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Mit dem Konzept des V8 AMG bringt Vierzylinder mit 421 PS

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"One Man, One Engine": das Prinzip gilt auch für den M 139.

(Foto: Daimler AG)

Er soll der stärkste Serien-Vierzylinder der Welt sein, der M 139 von AMG. Und tatsächlich steht das Triebwerk mit maximal 421 PS der Leistungsausbeute von Hochleistungs-Turbomotoren renommierter Sportwagenhersteller in nichts nach.

Wer an AMG denkt, denkt nicht zuletzt an V8-Motoren mit dem "heißen V". Doch jetzt kappt die Sportwagenschmiede mal kurzerhand die Zylinderzahl um die Hälfte, präsentiert aber gleichsam den "stärksten je in Serie gefertigten Vierzylinder der Welt". Das intern als M 139 firmierende Kraftpaket schöpft maximal 421 PS aus 1991 Kubikzentimetern Hubraum und generiert ein maximales Drehmoment von 500 Newtonmetern. Damit übertrifft der Vierender seinen Vorgänger, den M 133, um 40 PS und 25 Newtonmeter. Rein rechnerisch rangiert der Hochleistungs-Turbomotor mit einer Literleistung von bis zu 211 PS vor einigen renommierten Aggregaten aus Supersportwagen.

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Der M 139 soll in den Kompaktmodellen von Mercedes-AMG eingesetzt werden.

(Foto: Daimler AG)

Wann der M 139 final zum Einsatz kommt, verraten die Affalterbacher noch nicht. Nur so viel, dass der Motor in zwei Leistungsstufen in den Kompaktmodellen von Mercedes-AMG zu finden sein wird. Dabei setzt AMG auf eine Nomenklatur, die sich schon bei den V8-Motoren bewährt hat. Der Vierzylinder mit 421 PS wird in den S-Modellen zu finden sein, in der Basisversion leistet das Triebwerk dann immer noch 387 PS.

Um die Hochachse gedreht

Konstruktionstechnisch wird der M 139, wie im ebenfalls quer eingebauten M 260 oder dem Vorgänger M 133, um 180 Grad um die Hochachse gedreht. Turbolader und Abgaskrümmer befinden sich an der Seite der Schottwand zum Innenraum. Demzufolge konnte die Ansauganlage vorn positioniert werden, was wiederum ein flaches und aerodynamisch vorteilhaftes Frontdesign möglich macht.

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Das Konzept des M 139 ist den V8-Motoren entlehnt.

(Foto: Daimler AG)

Für die Beatmung sind zwei neu Twin-Scroll-Turbolader verantwortlich, wobei die Welle von Verdichter- und Turbinenrad erstmals wälzgelagert sind, wie man es aus den 4,0-Liter-V8-Motoren kennt. So wird auch beim Vierzylinder die mechanische Reibung im Turbolader deutlich reduziert. Mit einem maximalen Ladedruck von 2,1 bar rangiert der 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbomotor auch in diesem Punkt an der Spitze. Zur Kühlung des Turboladers wird neben Öl und Wasser auch Frischluft genutzt. Sie wird vom Kühlergrill über die Motorabdeckung und Kanäle unter der Motorhaube zum Lader geleitet. Das Konzept basiert auf den Prinzipien der Kühlung der innen liegenden Turbolader der aktuellen AMG 4,0-Liter-V8-Motoren.

Doch bevor wir uns hier zu sehr in den Details verlieren, sei noch darauf hingewiesen, dass der M 139 wie sein großer Bruder der V8 in reiner Handarbeit montiert wird. Auch für ihn gilt der Slogan: "One Man, One Engine". Und bei aller technischen Finesse, sein Vermögen wird das Treibwerk zeigen, wenn es einen AMG antreibt.

Quelle: n-tv.de, hpr