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Skizze lockt 3000 Interessenten E-Auto-Startup mit großen Plänen

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So stellt sich Fresco Motors seinen Reverie eines Tages in den Weiten Norwegens vor.

(Foto: Fresco)

Wenn neue E-Auto-Anbieter an den Start gehen, dann nicht ohne berauschende Eckdaten. So auch Fresco Motors. Die Norweger wollen einen elektrischen Luxusgleiter an den Start bringen, der 300 km/h schnell wird und 1000 Kilometer weit fährt.

Bereits in den Nullerjahren versuchte sich mit Think ein norwegisches Unternehmen als Produzent von Elektroautos zu etablieren. Gut zehn Jahre nach deren Scheitern des E-Pioniers will jetzt das Startup Fresco Motors aus Trondheim erneut die norwegische Fahne im mittlerweile stark wachsenden E-Auto-Markt hochhalten. Statt einem Kleinwagen wie bei Think plant Fresco allerdings den Bau einer elektrischen Luxuslimousine mit Namen Reverie. Die soll mit 4,81 Meter Länge, 1000 Kilometer Reichweite und 300 km/h Höchstgeschwindigkeit zunächst vor allem Investoren locken.

Was die Angaben zur Technik betrifft ist, sind die Informationen bis Dato noch sehr dünn. Natürlich geben die Norweger bereits mit einem Sprint auf Landstraßentempo von unter drei Sekunden an. Was für ein Motor aber für diese gigantische Beschleunigung sorgen wird, bleibt vorerst das Geheimnis der Wikinger. Interessant ist aber, dass als Getriebe eine Viergang-Automatik mit Overdrive verbaut sein soll. Aber auch diese Aussage ist, liest man weiter, unverbindlich.

Alles etwas vage

Auch Informationen über einen Tauschakku, den es für den Reverie geben soll, sind eher vage. Soviel scheint aber sicher, die modular aufgebaute Lithium-Ionen-Batterie soll induktiv zu laden sein. Trotz all dieser unverbindlichen Informationen sollen für den Reverie, von dem es bislang nur Computerzeichnungen gibt, bei den Verantwortlichen von Fresco nach eigenen Bekundungen bereits 3000 Reservierungen vor allem aus Norwegen vorliegen. Wenn das stimmt, würde das einem Reservierungswert von über 60 Millionen Euro entsprechen.

Da sich die potentiellen Kunden mit einer Reservierung nicht zum Kauf des Autos verpflichten, bleiben auch diese Zahlen nur Makulatur. Auf jeden Fall will Fresco Motors alle Interessenten in Norwegen für eine Probefahrt vormerken. Von einer Serienproduktion ist Fresco also noch weit entfernt.

Zunächst will man per Crowdfunding-Aktion auf Indiegogo und einer Investmentrunde eine Million Euro unter anderem für den Bau eines ersten Prototypen sammeln. Der könnte dann 2021 präsentiert werden. Wie es weitergeht, bleibt abzuwarten.

Quelle: ntv.de, hpr/sp-x