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Mit allen Gadgets Aston Martin bringt DB5 von 007 zurück

Nach mehr als einem halben Jahrhundert will Aston Martin erneut den DB5 bauen. Aber nicht als trivialen Sportwagen, sondern als Geheimagenten-Auto. Eben genau so, wie ihn einst James Bond fuhr. Mit allen geheimen Gadgets.

Es gibt Autos, die faszinieren nicht nur wegen ihrer Optik, sondern auch durch Motorleistung und Fahrverhalten. Wenn dann noch Fähigkeiten dazukommen wie drehbare Nummernschilder und andere Gadgets, wird es noch besser, denn es kann sich nur um den Wagen eines Geheimagenten handeln. In diesem Fall um den legendären Aston Martin DB5, den Sean Connery als James Bond 1964 in dem Streifen "Goldfinger" fuhr.

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Einen besseren Werbeträger als James Bond hätte Aston Martin nicht finden können.

(Foto: Aston Martin)

Aston Martin hat sich jetzt nach langen Überlegungen entschieden, 28 der Fahrzeuge originalgetreu nachbauen zu lassen. 25 von ihnen sind für den Direktverkauf vorgesehen, zwei bleiben im Bestand des britischen Autobauers und einer wird für einen guten Zweck versteigert. Nun kann man sich vorstellen, dass die Autos, in denen die vielen Zutaten von Q, dem legendären Entwicklungschef des Geheimdienstes MI6, verbaut sind, nicht billig sind. Mindestens 2,75 Millionen Pfund, also 3,06 Millionen Euro müssen Käufer für den Wagen parat haben.

Bedenkt man, dass der original James Bond DB5 im Jahr 2010 für 4,6 Millionen Euro versteigert wurde, mutet dieser Preis allerding wie ein Schnäppchen an. Der zweite Originalwagen vom Set ist 1997 gestohlen worden und gilt seither als vermisst. Die Neuproduktion der Fahrzeuge erfolgt übrigens in Zusammenarbeit mit EON Producions Limited, eben jener Firma, die bis heute für die James-Bond-Filme verantwortlich zeichnet. Ob allerdings auch der alte Reihensechzylinder mit 3995 Kubikzentimetern Hubraum verbaut ist, der mithilfe von drei SU-Gleichdruckvergasern 286 PS und 390 Newtonmeter maximales Drehmoment generiert, bleibt abzuwarten. Ebenso, ob die Kraftverteilung über das seinerzeit extrem fortschrittliche Fünfgangautomatikgetriebe von ZF erfolgt.

Eigentlich fuhr James Bond Bentley

Für Aston Martin ist der Umstand, dass der Geheimagent seiner Majestät, obwohl er auch Autos anderer Marken fuhr, immer wieder mit dem DB5 in Verbindung gebracht wird, besser als jede gekaufte Werbung. Dabei wird sich besonders Bentley ärgern. Denn in den James-Bond-Romanen von Ian Fleming fährt der Held Fahrzeuge mit dem geflügelten B auf dem Kühlergrill. Jaguar-Landrover hat es wenigstens geschafft, sich in den Filmen als Marke der Bösewichte zu etablieren und dürfte damit auch einiges an Aufmerksamkeit generieren.

Spannend dürfte sein, ob denn in den Aston-Martin-Repliken alle Gemeinheiten, die Filmausstattungsspezialist John Stears seinerzeit in den DB5 packte, auch in der Neuauflage enthalten sind. Schließlich gehören dazu die ausfahrbaren Klingen in den Radnaben ebenso wie die versteckten Rammstangen an Front und Heck oder die Maschinengewehre unter den vorderen Blinkern. Wie dem auch sei, wer die drehbaren Nummernschilder, den Schleudersitz, das Ölspray am Heck oder die Nebelwerfer testen möchte, kann das nur in der Garage oder auf dem eigenen Grundstück machen. Denn ein Hindernis gibt es für die Käufer der kommenden DB5-Repliken noch: Aston Martin weist ausdrücklich darauf hin, dass die Fahrzeuge keine Straßenzulassung haben.

Quelle: n-tv.de, hpr

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