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E-Motorrad aus München Black Tea Bonfire - der Vintage-Stromer

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Optisch nimmt die Bonfire Anleihen bei den frühen Enduros, wie etwa der Yamaha XT 250.

(Foto: Black Tea/Niclas Moser)

Ja, es gibt neben BMW einen weiteren Motorradhersteller in München. Natürlich ist das Start-up mit seinen Elektromotorrädern viel kleiner. Dafür darf man sich darauf, jedenfalls auf überschaubaren Strecken, wie ein Öko-Rebell im 70er-Jahre Look fühlen.

Black Tea nennt sich eine neue Zweiradmarke aus München, die bei ihren beiden bereits bestellbaren Modellen Bonfire und Bonfire X moderne Elektroantriebe mit dem Look der 70er-Jahre kombiniert.

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Der Batteriekasten der Bonfire sitzt da, wo sonst der Motor im Rahmen untergebracht wird.

(Foto: Black Tea/Niclas Moser)

Die 4000 Euro teure Bonfire orientiert sich optisch an frühen Enduros wie etwa die Yamaha XT 250. Dort wo sonst der Einzylinder im Rahmen steckt, hat Black Tea allerdings einen Batteriekasten untergebracht, der den im Hinterrad steckenden Nabenmotor mit Strom versorgt. Der mobilisiert 5 PS Nennleistung und 7,5 PS Spitzenleistung sowie ein maximales Drehmoment von 195 Newtonmetern.

Theoretisch wäre hier durchaus mehr möglich, doch um in Deutschland als Kleinkraftrad zugelassen zu werden, ist die Höchstgeschwindigkeit auf 45 km/h begrenzt. Entsprechend reicht der Führerschein der Klasse AM. Allerdings ist nicht nur die Leistung gering, auch die Reichweite, die die1,8 kWh leistende Batterie erlaubt ist mit 55 bis 75 Kilometern recht überschaubar.


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Natürlich hat die Bonfire trotz ihres Retro-Auftritts ein modernes Display am Lenker.

(Foto: Black Tea/Niclas Moser)

Das Aufladen auf 80 Prozent dauert an der Haushaltssteckdose knapp drei Stunden. Zu den Besonderheiten des E-Bikes gehören ein digitales Cockpit und LED-Tagfahrlicht im Rundscheinwerfer. Wer will, kann auch zu zweit auf der Bonfire reiten, aber die Reichweite wird dadurch nicht besser. Um den Stromer zum Stehen zu bringen, wurden vorn und hinten jeweils Scheibenbremsen verbaut.

Für 5300 Euro bietet Black Tea die Bonfire X, die sich insbesondere durch mehr Leistung, Reichweite und Höchstgeschwindigkeit auszeichnet. Das zudem dezent in Richtung Enduro getrimmte Modell hat mit 3,6 kWh die doppelte Akkukapazität und erweitert damit den Radius mit einer Ladung auf gut 100 Kilometer. Die Nennleistung wird mit 6 kW angegeben, die Höchstgeschwindigkeit mit über 90 km/h. Damit ist die X-Version ein Leichtkraftrad, für das der Fahrer dann bereits den Führerschein der Klasse A1 benötigt.

Quelle: ntv.de, hpr/sp-x

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