Dienstag, 01. Dezember 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Jan Gänger
17:35 Uhr

Libra heißt jetzt Diem

Diem statt Libra: Die von Facebook maßgeblich unterstützte Kryptowährung firmiert ab sofort unter neuem Namen, um ihre Unabhängigkeit von dem amerikanischen Internetkonzern zu betonen. Die Umbenennung sei Teil eines Umbaus zu einer einfacheren Struktur, sagte der Vorstandschef der in Genf ansässigen Diem Assocation, Stuart Levey. Diem, was auf Lateinisch "Tag" bedeutet, solle zu einer an den Dollar gekoppelten digitalen Geldmünze werden. Einen Zeitplan für die Einführung nannte Levey nicht. Zunächst müsse die Genehmigung der Schweizer Aufsichtsbehörden erfolgen.

Facebook bleibe "wichtiges Mitglied der Vereinigung", die insgesamt 27 Mitglieder zählt, sagte Levey. "Wir versuchen nicht, alle Verbindungen zu kappen, bei weitem nicht." Die Namensänderung solle aber unterstreichen, dass die Diem Association "autonom und unabhängig arbeitet", fügte er hinzu. Diem wolle sich von anderen Krypo-Anbietern unterscheiden, indem die für Regulierungsbehörden und westliche Regierungen wichtigen Belange berücksichtigt werden - einschließlich Sanktionskontrollen und Finanzkriminalität, sagte Levey.

Facebook hatte mit seinen Plänen für ein eigenes Digitalgeld Regierungen, Aufseher und Zentralbanken weltweit auf den Plan gerufen. Im April stellte die für den Aufbau der Cyberdevise gegründete Libra Association in der Schweiz einen Antrag für die Bewilligung als Zahlungsmittel. Viele Regierungen haben aber Vorbehalte, Facebook mit einer digitalen Währung in den Finanzsektor vordringen zu lassen.

16:53 Uhr

Fed gibt trotz Impfstoff keine Entwarnung

Trotz positiver Nachrichten von der Impf-Front stehen den USA im Kampf gegen das Corona-Virus laut Notenbankchef Jerome Powell harte Wintermonate bevor. Angesichts der sich verschärfenden Corona-Pandemie gelte es nun zunächst eine Durststrecke und einige "herausfordernde" Monate zu überstehen, wird Powell laut der vorab veröffentlichten Stellungnahme für eine Anhörung im US-Kongress am Nachmittag sagen.

Der Anstieg der Fallzahlen in den USA und im Ausland sei besorgniserregend, so Powell. Mit Blick auf eine Impfkampagne gelte es, noch Hürden zu überwinden - etwa bei der Produktion und der Verteilung. Das Schicksal der Konjunktur hänge davon ab, wie erfolgreich eine Immunisierung der Bevölkerung verlaufen werde.

An den Finanzmärkten werden noch in diesem Monat Signale von der Fed erwartet, wie ein noch laxerer geldpolitischer Kurs ausgestaltet werden könnte, um der Wirtschaft die nötige Überbrückungshilfe zu leisten. Auf ihrer jüngsten Zinssitzung hatten die Währungshüter über ihr milliardenschweres Anleihenprogramm breit diskutiert.

Die Fed erwartet, dass es erst in der zweiten Jahreshälfte 2021 zu einer durchgreifenden Konjunkturwende kommen wird.

16:22 Uhr

"Impfstoff steht vor der Tür" - S&P 500 und Nasdaq auf Rekordhochs

In der Hoffnung auf frischen Wind für die Wirtschaft decken sich Anleger mit US-Aktien ein. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 steigen zur Eröffnung um jeweils etwa ein Prozent. Die beiden Letzteren markierten mit 12.313, beziehungsweise 3661 Punkten neue Bestmarken.

S&P 500
S&P 500 3.853,01

Die weiter steigenden Coronavirus-Infektionszahlen und die Folgen der aktuellen Pandemie-Beschränkungen spielten derzeit nur eine untergeordnete Rolle, sagte Steven Blitz, Chef-Volkswirt für die USA beim Research-Haus TS Lombard. "Ein Impfstoff steht vor der Tür, und das ändert alles."

Mut macht Investoren außerdem das stärkste Wachstum der chinesischen Industrie seit einem Jahrzehnt. Da China eine zweite Infektionswelle vermeiden konnte, nehme die weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft immer mehr Fahrt auf, sagte Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets. "Und als Sahnehäubchen scheint der chinesische Verbraucher seine Zuversicht zurückzugewinnen.“

15:34 Uhr

Warum Corona-Gewinner plötzlich Verlierer sind

Die Aussicht auf eine rasche Genesung der Weltwirtschaft von den Coronavirus-Folgen hält die Aktienrally in Schwung. Der deutsche Leitindex gewinnt ein knappes Prozent auf 13.404 Punkte und liegt damit weniger als 400 Zähler unter seiner Bestmarke vom Februar. Der EuroStoxx50 legt ähnlich stark auf 3524 Stellen zu.

Mut macht Investoren der Antrag von Biontech und Pfizer auf Zulassung ihres Corona-Impfstoffs in Europa. Die europäische Arzneimittel-Agentur EMA will bis zum 29. Dezember darüber entscheiden. Gestern hatte Konkurrent Moderna in den USA eine Notfall-Zulassung für seinen Wirkstoff beantragt.

Anleger sind vor diesem Hintergrund dabei, ihr Depot aufzuräumen. Welche Aktien beliebt sind, und welche Papiere aus dem Depot fliegen, weiß ntv-Börsenreporterin Katja Dofel.

15:02 Uhr

Munich Re erwartet gewaltigen Gewinneinbruch

Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re erwartet wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr einen Gewinneinbruch um mehr als die Hälfte. Finanzvorstand Christoph Jurecka stellt ein Ergebnis von 1,2 Milliarden Euro in Aussicht. Das wären 1,5 Milliarden weniger als im vergangenen Jahr und 1,6 Milliarden weniger als für dieses Jahr ursprünglich erhofft. "Wir können die Belastungen durch Covid-19 jedoch gut verkraften", so Jurecka.

Munich Re hatte das Gewinnziel von ursprünglich 2,8 Milliarden Euro für dieses Jahr schon im März gestrichen. Corona hat viele Versicherer hart getroffen, Grund sind unter anderem hohe Zahlungen für ausgefallene Veranstaltungen.

14:31 Uhr

Airbnb will 35 Milliarden Dollar wert sein

Die Reiseplattform Airbnb strebt bei ihrem Börsengang eine Bewertung von bis zu 35 Milliarden Dollar an. Ziel sei es, bis zu 2,85 Milliarden Dollar bei der Neuemission einzunehmen, geht aus einer veröffentlichten Mitteilung des Unternehmens hervor. Airbnb plant, nur einen Teil der Aktien an die Börse zu bringen - angepeilt ist ein Preis zwischen 44 und 50 Dollar je Papier.

Zwar leidet auch Airbnb unter den Reisebeschränkungen in der Corona-Krise, kommt aber trotzdem deutlich besser weg als beispielsweise die Hotelbranche. Als Vermittlungsmarktplatz betreibt das Unternehmen mit Sitz in San Francisco keine eigenen Hotels - und wenn Menschen derzeit reisen, nutzen sie gern Privatunterkünfte. Im dritten Quartal erzielte Airbnb einen Gewinn von 219 Millionen Dollar, warnte aber davor, sich wohl im Gesamtjahr nicht in den schwarzen Zahlen halten zu können.

Im Frühjahr drosselte Airbnb das Marketing und entließ rund ein Viertel der Beschäftigten. Um durch die Krise zu kommen, bekam das Unternehmen im April eine zwei Milliarden Dollar schwere Kapitalspritze von Investoren wie Silver Lake und Sixth Street Partners. Dabei wurde Airbnb mit 18 Milliarden Dollar bewertet - vor dem Ausbruch der Pandemie in Amerika hatte die Bewertung mit 26 Milliarden noch deutlich darüber gelegen.

14:00 Uhr

Großflughafen verzichtet auf Landebahn

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picture alliance/dpa

Wegen des geringen Flugverkehrs in der Corona-Flaute setzt der Frankfurter Flughafen erneut die Landebahn Nordwest außer Betrieb. Die Bahn werde ab dem 14. Dezember vorübergehend nicht benötigt und könne wie bereits im Frühjahr als Abstellfläche für stillgelegte Flugzeuge genutzt werden, teilte der Betreiber Fraport mit.

Fraport
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Welche Fluggesellschaften die Abstellflächen nutzen wollen, blieb zunächst unklar. Auf der Landebahn Nordwest haben nach früheren Angaben 40 kleinere Jets Platz. Lufthansa hatte dort ab März Flugzeuge geparkt, diese dann aber wieder in Betrieb genommen oder an kostengünstigeren Flughäfen abgestellt.

Die übrigen drei Frankfurter Bahnen bleiben trotz des schwachen Flugverkehrs im Betrieb. Die Startbahn West sei wegen ihrer Anlagen zur Flugzeug-Enteisung für den Winterbetrieb sehr wichtig, erläuterte Fraport. Wegen der Corona-Flaute sind am größten deutschen Flughafen auch das Passagier-Terminal 2, Teile des Terminals 1 sowie weite Bereiche der Lufthansa-Verwaltung geschlossen.

13:17 Uhr

Zulieferer verklagt VW

Die zähen Streitigkeiten zwischen Volkswagen und seinem ehemaligen Zulieferer Prevent gehen mit einer neuen US-Klage der bosnischen Unternehmensgruppe weiter. Ein Volkswagen-Sprecher bestätigte, dass Prevent eine neue Klageschrift bei einem Gericht in Detroit eingereicht habe.

VW Vorzüge
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Dabei bezichtigt Prevent unter anderem Volkswagen, den Kernmarken-Chef Ralf Brandstätter und die Sitzehersteller Adient und Lear wettbewerbswidrigen Verhaltens, um Prevent vom Markt der Sitzbezüge für Autos auszuschließen. Volkswagen wies die Anschuldigungen zurück.

Das neue Verfahren sei auch vor dem Hintergrund bisheriger Klagen von Prevent in Deutschland ein weiterer Versuch, in dem jahrelangen Streit den Druck aufrechtzuerhalten, hieß es von VW. Wie auch in einem vorherigen US-Verfahren seien die Behauptungen von Prevent grundlos und gehörten nicht vor US-Gerichte.

Der Streit zwischen VW und Prevent hat eine lange Geschichte und beschäftigt die Gerichte schon seit Jahren. 2016 zwang Prevent den weltgrößten Autobauer über deutsche Tochterfirmen mit einem Lieferstopp von Teilen zu einem zwischenzeitlichen Produktionsstopp in mehreren Werken.

12:48 Uhr

Impfstoff-Hoffnung treibt Biontech an 

Der Antrag auf bedingte Zulassung des Corona-Impfstoffs in der Europäischen Union kommt bei den Aktionären von Pfizer und Biontech gut an. Die Aktien legen im vorbörslichen US-Handel 1,1 beziehungsweise 2,7 Prozent zu. Die Biontech-Papiere steuern damit auf ein Rekordhoch zu. In Frankfurt legten die Biontech-Titel knapp acht Prozent zu. Sollte die europäische Aufsicht EMA grünes Licht geben, könnten die ersten Menschen in Europa noch vor dem Jahresende geimpft werden.

Biontech
Biontech 86,71

12:15 Uhr

Deutsche Bank baut weitere Stellen ab

Die Eingliederung der Postbank in den Deutsche-Bank-Konzern zieht weitere Stellenstreichungen nach sich. Insgesamt 350 Jobs in den Zentralen des Privatkundengeschäfts in Bonn und Frankfurt werden gestrichen - und damit gut jede dritte der derzeit knapp 1000 Stellen in diesen Bereichen. "Der größte Teil des Stellenabbaus soll im kommenden Jahr erfolgen und bis 2022 abgeschlossen sein", teilte ein Unternehmenssprecher mit.

Deutsche Bank
Deutsche Bank 9,16

Betroffen sind nach Angaben des Sprechers die drei Bereiche Kundenmanagement, Produktmanagement und Betriebsorganisation. "Ziel ist es, schlankere Führungsstrukturen zu schaffen, Doppelfunktionen abzubauen, Prozesse zu optimieren und den künftigen Fokus der Organisation auf Kern-Leistungen zu legen." Vorruhestandsregelungen und Altersteilzeitmodelle sollen dazu beitragen, den Stellenabbau "möglichst sozialverträglich" zu bewältigen. Mit den Arbeitnehmervertretern wurde ein Interessenausgleich vereinbart.

Nach einigem Hin und Her hatte sich die Deutsche Bank im Frühjahr 2017 entschieden, die Bonner Tochter Postbank doch nicht zu verkaufen, sondern in ihr Privat- und Firmenkundengeschäft einzugliedern. Ende vergangenen Jahres beschäftigte die DB Privat- und Firmenkundenbank AG auf Vollzeitbasis 23.565 Mitarbeiter.

11:32 Uhr

Preise sinken - EZB gerät unter Zugzwang

Die Preise in der Euro-Zone sind im November den vierten Monat in Folge gefallen. Die Inflationsrate lag bei minus 0,3 Prozent, wie die Europäische Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Hinter dem Rückgang im November standen insbesondere die Energiepreise, die zum Vorjahr um 8,4 Prozent nachgaben.

Auch im September und Oktober hatte die Inflation bei minus 0,3 Prozent gelegen, nach minus 0,2 Prozent im August. Dies bietet der Europäischen Zentralbank Grund zur Sorge: Denn Inflationsraten unter der Null-Linie sind nicht mit dem Ziel von Preisstabilität vereinbar, das die EZB bei einer Teuerungsrate von knapp zwei Prozent verankert sieht. Diese Marke gilt als Idealwert für die Wirtschaft, da sie genügend Sicherheitsabstand zu einer Deflationszone bietet, in der fallende Preise eine Abwärtsspirale aus sinkenden Löhnen und Investitionszurückhaltung auslösen können. Die Volkswirte der EZB gehen derzeit davon aus, dass das Inflationsziel auch längerfristig nicht erreicht wird.

An den Finanzmärkten wird damit gerechnet, dass die EZB deshalb ihre Geldschleusen weiter öffnet - wohl mit mehr Anleihenkäufen und Geldspritzen für die Banken.

10:56 Uhr

Gold wird teurer

Nach dem Ausverkauf beim Gold greifen Anleger wieder zu dem als sicher geltenden Edelmetall. Eine Feinunze (31 Gramm) legt 0,8 Prozent auf 1791,66 Dollar zu. Steigende Corona-Infektionszahlen gefährdeten nach wie vor die wirtschaftliche Erholung, sagen Marktteilnehmer. Zum Wochenanfang war der Goldpreis auf den niedrigsten Stand seit fünf Monaten gefallen.

10:15 Uhr

Chef geht - Unicredit-Aktienkurs bricht ein

Der Rückgang von Firmenchef Jean-Pierre Mustier lastet auf den Aktien von Unicredit. Die Papiere geben bis zu 8,1 Prozent nach.

Mustier werde mit Ablauf seines Mandats im April 2021 die Tätigkeit des Vorstandsvorsitzenden beenden, teilte die italienische Bank mit. Sollte ein Nachfolger früher zur Verfügung stehen, werde Mustier bereits dann seinen Posten räumen. Zerwürfnisse zwischen Mustier und dem Verwaltungsrat über die künftige Strategie der Bank-Austria-Mutter sollen den französischen Manager zum Abschied von dem Geldhaus bewogen haben, berichteten italienische Medien. Kern des Konflikts sind angebliche Pläne zur Übernahme der verstaatlichten Bank Monte dei Paschi di Siena (MPS). Zu Unicredit gehört auch die HVB.

Unicredit
Unicredit 8,03

09:48 Uhr

Dax startet optimistisch in den Tag

Nach dem besten November seiner Geschichte geht der deutsche Aktienmarkt mit Gewinnen in den Dezember. Der Dax legt 0,5 Prozent zu auf 13.362 Punkte zu.

Dax
Dax 13.906,67

Ein Grund ist die wiedererstarkte chinesische Wirtschaft. Ein Stimmungsindikator für mittlere und kleinere Industriebetriebe des Landes war im November auf den höchsten Wert seit fast zehn Jahren gestiegen. Daraufhin hatten die Börsen in Fernost teils kräftig zugelegt.

"Die Investoren blicken optimistisch ins neue Jahr", sagt Milan Cutkovic, Marktanalyst beim Brokerhaus Axi. Zwar werde der zweite Lockdown der Wirtschaft noch eine Weile zu schaffen machen. Doch die Corona-Impfstoffe gäben Grund zur Hoffnung. "Die Pandemie ist viel besser unter Kontrolle, und immer mehr Investoren sind bereit, auf eine rasche Konjunkturerholung im kommenden Frühjahr zu setzen."

09:16 Uhr

Impfhoffnung treibt Nikkei auf höchsten Stand seit 1991

Die Hoffnung auf einen Impfstoff und damit ein Ende der Corona-Pandemie hat die asiatischen Aktienmärkte beflügelt. In Tokio ging der 225 Werte umfassende Nikkei 1,3 Prozent fester bei 26.787,54 Punkten aus dem Handel - auf dem höchsten Niveau seit fast drei Jahrzehnten.

Für Kauflaune sorgte der US-Impfstoffentwickler Moderna, der in den USA einen Antrag auf Notfallzulassung für sein Corona-Mittel stellte. Für zusätzliche Impulse in Japan sorgte die Ankündigung der Regierung, ein weiteres Konjunkturpaket aufzulegen, um die Folgen der derzeit steigenden Corona-Infektionen abzumildern.

Auch in China und an vielen anderen Märkten in der Region ging es aufwärts. In der Volksrepublik schaffte die Industrie im November das stärkste Wachstum seit einem Jahrzehnt, wie aus dem Caixin/Markit-Einkaufsmanagerindex hervorgeht. "Das war eines der besten Ergebnisse seit vielen vielen Jahren in China und dürfte auf eine Konjunkturerholung in der ganzen Region hinweisen", sagte John Woods, Chefinvestor für den asiatisch-pazifischen Raum bei der Privatbank der Credit Suisse.

Nikkei
Nikkei 28.635,74

08:25 Uhr

Ölpreise geben nach

Die Ölpreise haben mit Verlusten auf anhaltende Unstimmigkeiten innerhalb des Ölverbunds Opec+ reagiert. Am Morgen kostete ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent 47,48 US-Dollar. Das waren 40 Cent weniger als am Montag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 36 Cent auf 44,98 Dollar.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 55,91

Dem Ölverbund Opec+ ist es trotz intensiver Verhandlungen bisher nicht gelungen, sich auf eine kurzfristige Förderpolitik zu einigen. Eine für heute angesetzte Verhandlungsrunde soll einem Bericht zufolge aufgrund von Unstimmigkeiten erst am Donnerstag stattfinden.

Der Ölverbund steht vor einer heiklen Entscheidung. Es geht darum, ob die Förderung Anfang 2021 erhöht werden soll oder nicht. Für eine Erhöhung könnte die Aussicht auf Corona-Impfstoffe sprechen. Ein flächendeckender Impfvorgang nimmt jedoch Zeit in Anspruch, so dass sobald nicht mit einer deutlich steigenden Erdölnachfrage gerechnet wird. Das spricht für eine weiterhin gedrosselte Förderung.

07:57 Uhr

Analysten erwarten Dax vor Anhörung von Fed-Chef Powell höher

Zur Handelseröffnung wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Gestern war er 0,3 Prozent schwächer bei 13.291,16 Punkten aus dem Handel gegangen. Mit einem Plus von 15 Prozent schaffte der deutsche Leitindex jedoch den besten November seiner Geschichte.

Für Gesprächsstoff sorgen dürfte US-Notenbankchef Jerome Powell. Er spricht vor dem US-Senat über den Zustand der US-Wirtschaft. "Der Fed-Chef wird sicherlich einmal mehr besonders auf die aktuellen Risiken für die US-Wirtschaft hinweisen", sagte Thomas Altmann, Portfoliomanager bei der Vermögensverwaltung QC Partners. Daneben werde er weitere staatliche Konjunkturpakete fordern. "So kann Powell maximal Druck auf Republikaner und Demokraten aufbauen, endlich zu einer Einigung zu kommen."

07:19 Uhr

Hoffnung auf Impfstoff gibt Asien-Börsen neuen Schwung

Nach den Gewinnmitnahmen gestern haben heute neue Impfhoffnungen die asiatischen Börsen angetrieben. Der US-Pharmakonzern Moderna hatte in den Vereinigten Staaten nach vielversprechenden Studienergebnissen eine Notfallzulassung seines Corona-Impfstoffs beantragt. Ein entsprechender Schritt für eine bedingte Marktzulassung in Europa soll nach Unternehmensangaben in Kürze erfolgen.

  • Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 1,5 Prozent höher bei 26.824 Punkten.
  • Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,9 Prozent und lag bei 1770 Punkten.
  • Die Börse in Shanghai lag 0,6 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,9 Prozent.
  • Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 2,1 Prozent.