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Kauflaune an der Wall Street Boeing-Aktie berappelt sich nach Talfahrt

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Heftige Verlust musste die Boeing-Aktie im Laufe der Woche verkraften.

(Foto: REUTERS)

Trotz anhaltender Flugverbote macht die Aktie von Flugzeugbauer Boeing wieder etwas an Boden gut. Anlass ist ein Bericht, dass Software-Updates bald zur Verfügung stünden. Auch sonst herrscht an der Wall Street zum Wochenabschluss die Zuversicht vor.

Mit Aufschlägen hat die Wall Street den letzten Handelstag der Woche beendet. Der S&P-500 und der Nasdaq-Composite stiegen im Verlauf auf neue Jahreshochs. Für Zuversicht sorgten die Entwicklungen in den Handelsgesprächen zwischen den USA und China. Der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang hat sich optimistisch gezeigt, dass eine Einigung erzielt wird, mit der beide Seiten leben können.

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Der Dow-Jones-Index gewann 0,5 Prozent auf 25.849 Punkte. Der S&P-500 legte um 0,5 Prozent auf 2.822 Punkte zu. Der Nasdaq-Composite erhöhte sich um 0,8 Prozent auf 7.689 Punkte.

Papier von Boeing erholten sich von anfänglichen Verlusten und gewann 1,5 Prozent. Grund war ein Medienbericht, das Unternehmen werde das Software-Update für Flugzeuge des Typs 737-MAX binnen zehn Tagen zur Verfügung stellen. Nach dem Absturz einer 737-MAX 8 am Wochenende über Äthiopien war die Boeing-Aktie unter Druck geraten, denn es handelte sich um den zweiten Absturz einer Maschine dieses Typs innerhalb von fünf Monaten. Im frühen Handel litt die Aktie zusätzlich unter der Ankündigung des Unternehmens, die 737-MAX vorerst nicht mehr auszuliefern.

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Für die Broadcom-Aktie ging es 8,2 Prozent nach oben. Sie markierte im Verlauf ein Allzeithoch. Der Chiphersteller verfehlte zwar seine Umsatzziele, bekräftigte allerdings den Ausblick. Der Konzern habe die Belastungsfaktoren bereits in seinem Ausblick berücksichtigt, sagte CEO Hock Tan. Die Oracle-Aktie verlor 0,2 Prozent. Der Software-Konzern hat im dritten Geschäftsquartal die Erwartungen der Analysten übertroffen. Sowohl bei Umsatz als auch Gewinn je Aktie lag das Unternehmen über den Schätzungen der Marktes.

Nach unten ging es für, Adobe um 3,6 Prozent. Das Unternehmen hat im ersten Geschäftsquartal einen Rekordumsatz erzielt und den Gewinn gesteigert und dabei die Markterwartungen übertroffen. Die Titel hatten 2018 mit 23 Prozent jedoch überproportional stark zugelegt und litten daher unter Gewinnmitnahmen.

Öl leichter, Gold legt zu

Die Ölpreise gaben leicht nach. Nach einem Wochenplus von 4,4 Prozent kam es zu Gewinnmitnahmen, so ein Händler. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI fiel zum US-Settlement um 0,2 Prozent auf 58,52 Dollar. Brent gab um 0,1 Prozent auf 67,16 Dollar nach. Belastend waren auch die Februar-Daten der Internationalen Energieagentur (IEA). Demnach ist die weltweite Ölförderung im vergangenen Monat zwar zurückgegangen, lag aber höher als im Februar 2018. Überdies berichtete die IEA von einer geringeren Nachfrage nach Öl im vierten Quartal des vergangenen Jahres.

Der Goldpreis kletterte wieder über die Marke von 1300 Dollar. Zum US-Settlement stieg die Feinunze um 0,6 Prozent auf 1303 Dollar. Das Edelmetall profitierte dabei auch von der wieder gestiegenen Zuversicht in Bezug auf die Handelsgespräche. "Gold wird zwar vor allem als 'sicherer Hafen' gesehen, doch ist das Edelmetall auch stark abhängig von den Entwicklungen in den Schwellenländern und vor allem in China, die mehr als die Hälfte der Nachfrage ausmachen", sagte Carsten Menke, Rohstoff-Analyst bei Julius Bär.

Quelle: n-tv.de, kst/DJ

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