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Noch sind die Plätze nicht fix Die fünf meistverkauften E-Autos in der EU

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Momentan wird das Ranking von denjenigen E-Autos angeführt, die bereits seit einiger Zeit auf dem Markt sind.

(Foto: Collage)

Bei den E-Auto-Zulassungen in Europa hat sich mit Tesla, Renault und VW eine Spitzengruppe gebildet. Doch man kann dieses Bild durchaus als momentane Erscheinung betrachten, denn auch die Konkurrenz schläft nicht und liegt momentan dicht beieinander.

Die E-Auto-Neuzulassungen in Europa steigen auch in einem schwächelnden Gesamtmarkt. Rund 1,2 Millionen Einheiten sind im vergangenen Jahr laut der Beratungsagentur Jato in der EU neu auf die Straße gerollt. Die Top Fünf der erfolgreichsten Modelle hier auf einen Blick.

Tesla Model 3 (141.221 Neuzulassungen)

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Tesla liegt mit seinem Model 3 mit großem Abstand auf Platz Eins der Zulassungen in der EU.

(Foto: Tesla)

Die kalifornische Mittelklasse-Limousine konnte im vergangenen Jahr erstmals die Spitze der monatlichen europäischen Pkw-Bestsellerliste erklimmen - und dies sogar zweimal, im September und im Dezember. In der Gesamtjahresbilanz landete das Model 3 zwar unter "ferner liefen", die Rolle als Europa-Primus unter den E-Automodellen dürfte ihm aber in der nächsten Zeit nur schwer zu nehmen sein. Zu seinen Stärken zählen eine große Reichweite, ein geringer Verbrauch und ein ansprechendes Bediensystem.

Renault Zoe (71.579 Neuzulassungen)

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Der Renault Zoe ist etwas in die Jahre gekommen, verkauft sich aber immer noch gut.

(Foto: Renault)

Der Klassiker unter den europäischen E-Kleinwagen ist mittlerweile etwas in die Jahre gekommen, bleibt dank regelmäßiger Updates aber auf der Höhe der Zeit - vor allem beim Preis-Leistungs-Verhältnis. Trotzdem kamen auf jeden verkauften Zoe zuletzt zwei Tesla Model 3. Und von hinten machen modernere Verfolger wie der Fiat 500e und der Peugeot 208-e Druck. Zwei Jahre muss der kleine Renault aber noch durchhalten. Dann kommt der Nachfolger Renault 5 im Retro-Style.

VW ID.3 (69.090 Neuzulassungen)

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So richtig in die Gänge ist der VW ID.3 nicht gekommen. Dennoch belegt er in der Verkaufsstatistik den dritten Rang.

(Foto: VW)

Im ersten vollen Verkaufsjahr hat es die kompakte Limousine immerhin auf das Treppchen geschafft. Ohne Chipkrise und ohne die neue Konkurrenz durch das SUV-Schwestermodell ID.4 wäre vielleicht auch mehr als Rang drei drin gewesen. VW zeigt sich offiziell hochzufrieden und freut sich in seinen Mitteilungen auch über die hohe Eroberungs-Quote: 50 Prozent der Kunden wechseln demnach von einer anderen Marke. Im Modellschnitt der Wolfsburger liegt dieser Wert bei 36 Prozent. Allerdings war der elektrische Golf-Bruder bislang in seiner Größen- und Preisklasse relativ konkurrenzlos, was sich in diesem Jahr ändert, wenn Renault den Mégane E-Tech auf den Markt bringt.

VW ID.4 (54.476 Neuzulassungen)

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Der ID.4 erfreut sich bei den Käufern recht großer Beliebtheit und ist eine echte Konkurrenz für den Konzernbruder ID.3.

(Foto: VW)

Im Vergleich mit seinem Technik-Bruder ID.3 gilt der ID.4 als derjenige mit den besseren Marktchancen. Einfach, weil es sich um einen modischen Crossover handelt. Die Neuzulassungszahlen können das bei genauerem Hinsehen bestätigen, denn die Auslieferungen des Vierers startete erst im März; rechnet man die Zahlen auf zwölf Monate hoch, würde er knapp vor dem ID.3 landen. Vor allem, wenn man bedenkt, dass zunächst nicht alle Modellvarianten zu bekommen waren.

Kia Niro (46.790 Neuzulassungen)

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Der Kia Niro hat auch schon einige Jahre auf dem Buckel und steht kurz vor der Wachablösung.

(Foto: Kia)

Auch der Kia Niro zählt zu den Veteranen auf dem europäischen E-Auto-Markt. Seine große Stärke ist die Verbindung alltagstauglicher und ausgereifter Antriebstechnik mit einem relativ günstigen Preis. Vor allem in Ländern wie Holland, die früh auf das E-Auto gesetzt haben, zählt er zu den großen Bestsellern. In Deutschland steht er als E-Auto im Schatten des technisch verwandten Markenbruders Hyundai Kona, der 2021 auf rund dreimal so viele Neuzulassungen kam. Das könnte sich hierzulande allerdings ändern, wenn im Laufe des Jahres die neue Generation des Niro mit stark modernisiertem Design startet.

Während die ersten drei bis vier Plätze zunächst dauerhaft vergeben sein dürften, liegen die Neuzulassungszahlen auf den folgenden Rängen relativ eng beisammen. Was auch für die wachsende Zahl an attraktiven Angeboten spricht. Der Vollständigkeit halber hier die Plätze 6 -15 (zwischen 44.334 und 26.453 Neuzulassungen): Fiat 500, Škoda Enyaq, Hyundai Kona, Peugeot 208, VW Up, Nissan Leaf, Mini Cooper SE, Smart Fortwo, Dacia Spring.

Quelle: ntv.de, hpr/sp-x

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