Marktberichte

Nachrichtliche Impulse fehlen Dow Jones rettet sich ins Plus

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Gespanntes Warten auf relevante Nachrichten an der New Yorker Börse.

(Foto: REUTERS)

Weder die Konjunktur noch der Handelskrieg zwischen den USA und China bewegen die Anleger in den Vereinigten Staaten. Kursgewinne bei den Finanzwerten sorgen an der Wall Street schließlich dennoch für einen positiven Tagesabschluss.

Der Dow Jones Index hat nach anfänglichen Abschlägen wieder Fahrt aufgenommen. Im frühen Handel hatte das Börsenbarometer noch bis auf 25.637 Punkte nachgegeben. Nur knapp darunter verläuft die Durchschnittslinie der vergangenen 200 Handelstage. Sie gilt als Indikator für den längerfristigen Trend. Anschließend drehte der Dow wieder nach oben und stieg um ein Prozent auf 26.036,10 Zähler. Damit schloss der Index wieder über der Marke von 26.000 Punkten.

Nasdaq Composite
Nasdaq Composite 8.124,18

Laut Analyst Andreas Büchler vom Börsenstatistikdienst Index Radar findet diese Trendlinie am Markt derzeit eine große Beachtung. Sollte der Dow diese Linie deutlich unterschreiten, wäre dies ein "Warnsignal". In den vergangenen Wochen war der US-Leitindex mehrfach darunter gefallen, hatte es anschließend aber stets wieder darüber geschafft.

Alles in allem fehlten zur Wochenmitte nachrichtliche Impulse. Weder von der Konjunktur noch zum Handelskrieg zwischen den USA und China gab es kursbewegend Neues. Der marktbreite S&P 500 rückte um 0,65 Prozent auf 2887,94 Punkte vor. Der technologielastige Nasdaq stieg mit einem Plus von 0,4 Prozent auf 7.856,88 Zähler weniger deutlich.

Johnson schreckt europäische Anleger

Bei den Finanzwerten legten die Titel der Bank of America, Citigroup und JPMorgan um bis zu 1,4 Prozent zu. Die Aktien der Geldhäuser waren am Vortag unter die Räder gekommen. Auch die Ölwerte Chevron und Exxon Mobil standen auf den Einkaufslisten der Börsianer, nachdem die Lagerbestände für Rohöl gesunken waren. Chevron-Scheine verteuerten sich um 0,9 Prozent, Exxon-Papiere um 0,7 Prozent.

Autodesk
Autodesk 130,00

Die Papiere des Softwareunternehmens Autodesk brachen indes um sieben Prozent ein. Der Hersteller der AutoCAD-Software schraubte seine Prognose herab und begründete das mit den derzeitigen konjunkturellen Unsicherheiten. Mehrere Analysten schraubten daraufhin ihre Preisziele herunter. Der Übergang vom Lizenz- zum Abogeschäft dürfte kurzfristig auf Umsatz und Gewinnmarge lasten, schrieben die Experten von Baird. Langfristig verspreche er aber stabile Einkünfte. Coty-Aktien rückten um sechs Prozent vor. Der Kosmetik-Hersteller hatte zuvor seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr erhöht.

In Europa verschreckte dagegen die Furcht vor einem ungeregelten Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union die Anleger. Der britische Premierminister Boris Johnson will die Sitzungspause des Parlaments verlängern und diesem damit weniger Zeit für Beratungen lassen. Königin Elizabeth II. stimmte den Plänen für eine verlängerte Sitzungspause zu, die frühestens am 9. und spätestens am 12. September beginnen soll.

Der Dax ging 0,2 Prozent tiefer auf 11.701 Punkten aus dem Handel, der EuroStoxx50 sackte um 0,1 Prozent auf 3365 Zähler ab.

Wie der Handel auf dem Frankfurter Parkett verlief, können Sie in unserem Börsen-Tag nachlesen.

Quelle: n-tv.de, fzö/rts/dpa

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