Marktberichte

Cisco, Walmart und Co. US-Indizes profitieren von starken Firmen

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Die amerikanischen Arbeitsmarkt-Daten fielen besser aus als erwartet.

(Foto: REUTERS)

Positive Quartalsergebnisse und ein optimistischer Blick auf die US-Konjunktur sorgen an der Wall Street für gute Stimmung. Auch die vermutete Bedenkzeit des US-Präsidenten beim Thema Autozölle wird wohlwollend registriert. Doch es gibt auch Anlass zur Sorge. Grund ist ein Konzern aus Fernost.

Positive Firmenbilanzen haben die Anleger zum Einstieg in den US-Aktienmarkt ermutigt. Besonders gefragt waren der Netzwerkausrüster Cisco und der Supermarktriese Walmart. Eine Reihe von Konjunkturdaten wurde an der Wall Street ebenfalls freudig aufgenommen, weil sie die Furcht vieler Investoren vor einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums linderten.

Fest im Blick hatten die Anleger auch die US-Handelskonflikte: Insidern zufolge will US-Präsident Donald Trump die Entscheidung über Strafzölle auf europäische Autos um bis zu sechs Monate verschieben. US-Finanzminister Steven Mnuchin stellte die Fortsetzung der Handelsgespräche mit China in der kommenden Woche in Aussicht.

Walmart
Walmart 102,02

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte 0,8 Prozent fester bei 25,862 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 rückte 0,9 Prozent auf 2876 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich um ein Prozent auf 7898 Punkte. In Frankfurt am Main ging der Dax 1,7 Prozent fester bei 12.310 Punkten aus dem Handel.

Wie der Handel auf dem Frankfurter Parkett verlief, können Sie in unserem Börsen-Tag nachlesen.

Zu den Favoriten an der Wall Street gehörte Cisco mit einem zwischenzeitlichen Kursplus von rund sieben Prozent. Trotz eines schwierigen Branchenumfelds habe der Netzwerkausrüster ein Quartalsergebnis über den Markterwartungen vorgelegt, lobte Analyst Paul Silverstein vom Vermögensverwalter Cowen. Auch der Ausblick sei optimistischer als erwartet.

Trump-Dekret sorgt für Unbehagen

Cisco Systems
Cisco Systems 51,71

Bei den Papieren von Walmart griffen Investoren ebenfalls zu. Die Aktien verteuerten sich zwischenzeitlich um 2,6 Prozent. Der US-Einzelhandelsriese profitierte von einem starken Oster-Geschäfts.

Auf der Konjunkturseite fielen Daten vom Arbeitsmarkt besser als erwartet aus. Auch der Häusermarkt gab überraschend deutlich Anlass für Optimismus. Darauf basierend hob die Federal Reserve von Atlanta ihre Prognose für das Wachstum der US-Wirtschaft im zweiten Quartal leicht an: Der Fed-Ableger in Georgia rechnet jetzt mit einem aufs Jahr hochgerechneten Plus von 1,2 statt wie noch am Mittwoch 1,1 Prozent.

Unbehagen bereitete Investoren dagegen laut Börsianern die Entscheidung von US-Präsident Trump, amerikanischen Telekomfirmen den Kauf von Ausrüstungsteilen zu verbieten, von denen ein Risiko für die nationale Sicherheit ausgehen könnte. Dieser Schritt zielt auf den chinesischen Zulieferer Huawei. Dieser hat Spionage-Vorwürfe stets zurückgewiesen. Am Freitag wird die Firma auf die US-Liste gebannter Unternehmen gesetzt. Das kündigte Wirtschaftsminister Wilbur Ross an.

Damit ist es US-Firmen untersagt, ohne Genehmigung der Regierung  Geschäfte mit dem Netzwerkausrüster und Smartphone-Hersteller zu tätigen. Der Huawei-Bann setzte US-Zulieferern des chinesischen Unternehmens zu: Die Papiere von Qualcomm gaben 3,5, die von Broadcom 1,9 Prozent nach. Der Philadelphia-Halbleiter-Index sank um 1,2 Prozent.

Quelle: n-tv.de, fzö/rts

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