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Verhaltener Optimismus Wall Street tritt auf dem Fleck

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(Foto: REUTERS)

Noch liefert der Handelsstreit Gegenwind für die Finanzmärkte. Hoffnung auf eine Beilegung stützen die Wall Street am Dienstag dennoch. Positiv sticht vor allem der Einzelhandelsriese Walmart heraus. Der Goldpreis setzt seine Rally fort.

An der Wall Street hat es am Dienstag nur zu einem sehr verhaltenen Optimismus gereicht. Im späten Geschäft schrumpften die ohnehin kleinen Gewinne noch weiter zusammen. Nach wie vor gingen die Anleger aber von einem Erfolg bei den US-chinesischen Handelsgesprächen aus. Ermutigt wurden sie durch US-Präsident Donald Trump, der am Dienstag erneut von Fortschritten sprach, und zudem die alte Deadline 1. März als "kein magisches Datum" bezeichnete. Ursprünglich hätten zu diesem Termin die US-Strafzölle verschärft werden sollen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss lediglich 8 Punkte fester bei 25.891 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 stieg 0,2 Prozent auf 2779 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte ebenfalls 0,2 Prozent auf 7486 Stellen. In Frankfurt schloss der Dax knapp im Plus bei 11.309 Punkten.

Unterstützung erhielt der Aktienmarkt in den zurückliegenden Wochen auch von der US-Notenbank, die signalisiert hatte, sich mit weiteren Zinserhöhungen zurückzuhalten und stark datenbezogen zu handeln. Am Mittwoch wird das Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung veröffentlicht und könnte Aufschluss darüber geben, wie es um den taubenhaften Kurs der Notenbank bestellt ist.

Walmart als Lichtblick

Einen Lichtblick in New York lieferte das Quartalsergebnis von Walmart. Der weltgrößte Einzelhändler übertraf mit Umsatz und Gewinn die Markterwartungen. Außerdem hat Walmart das nunmehr 46. Jahr in Folge die Dividende erhöht. Die Aktie des Einzelhandelskonzerns legte um 2,2 Prozent zu. In ihrem Windschatten gewannen die Titel des Konkurrenten Target 0,9 Prozent.

Deutlich unter Druck stand die Aktie von Weight Watchers (WW) nach einem negativen Analystenkommentar. Sie brach um 4,5 Prozent ein. JP Morgan (JPM) hat die Titel auf "Underweight" abgestuft. Das ist auch deshalb bemerkenswert, weil JPM derzeit nur 14 Prozent aller von der Bank beobachteten Aktien mit dieser negativen Empfehlung versieht.

Unter Druck standen auch die Aktien von JPMorgan Chase büßten 2 Prozent ein. Anleger warten auf weitere Hinweise auf die Geldpolitik der US-Notenbank (Fed). Diese legt am Mittwoch die Protokolle ihrer jüngsten Zinssitzung vor.

Einen größeren Satz nach oben machte Gold, was Marktteilnehmer mit der politischen Unsicherheit erklärten, vor allem mit der Drohung des US-Präsidenten, Strafzölle auf Auto-Importe einzuführen. Zudem sahen Teilnehmer einen intakten Aufwärtstrend. Und schließlich stützte auch der nachgebende Dollar. Die Feinunze stieg um 1,1 Prozent auf ein neues Zehnmonatshoch bei 1.341 Dollar.

Quelle: n-tv.de, chr/rts/DJ

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