der Corona-Pandemie erstmals online stattfindet. Dabei könnte US-Notenbankchef Jerome Powell nach Einschätzung von Experten wichtige Änderungen im Zielkatalog der Fed ankündigen.

09:09 Uhr

Monster-Hurrikan "Laura" treibt Ölpreis hoch

Öl der Nordseesorte Brent verteuert sich um 0,3 Prozent auf 45,99 Dollar je Fass. Investoren rechnen mit Produktionsausfällen wegen des Wirbelsturms "Laura".

Brent Rohöl
Brent Rohöl 43,32

Noch ist "Laura" relativ klein, entwickelt sich gerade aber explosionsartig zu einem außergewöhnlich mächtigen Monster-Sturm. Vor allem zieht er ungewöhnlich schnell Richtung Küste und schwächt sich den Berechnungen der Meteorologen zufolge nicht wie andere Wirbelstürme bei Landgang ab. Der Hurrikan befindet sich im Golf von Mexiko und steuert die für die Ölproduktion in den USA wichtige Golfküste an; es wird damit gerechnet, dass er am Donnerstagmorgen auf Land trifft.

08:03 Uhr

Ifo: Exporteure wieder vorsichtiger

Die deutschen Exporteure blicken angesichts der Corona-Rezession bei wichtigen Handelspartnern etwas vorsichtiger in die Zukunft. Das Barometer für die Exporterwartungen der Industrie fiel im August um 2,4 auf 5,1 Punkte, wie das Münchner Ifo-Institut mitteilte. "Die deutsche Exportwirtschaft schlägt sich relativ gut angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage in vielen Abnehmerländern", fasste Ifo-Präsident Clemens Fuest zusammen.

Nach einem sehr kräftigen Anstieg im Vormonat sanken diesmal die Exporterwartungen in der Autobranche. Auch die chemische Industrie musste einen Dämpfer hinnehmen. "Im Maschinenbau scheint die Exportkrise überwunden zu sein, weitere Rückgänge werden vorerst nicht erwartet", sagte Fuest. Stärkerer Optimismus beim Auslandsgeschäft zeigte sich in der Elektrobranche und bei den Herstellern von Metallerzeugnissen.

Für die deutsche Exportindustrie insgesamt prognostiziert der Deutsche Industrie- und Handelskammertag für 2020 ein Minus von 15 Prozent. Für 2021 wird ein Wachstum von fünf Prozent erwartet.

07:36 Uhr

Dax soll zur Wochenmitte höher starten

Dax
Dax 13.208,12

Zur Wochenmitte dürfte der deutsche Leitindex Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern freundlich in den Handel starten. Am Dienstag war er mit einem Schlusstand von 13.061,62 Punkten kaum vom Fleck gekommen. Eine überraschende Eintrübung des US-Verbrauchervertrauens hatten die Kauflaune an der Wall Street zwar gedämpft. Dennoch markierten der Nasdaq und S&P-Index jeweils einen neuen Schlussrekord.

Die asiatischen Börsen tendierten am Mittwoch schwächer. Am deutschen Aktienmarkt stehen unter anderem Geschäftszahlen im Fokus. Das Immobilienunternehmen Aroundtown nahm dank der Fusion mit dem Wettbewerber TLG im ersten Halbjahr mehr ein. Auf der Konjunkturseite werden die US-Aufträge langlebiger Güter in den USA erwartet.

07:07 Uhr

US-Pharmakonzern Teva wegen Preisabsprachen angeklagt

Teva
Teva 7,78

Der Pharmakonzern Teva ist in den USA wegen Preisabsprachen mit Wettbewerbern angeklagt worden. Das Justizministerium wirft der Teva Pharmaceutical Industries Ltd laut Anklage vor, unter anderem bei Cholesterin-Medikamenten die Preise festgesetzt zu haben. In der Summe hätten US-Verbraucher mindestens 350 Millionen US-Dollar zu viel gezahlt. Teva habe in der Zeit von Mai 2013 bis mindestens Dezember 2015 die unerlaubten Absprachen getroffen.

"Die heutige Anklage bestätigt, dass kein Unternehmen zu groß ist, um für seine Rolle in Verschwörungen, die zu wesentlich höheren Preisen für Generika führen, strafrechtlich verfolgt zu werden", sagte Makan Delrahim, Staatsanwalt für Kartellrecht im Justizministerium, laut Mitteilung. Teva wies die Anschuldigungen in einer Erklärung zurück. Der Konzern wolle sich vor Gericht verteidigen. Eigene Untersuchungen hätten keinerlei Hinweise auf Preisabsprachen zutage gefördert.

06:13 Uhr

US-Wirtschaftsdaten lähmen asiatische Börsen

Nikkei
Nikkei 23.340,75

Asiatische Aktien haben sich infolge der überraschend schlechten US-Wirtschaftsdaten heute vorsichtiger gezeigt. Das Verbrauchervertrauen in den USA fiel in diesem Monat auf ein mehr als sechsjähriges Tief. "Wenn Sie sich die Makrozahlen ansehen, scheint sich ein Großteil der Verbesserung im zweiten Quartal zu verlangsamen", sagte Tai Hui, Chefmarktstratege von J.P. Morgan Asset Management in Hongkong in Asien. "Zentralbanken und Regierungen kündigen nicht wirklich etwas Neues an, und so bewegen sich die Märkte zu diesem Zeitpunkt etwas seitwärts."

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,2 Prozent tiefer bei 23.257 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,4 Prozent und lag bei 1619 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,9 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,9 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,7 Prozent. Tags zuvor waren die Aktienmärkte in Asien noch von Anzeichen von Fortschritten - oder zumindest von mangelnder Verschlechterung - in den Handelsbeziehungen zwischen China und den USA getrieben. Am Mittwoch wurde der Optimismus der Börsianer allerdings erneut gedämpft, da China den Vereinigten Staaten vorwarf, unbefugt mit einem Aufklärungsflugzeug den Luftraum über einer Militärübung verletzt zu haben.