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CV3 mit viel Schräglage Kymco bringt ersten Dreirad-Roller

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Die Konstruktion an den Vorderrädern des Kymco CV3 ist der von Yamahas Niken sehr ähnlich.

(Foto: Kymco)

Bereits 2017 hat Kymco mit dem Konzept CV3 seine Dreiradradroller-Ambitionen angedeutet. Jetzt hat der Hersteller aus Taiwan die Serienversion vorgestellt und sich so gegen Piaggio, Peugeot und Yamaha in Stellung gebracht

Rollerhersteller Kymco bietet ab dem kommenden Jahr mit dem CV3 sein erstes dreirädriges Modell an. Wie bei den Mitbewerbern Piaggio MP3 oder Peugeot Metropolis setzen auch die Taiwanesen dabei auf eine Vorderachse mit zwei eng nebeneinander liegenden Rädern, die allerdings von einer Parallelogramm-Aufhängung mit doppelten USD-Telegabeln geführt werden.

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Ein Navigationssystem ist bereits an Bord, ebenso bietet das Dreirad Heizgriffe, Tempomat, ein Keyless-System sowie eine Neigungssperre der Vorderachse.

(Foto: Kymco)

Eine recht ähnliche Konstruktion setzt Yamaha bei dem dreirädrigem Motorrad Niken ein, allerdings werden die 13-Zoll-Räder bei der Kymco-Konstruktion von innen statt von außen geführt. Dank dieser aufwendigen Neigetechnik erlaubt der CV3 ein ähnliches Fahrverhalten mit viel Schräglage in Kurven, wie man es von Einspurfahrzeugen gewohnt ist. Gleichzeitig vermittelt das Fahrwerk dabei aber mehr Stabilität.

Mit Navi und Keyless-System

Wie andere Dreirad-Roller zeichnet sich auch der CV3 durch einen wuchtigen Vorbau aus, während sich zum mittig positionierten 15-Zoll-Hinterrad hin deutlich verschlankt. Die Frontverkleidung mit schnabelartiger Spitze und LED-Scheinwerfern dürfte dank großer Scheibe guten Schutz vor Wind- und Regen bieten. Im Cockpit blickt der Fahrer auf ein großes Farbdisplay. Ein Navigationssystem ist bereits an Bord, ebenso bietet das Dreirad Heizgriffe, Tempomat, ein Keyless-System sowie eine Neigungssperre der Vorderachse, was ein Abstellen des Rollers ohne Ständer erlaubt.

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Unter der Sitzbank des Kymco CV3 ist Platz für einen Helm.

(Foto: Kymco)

Der Fahrer nimmt eine aufrechte und entspannte Position auf einer breiten Sitzbank ein, die mit Lendenwirbelstützen für Fahrer und Sozius ausgestattet ist. Unter der Sitzbank ist Platz für einen Helm. Zusätzlich wird des für den CV3 Seitenkoffer und ein Topcase als Zubehör geben.

Dank eines Zweizylinder-Motors mit 550 Kubikzentimeter Hubraum und 52 PS wird sich der CV3 leistungstechnisch an die Spitze des Segments setzen. Der flüssiggekühlte Einspritzer ist übrigens nicht Teil einer Triebsatzschwinge, sondern versteckt sich unter der Sitzbank. Das Hinterrad wird wie bei einem klassischen Motorradfahrwerk von einer Zweiarmschwinge geführt, die Kraft per Zahnriemen ans Hinterrad übertragen.

Fahrleistungen und Verbrauch werden noch nicht genannt. Auch einen Preis gibt es für den CV3 noch nicht. Angesichts des Gebotenen erscheint ein niedriger fünfstelliger Betrag als sehr wahrscheinlich.

Quelle: ntv.de, hpr/sp-x