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Wollte von Ricky partout nicht angepupst werden: Helena Fürst
Wollte von Ricky partout nicht angepupst werden: Helena Fürst

Dschungelcamp, Tag 8: Zehn "Psychos" und ein Pfeifer

Von Verena Maria Dittrich

Ricky soll mit seiner Unterhose reden, Legat mäkelt über seinen Schwanz und Jenny plappert wie auf dem Marktplatz. Das Camp mutiert langsam zur Psycho-WG. Nur "Darwin" hat noch gut lachen und freut sich über den sanften Wind in den Baumkronen - aber nicht mehr lange.

"Ich bin blind, ich bin blind, ich kann nicht … ich zitterrrrrrrr", plärrt Helena in hundert Metern Höhe. Gemeinsam mit ihrem Dschungel-Gehilfen Ricky, den sie sich als mentale Stütze extra ausgesucht hat, steht sie auf einer schmalen Planke und soll hübsch brav ein Treterchen vor das andere setzen. Ihre Aufgabe auf dem Höllenspielplatz: Die über dem Tal hängenden Sterne einsammeln. Ricky, der auf dem dünnen Brett parallel neben ihr steht und der blinden "Kämpferin aus Leidenschaft" Anweisungen geben soll, hat wegen seiner Höhenangst die Hosen gestrichen voll.

Twitter rastet aus

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Doch der Mann mit den Rasta-Resten, überwindet seine Angst und versucht alles, um die Nervtüte zu motivieren: "Ja, los, du schaffst es, bitte, bitte, wunderbar, du bist safe, du bist gesichert, du kannst mir vertrauen, sehr gut machst du das!"

Das Problem: Die stocksteife Dschungel-Uschi bleibt wie angewurzelt auf der Stelle stehen. Ricky spielt jetzt die ganze Bandbreite möglicher Motivationstechniken ab, vom Drill-Instructor über den Pferdeflüsterer bis hin zum Maniac. Doch es passiert: NICHTS!

Twitter rastet in diesen Minuten erstmalig vollkommen aus: "Ich möchte Helena anschreien, nur mit mehr Schimpfworten", schreibt ein User, ein anderer: "Kein, Wunder, dass die alle hassen, ich würde sie am liebsten runterschubsen!" Nach endlos langen Diskussionen über Rickys Motivationsversuche ("Du schreist mir zuviel! Schrei mich nicht an! Da, du schreist schon wieder!"), schmeißt die Zitterzerni die Prüfung hin: "Ich bin ein Star, holt mich hier raus!", presst sie aus ihrem Mundschlitz hervor.

"Red' mit deiner Unterhose!"

Zurück im "Psycho-Camp" gibt’s Rambazamba von allen Seiten. Ricky ist enttäuscht, dass man nicht seine Version der Geschichte hören will, Jenny flötet besserwisserisch rum, Monchichi Menderes kriegt vom vielen Rumschreien der Streithammel fast Angst, Legat schäumt wegen der null Sterne und Helena - ist eben Helena. "Sie hat einfach nichts gemacht, verteidigt sich der Mola 2.0, "ich hab alles versucht, hab alles getan … sie motiviert … höflich, flüstern ... alles! Wenn sie wollte, hätte ich sogar für sie gepupst!" Darauf kommt die Nörgelknitte gar nicht klar: "Ricky, du lügst! Red' mit deiner Unterhose!"

Das war Tag 8 im Dschungelcamp

Held des Tages: Ricky, der seine Höhenangst überwindet.

Memme des Tages: Helena, die mal wieder mit null Sternen zurück ins Camp geht.

Das Camp verlassen hat: Rolf - aus gesundheitlichen Gründen.

Das Camp verlassen MUSS: "Darwin" Ortega.

Zitat des Tages: "Red' mit deiner Unterhose!" (Helena)

In solchen Momenten muss man sowohl Leitwolf Thorsten als auch den Dschungelcamp-Gegnern, die wegen der Sendung den Untergang der deutschen Kultur, der Welt und des ganzen Abendlandes befürchten, recht geben: "Das Verhalten im Camp ist unterstes Niveau". Das bemängelt auch Mannschaftskapitän Legat, der Mann, "der von allen guten Geistern betroffen ist." Das Problem aber ist, und das darf man nicht als Kleinigkeit abtun, dass die Nerven teilweise vollkommen blankliegen, weil es nichts Anständiges zwischen die Kiemen gibt. Selbst der Känguruschwanz, der zum Abendbrot auf den Tisch kommt, ist "wie Schwanz eben ist", total zäh.

Sehnsucht, Neid und andere Katastrophen

Bevor man vor Hunger seine eigene Zunge verschluckt, hält man sie mit fluffigen Gesprächen auf Trab. Ricky erzählt einen Schwank aus seiner Zeit als Moderator bei Sat1 und vom Kollegenneid, dem er ausgesetzt war. Vor allem "Schwiegertochter gesucht"-Frau Vera Int-Veen habe den Showmaster ihren Hass spüren lassen. "Der erste Riesenkrieg war mit Vera. In ihrem Studio waren 120 Plätze. Und dann haben die meins gebaut: ein Studio, wo 320 Leute reinpassen." "Und dann war die sauer, oder was?", will Milski wissen. "Ja. Meine Kollegen haben mich gehasst", versichert der einstige TV-Talker. Darauf der Jürgen geschockt: "Ach du Scheiße!"

Schockiert ist auch Rolf: Und zwar von Jennys Dauergesabbel: "Und dann plappern die und plappern, wie auf dem Marktplatz! Jenny, die redet, ohne Luft zu holen! Die spürt das gar nicht, ob da Menschen sind, die das hören wollen. Mannmannmann, ich kann ja auch so sein, den ganzen Tag, ich kann auch den ganzen Tag so reden", schimpft er, springt von seiner Pritsche auf und äfft die Plappermäuler nach. Milski mischt sich ein: "Rolf, du kannst doch nicht immer von den Menschen verlangen, dass alle leise sind. Jeder Mensch ist anders!", doch davon will der Ruheliebhaber nichts hören und wirft dem Dschungel-Cowboy polemisch an den Kopf: "Du bist ein sturer Hund manchmal! Ich dachte, du wärst intelligent."

Zachers zusätzliches Problem: Die Sehnsucht nach seiner Frau macht ihm zu schaffen. Es wird sogar so schlimm, dass der süße Tattergreis in Tränen ausbricht und verzweifelt: "Babe, Babe", in die raschelnden Baumkronen ruft. Das Ganze ist so herzzerreißend und erinnert dabei an die Szene in "Cast Away", als Chuck Noland (Tom Hanks) plötzlich sein treuer Freund Wilson im Meer verlustig geht.

Da waren's nur noch neun

Verlustig, zumindest in Down Under, geht Rolf dann auch - und zwar für immer. Dr. Bob nimmt den 74-Jährigen, der körperlich auf dem letzten Loch pfeift, aus dem Camp, und lässt ihn, wie Sonja und Daniel mitteilen, auch nicht wieder rein. Somit ist der lieblichste Pfeifer der Dschungelgeschichte, nach Körper-Gunter der Zweite, der reinhaut.

Der nächste Schock aber lässt nicht lange auf sich warten. Obwohl fast niemand den süßen Dummbartel "Darwin" Ortega als Wackelkandidaten auf dem Schirm hat, ist er der derjenige, der vom Publikum herausgewählt wird. Und das, wo die Ulknudel bei der Nachtschatzsuche doch so heldenhaft das Dschungelküken beschützt hat!

Dschungelcamp Tag 7 - Sex auf dem Sofa und eins auf die Fresse

Dschungelcamp Tag 6 - "Die Ficki-Ficki-Frage"

Dschungelcamp Tag 5 - Ran an die Euter!

Dschungelcamp Tag 4 - Die Cojones sind aktiviert

Dschungelcamp Tag 3 - "Nur doofe Männer stehen auf große Brüste"

Dschungelcamp Tag 2 - Klötze in der Buxe

Dschungelcamp Tag 1 - Die Eichel und der Backenzahn

Quelle: n-tv.de

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