Der Börsen-Tag
6. September 2023
imageHeute mit Diana Dittmer und Thomas Badtke
Zum Archiv
17:40 Uhr

DAX kämpft sich aus dem Tief heraus

Der DAX hat sich zur Wochenmitte kämpferisch gezeigt: Nach deutlicheren Verlusten schließt der deutsche Börsenleitindex bei einem Stand von 15.741 Punkten 0,2 Prozent im Minus. Im Tagestief war er bis auf 15.677 Zähler abgerutscht. Zum Grübeln brachte die Anleger zum einen der jüngste Höhenflug der Ölpreise. Diese notieren aktuell in der Nähe ihrer zehnmonatigen Höchststände, was wieder Inflationssorgen weckt. Am Dienstag hatten die Rohölpreise kräftig zugelegt, nachdem Saudi-Arabien und Russland ihre bestehenden Förderkürzungen bis zum Jahresende verlängert hatten. Die beiden Ölriesen halten das Angebot zusammen mit anderen Ländern aus dem Ölverbund OPEC+ schon seit einiger Zeit knapp.

Zur Wochenmitte erwies sich zudem der starke Rückgang der Auftragseingänge in Deutschland im Juli als Belastung, der aber relativiert werden müsse, so Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank. Denn die Entwicklung sei zu einem hohen Anteil auf einen Auftrag im Luft- und Raumfahrtbau im Juni zurückzuführen. Weil es also im Vormonat so deutlich mit den Auftragseingängen nach oben gegangen sei, gehe es jetzt entsprechend deutlich nach unten.

"Der DAX konnte sich von seinen Tiefständen wieder erholen", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Raimund Brichta. "Insgesamt betrachtet, gab es wieder einmal schlechte Konjunkturnachrichten. Allerdings hat sich der Leitindex nicht unterkriegen lassen", erläutert er. "Die Anleger schauen vielmehr in die USA und auf die Zinsen im langfristigen Bereich."

Bei den Einzelwerten leiden hierzulande die konjunktursensiblen Bankaktien besonders unter den eingetrübten Wirtschaftsaussichten. So büßen im DAX die Papiere der Deutschen Bank etwa 1,5 Prozent und die Anteilsscheine der Commerzbank rund 2,5 Prozent ein.

Im Fokus stehen zudem erneut die Autowerte, denn die IAA Mobility in München läuft. Mehrere Chefs deutscher Autokonzerne melden sich zu Wort. Die Aktien von Mercedes-Benz, BMW und VW verzeichnen jeweils leichte Abschläge.

DAX kämpft sich aus dem Tief heraus
17:31 Uhr

Mercedes-Chef fordert mehr Ladestationen in China

Der-Mercedes-Vorstandsvorsitzende-Ola-Kaellenius-bei-der-Bilanzpressekonferenz-in-Stuttgart
Der Mercedes-Vorstandsvorsitzende Ola Källenius. (Foto: Christoph Schmidt/dpa)

Mercedes-Chef Ola Källenius fordert einen stärkeren Ausbau der Elektroauto-Ladeinfrastruktur in China. Das Laden eines elektrischen Autos müsse genauso einfach sein wie das Laden eines Smartphones, sagt er. "Die Politik und die Industrie müssen das zusammen machen." Eine schlechte Lade-Infrastruktur dämpfe das Kaufinteresse an Elektroautos stärker als ein hoher Preis. Mercedes werde seinen Beitrag leisten.

Källenius kündigt den Aufbau eines eigenen Ladenetzes in China an. Die ersten Ladestationen entstünden ab Oktober in Chengdu, weitere folgten in Peking und Shanghai. Insgesamt sollen bis 2030 in Europa, Nordamerika und China 10.000 Schnellladestationen errichtet werden.

Mercedes-Chef fordert mehr Ladestationen in China
17:19 Uhr

Inflation: OECD fordert strikten Kurs der EZB

In der Eurozone sollte die Geldpolitik nach Ansicht der OECD die Inflation nachhaltig bremsen und zugleich die Finanzstabilität gesichert werden. Die Europäische Zentralbank (EZB) sollte weiter einen strikten Kurs fahren, bis der zugrunde liegende Inflationsdruck nachlasse, teilt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zur Lage der Wirtschaft in der Europäischen Union und dem Euroraum mit. Die Jahresteuerung habe zwar abgenommen und liege im August bei 5,3 Prozent, die Kerninflation etwa ohne die schwankungsanfälligen Energie- und Lebensmittelpreise sei jedoch mit ebenfalls 5,3 Prozent vergleichsweise hoch. Deshalb müssten sogenannte Zweitrundeneffekte begrenzt werden, damit es nicht zu einer Lohn-Preis-Spirale komme.

Die EZB hat ihre Leitzinsen im Kampf gegen die Inflation seit Mitte 2022 massiv erhöht und könnte am 14. September womöglich noch einmal nachlegen. Die OECD erklärt, dass hohe Zinsen Anfälligkeiten im Finanzsektor verstärkten - vor allem in Ländern mit hoher privater Verschuldung und einem hohen Anteil an variablen Hypotheken. Auch wenn die Banken weiter gut kapitalisiert und ihre Bilanzen solide seien, sollten die Behörden Risiken des Finanzsektors notfalls gezielt angehen. Mittelfristig sollten Maßnahmen zur Behebung langjähriger Schwächen des Bankensektors, wie Überkapazitäten und geringe Rentabilität, sowie die Vollendung der Bankenunion fortgesetzt werden.

Inflation: OECD fordert strikten Kurs der EZB
17:09 Uhr

Daimler Truck investiert in Batteriezellen-JV

Die Lkw-Bauer Daimler Truck und Paccar sowie der Antriebshersteller Cummins planen eine gemeinsame Produktion von Batteriezellen für elektrische Nutzfahrzeuge in den USA. Dazu sei ein Joint Venture vereinbart worden, teilen die Unternehmen mit. Die Gesamtinvestition für eine Fabrik mit einer Jahreskapazität von 21 Gigawattstunden beliefen sich voraussichtlich auf zwei bis drei Milliarden US-Dollar. Neben den drei Nutzfahrzeug-Unternehmen beteiligt sich mit zehn Prozent noch die chinesische Firma EVE Energy als Technologiepartner.

Produziert werden sollen Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LFP). Deren Vorteile seien geringere Kosten, längere Lebensdauer, höhere Sicherheit und der Verzicht auf die kritischen Rohstoffe Nickel und Kobalt.

Daimler Truck investiert in Batteriezellen-JV
16:58 Uhr

EZB-Zinspause am wahrscheinlichsten

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) wird seine Leitzinsen bei der Sitzung am 14. September nach Meinung der Nordea-Analysten Jan von Gerich und Tuuli Koivu voraussichtlich unverändert lassen. Prinzipiell möglich sind nach ihrer Auffassung drei Szenarien. Ersten: Die EZB hebt die Zinsen an und behält ihre Neigung zu einer weiteren Straffung der Geldpolitik bei. "Wir denken, dass dies das unwahrscheinlichste der drei Szenarien ist", schreiben sie in ihrem Ausblick auf die Ratssitzung am 13./14. September. Die zweite Möglichkeit besteht in einer Zinserhöhung bei gleichzeitiger Aufweichung der Zinserhöhungsabsicht. Das dritte Szenario schließlich sind unveränderte Zinsen mit fortbestehender ZInserhöhungsneigung. "Das ist unser Basisszenario."

EZB-Zinspause am wahrscheinlichsten
16:43 Uhr

Experte: Autoindustrie vermittelt den falschen Eindruck

Im repräsentativen München der stolzen Autonation Deutschland findet das wichtige Branchentreffen IAA statt - und alle reden über China. Hat Deutschlands Industrie den Schuss verpasst? ntv spricht mit dem Autoanalysten Jürgen Pieper über den selbstverschuldet problematischen Ruf der heimischen Autohersteller.

Experte: Autoindustrie vermittelt den falschen Eindruck
16:26 Uhr

DIHK iäutet Alarmsignal

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) zeigt sich alarmiert über den jüngsten Einbruch der Auftragseingänge der deutschen Wirtschaft. "Die Auftragseingänge verzeichnen den stärksten Einbruch seit der Corona-Krise", so DIHK-Außenwirtschaftsexpertin Carolin Herweg. "Das ist ein Alarmsignal für die Entwicklung der deutschen Wirtschaft." Die Auftragseingänge waren im Juli um 11,7 Prozent gefallen und damit wesentlich stärker als erwartet zurückgegangen.

Herweg erklärt, aus dem Ausland nähmen die Bestellungen weiter ab. Die Weltkonjunktur laufe noch immer sehr schleppend. "Vorerst sind kaum positive Impulse für die deutsche Industrie aus dem Ausland zu erwarten", betont sie. Laut dem jüngst veröffentlichten DIHK-Energiewendebarometer stellten zwei von fünf Industriebetrieben ihre Investitionen wegen der hohen Energiekosten zurück. "Auch das drückt die heimische Nachfrage nach Industriegütern", warnt Herweg.

DIHK iäutet Alarmsignal
16:10 Uhr

Steigende Kerosinpreise belasten Airlines

Für die europäischen Fluggesellschaften geht es am Mittwoch nach unten. Im Handel wird auf die steigenden Treibstoffkosten verwiesen. Während sich die Sommerferien dem Ende zuneigen und für die Herbst- und Wintersaison mehrheitlich von einer guten Nachfrage gesprochen wird, sind die Treibstoffkosten innerhalb von rund acht Wochen um über 20 Prozent gestiegen, was auf den Margen lastet und dann in den Zahlen zum dritten Quartal sichtbar werden dürfte. Air France-KLM verlieren 2,9 Prozent, Easyjet 2,5 Prozent und für IAG geht es um 2,2 Prozent nach unten.

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Steigende Kerosinpreise belasten Airlines
16:03 Uhr

Konjunkturskepsis an der Wall Street

Die Inflations- und Konjunktursorgen lassen die Anleger an der Wall Street nicht los. Der Dow-Jones-Index gibt zunächst 0,2 Prozent auf 34.562 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P-500 und der Index der Technologiebörse Nasdaq fallen je 0,3 Prozent auf 4483 und 13.981 Punkte.

"Wenn man sich auf der ganzen Welt umschaut, verschlechtern sich die Wirtschaftsnachrichten aus China, die makroökonomischen Nachrichten aus Europa sind nicht gut. Irgendwann wird sich diese Nachfragesorge also auf den Markt auswirken", sagt Peter Cardillo, Chefmarktökonom bei Spartan Capital Securities in New York. Wie die US-Wirtschaft die gestiegenen Zinsen und die noch immer recht hohe Inflation verkraftet, dürfte der Konjunkturbericht (Beige Book) der US-Notenbank Fed zeigen, der im Tagesverlauf (20.00 Uhr MESZ) veröffentlicht wird. Laut dem CME FedWatch Tool lagen die Chancen der Händler für eine Pause bei den Zinserhöhungen bei der September-Sitzung der Zentralbank weiterhin bei 93 Prozent, wobei die Wetten auf eine Pause im November bei knapp 57 Prozent lagen.

Anleger lassen angesichts steigender Kosten die Finger vom US-Luftfahrtsektor. Die Aktien von Alaska Air und Southwest Airlines verlieren um bis zu 1,7 Prozent, nachdem die zwei Fluggesellschaften vor höheren Treibstoffkosten im dritten Quartal aufgrund eines Anstiegs der Rohölpreise gewarnt hatten. Aktien von Roku ziehen hingegen um mehr als zwölf Prozent an. Der Anbieter von Streaming-Geräten und Betreiber einer Plattform für Online-Werbung will zehn Prozent seiner Stellen abbauen, Neueinstellungen limitieren und einige Büros aufgeben.

Konjunkturskepsis an der Wall Street
15:54 Uhr

Schott bringt Pharmasparte bis Jahresende an die Börse

Der Mainzer Spezialglashersteller Schott will seine Pharmasparte in diesem Jahr an die Börse bringen. Der Handel der Aktien an der Frankfurter Börse solle bis Ende 2023 aufgenommen werden - abhängig vom Kapitalmarktumfeld, teilte das Unternehmen mit. Schott hatte den Börsengang vor einiger Zeit angekündigt, aber stets betont, dass es dafür den richtigen Zeitpunkt brauche.

Schott Pharma sei auf dem Markt für injizierbare Medikamente ideal positioniert, sagte Unternehmenschef Andreas Reisse. Schott Pharma stellt unter anderem Spritzen aus Glas und Spezialglaskunststoff, Ampullen und Fläschchen für den Medizinbereich her. Die im August 2022 ausgegliederte Sparte profitiert von dem starken Wachstum bei Medikamenten, die per Injektion verabreicht werden. Im Geschäftsjahr 2022 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 821 Millionen Euro. Die Mutter Schott gehört zu 100 Prozent der Carl-Zeiss-Stiftung mit Sitz im baden-württembergischen Heidenheim und im thüringischen Jena.

Schott bringt Pharmasparte bis Jahresende an die Börse
15:40 Uhr

BMW-Chef stellt Forderungen an China

BMW-Chef Oliver Zipse hat einen verstärkten Ausbau der Wasserstoff-Infrastruktur in China gefordert. Wasserstoff sei eine der besten Möglichkeiten, Energie zu speichern und zu transportieren, sagt er am Rande der Münchner Automesse IAA. In Zukunft werde Wasserstoff dort produziert, wo genügend erneuerbare Energien zur Verfügung stünden. Derzeit befänden sich die meisten Wasserstoff-Tankstellen außerhalb der Innenstädte. "Ein Ausbau des Wasserstoff-Netzes für Autos in städtischen Gebieten muss Priorität haben." Zudem könnten Synergien zwischen Nutzfahrzeugen und Autos erzeugt werden. Das werde die Bedeutung von Wasserstoffautos erhöhen und neuen Schwung in den Markt bringen.

Zugleich begrüßt Zipse die chinesischen Anstrengungen, die Elektro-Ladeinfrastruktur aufzubauen. Nötig sei nun, nationale Standards für öffentliches Laden festzulegen.

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BMW-Chef stellt Forderungen an China
15:25 Uhr

So funktionieren Seitwärtsstrategien

Der DAX hat in den letzten Wochen zwar immer mal wieder die 16.000er-Marke übersprungen, dort jedoch blieb er dann nicht allzu lang. Aber auch an Seitwärtsentwicklungen können Anleger verdienen. Eine Möglichkeit dazu sind Discountzertifikate, bei denen auch dann eine Rendite möglich ist, wenn der Dax sich kaum bewegt und nicht zu stark fällt. Friedhelm Tilgen spricht darüber mit Dirk Heß von der Citigroup.

So funktionieren Seitwärtsstrategien
15:05 Uhr

Defizit in US-Handelsbilanz gestiegen

Das Defizit in der Handelsbilanz der USA ist im Juli gestiegen. Es betrug nach vorläufigen Berechnungen 65,02 Milliarden Dollar nach revidiert 63,72 Milliarden im Vormonat. Volkswirte hatten mit einem Passivsaldo von 68,00 Milliarden Dollar gerechnet.

Die Exporte stiegen zum Vormonat um 1,6 Prozent auf 251,66 Milliarden Dollar, während die Einfuhren 316,68 Milliarden Dollar erreichten, ein Plus zum Vormonat von 1,7 Prozent.

Defizit in US-Handelsbilanz gestiegen
14:52 Uhr

UBS-Chef sieht regulatorischen Handlungsbedarf

UBS-Chef Sergio Ermotti hat sich gegen eine Verschärfung der Kapitalvorschriften in der Schweiz ausgesprochen. "Wir müssen bessere Rahmenbedingungen schaffen, das hat aber nichts mit Kapital zu tun", sagt er. Handlungsbedarf sehe er anderswo. "Vielleicht müssen wir Teile der Regulierung anpassen inklusive einer flexibleren Rolle der (Schweizerischen) Nationalbank." Es müsse einfacher werden für die Notenbank, Banken Liquidität zur Verfügung zu stellen. Die UBS sei auch offen für die Einführung eines Banken-Rettungsfonds, der von allen Instituten finanziert werde. "Vielleicht ist das eine Lösung."

Hintergrund der Diskussion um Änderungen der Regulierung ist das Debakel rund um die Credit Suisse. Die zweitgrößte Schweizer Bank wurde im März in einer von der Regierung orchestrierten Aktion praktisch über Nacht von der UBS geschluckt. Ermotti widerspricht Einschätzungen, wonach die als Reaktion auf die Finanzkrise eingeführte "Too big to fail"-Regulierung (TBTF), mit der Großbanken wetterfester gemacht und nicht vom Staat gerettet werden müssen, gescheitert sei. "`Too big to fail` hat funktioniert, weil eine Bank untergehen konnte ohne Verlust für die Kunden und die Steuerzahler." Die Schweizer Notenbank und die Regierung stellten zwar Garantien von insgesamt bis zu 209 Milliarden Franken zur Verfügung, die tatsächlich beanspruchten Mittel wurden aber inzwischen zurückgezahlt.

UBS-Chef sieht regulatorischen Handlungsbedarf
14:36 Uhr

Wintershall verliert 50 Prozent Umsatz

Der Öl- und Gaskonzern Wintershall Dea sieht sich auch nach dem geplanten Ausstieg aus dem Russlandgeschäft gut aufgestellt. Sein Konzern habe immer Wert darauf gelegt, ein diversifiziertes Portfolio zu haben, sagt Vorstandschef Mario Mehren. Zwar gehe mit dem Russlandausstieg 50 Prozent des Geschäfts verloren, es blieben aber eben auch weitere 50 Prozent. Wintershall Dea sei in Europa, insbesondere in Deutschland und Norwegen, aktiv sowie in Nordafrika, insbesondere in Ägypten und Algerien, und auch in Lateinamerika. Das sei ein starkes Portfolio, sagt er.

Wintershall verliert 50 Prozent Umsatz
14:20 Uhr

Euroraum-Einzelhändler in der Krise

Die Umsätze des Einzelhandels in der Eurozone sind im Juli gesunken. Die Erlöse gingen gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent zurück, wie das Europäische Statistikamt Eurostat mitteilt. Fachleute hatten lediglich mit minus 0,1 Prozent gerechnet, nach aufwärts revidiert plus 0,2 Prozent im Vormonat. Zunächst war von minus 0,3 Prozent für Juni die Rede gewesen.

Die anhaltend hohe Inflation schmälert die Kaufkraft vieler Menschen im Euroraum. Das Geschäft mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabak zog im Juli dennoch um 0,4 Prozent an. Die Erlöse außerhalb des Nahrungsmittelsektors legten um 0,5 Prozent zu. Der Umsatz im Versand- und Interneteinzelhandel stieg kräftig um 3,8 Prozent. Bei Kraftstoffen ergab sich an den Tankstellen hingegen ein dickes Minus von 1,2 Prozent.

Euroraum-Einzelhändler in der Krise
14:01 Uhr

Roku-Sparpläne kommen gut an

Aktien von Roku ziehen im vorbörslichen US-Geschäft mehr als zehn Prozent an. Der Anbieter von Streaming-Geräten und Betreiber einer Plattform für Online-Werbung will zehn Prozent seiner Stellen abbauen, Neueinstellungen limitieren und einige Büros aufgeben. Durch die geplanten Maßnahmen würden im dritten Quartal Aufwendungen in Höhe von 45 bis 65 Millionen Dollar anfallen. Der Personalabbau solle im vierten Quartal abgeschlossen sein.

Roku-Sparpläne kommen gut an
13:48 Uhr

Goldpreis fällt fünften Tag in Folge

Gold verbilligt sich den fünften Tag in Folge. Der Preis für das Edelmetall fällt um 0,2 Prozent auf 1922 Dollar je Feinunze. Höhere US-Zinsen und Anleihe-Renditen erhöhen die Opportunitätskosten für das Halten von unverzinslichem Gold. Börsianer gehen davon aus, dass die Fed die Zinsen auf ihrer Sitzung am 19. und 20. September unverändert lassen wird, sehen aber immer noch eine 42-prozentige Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung vor 2024. "Vieles wird in den nächsten Monaten auch davon abhängen, wie sich Chinas Wirtschaft entwickelt, insbesondere von der Nachfrage nach Schmuck, die mit dem Verbrauchervertrauen einhergeht", sagte Edward Gardner, Rohstoffökonom bei Capital Economics.

Goldpreis fällt fünften Tag in Folge
13:31 Uhr

Swiss Life sieht sich auf Kurs

Der Schweizer Versicherer Swiss Life hat im ersten Halbjahr mehr verdient. Das Betriebsergebnis stieg auf 836 von 801 Millionen Franken und der Reingewinn auf 630 Millionen von 560 Millionen, wie das Unternehmen mitteilt. Die Prämieneinnahmen legten um acht Prozent auf 11,5 Milliarden Franken zu, das Neugeschäft auf 277 von 254 Millionen. Unter anderem infolge eines verhaltenen Immobiliengeschäftes sanken indes die Einnahmen in der Vermögensverwaltung um 13 Prozent auf 441 Millionen Franken. Die Geschäftsleitung sei aber zuversichtlich, die Finanzziele zu erreichen oder zu übertreffen, heißt es.

Swiss Life sieht sich auf Kurs
13:16 Uhr

Hausbauer mit düsterem Ausblick

Barratt Developments verbreitet hinsichtlich eines schrumpfenden Geschäfts keine Zuversicht bei den Anlegern. Die Aktien des britischen Hausbauunternehmens gehen auf Talfahrt und verlieren 2 Prozent auf 434,3 Pence. Die kommenden Monate werden nach Angaben der Firma schwierig. Es sei mit einem weiteren Margenverfall zu rechnen. Hohe Hypothekenzinsen belasten weiterhin die Nachfrage.

Hausbauer mit düsterem Ausblick
12:58 Uhr

Amazon-Aktie rückt in Anlegerfokus

Bei den US-Einzelwerten verliert die Amazon-Aktie vorbörslich 0,6 Prozent. Wie das Wall Street Journal mit Bezug auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtete, hat der Konzern der Wettbewerbsbehörde keine Zugeständnisse angeboten, um Kartellklagen beizulegen. Dies ebne den Weg für eine Klage gegen Amazon, was die Behörde noch in diesem Monat plane.

Amazon-Aktie rückt in Anlegerfokus
12:43 Uhr

Warum sich die deutsche Autoindustrie behaupten wird

Auf der IAA wird viel vor der drohenden Übermacht der Chinesen gewarnt. ntv-Kolumnist Wolfram Weimar zeichnet ein anderes Bild. In Gesprächen mit Vertretern der Branche seien vor allem positive Signale zu vernehmen, sagt der Experte. Zudem wird nach Weimers Ansicht ein Umstand den Automobilstandort auch künftig sichern.

Warum sich die deutsche Autoindustrie behaupten wird
12:31 Uhr

Negative Tendenzen an der Wall Street

An der Wall Street dürfte sich zur Wochenmitte die negative Tendenz fortsetzen. Der Future auf den S&P-500 reduziert sich aktuell um 0,2 Prozent. Belastungsfaktor sind die zuletzt gestiegenen Anleiherenditen, die ihre erhöhten Niveaus aktuell behaupten, und der kräftige Ölpreisanstieg vom Vortag, der die Inflationssorgen wieder aufleben ließ. Auslöser waren Berichte, wonach Saudi-Arabien und Russland ihre Förderkürzungen verlängern wollen. Brent war erstmals seit November wieder über die Marke von 90 Dollar je Barrel geklettert. Aktuell geben die Notierungen für WTI und Brent einen Teil ihrer Vortagesgewinne wieder ab.

"Die gedrückte Stimmung an den Märkten hält an, und es ist kaum ein Stimmungsaufheller in Sicht, da die Ölpreise hoch bleiben und die Inflationsängste wieder zunehmen", sagt Susannah Streeter, Head of Money and Markets bei Hargreaves Lansdown.

Für einen Impuls könnten auch die anstehenden US-Konjunkturdaten sorgen. Hier wird vorbörslich die Handelsbilanz für Juli veröffentlicht. Nach der Eröffnung stehen dann noch der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungsbereich August in der zweiten Lesung und der ISM-Index für das Nicht-verarbeitende Gewerbe, ebenfalls für August, auf der Agenda. Zudem folgt am Abend (MESZ) dann noch das Beige Book der US-Notenbank.

Negative Tendenzen an der Wall Street
12:13 Uhr

Schwache Auftragseingänge verblassen am Markt

An den Märkten setzen die schwachen deutschen Auftragseingänge zunächst keine Impulse. Nach Angaben von Destatis sank der Auftragseingang im Juli um 11,7 Prozent zum Vormonat nach einem Plus von 7,6 Prozent im Juni. "Mit dem Großauftrag im Juni ist natürlich auch die Juli-Zahl stark verzerrt, nur eben in die Gegenrichtung", heißt es bei der LBBW. Im Drei-Monats-Vergleich gehe es leicht aufwärts, in der längerfristigen Tendenz eher seitwärts. Dabei entwickelten sich die Auslandsaufträge seit längerem besser als die Inlandsaufträge. "Die Konjunkturerholung dürfte wieder einmal von der Exportseite her kommen", so die LBBW, die allerdings ergänzt: "Dazu ist allerdings notwendig, dass die deutsche Industrie ihre hohe Wettbewerbsfähigkeit verteidigen kann."

Schwache Auftragseingänge verblassen am Markt
11:52 Uhr

Gibt der Ölpreis Börse und Wirtschaft den Rest?

Die Industrie schwächelt - nun deutet sich auch eine Schlappe im Dienstleistungssektor an und die Hoffnung auf sinkende Zinsen fußt auf Daten, die derzeit nicht gut aussehen. ntv-Börsenreporter Friedhelm Tilgen verweist zudem auf das nächste Alarmsignal: Der Ölpreis könnte das Fass zum Überlaufen bringen.

Gibt der Ölpreis Börse und Wirtschaft den Rest?
11:33 Uhr

Deutsche Großhändler pochen auf mehr Freihandelsabkommen

Die deutschen Großhändler pochen auf eine pragmatischere Handelspolitik, um die exportabhängige Wirtschaft nicht zu bremsen. Es sei hier zu lange nichts passiert, sagt der Präsident des Großhandelsverbandes BGA, Dirk Jandura. "In Brüssel fehlt eine gewichtige deutsche Stimme für den Freihandel." Das geplante Freihandelsabkommen mit vier südamerikanischen Staaten (Mercosur) sei nach Jahren noch immer nicht ratifiziert, eine Modernisierung der Vereinbarung mit Mexiko stehe noch aus. Deutschland warte immer wieder mit neuen Forderungen in Verhandlungen auf. Die Ampel-Regierung aus SPD, Grünen und FDP dürfe Gespräche aber nicht überfrachten. "Dies gilt insbesondere für Nachhaltigkeitsforderungen." Deutsche Sozial- und Umweltstandards könnten nicht eins zu eins auf andere Länder übertragen werden.

Die derzeitige Stimmung der Groß- und Außenhändler bezeichnete der Verband als skeptisch. In einer Umfrage hätten zuletzt 63 Prozent der befragten Unternehmen angegeben, für den deutschen Außenhandel 2023 eine rückläufige oder sogar stark rückläufige Tendenz zu sehen. Nur sechs Prozent rechnen mit einer besseren oder wesentlich besseren Entwicklung. 31 Prozent erwarten keine Veränderung. "Das sind alarmierende Werte."

Deutsche Großhändler pochen auf mehr Freihandelsabkommen
11:21 Uhr

Deutsche Auftragseingänge dürften weiter sinken

Nach dem Absturz der deutschen Auftragseingänge im Juli (um 11,7 Prozent) rechnet Commerzbank-Volkswirt Ralph Solveen für die nächsten Monate mit weiteren Rückgängen. Solveen verweist darauf, dass die Kerngröße der Aufträge (ohne Großaufträge) im Juli sogar leicht gestiegen sei, dass es aber wohl noch zu früh sei, um von einer Stabilisierung zu sprechen. "Dafür haben die Unternehmen bei den Umfragen für den Einkaufsmanagerindex und das IFO-Geschäftsklima die aktuelle Nachfrage zuletzt einfach zu negativ beurteilt", so Solveen.

Zudem haben nach seiner Einschätzung die Zinserhöhungen der Notenbanken ihre vollständige Wirkung auf die weltweite Nachfrage nach deutschen Gütern noch nicht voll entfaltet. "Darum gehen wir davon aus, dass der Trend bei den Auftragseingängen in den kommenden Monaten wieder nach unten zeigen wird." Dies werde zunehmend auch auf die Produktion durchschlagen, so dass die Industrie maßgeblich dazu beitragen dürfte, dass die deutsche Wirtschaft im zweiten Halbjahr voraussichtlich wieder schrumpfen werde.

Deutsche Auftragseingänge dürften weiter sinken
11:03 Uhr

China verbietet Staatsdienern iPhone-Nutzung

Wegen der anhaltenden Spannungen mit dem Westen verbietet China einem Zeitungsbericht zufolge Staatsbediensteten die Nutzung ausländischer Smartphones. Beschäftigte einiger Behörden dürften Apple iPhones und Geräte einiger anderer Hersteller nicht mehr an den Arbeitsplatz bringen, so das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Insider. Allerdings sei unklar, wie viele Bedienstete diese Anordnung erhalten hätten und welche Anbieter neben Apple betroffen seien.

Die Volksrepublik hat in den vergangenen Jahren wegen Datenschutz-Bedenken einige neue Gesetze verabschiedet. Parallel dazu rief sie heimische Firmen dazu auf, die Abhängigkeit von ausländischen Technologien zu reduzieren. Zuvor hatten westliche Staaten, allen voran die USA, Exporte bestimmter Hightech-Güter nach China eingeschränkt, um den technologischen und militärischen Fortschritt des Landes zu bremsen.

China verbietet Staatsdienern iPhone-Nutzung
10:44 Uhr

"Verarbeitendes Gewerbe schlittert in Rezession"

Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe gehen im Juli massiv zurück. Auch wenn die Zahlen mit Vorsicht zu genießen sind, zeigen sie doch einen verheerenden Trend, wie Finanzexperte Holger Schmieding von der Berenberg Privatbank erklärt.

"Verarbeitendes Gewerbe schlittert in Rezession"
10:28 Uhr

Experte: Deutsche Auftragseingänge im Abwärtstrend

Der Auftragseingang der deutschen Industrie befindet sich in seiner Kerngröße (ohne Großaufträge) nach Aussage von Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der liechtensteinischen VP Bank, in einem seit zwei Jahren anhaltenden Abwärtstrend: "Auf den ersten Blick sieht die Auftragsentwicklung im laufenden Jahr erbaulich aus. Im bisherigen Jahresverlauf sind lediglich zwei Monate mit einem negativen Vorzeichen versehen. Im März gingen die Auftragseingänge gegenüber dem Vormonat kräftig zurück und jetzt eben im Juli", so Gitzel.

Die Auftragseingänge ohne Großaufträge wiesen aber jetzt bereits einen zweijährigen fallenden Trend aus. "Großaufträge sorgen zwar auch für Produktion, doch ballen sich diese in wenigen Industrien. Für ein breitflächiges Anziehen der Industrieproduktion bedarf es deshalb eines ebenso breitflächig guten Auftragseingangs - und dies ist im Moment gerade nicht der Fall." Angesichts der Schwäche der Weltwirtschaft sei das auch kein Wunder.

Experte: Deutsche Auftragseingänge im Abwärtstrend
10:14 Uhr

"Sorgen vor höherer Inflation angefacht"

Die Wall Street schließt nach dem verlängerten Wochenende auf Tagestief. Die steigenden Renditen der US-Staatsanleihen belasten. Parallel dazu steigt der Ölpreis - und zurück sind die Inflationssorgen.

"Sorgen vor höherer Inflation angefacht"
09:59 Uhr

IfW senkt trübe Konjunkturprognose erneut

Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) hat seine ohnehin nicht besonders optimistischen Prognosen für die deutsche Konjunktur erneut gesenkt. Das Bruttoinlandsprodukt werde in diesem Jahr um 0,5 Prozent schrumpfen, teilten die Forscher mit. Im Sommer waren sie noch von einem Minus von 0,3 Prozent ausgegangen, nachdem sie im Frühjahr noch ein Wachstum von 0,5 Prozent für möglich gehalten hatten.

Für das kommende Jahr wird zwar wieder ein Wachstum erwartet, das mit 1,3 Prozent aber deutlich geringer ausfallen soll als noch im Juni mit 1,8 Prozent angenommen. 2025 soll es dann zu einem Plus von 1,5 Prozent reichen. "Die Aussichten für die deutsche Wirtschaft haben sich eingetrübt", resümieren die IfW-Ökonomen. "Zwar haben sich die Energiepreise wieder erheblich reduziert, im längerfristigen Vergleich sind sie aber weiterhin deutlich erhöht."

IfW senkt trübe Konjunkturprognose erneut
09:27 Uhr

Intel: Ökostrom, nicht billiger Strom ist wichtig für Ansiedlung in Magdeburg gewesen

Der Chipkonzern Intel, der in Magdeburg derzeit etwa 30 Milliarden US-Dollar investiert, lobt - im Gegensatz zu vielen einheimischen Unternehmen - die Vorzüge des Standorts Deutschland und klagt auch nicht über zu hohe Strompreise. "Das Land hat immer noch eine hervorragende Industrie", sagt Christoph Schell, im Intel-Vorstand für Vertrieb und Marketing zuständig, der "Süddeutschen Zeitung".

Der Forderung nach einem billigeren Industriestrom will er sich nicht anschließen. "Es ist nicht egal, was der Strom kostet. Jeder Cent ist wichtig. Aber wir sollten uns da nicht zu weit aus dem Fenster lehnen", betont Schell. Die Chip-Produktion sei zwar sehr stromintensiv. Billiger Strom sei aber keine Bedingung für die Ansiedlung in Magdeburg gewesen. "Der Zugang und die Verfügbarkeit von Ökostrom war einer der entscheidenden Punkte bei der Standortwahl", sagte Schell. In Deutschland wird heftig darüber gestritten, ob es einen verbilligten Stromtarif für energieintensive Großbetriebe geben soll.

Intel: Ökostrom, nicht billiger Strom ist wichtig für Ansiedlung in Magdeburg gewesen
09:20 Uhr

Deutschland importiert mehr Strom nach Abschaltung der deutschen Kernkraftwerke

Nach Abschaltung der letzten drei Kernkraftwerke hat die deutsche Volkswirtschaft deutlich mehr Strom importiert. Im zweiten Quartal dieses Jahres wurden 7,1 Milliarden Kilowattstunden mehr ein- als ausgeführt, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Das entsprach ziemlich genau der Strommenge der drei deutschen Kernkraft-Meiler im zweiten Quartal 2022 (7,3 Mrd. kWh). Es handelt sich um den höchsten Importüberschuss in einem Quartal seit Beginn dieser Statistik im Jahr 1991.

Vor der Abschaltung der deutschen Kernkraftwerke am 15. April 2023 hatte es einen deutlichen Exportüberschuss gegeben. Im ersten Halbjahr 2023 überstiegen die deutschen Stromexporte (32,6 Mrd. kWh) die Stromimporte (30,6 Mrd. kWh) gerade noch. Die meisten Importe kamen im ersten Halbjahr 2023 aus den Niederlanden und Frankreich, das seine Produktion von Atomstrom wieder deutlich hochgefahren hat.

Hier erfahren Sie mehr zum Thema:

Deutschland importiert mehr Strom nach Abschaltung der deutschen Kernkraftwerke
09:13 Uhr

DAX startet leichter - Siemens top, Commerzbank Flop

Der deutsche Leitindex präsentiert sich zum Handelsauftakt mit roten Vorzeichen. Der DAX verliert 0,4 Prozent auf 15.706 Punkte.

Die größten Gewinner sind Siemens mit 1,6 Prozent und Vonovia mit plus 1,2 Prozent. Die Schlusslichter bilden Commerzbank (minus 1,9 Prozent) und Deutsche Bank (mminus 1,2 Prozent).

Den Aktienmärkten fehle es im Moment an Impulsgebern, heißt es im Handel. Erst mit dem ISM-Index am Nachmittag dürfte sich das Geschäft beleben.

DAX startet leichter - Siemens top, Commerzbank Flop
09:07 Uhr

Saudi Telecom beteiligt sich an Telefonica

Saudi Telecom hat sich mit 9,9 Prozent an Telefonica beteiligt, hat nach eigenem Bekunden aber nicht die Absicht, eine Mehrheitsbeteiligung an dem spanischen Telekomkonzern zu erwerben. Nach Angaben von Telefonica hat Saudi Telecom einen Anteil von 4,9 Prozent direkt erworben und über Finanzinstrumente Zugriff auf weitere 5 Prozent des Aktienkapitals.

Saudi Telecom beteiligt sich an Telefonica
08:52 Uhr

Yen nahe Zehn-Monats-Tief - Exportwerte treiben Börse in Tokio an

Ein schwächerer Yen hat der Tokioter Börse Auftrieb verliehen. Der Leitindex Nikkei stieg um 0,6 Prozent auf 33.241 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index legte ebenfalls um 0,6 Prozent zu.

Die purzelnden Kurse der Landeswährung machten den gesamten Exportsektor Japans wettbewerbsfähiger, sagte Tony Sycamore, Marktanalyst bei IG. Der Dollar stieg zur japanischen Devise um 0,4 Prozent auf 147,07 Yen. Damit lag der Yen nahe seines Zehn-Monats-Tiefs. Zu den größten Gewinnern gehörten Autoaktien der Hersteller Honda, Toyota und Mazda, die um bis zu 4,7 Prozent anzogen. Der Index der Transportausrüstungshersteller stieg um zwei Prozent. Kursgewinne im Immobiliensektor stützten unterdessen die Kurse in China, da die Anleger auf weitere Lockerungsmaßnahmen für den Sektor setzten. Der Shanghai Composite Index legte 0,1 Prozent zu.

Yen nahe Zehn-Monats-Tief - Exportwerte treiben Börse in Tokio an
08:47 Uhr

Umsatz der Dienstleister im ersten Halbjahr besser als erwartet

Die Geschäfte der Dienstleister in Deutschland sind in der ersten Jahreshälfte besser gelaufen als vor einem Jahr. Ohne den Bereich Finanz- und Versicherungsdienstleistungen erwirtschaftete der Sektor vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zufolge real, also preisbereinigt, 4,1 Prozent mehr Umsatz als im ersten Halbjahr 2022. Nominal ergab sich ein Plus von 4,3 Prozent, wie Destatis mitteilte.

Den größten realen Umsatzanstieg verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit einem Plus von 5,9 Prozent, gefolgt von den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen mit 4,9 Prozent. Dazu zählen zum Beispiel die Vermietung von beweglichen Sachen und die Vermittlung von Arbeitskräften.

Auch in den Bereichen Verkehr und Lagerei sowie Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen stiegen die realen Umsätze in der ersten Jahreshälfte gegenüber dem ersten Halbjahr 2022 mit Zuwächsen von 4,1 Prozent beziehungsweise 2,8 Prozent. Unter allen Dienstleistungsbereichen waren die realen Umsätze lediglich im Grundstücks- und Wohnungswesen mit minus 0,3 Prozent leicht rückläufig.

Umsatz der Dienstleister im ersten Halbjahr besser als erwartet
08:40 Uhr

Industrie mit größtem Auftragseinbruch seit 2020

Der deutschen Industrie sind zu Beginn der zweiten Jahreshälfte die Aufträge so stark weggebrochen wie seit über drei Jahren nicht mehr. Das Neugeschäft schrumpfte im Juli um 11,7 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Einen kräftigeren Rückgang gab es zuletzt zu Beginn der Corona-Krise im April 2020. Ökonomen hatten lediglich mit einem Minus von 4,0 Prozent rechnet. Im Juni (+7,6 Prozent) und im Mai (+6,2 Prozent) gab es noch kräftige Zuwächse, für die vor allem Großaufträge sorgten - zuletzt insbesondere aus der Luft- und Raumfahrtbranche. Diese fielen diesmal weg.

Industrie mit größtem Auftragseinbruch seit 2020
08:32 Uhr

Vonovia sucht Kapitalgeber für milliardenschweres Wohnungsportfolio - Private Equity interessiert

Deutschlands größter Vermieter Vonovia hat Finanzkreisen zufolge mit Vorbereitungen für den Teilverkauf eines großen Portfolios an Wohnungen in Kiel und Lübeck begonnen. Damit will Vonovia seine Kapitalbasis im derzeit schwierigen Umfeld sinkender Immobilienbewertungen und steigender Zinsen stärken. Im Wesentlichen besteht das norddeutsche Portfolio aus rund 18.000 Wohnungen, die zur Projektentwicklungstochter Buwog gehören, wie Insider berichteten. Insgesamt könnte der Deal laut Finanzkreisen mit rund 3 Milliarden Euro bewertet werden.

Wie es heißt, führen Private-Equity-Investoren wie Apollo und KKR bereits erste Gespräche mit Vonovia, auch Blackstone gilt Finanzkreisen zufolge als Interessent.

Vonovia sucht Kapitalgeber für milliardenschweres Wohnungsportfolio - Private Equity interessiert
08:22 Uhr

DAX niedriger erwartet - "Start in den September weiterhin schwierig"

Vor wichtigen Konjunkturdaten wird der DAX laut Berechnungen von Banken und Brokerhäusern niedriger starten. Schwache Daten aus dem Dienstleistungssektor in China hatten den deutschen Leitindex am Dienstag um 0,3 Prozent auf 15.772 Punkte fallen lassen.

"An der Frankfurter Börse gestaltet sich der Start in den September weiterhin schwierig", sagte Konstantin Oldenburger vom Broker CMC Markets. Auch zur Wochenmitte halten Konjunkturdaten die Anleger weiter auf Trab. Die US-Notenbank Fed legt den aktuellen Konjunkturbericht (Beige Book) vor. Er wird zeigen, wie die US-Wirtschaft die gestiegenen Zinsen und die noch immer recht hohe Inflation verkraftet. Die konjunkturellen Folgewirkungen der anhaltend hohen Inflation werden auch im aktualisierten Wirtschaftsausblick für die EU und die Euro-Zone beleuchtet, den die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) vorlegt. Daten zu den deutschen Industrieaufträgen beleuchten zugleich, wie es um Deutschlands Wirtschaft bestellt ist.

Und so hat sich die Wall Street gestern geschlagen:

DAX niedriger erwartet - "Start in den September weiterhin schwierig"
08:09 Uhr

Ölpreise verharren nahe zehnmonatigen Höchstständen

Die Ölpreise notieren weiter in der Nähe ihrer am Vortag markierten zehnmonatigen Höchststände. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November 90,13 US-Dollar. Das waren neun Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Oktober-Lieferung stieg ebenfalls leicht auf 86,78 Dollar.

Am Dienstag hatten die Rohölpreise kräftig zugelegt, nachdem Saudi-Arabien und Russland ihre bestehenden Förderkürzungen bis zum Jahresende verlängert hatten. Die beiden Ölriesen halten das Angebot zusammen mit anderen Ländern aus dem Ölverbund Opec+ schon seit einiger Zeit knapp. Das hat die Erdölpreise bereits in den vergangenen Wochen deutlich nach oben getrieben. Aufgrund des knappen Angebots bei zugleich hoher Nachfrage sind weitere Preissteigerungen laut Fachleuten nicht auszuschließen.

Ölpreise verharren nahe zehnmonatigen Höchstständen
07:51 Uhr

BYD will "führender internationaler Hersteller in Deutschland werden"

Der chinesische Autohersteller BYD will in Deutschland schon bald zum größten internationalen Hersteller aufsteigen. Das sagte Europa-Chef Michael Shu auf der IAA Mobility dem "Handelsblatt". Ob man einen "Marktanteil von 4, 5 oder 6 Prozent" schaffe, werde sich zeigen. Einen anvisierten Zeitraum für diese Marktanteile nannte Shu nicht. Klar sei aber: Die Marktanteile in Europa verschieben sich automatisch, sobald neue Spieler dazukommen.

Der Automarkt in Europa ist schon heute hart umkämpft und gilt als gesättigt. Marktführer ist der VW-Konzern, dahinter landet das multinationale Mehrmarkenreich von Stellantis, zu dem auch Opel gehört, mit einem Gesamtmarktanteil von etwa neun Prozent.

BYD will "führender internationaler Hersteller in Deutschland werden"
07:43 Uhr

Aktien des chinesischen Immobilienentwicklers Evergrande gehen durch die Decke

Die Evergrande-Aktie kann am Morgen 70 Prozent zulegen. Für Schub sorgen Berichte, dass es dem strauchelnden Immobilienriesen Country Garden gelungen ist, Anleihekuponzahlungen in Höhe von 22,5 Millionen US-Dollar zu zahlen und so einen Zahlungsausfall zu verhindern.

Aktien des chinesischen Immobilienentwicklers Evergrande gehen durch die Decke
07:25 Uhr

MDAX-Aufsteiger United Internet fester erwartet

Mit festeren Kursen rechnen Marktteilnehmer heute bei United Internet. Das Unternehmen tritt in den MDAX ein und profitiert damit vom Rausschmiss von Krones aus den Blue-Chip-Indizes der DAX-Familie. Zuvor hatte es geheißen, United Internet könnte Prosieben im MDAX ersetzen. Der Wechsel findet mit Wirkung zum 18. September statt, wird also zu den Schlusskursen am 15. September vollzogen.

Bei Krones rechnen Marktteilnehmer mit fallenden Kursen. Der Titel wird aus dem MDAX genommen und tritt auch nicht in den SDAX ein, vermutlich wegen Verletzung der Basiskriterien.

MDAX-Aufsteiger United Internet fester erwartet
07:10 Uhr

Arm und Apple schließen langfristigen Vertrag über Chip-Technologie

Der britische Chip-Designer Arm unterzeichnet kurz vor seinem avisierten Börsengang einen langfristigen Vertrag mit Apple. Der Technologie-Deal reiche "über das Jahr 2040 hinaus", wie aus den am Dienstag eingereichten Unterlagen für den Börsengang von Arm hervorgeht.

Der Vetrag wurde in den am 21. August veröffentlichten Unterlagen zum Börsengang von Arm nicht erwähnt, was darauf hindeutet, dass der Vertrag zwischen diesem Datum und dem 5. September unterzeichnet wurde. Apple ist eines der großen Technologieunternehmen, die in den Börsengang von Arm investieren. Arm lehnte es ab, sich über die eingereichten Unterlagen hinaus zu äußern. Apple reagierte nicht sofort auf eine Anfrage von Reuters nach einem Kommentar.

Arm besitzt das geistige Eigentum an der Computerarchitektur für die meisten Smartphones weltweit und vergibt Lizenzen an Apple und viele andere Unternehmen. Auf den Arm-Entwürfen basieren die Prozessoren praktisch sämtlicher Smartphones

Arm und Apple schließen langfristigen Vertrag über Chip-Technologie
07:03 Uhr

Chinesische Immobilienaktien sehr fest: Country Garden plus 17 Prozent

Und sofort schauen wir auf die Stimmung an den asiatischen Börsen, die trübe ist, nachdem am Dienstag der jüngste Einkaufsmanagerindex deutlich rückläufig ausgefallen ist. Die Daten unterstreichen einmal mehr die maue Lage der chinesischen Konjunktur.

Dazu bremsen die etwas leichtere Vorgabe der Wall Street und der Ölpreis, der am Vortag auf ein Zehnmonatshoch gestiegen ist - bei Brent auf gut 91 Dollar je Barrel -, nachdem Saudi-Arabien und Russland ihre Förderkürzung bis Ende des Jahres verlängert hatten.

Lediglich in Japan liegt das Börsenbarometer erneut im Plus. Der Nikkei-Index gewinnt 0,6 Prozent auf 33.249 Punkte. Er wird erneut unterstützt vom schwachen Yen, weil sich damit die Exportchancen verbessern.

Unter den Einzelwerten zeigen sich Immobilienaktien in Hongkong gegen die leichtere Tendenz des Gesamtmarktes sehr fest. Marktteilnehmer verweisen auf mehr als verdoppelte Immobilienverkäufe in Schanghai und Peking am vergangenen Wochenende, nachdem in der Vorwoche weitere Erleichterungen für Immobilienkäufer beschlossen worden waren.

Dazu kursiert ein Bericht, wonach Peking neue Maßnahmen zur Stützung des Sektors ergreifen könnte. Wie die staatliche "Securities Times" schreibt, sind die Maßnahmen zur Beschränkung des Erwerbs von Wohneigentum und der Vergabe von Immobilienkrediten "veraltet".

Country Garden schießen um 17,8 Prozent nach oben, auch angetrieben davon, dass das Unternehmen nach einem Aufschub am Vortag Dollarschulden bediente. Evergrande haussieren um 31 Prozent, Longfor steigen um 4,0 und Seazen um 7,0 Prozent.

Chinesische Immobilienaktien sehr fest: Country Garden plus 17 Prozent
06:30 Uhr

Das wird für den DAX heute wichtig

Schwache Daten aus dem Dienstleistungssektor in China haben die Freude der Aktienanleger über die staatlichen Hilfen für den Immobiliensektor schnell wieder vertrieben. Dazu kamen die schwachen Dienstleister-Einkaufsmanagerindizes aus den wichtigsten europäischen Ländern. Anfängliche Verluste von knapp einem Prozent grenzte der DAX am Dienstag im Handelsverlauf aber etwas ein und ging 0,3 Prozent schwächer mit 15.772 Punkten aus dem Handel.

Was gibt es heute Wichtiges? Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) legt ihren aktualisierten Wirtschaftsausblick für die EU und die Eurozone vor. Dabei werden unter anderem die konjunkturellen Folgewirkungen der anhaltend hohen Inflation beleuchtet. Die OECD gibt zudem Empfehlungen zur Stärkung des Wachstums sowie für eine beschleunigte Transformation der Wirtschaft auf dem Weg zur Klimaneutralität.

Das Statistische Bundesamt veröffentlicht die Zahlen zu den deutschen Industrieaufträgen im Juli: Volkswirte erwarten ein Minus von vier Prozent. Damit würde das Pendel wieder zurückschlagen, nachdem der Sektor im Juni den stärksten Auftragszuwachs seit drei Jahren verbucht hatte. Die Bestellungen legten dank Großaufträgen um 7,0 Prozent zum Vormonat zu.

Nach Handelsschluss in Frankfurt wird es nochmal spannend: Die US-Notenbank Federal Reserve legt nämlich den aktuellen Konjunkturbericht (Beige Book) vor. Er wird zeigen, wie die US-Wirtschaft die gestiegenen Zinsen und die noch immer recht hohe Inflation verkraftet. Nach der Prognose der Investmentbank Goldman Sachs haben die Vereinigten Staaten sehr gute Chancen, einer Rezession zu entgehen.

Die komplette Terminübersicht für diese Woche finden Sie hier.

Das wird für den DAX heute wichtig