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Auftrieb für Versicherer Zollstreit und US-Daten setzen Wall Street zu

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Fußgänger gehen auf der Wall Street an der New York Stock Exchange vorbei.

(Foto: picture alliance/dpa)

Vor dem Hintergrund des Handelsstreits mit China geraten vor allem exportorientierte Werte unter Druck. Für einen zusätzlichen Dämpfer sorgen US-Konjunkturdaten. Zudem trennen sich Börsianer von Chipwerten.

Der Handelskonflikt der USA mit China und enttäuschende US-Daten haben der Wall Street an diesem Dienstag zu schaffen gemacht. Der US-Leitindex Dow Jones verlor 1,1 Prozent auf 26.118,02 Punkte. Der technologielastige Nasdaq gab 1,1 Prozent auf 7.874,16 Punkte nach und der breit gefasste S&P 500 büßte 0,7 Prozent auf 2.906,27 Punkte ein.

Die US-Konjunkturdaten schürten Rezessionsängste. Der Einkaufsmanager-Index für die US-Industrie ging überraschend stark auf 49,1 Punkte zurück und unterschritt damit erstmals seit 2016 die Wachstumsschwelle von 50 Zählern. "Der Produktionssektor der größten Volkswirtschaft der Welt kann sich den Handelskonflikten nicht entziehen", sagte Thomas Gitzel, Chef-Volkswirt der VP Bank. "Wenn US-Präsident Donald Trump sagt, dass Handelskriege leicht zu gewinnen seien, liegt er falsch." Trump kündigte zwar für September weitere Gespräche zur Beilegung des Konflikts mit China an, einem Medienbericht zufolge konnten sich die Parteien aber noch auf kein Datum einigen.

Vor diesem Hintergrund gerieten vor allem exportorientierte Werte wie der Baumaschinen-Hersteller Caterpillar und der Airbus-Rivale Boeing unter Druck. Ihre Aktien verloren bis zu 2,7 Prozent. Aus den Depots flogen Chip-Werte, die stark vom China-Geschäft abhängen. Die Titel von AMD, Intel und Micron büßten bis zu 1,7 Prozent ein.

Die schwindende Furcht vor massiven Sturmschäden in Florida gibt US-Versicherern Auftrieb. Die Aktien von Heritage, United Insurance, Fednat und Universal Insurance stiegen gegen den Trend um bis zu sieben Prozent. Vorhersagen zufolge dreht der Sturm "Dorian", der die Bahamas verwüstete, vor der Küste Floridas bei und schwächt sich ab.

In Europa hielt die Machtprobe zwischen dem britischen Parlament und Premierminister Boris Johnson im Brexit-Streit Anleger in Atem. Der Dax verlor 0,4 Prozent auf 11.910 und der EuroStoxx50 0,3 Prozent auf 3420 Punkte.

Quelle: n-tv.de, hul/rts

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