Marktberichte

Konjunkturdaten stören nicht US-Börsen setzen Rally fort

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Den Sprung über die 25.000-Punkte-Marke hatte der Dow Jones am Donnerstag geschafft.

(Foto: AP)

An der Wall Street herrscht weiter gute Laune. Trotz schlechter als erwartet ausgefallener Arbeitsmarktdaten geht es mit den US-Indizes weiter nach oben. Der Dow Jones lässt die 25.000-Punkte-Marke weit hinter sich.

Zum Ende der ersten Handelswoche im neuen Jahr haben sich die Anleger an den US-Börsen erneut mit Aktien eingedeckt. Selbst durchwachsene US-Konjunkturdaten verdarben den Anlegern am Freitag kaum die Kauflaune.

Dow Jones
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Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg um 0,9 Prozent und schloss bei 25.296 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 legte 0,7 Prozent auf 2743 Stellen zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte um 0,8 Prozent auf 7137 Zähler. Am Donnerstag war der Dow erstmals in seiner Geschichte über die Marke von 25.000 Punkten gestiegen.

In den USA boomt der Arbeitsmarkt weiter - wenn auch nicht so stark wie erwartet. Außerhalb der Landwirtschaft wurden im Dezember 148.000 neue Stellen geschaffen, 42.000 weniger als gedacht. "Der US-Jobmotor läuft weiterhin, er läuft jedoch langsamer", sagte Fondsmanager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners.

Der Markt schüttelte die Enttäuschung ab und ließ sich auch von einem überraschend schwachen ISM-Index für das Nicht-Verarbeitende Gewerbe in den USA nicht aus der Ruhe bringen. Derweil sammelte im November die US-Industrie mehr Aufträge als erwartet ein. An der nur behutsamen Anhebung der US-Zinsen ändere das wenig, sagte ein Händler.

Bei den Einzelwerten zählten die Papiere des weltgrößten Netzwerkausrüsters Cisco zu den Gewinnern, die 1,4 Prozent zulegten. Die Bank of America hatte die Papiere auf "kaufen" hochgestuft und das Kursziel von 37 auf 46 Dollar angehoben.

Um 20,1 Prozent abwärts ging es indes mit Aktien von Francesca's. Der Händler für Damenmode hatte angesichts eines schwachen Weihnachtsgeschäfts sein Umsatzziel für das im Januar endende Quartal und sein Gewinnziel gekappt.

Der Aktienkurs von Intel stabilisierte sich, die Titel stiegen um 0,6 Prozent. Nach dem Bekanntwerden von Sicherheitslücken bei Mikroprozessoren des Branchenprimus hatten Anleger diese Woche Intel aus den Depots geworfen. Das Papier hatte bis Donnerstagabend fast vier Prozent verloren.

Die US-Steuerreform kommt auch die US-Großbank Morgan Stanley teuer zu stehen. Unter dem Strich rechnet das Institut im vierten Quartal mit einer Steuerbelastung von 1,25 Milliarden Dollar. Die Aktie gab 0,1 Prozent nach.

In Frankfurt stieg der Dax um 1,2 Prozent auf 13.319 Punkte und schloss die Woche mit einem Plus von 3,1 Prozent. Mehr dazu lesen Sie hier.

Nach einer Börsenweisheit verläuft das Jahr wie die erste Handelswoche. In 21 von fast 30 Jahren hat das für den Dax auch zugetroffen. Der EuroStoxx50 stieg ebenfalls um rund ein Prozent.

Quelle: ntv.de, wne/rts