Der Börsen-Tag
27. September 2021
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
Zum Archiv
17:37 Uhr

Wahlergebnis schmeckt den Börsianern - Dax legt zu

An den europäischen Aktienmärkten ist es heute überwiegend nach oben gegangen. Der Ausgang der Bundestagswahlen wurde positiv aufgenommen. In Frankfurt stieg der Dax um 0,3 Prozent und schloss bei 15.574 Punkten, damit grenzte der Leitindex am Nachmittag seine zuvor erzielten höheren Gewinne ein. Der EuroStoxx50 notierte 0,2 Prozent höher bei 4167 Stellen.

Mit Erleichterung wurde aufgenommen, dass ein rot-rot-grünes Bündnis unmöglich ist. Bei einer solchen Konstellation wären höhere Steuern sowie eine stärkere Regulierung der Finanzmärkte zu erwarten gewesen, hieß es am Markt. Dieses "Schreckgespenst" sei nun nicht mehr möglich.

Bei den Einzelwerten gehörten Vonovia mit plus 1,8 Prozent zu den Gewinnern im Dax. Im Handel hieß es, die Aktie profitiere von angeblichen Aussagen des Unternehmens, dass dieses keine Kapitalerhöhung wegen des Erwerbs von Deutsche Wohnen mehr anstrebe, da eine Mehrheit von mehr als 50 Prozent erreicht worden sei. Das "Ja" im Berliner Volksentscheid für eine Vergesellschaftung großer Immobilien-Konzerne in der Hauptstadt belastete dagegen nicht. Zum einen habe der Volksentscheid keine rechtliche Bindung und zum zweiten fehle schlicht das Geld in der Kasse, um die Konzerne auszuzahlen, hieß es.

Die Klöckner-Aktie reagierte mit Aufschlägen von 9,4 Prozent auf die Anhebung der Ebitda-Prognose im laufenden Jahr. Dank hoher Stahlpreise rechnet der Stahlhändler nun mit einem Ebitda von rund 800 Millionen Euro nach bislang 650 bis 700 Millionen Euro.

Wahlergebnis schmeckt den Börsianern - Dax legt zu
17:07 Uhr

Wie die Börse auf das Wahlergebnis reagiert

Nach der gestrigen Bundestagswahl ist der Dax stark in die neue Handelswoche gestartet, denn die nun möglichen Koalitionen stimmen Anleger eher optimistisch. Doch die Gefahr von Turbulenzen ist deshalb nicht gebannt, denn die Koalitionsverhandlungen könnten auch Unruhe in die Märkte bringen. Wie Anleger jetzt damit umgehen können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Anouch Wilhelms von der Société Générale.

Wie die Börse auf das Wahlergebnis reagiert
16:45 Uhr

E-Autobauer Polestar strebt an die Börse

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(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Der von Volvo unterstützte Elektroautobauer Polestar will an die Börse. Das schwedische Unternehmen, zu dessen Investoren Hollywoodstar Leonardo DiCaprio gehört, soll bei der Transaktion mit rund 20 Milliarden US-Dollar bewertet werden, wie Polestar mitteilte. Der Börsengang soll über einen sogenannten SPAC - Special Purpose Acquisition Company - erfolgen.

Polestar fusioniere dazu mit der Investmentfirma Gores Guggenheim des US-Milliardärs Alex Gores und werde künftig unter dem Namen Polestar Automotive Holding an der New Yorker Börse geführt. Polestar könnte im Rahmen der Transaktion über eine Milliarde Dollar zufließen, wenn sich alle Gores-Guggenheim-Investoren beteiligen und nicht von der Möglichkeit Gebrauch machen, ihre Aktien zurückzugeben. 250 Millionen Dollar der Gesamtsumme sollen von institutionellen Anlegern kommen.

E-Autobauer Polestar strebt an die Börse
16:19 Uhr

US-Anleger trennen sich von Technologie-Aktien

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(Foto: REUTERS)

Anleger an der Wall Street haben sich zum Wochenstart vorsichtig gezeigt. Auf den Verkaufszetteln standen vor allem Technologiewerte. Dagegen konnten Industrietitel, die besonders von einer wirtschaftlichen Erholung profitieren, etwas zulegen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete 0,1 Prozent fester bei 34.844 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gab dagegen 0,2 Prozent auf 4447 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq notierte 0,6 Prozent schwächer bei 14.963 Punkten.

Zu den Kursgewinnern gehörten der US-Baumaschinenhersteller Caterpillar und Flugzeugbauer Boeing, die je rund zwei Prozent zulegten. Dagegen gaben die Technologiewerte Alphabet, Microsoft, Amazon, Facebook und Apple zwischen ein und zwei Prozent nach.

US-Anleger trennen sich von Technologie-Aktien
15:53 Uhr

Google wehrt sich juristisch gegen Rekordstrafe in EU

Google wehrt sich vor Gericht gegen die 2018 verhängte Rekord-Kartellstrafe und verweist auf den Rivalen Apple. "Die Kommission hat die Augen vor der wahren wettbewerbsrechtlichen Dynamik in dieser Industrie verschlossen - der zwischen Apple und Android", sagte Google-Anwalt Matthew Pickford vor dem EU-Gericht in Luxemburg zu Beginn einer fünftägigen Anhörung. Die Kartellwächter hätten die Bedeutung Googles überschätzt. Stattdessen sei Android ein Paradebeispiel für funktionierenden Wettbewerb.

Die Europäische Kommission hatte den US-Konzern vor drei Jahren wegen illegaler Praktiken beim Handy-Betriebssystem Android zur Zahlung von 4,3 Milliarden Euro verdonnert. Zur Begründung hieß es, die Alphabet-Tochter habe etwa Smartphone-Herstellern und Mobilfunknetzbetreibern seit 2011 unzulässige Vorschriften für die Verwendung von Android gemacht und verlangt, bestimmte Google-Apps vorzuinstallieren. Das ficht Google nun an.

Google wehrt sich juristisch gegen Rekordstrafe in EU
15:29 Uhr

Spritpreise legen weiter zu - starke Nachfrage nach Rohöl

Tanken ist für Autofahrer in Deutschland noch etwas teurer geworden. Superbenzin der Sorte E10 kostete am Sonntag im bundesweiten Tagesdurchschnitt 1,582 Euro pro Liter, wie der ADAC heute mitteilte. Das sind 0,5 Cent mehr als eine Woche davor. Diesel verteuerte sich mit einem Plus von 1,9 Cent noch stärker und lag am Sonntag bei 1,441 Euro je Liter. Bereits in der vergangenen Woche hatten die Spritpreise mehrjährige Höchststände erreicht.

Die Preise für Rohöl kletterten derweil weiter. Während Nordseeöl der Marke Brent auf einen dreijährigen Höchststand stieg, notierte US-Rohöl auf einem Zweimonatshoch. Gründe dafür sind sowohl eine starke Nachfrage als auch ein knappes Angebot. Am Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 79,14 US-Dollar. Das waren 1,05 Dollar mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 95 Cent auf 74,93 Dollar. In der Nacht auf Montag war der Brent-Preis sogar bis auf 79,52 Dollar gestiegen, das war der höchste Stand seit Oktober 2018. Ein Fass WTI kostete bis zu 75,32 Dollar und damit so viel wie zuletzt im Juli.

Spritpreise legen weiter zu - starke Nachfrage nach Rohöl
15:11 Uhr

Deutsche Banken dünnen weiter aus

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(Foto: REUTERS)

Bei den deutschen Banken hat sich im vergangenen Jahr der Personalabbau fortgesetzt - wenn auch in vermindertem Tempo. 552.450 (Vorjahr: 561.450) Beschäftigte zählten die etwa 1700 Kreditinstitute über alle Bankengruppen hinweg zum Jahresende 2020. Das teilte der Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes (AGV Banken) mit.

Viele Geldhäuser dünnen angesichts zunehmender Digitalisierung des Bankgeschäfts beispielsweise ihre Filialnetze aus. Unter anderem bei Deutscher Bank und Commerzbank läuft ein Konzernumbau inklusive des Abbaus Tausender Stellen.

Deutsche Banken dünnen weiter aus
14:44 Uhr

Merck erzielt Studienerfolg mit Keytruda bei Leberkrebs

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(Foto: REUTERS)

Der US-Pharmakonzern Merck & Co hat in einer Phase-3-Studie zur Untersuchung von Keytruda bei asiatischen Patienten mit fortgeschrittenem hepatozellulärem Karzinom, einer Form von Leberkrebs, ihr primäres Ziel des Gesamtüberlebens erreicht. Das hepatozelluläre Karzinom ist die häufigste Form von primärem Leberkrebs, der weltweit am sechsthäufigsten diagnostizierten Krebsart. In der Studie Keynote-394 wurden Patienten untersucht, die zuvor mit Sorafenib behandelt worden waren, wie Merck &Co mitteilte.

Die Studie ergab, dass die Behandlung mit Keytruda plus beste unterstützende Pflege zu einer statistisch signifikanten Verbesserung des Gesamtüberlebens im Vergleich zu Placebo plus beste unterstützende Pflege führte.

Merck erzielt Studienerfolg mit Keytruda bei Leberkrebs
14:19 Uhr

Trend zu Gewinnwarnungen dürfte sich fortsetzen

Die Zahl an Gewinnwarnungen dürfte nach Einschätzung aus dem Handel weiter zunehmen. Mit Nike, Faurecia oder LPKF hätten bereits Unternehmen aus verschiedenen Sektoren gewarnt, sagte ein Börsianer in Frankfurt.

Grund seien die Delta-Variante sowie die anhaltenden Lieferkettenprobleme. Das deute an, dass nach den positiven Gewinnüberraschungen im ersten und zweiten Quartal, das dritte Quartal für die Unternehmen schwieriger werden könnte. "Das spricht für begrenztes Aufwärtspotenzial an den Börsen", heißt es.

Trend zu Gewinnwarnungen dürfte sich fortsetzen
13:58 Uhr

Prognoseanhebung lässt Klöckner-Kurs hochschießen

Klöckner & Co haben mit Aufschlägen von 9,1 Prozent auf die Anhebung der Ebitda-Prognose im laufenden Jahr reagiert. Dank hoher Stahlpreise rechnet der Stahlhändler nun mit einem Ebitda von rund 800 Millionen Euro nach bislang 650 bis 700 Millionen Euro.

Die Schätzung von Jefferies liegt lediglich bei 680 Millionen Euro. Das spricht für Anpassungsbedarf bei den Konsensschätzungen.

Prognoseanhebung lässt Klöckner-Kurs hochschießen
13:34 Uhr

Amazon startet Versicherungsgeschäft in Großbritannien

Der weltgrößte Onlinehändler Amazon steigt einem heimischen Broker zufolge in Großbritannien in das Versicherungsgeschäft ein. Es würden Policen für kleinere und mittlere Firmenkunden angeboten, teilte der Broker Superscript mit. Es sei das erste Angebot dieser Art von Amazon in Großbritannien und werde mit anfänglichen Rabatten flankiert.

In den USA bietet das Startup Next Insurance bereits über eine Prime-Firmenmitgliedschaft Amazon-Policen für kleine Geschäfte an.

Amazon startet Versicherungsgeschäft in Großbritannien
13:01 Uhr

Experte: Aus für "Börsen-Horror"

Lange sorgt die Möglichkeit einer rot-rot-grünen Koalition für Nervosität an der Börse. Doch mit einer Ampel oder Jamaika in Aussicht kehrt Entspannung ein. Politisch richtig flankiert könnte der Dax zum Jahresende sogar eine satte Rallye hinlegen, prophezeit Finanzmarktanalytiker Daniel Saurenz.

Experte: Aus für "Börsen-Horror"
12:45 Uhr

Wall Street wenig verändert erwartet

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(Foto: AP)

Mit einer wenig veränderten Tendenz dürfte die Wall Street in die Handelswoche starten. Das deutet der Future auf den S&P-500 an. Neben den anhaltenden Sorgen um den wankenden Immobilienkonzern China Evergrande rücken die steigenden Ölpreise in den Fokus, die auf dem höchsten Stand seit drei Jahren notieren. Laut Analyst Helge Andre Martinsen von DNB Markets wird die Ölnachfrage durch die Umstellung von Gas auf Öl im Laufe dieses Winters zusätzlich angekurbelt. Zudem haben die Analysten von Goldman Sachs ihre Ölpreisprognose für das Jahresende 2021 um zehn auf 90 Dollar pro Barrel erhöht.

Daneben setzen die Anleiherenditen ihren jüngsten Anstieg fort. Zehnjährige US-Anleihen rentieren mit 1,49 Prozent, nach 1,45 Prozent am Freitag. Auslöser für die Aufwärtsbewegung war die Ankündigung der US-Notenbank, voraussichtlich im November mit der Rückführung ihrer Anleihekäufe zu beginnen.

Die Bundestagswahl in Deutschland dürfte dagegen nur geringe Auswirkungen haben. Für einen Impuls könnte der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter für den August sorgen. Hier wird mit einer Zunahme gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent gerechnet. Daneben äußern sich auch mehrere Mitglieder der US-Notenbank.

Wall Street wenig verändert erwartet
12:20 Uhr

Bundesbank bereitet auf weiter steigende Inflationsrate vor

Die Bundesbank erwartet bis weit ins kommende Jahr hinein eine erhöhte Inflation in Deutschland. Die Volkswirte der deutschen Zentralbank gehen in ihrem Monatsbericht davon aus, dass ab September bis zum Jahresende vorübergehend sogar Teuerungsraten zwischen vier und fünf Prozent möglich sein werden. "Anfang 2022 dürfte sich die Teuerung zwar spürbar ermäßigen, aber bis zur Jahresmitte noch über zwei Prozent liegen", heißt es weiter.

Die Teuerungsrate war wegen steigender Benzin- und Nahrungsmittelpreise im August mit 3,9 Prozent so stark ausgefallen wie seit fast 28 Jahren nicht mehr. Viele Fachleute gehen davon aus, dass sie in den kommenden Monaten wegen Sondereffekten Richtung fünf Prozent anziehen dürfte. Preistreibend wirken auch Lieferschwierigkeiten bei einigen Vorprodukten wie etwa Halbleitern, die in der Folge der Corona-Krise knapp geworden sind.

Bundesbank bereitet auf weiter steigende Inflationsrate vor
12:06 Uhr

Wirtschaft mahnt Bundespolitik zur Eile

Angesichts des knappen Wahlergebnisses und der Unklarheit, wer die nächste Regierung bilden wird, mahnen Konzerne und Wirtschaftsverbände in Nordrhein-Westfalen zur Eile. "Was auch immer am Ende von Sondierungen und Koalitionsverhandlungen steht, es sollte so schnell wie möglich gehen, denn Deutschland braucht Stabilität und einen klaren Kurs", sagt RWE-Chef Markus Krebber der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung". Denn: "Vor uns liegt ein Jahrzehnt der großen Veränderung. Wir brauchen Tempo um die Weichen für eine klimaneutrale Industrie zu stellen, die Infrastruktur zu modernisieren und die Digitalisierung massiv voran zu treiben. Dafür braucht es eine geschlossene kraftvolle Regierung die jetzt handelt."

Wirtschaft mahnt Bundespolitik zur Eile
11:42 Uhr

Weiterer großer Wohnungsdeal in Berlin

Auf dem Berliner Wohnungsmarkt gibt es eine weitere Großtransaktion. Die Heimstaden-Gruppe übernimmt 14.000 Wohnungen vom Immobilienunternehmen Akelius. Weitere 3600 Wohnungen kauft Heimstaden Akelius in Hamburg ab. Heimstaden steigt damit zu den größeren privaten Vermietern in der Hauptstadt auf. Bislang besaß das Unternehmen gut 5000 Wohnungen in Berlin. Die konkrete Übernahme der Wohnungen sei Ende dieses Jahres geplant, dabei fließe die volle Grunderwerbsteuer. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt.

Heimstaden ist vor allem in Schweden, Dänemark und den Niederlanden aktiv. In Deutschland besitzt das Unternehmen 7300 Wohnungen.

Weiterer großer Wohnungsdeal in Berlin
11:24 Uhr

Anleger atmen nach Bundestagswahl auf - Dax im Plus

Der deutsche Aktienmarkt hat sich im grünen Bereich festgesetzt. Der Dax notierte kurz vor Mittag 0,9 Prozent höher bei 15.673 Punkten. Der EuroStoxx50 legte um 0,7 Prozent auf 4187 Zähler zu. Die Anleger reagierten mit Erleichterung auf den Ausgang der Bundestagswahl. "Aus Sicht der Finanzmärkte dürfte zunächst einmal am wichtigsten sein, dass eine rot-grün-rote Regierung keine Option ist", sagte Michael Holstein, Chef-Volkswirt der DZ Bank.

Bei den Einzelwerten rückten Zooplus mit einem Kursanstieg von 4,3 Prozent auf 485,60 Euro ins Rampenlicht. Finanzinvestor EQT überbot den US-Rivalen Hellman & Friedman und will den Münchner Online-Tierbedarfshändler für 470 Euro je Aktie oder insgesamt 3,6 Milliarden Euro kaufen. Für Zooplus-Aktionäre gebe es kaum Gründe, die EQT-Offerte zurückzuweisen, sagte ein Analyst. Allerdings seien weitere Übernahmeangebote nicht auszuschließen.

Im Dax war Vonovia mit einem Plus von 4,4 Spitzenreiter, obwohl sich in einem Volksentscheid die Mehrheit der Berliner für die Enteignung großer Immobilienkonzerne in der Hauptstadt ausgesprochen hatte. Unabhängig davon sicherte sich Vonovia die Mehrheit am Rivalen Deutsche Wohnen. Dessen Papiere notierten knapp im Plus.

Anleger atmen nach Bundestagswahl auf - Dax im Plus
10:57 Uhr

Türkische Lira bleibt schwach - Neuer Ärger mit USA droht

Nach der überraschenden Zinssenkung der türkischen Zentralbank in der vergangenen Woche fassen Anleger die Landeswährung weiter nur mit spitzen Fingern an. Der US-Dollar kletterte zeitweise auf ein erneutes Rekordhoch von 8,8949 Lira, bevor ihn einsetzende Gewinnmitnahmen auf 8,8551 Lira drückten.

Zu den Zweifeln an der Unabhängigkeit der türkischen Zentralbank gesellen sich Börsianern zufolge Sorgen um neue Spannungen mit dem Nato-Partner USA. Grund hierfür sei die Ankündigung des Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan, weitere russische Raketenabwehrsysteme kaufen zu wollen.

"Die Beziehungen zwischen den USA und der Türkei scheinen auf einen neuen Tiefpunkt zuzusteuern", sagte Timothy Ash, Chef-Analyst für Schwellenländer beim Vermögensverwalter Blue Bay. Es bestehe das Risiko neuer Sanktionen.

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(Foto: picture alliance/dpa)
Türkische Lira bleibt schwach - Neuer Ärger mit USA droht
10:38 Uhr

Halver: "Mit Jamaika oder Ampel kann die Börse leben"

Am Tag nach der Bundestagswahl zeichnet sich an der Frankfurter Börse Erleichterung ab, denn das befürchtete Linksbündnis bleibt ihr erspart. Welche "wichtigeren Themen" auf dem Parkett die nun beginnenden Koalitionsverhandlungen dominieren, erläutert Robert Halver von der Baader Bank.

Halver: "Mit Jamaika oder Ampel kann die Börse leben"
10:25 Uhr

Logistikprobleme setzen LPKF Laser zu

Aktien von LPKF Laser & Electronics verlieren 1,4 Prozent. Der Technologiekonzern schraubte seine Umsatz- und Ergebnisprognose für das dritte Quartal herunter. Als Grund nannte die Firma am Freitagabend Logistikengpässe und eine Projektverzögerung in China. Die bereits produzierten Solarsysteme würden wohl erst zu Beginn des vierten Quartals umsatzwirksam. Die Prognose für das Gesamtjahr bleibe unverändert.

Logistikprobleme setzen LPKF Laser zu
09:59 Uhr

Keine Kapitalerhöhung - Vitamine für die Vonovia-Aktie

Die Aktie von Vonovia hat am Vormittag mit Aufschlägen von 3,2 Prozent die Gewinnerliste im Dax angeführt. Das Papier profitiere von angeblichen Aussagen des Unternehmens, dass dieses keine Kapitalerhöhung wegen des Erwerbs von Deutsche Wohnen mehr anstrebe, da eine Mehrheit von mehr als 50 Prozent erreicht worden sei.

Die ebenfalls im Dax notierte Deutsche-Wohnen-Aktie verteuerte sich in einem positiven Handelsumfeld um 0,1 Prozent.

Keine Kapitalerhöhung - Vitamine für die Vonovia-Aktie
09:47 Uhr

Brent zieht auf Dreijahreshoch

Die Ölpreise legen weiter deutlich zu. Während Nordseeöl der Marke Brent auf einen dreijährigen Höchststand steigt, notiert US-Rohöl der Sorte WTI auf einem Zweimonatshoch. Gründe für die hohen Ölpreise sind sowohl eine starke Nachfrage als auch ein knappes Angebot. Im frühen Handel kostet ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 79,17 US-Dollar. Das sind 1,08 Dollar mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate zieht 1,05 Dollar auf 75,03 Dollar. In der Nacht auf Montag war der Brent-Preis bis auf 79,52 Dollar gestiegen, das war der höchste Stand seit Oktober 2018. Ein Fass WTI kostete bis zu 75,32 Dollar und damit so viel wie zuletzt im Juli.

Die Gründe für den Anstieg der Ölpreise sind seit Wochen dieselben: Auf der Nachfrageseite sorgt die vielerorts solide Konjunkturerholung vom Corona-Einbruch für einen hohen Bedarf an Erdöl, Benzin und Diesel. Auf der Angebotsseite herrscht jedoch Knappheit. Zwar weitet der Ölverbund Opec+ seine Förderung seit einigen Monaten schrittweise aus. Allerdings ist es zuletzt vor allem in den USA zu wetterbedingten Förderausfällen gekommen.

Brent Rohöl I

Brent zieht auf Dreijahreshoch
09:24 Uhr

So bewertet die Wirtschaft das Wahlergebnis

Das von der Union im Wahlkampf heraufbeschworene Schreckensszenario eines Linksbündnisses bleibt aus. Rot-Rot-Grün kommt nach der Bundestagswahl nicht auf genügend Stimmen. In der Wirtschaft wird dies mit Erleichterung aufgenommen. Doch es gibt auch Misstöne.

So bewertet die Wirtschaft das Wahlergebnis
09:12 Uhr

Bundestagswahl-Ergebnis bekommt dem Dax gut

Trotz unklarer Koalitionskonstellation nach der Bundestagswahl ist der deutsche Aktienmarkt deutlich stärker in die neue Woche gestartet. Der Dax legte um 1,1 Prozent auf 15.697 Punkte zu. Auch MDax, TecDax und SDax verzeichneten ordentliche Zuwächse. Der EuroStoxx50 notierte 0,9 Prozent höher bei 4195 Stellen.

Die Börsianer können sowohl mit einer Ampel und Führung von Olaf Scholz (SPD) als auch mit Jamaika unter Führung von Armin Laschet (CDU) gut leben. Eine von den Märkten gefürchtete Linkskoalition ist rein rechnerisch nicht möglich.

Bundestagswahl-Ergebnis bekommt dem Dax gut
09:02 Uhr

Evergrande und Chinas Stromsorgen bremsen Asien-Börsen

Der wankende Immobilienriese Evergrande und Stromengpässe in China haben die Stimmung an den asiatischen Börsen getrübt. In Tokio trat der Nikkei mit 30.245 Punkten auf der Stelle. Der breiter gefasste Topix verlor 0,1 Prozent. Die Börse in Shanghai notierte 0,6 Prozent schwächer.

Die Aussicht auf ein Ende der strikten Pandemie-Beschränkungen in Japan half hingegen dem Reisesektor nach oben. Die japanische Regierung konstatierte Fortschritte im Kampf gegen das Coronavirus und stellte die Aufhebung des Ausnahmezustandes in Tokio und anderen Provinzen in Aussicht. Investoren packten sich vor allem Aktien von Fluggesellschaften und Zugbetreibern in die Depots. Auch Warenhaus-Betreiber wie Takashimaya und Isetan Mitsukoshi waren wieder gefragt. Dagegen fielen die Aktienkurse von Unternehmen mit stark abhängigem China-Geschäft wegen der Sorgen vor einem Zusammenbruch des Immobilienentwicklers Evergrande.

In China trieben zudem vermehrte Strom-Lieferausfälle vor Beginn der Wintersaison die Anleger um. Die durch die Regierung in Peking festgelegten CO2-Emissionsziele und die steigenden Kohlepreise sowie Kohleknappheit verursachten Engpässe und behindern die Produktion einiger Energiekonzerne. Der Branchenindex verlor 1,6 Prozent. Auch energieabhängige Sektoren wie Rohstoffe, Nicht-Eisen-Metalle und Chemikalien gerieten unter Druck. Gefragt waren hingegen Konsumwerte im Rahmen der nationalen Feiertagswoche Anfang Oktober, die von Chinesen traditionell zum Shoppen genutzt wird.

Evergrande und Chinas Stromsorgen bremsen Asien-Börsen
08:46 Uhr

Finanzinvestor macht's offzizell: Milliardenangebot für Zooplus

Im milliardenschweren Bieterkampf um den Online-Tierbedarfshändler Zooplus hat der Finanzinvestor EQT Private Equity ein öffentliches Übernahmeangebot gemacht. Wie das Münchner Unternehmen bestätigte, bietet der schwedische Investor 470 Euro pro Aktie in bar, was etwa 3,6 Milliarden Euro entspricht. Das sind 69 Prozent mehr als der letzte Kurs vor dem ersten Übernahmeangebot des Rivalen Hellman & Friedman (H&F) von Mitte August. H&F bot zuletzt 460 Euro pro Aktie, was einem Übernahmeangebot von 3,3 Milliarden Euro entspricht. Vorstand und Aufsichtsrat des deutschen Online-Tierbedarfshändlers begrüßten das neue Angebot von EQT. Der schwedische Finanzinvestor habe sich auch dazu verpflichtet, in den Wachstum von Zooplus zu investieren, seine paneuropäische Marktpräsenz sowie sein Management und die Mitarbeiter zu unterstützen, so der Online-Tierbedarfshändler in einer Erklärung. EQTs Übernahmeangebot muss nun noch durch die deutsche Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) freigegeben werden.

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Finanzinvestor macht's offzizell: Milliardenangebot für Zooplus
08:31 Uhr

Panikkäufe setzen britischen Tankstellen zu

Panikkäufe wegen befürchteter Engpässe bei Benzin und Diesel haben Tankstellen in Großbritannien stark unter Druck gesetzt. Nach Angaben des Branchenverbands Petrol Retailers Association haben mehr als die Hälfte der Mitglieder keinen Kraftstoff mehr. Die Nachfrage liege um bis zu 500 Prozent höher, sagt Verbandschef Brian Madderson dem Sender BBC Radio 4. Es treffe vor allem Tankstellen, die nicht an Autobahnen liegen. "Zwischen 50 und 90 Prozent ihrer Zapfsäulen sind trocken, und diejenigen, die nicht leer sind, sind teilweise trocken und trocknen bald aus."

Weil die Energiekonzerne Tankstellen an Autobahnen bevorzugt behandelten, bildeten sich dort lange Schlangen und Staus, sagte Madderson. Scharen von Autofahrern würden extra auf die wichtigsten Verbindungen fahren, um eine Tankstelle zu suchen.

Madderson sagt, die Maßnahmen der Regierung, Arbeitsvisa für bis zu 5000 ausländische Lastwagenfahrer auszustellen, griffen zu kurz. "Vielleicht sehen wir später im Herbst die Vorteile, wenn die Fahrer hier sind und anfangen zu arbeiten, aber sehr kurzfristig hat dieser Panikkauf wirklich ernsthafte Probleme verursacht."

Panikkäufe setzen britischen Tankstellen zu
08:17 Uhr

Reaktion auf Bundestagswahl: Dax höher erwartet

Am Tag nach der Bundestagswahl wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Montag höher starten. Am Freitag hatte er 0,7 Prozent im Minus bei 15.530,75 Punkten geschlossen. Dem vorläufigen Endergebnis zufolge ist die SPD stärkste Kraft, gefolgt von CDU/CSU und den Grünen. Rechnerisch kommen SPD, Grüne und FDP auf eine Mehrheit. Diese "Ampel-Koalition" sei in den Kursen bereits enthalten, sagte Thomas Kurse, Chef-Anleger des Vermögensverwalters Amundi. Unabhängig von der politischen Konstellation stehe die neue Bundesregierung aber vor großen Herausforderungen, wie der Bewältigung der Corona-Folgen sowie der langfristigen Transformation der Wirtschaft. Allerdings beansprucht auch Unionskanzlerkandidat Armin Laschet das Kanzleramt für sich, denn möglich wäre auch eine "Jamaika-Koalition" mit Grünen und FDP. "Mit beiden jetzt möglichen und wahrscheinlichen Konstellationen können die Börsen gut leben", sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners.

Daneben verfolgen Börsianer auch das Drama um den chinesischen Krisenkonzern Evergrande weiter aufmerksam. Der mit 305 Milliarden US-Dollar verschuldete Immobilienkonzern lies in der vergangenen Woche die Frist für eine Zinszahlung bei einem Dollar-Bond kommentarlos verstreichen. Das Unternehmen hat aber noch rund vier Wochen Zeit, dies nachzuholen, bevor der Zahlungsausfall offiziell wird. In den kommenden Tagen muss Evergrande aber weitere Millionen für Zinsen aufbringen. Unterdessen brachen am Montag die Aktien der Elektroauto-Sparte des Konzerns, New Energy Vehicle, zeitweise um 26 Prozent ein, nachdem das Unternehmen vor einem Liquiditätsengpass gewarnt hatte.

Reaktion auf Bundestagswahl: Dax höher erwartet
08:05 Uhr

Unsicherheit um Evergrande belastet Asien-Börsen

Zum Start in die neue Woche tendieren die Börsen in Ostasien und Australien uneinheitlich. Auf der Stimmung lastet noch immer die Krise um den hoch verschuldeten chinesischen Immobilienkonzern Evergrande. Dazu steht den chinesischen Börsen eine längere Feiertagspause zur "Golden Week" bevor, die am Freitag dieser Woche beginnt. Das Ergebnis der Wahl zum Deutschen Bundestag hat nach Aussage der UBS-Analysten keinen Einfluss auf die Märkte der Region, denn die Koalitionsverhandlungen dürften sich hinziehen.

In Schanghai liegen die Kurse im Schnitt um 1,3 Prozent im Minus. An der Börse in Hongkong geht es mit dem Hang-Seng-Index um 0,3 Prozent nach oben. Die Aktie der Evergrande-Elektromobilitätstochter China Evergrande New Energy Vehicle Group (Evergrande Auto) bricht in Hongkong um über 10 Prozent ein. Zeitweise betrug der Verlust über 25 Prozent, nachdem das Unternehmen vor einem Liquiditätsengpass gewarnt und seine Pläne für eine Zweitnotierung an der Börse Schanghai auf Eis gelegt hat.

Der Kurs von China State Construction Engineering fällt in Schanghai um 2 Prozent. Die Analysten von Fitch Ratings halten den Schaden durch einen möglichen Zahlungsausfall von Evergrande für überschaubar, denn das Unternehmen erziele nur einen geringen Teil seines Umsatzes mit dem Immobiliengiganten. Sollte ein Zusammenbruch von Evergrande jedoch den ganzen Immobiliensektor in Mitleidenschaft ziehen - was Fitch für unwahrscheinlich hält -, könnte das für China State Construction verspätete Zahlungseingänge und einen geringeren Umsatz zur Folge haben.

Unsicherheit um Evergrande belastet Asien-Börsen
07:49 Uhr

Ein Viertel Börsenwert weg: Evergrandes E-Auto-Tochter unter Druck

Aktien der E-Auto-Tochter des hochverschuldeten Immobilienkonzerns China Evergrande stürzen an der Börse in Hongkong bis zu 26 Prozent ab und notieren anschließend rund zehn Prozent tiefer. Die New Energy Vehicle Group hatte am Freitag nach Börsenschluss vor einem Liquiditätsengpass gewarnt. Ein strategisches Investment oder ein Verkauf von Vermögensbeständen seien notwendig, um Mitarbeiter und Zulieferer zu bezahlen sowie die Massenproduktion aufrecht zu erhalten.

Ein Viertel Börsenwert weg: Evergrandes E-Auto-Tochter unter Druck
07:15 Uhr

Dollar gibt zum Euro nach

Im asiatischen Devisenhandel verliert der Dollar 0,1 Prozent auf 110,57 Yen und gibt 0,2 Prozent auf 6,4558 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notiert er 0,1 Prozent höher bei 0,9248 Franken. Parallel dazu steigt der Euro um 0,1 Prozent auf 1,1723 Dollar und zieht 0,1 Prozent auf 1,0845 Franken an. Das Pfund Sterling verliert 0,1 Prozent auf 1,3673 Dollar.

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Dollar gibt zum Euro nach
07:02 Uhr

Japans Börsen von steigendem Ölpreis noch unbeeindruckt

Japanische Aktien legen trotz des Anstiegs des Ölpreises auf ein Dreijahreshoch zu. Energieunternehmen waren aufgrund globaler Produktionsunterbrechungen gezwungen, große Mengen an Rohöl aus ihren Lagern abzuziehen, während eine Verknappung des Erdgases in Europa die Kosten in die Höhe trieb. "Wir gehen davon aus, dass sich diese Rally fortsetzen wird und rechnen zum Jahresende mit einem Preis von 90 Dollar pro Barrel gegenüber 80 zuvor", schrieben die Analysten von Goldman Sachs in einer Kundenmitteilung. Das globale Ölangebot-Nachfrage-Defizit sei größer als erwartet. Ein solcher Anstieg könnte Spekulationen schüren, dass die globale Inflation länger andauern wird als zunächst erhofft.

Der Nikkei-Index legt zunächst 0,4 Prozent zu auf 30.359 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index steigt 0,4 Prozent und notiert bei 2098 Punkten.

Japans Börsen von steigendem Ölpreis noch unbeeindruckt
06:26 Uhr

Wahl und Tradition: Das wird für den Dax heute wichtig

Eine turbulente Handelswoche liegt hinter dem Dax. Der deutsche Börsenleitindex, der am vergangenen Montag in Richtung 15.000er Marke abgesackt war, konnte sich im Anschluss zwar erholen und schaffte auch wieder 15.500 Zähler. Doch ein versöhnlicher Wochenschluss blieb aus: Der Dax verabschiedete sich mit einem Minus von 0,7 Prozent oder mehr als 110 Punkten und einem Stand von 15.532 Stellen ins Wochenende. Die Wall Street wiederum konnte am Freitag deutliche Zugewinne verbuchen. Das könnte die Kurse am deutschen Aktienmarkt zu Wochenbeginn stützen, die asiatischen Märkte zeigen diese Tendenz bereits.

Nichtsdestotrotz erwarten Marktexperten schwierige Wochen für den Dax: "Eine mindestens zehnprozentige Korrektur über die Sommer- und Spätsommermonate hat beim Dax schon fast Tradition", sagt Marko Behring, Chef der Vermögensverwaltung bei der Fürst Fugger Privatbank. Außerdem sei eine solche Entwicklung durchaus wünschenswert. "Die Jahresendrally braucht eine Startrampe und die Grundlage dafür wird nicht selten in einer etwas schärferen September-/Oktoberkorrektur gelegt."

Ungemach könnte den Börsen unter anderem von politischer Seite gleich in zweifacher Hinsicht drohen: In den USA ist das Thema Anhebung der US-Schuldenobergrenze noch immer nicht ausgeräumt. Es deutet sich aber Bewegung an: Es werde eine Einigung geben, prognostiziert Frank Wohlgemuth von der National-Bank in Essen. "Wir leben gerade in den USA in polarisierenden Zeiten, da passiert in der Politik wenig bis gar nichts ohne lautes Parteiengezänk."

In Deutschland droht nach dem knappen Ausgang der Bundestagswahl eine Hängepartie ähnlich wie nach der Wahl 2017. Zwar geht die SPD mit Kanzlerkandidat Olaf Scholz als stärkste Kraft aus dem Urnangang hervor, der Abstand zur rivalisierenden Union ist aber gering. Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet sieht darin die Möglichkeit, ebenfalls Kanzler zu werden. "Königsmacher" sind die Grünen und die FDP, die beide - wie auch die SPD - Zugewinne verbuchen konnten, während die Union ihr schwächstes Ergebnis bei einer Bundestagswahl hinnehmen müssen.

Auf der Konjunktur- und Unternehmensnachrichten-Agenda gestaltet sich der Start in die neue Handelswoche eher ruhig: BASF lädt zu einem virtuellen Investor-Update. Daneben werden am Nachmittag in den USA Daten zum Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter veröffentlicht. Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, wird sich zur Anhörung im Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europäischen Parlaments äußern.

Wahl und Tradition: Das wird für den Dax heute wichtig