Marktberichte

Wechselbad der Kurse Schlussrally reißt Wall Street ins Plus

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(Foto: AP)

Die Wall Street nimmt den letzten Zinsentscheid von Janet Yellen gemischt auf: Erst geben die Kurse deutlich nach, nur um wenig später wieder kräftig anzuziehen. Vor allem Boeing, AMD und Electronic Arts erfreuen mit hervorragenden Quartalszahlen.

Die Zinsentscheidung der US-Notenbank hat an den US-Börsen schwankende Bewegungen ausgelöst. In der letzten Sitzung unter Leitung von Janet Yellen ließ die Federal Reserve den Leitzins unangetastet. Die Entscheidung war an den Märkten erwartet worden. Die Fed hatte ihre Zinsen zuletzt im Dezember um 0,25 Punkte auf einen Zielkorridor von 1,25 bis 1,50 Prozent erhöht. Einen weiteren Zinsschritt erwarten viele Marktbeobachter im März.

Der Dow Jones der Standardwerte schloss mit einem Plus von 0,3 Prozent auf 26.150 Punkte, nachdem er zwischenzeitlich deutlich nachgegeben hatte. Der breiter gefasste S&P 500 stieg minimal auf 2823 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte um 0,1 Prozent auf 7411 Punkte vor. In Frankfurt hatte der Dax kaum verändert geschlossen. In aller Ausführlichkeit können Sie die Entwicklungen im Börsen-Tag nachlesen.

Starker Tag für Boeing, AMD und EA

Bei den Einzelwerten sorgte Boeing mit seinen Quartalszahlen für gute Stimmung. Der Airbus-Rivale übertraf die Markterwartungen und verzeichnete 2017 den höchsten Gewinn der Unternehmensgeschichte. Da auch die Aussichten für dieses Jahr vielversprechend sind, legten Boeing-Aktien um 5,1 Prozent zu.

Die Aktie des Chipherstellers AMD gewann 6,8 Prozent hinzu. AMD hat für 2017 den ersten Jahresgewinn seit 2011 ausgewiesen. Dazu lief für den Intel-Konkurrenten das vierte Quartal besser als erwartet, auch der Umsatzausblick liest sich positiv. Intel-Aktien fielen dagegen um 1,5 Prozent.

Der Kurs des Spieleentwicklers Electronic Arts stiegt nach positiv aufgenommenen Geschäftszahlen um 7,0 Prozent. Juniper Networks knickten dagegen nach Vorlage des Quartalsausweises um 7,4 Prozent ein.

Der Kurs von Microsoft gewann 2,2 Prozent, der von Facebook gab 0,4 Prozent nach. Die beiden Technologieriesen wollen ihre Zahlen nach Handelsschluss präsentieren.

Quelle: ntv.de, chr/rts/DJ