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Ästhetische Harmonie Hyundai präsentiert Mobilitäts-Prophezeiung

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Die Studie Prophecy zeigt, wie Hyundai sich das Design seiner Fahrzeuge in der Zukunft vorstellt.

(Foto: Hyundai)

Hyundai hätte eigentlich auf dem Genfer Autosalon seine Studie Prophecy vorgestellt. Nun machen es die Koreaner wie alle anderen und präsentieren das kommende Design der Marke, das dem einen oder anderen durchaus bekannt vorkommen könnte, im Internet.

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Breitbau am Heck und fetter Heckspoiler? Erinnert ein wenig an einen Porsche 911.

(Foto: Hyundai)

Hyundai hätte, wenn er denn stattfinden würde, auf dem Autosalon in Genf einen Ausblick auf seine elektrifizierte Zukunft gegeben. Nun machen die Südkoreaner das, was alle machen: Sie zeigen ihr Show Car in einem Video im Internet. Prophecy nennt Hyundai das Konzeptfahrzeug mit ikonischer Silhouette. Böse Zungen könnten jetzt auch behaupten, dass die Studie doch sehr dem Audi TT gleicht, für den Hyundai-Designchef Peter Schreyer seinerzeit bei den Ingolstädtern verantwortlich zeichnete. Nun, wie dem auch sei, warum nicht auf Bewährtes zurückgreifen?

Wie der TT seinerzeit wartet auch der Prophecy mit kurzen Überhängen auf, hat aber einen wesentlich längeren Radstand, was ihn dann schon wieder in Richtung Porsche Panamera bewegt. Und was sagt der Leiter des Hyundai Global Design Center, Sang Yup Lee? "Der Prophecy wird einen Maßstab für das Elektroauto-Segment setzen und lässt das Hyundai-Designspektrum zu ganz neuen Horizonten aufbrechen." Zudem soll die Linie an einen über die Jahrhunderte vom Wasser geschliffenen Stein erinnern.

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Dank langem Radstand und E-Architektur soll der Prophecy viel Platz im Innenraum bieten.

(Foto: Hyundai)

Dank dieser Form verspricht Hyundai für den Prophecy auch exzellente aerodynamische Eigenschaften. Hinzu kommen Felgen mit Propellerform, die die Luft ansaugen und sie an der Karosserie entlangströmen lassen, so wie Wasser über einen Stein strömt. Natürlich erzeugt ein Heckspoiler Abtrieb, der dem Wagen bei höheren Geschwindigkeiten mehr Stabilität verleihen soll.

Interessant wäre jetzt natürlich, zu erfahren, wie der Prophecy befeuert wird, wie weit man mit ihm fahren kann und wie - was auch immer ihn bewegt - nachgefüllt oder -geladen wird. Aber darüber verraten die Koreaner rein gar nichts. Dafür aber, dass spezielle Öffnungen an den unteren Türkanten Luft von außen in den Innenraum strömen lassen, wo sie von der Hyundai Clean Air Technology aufbereitet wird. So soll eine konstante und angenehme Zirkulation im Inneren des Fahrzeugs entstehen, die, nochmals gereinigt, beim Entweichen sauberer als die Umluft ist.

Der Joystick ist zurück

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Im Innenraum gibt es Joysticks für die Steuerung und ein riesiges Display, das die Insassen sogar zum Filmeschauen einlädt.

(Foto: Hyundai)

Natürlich fährt der Prophecy autonom. Statt eines Lenkrades sorgen Joysticks für ein neues und intuitives Fahrerlebnis. Mit je einem Hebel in der Mittelkonsole und in der Türverkleidung, die einzeln oder gemeinsam genutzt werden können, steuert der Fahrer das Auto. Hm, wer sich erinnert, wird wissen, dass die Joystick-Technologie im Auto schon vielfach geprobt wurde, sich aber nie wirklich durchsetzen konnte.

Aber wie dem auch sei: Der Name ist Programm und so ist der Prophecy momentan nichts als eine Prophezeiung. Wie viel davon in der Zukunft umgesetzt wird, muss abgewartet werden. Für Hyundai jedenfalls definiert die Studie das künftige Design und "gibt einen Ausblick auf innovative Hyundai-Mobilitätslösungen von morgen". Also, wer weiß? Vielleicht kommen ja doch noch E-Autos mit ökologischen Materialien und Joystick.

Quelle: ntv.de