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Stadt-Scooter aus Berlin Naon Zero-One - toller Roller

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Der Zero-One von Naon ist weit davon entfernt, ein herkömmlicher E-Roller zu sein.

(Foto: Naon)

So ein E-Roller für die Stadt kann schon eine gute Sache sein. Vor allem, wenn er nachhaltig gebaut wird und der Akku seinen Besitzer über 140 Kilometer bringt. Aber der Zero-One vom Berliner Startup Naon hat noch einige andere Merkmale, die ihn deutlich aus der Masse heben.

Das Berliner Startup Naon will voraussichtlich 2023 mit dem Zero-One einen stylischen und technisch anspruchsvollen Elektro-Roller auf den Markt bringen. Der Stadt-Scooter zeichnet sich durch eine klare und reduzierte Designsprache sowie eine luftig-leicht wirkende Konstruktion aus. Darüber hinaus soll das Fahrzeug zu großen Teilen in Deutschland produziert und zudem in ein Kreislauf-Wirtschaftssystems eingebettet sein.

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Die Sitzbank der Zero-One bietet sogar Platz für zwei Personen.

(Foto: Naon)

Bislang haben die Berliner einen Prototypen vorgestellt, der sich durch einige interessante Designlösungen auszeichnet. Eine Besonderheit ist das in der oberen Hälfte transparente Beinschild, das für einen ungewöhnlichen An- und Durchblick sorgt. Laut Thorsten Schrader, bei Naon verantwortlich für die technische Entwicklung, filtert das Bauteil UV-Strahlen und bietet zudem eine kratzfeste Oberfläche. Ebenfalls transparent sind die kleinen am Lenker montierten Behälter für die Bremsflüssigkeit.

Nabenmotor für den Vortrieb

Als Antrieb kommt ein im Hinterrad integrierter Nabenmotor zum Einsatz. Eine Kraftübertragung per Riemen oder Kette erübrigt sich damit. Das per Zweiarmschwinge geführte und von einem Zentralfederbein angelenkte Hinterrad wirkt entsprechend leicht. Der Wechselakku wurde unterhalb vom Fußbrett untergebracht. Auffällig ist die ähnlich wie ein Hocker emporragende Zwei-Personen-Sitzbank, unter der sich ein Jethelm unterbringen lässt. Das schmale, zweiteilige LED-Rücklicht haben die Designer recht elegant auf der Rückseite des Sitzaufbaus integriert. Naon verspricht zudem hochwertige Brems- und Fahrwerkskomponenten. Als Cockpitanzeige dient ein Farbdisplay im Smartphone-Format. Der Zero-One soll zudem stets mit dem Internet verbunden sein und entsprechende Konnetivitätsfunktionen bieten.

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Für 6300 Euro soll es in Zukunft vom Zero-One auch eine Leichtkraftrad-Variante geben.

(Foto: Naon)

Dank des 9,3 PS und 200 Newtonmeter starken Elektromotors ist eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h möglich. Kunden haben die Wahl zwischen zwei Batterieversionen mit 2,4 oder 4,8 kWh. Der große Akku erlaubt eine Reichweite bis zu 140 Kilometer, verspricht das Unternehmen. Zudem hat man sich bei Naon Gedanken darum gemacht, das gesamte Produkt in eine Kreislaufökonomie einzubetten und viele Bauteile aus recycelten und recyclebaren Materialien herzustellen. So verfolgt das Startup unter anderem die Idee, den Miet-Akku mit Zellen aus zuvor ausgemusterten Traktionsbatterien zu bestücken. Zudem soll der in Deutschland gefertigte Alurahmen besonders langlebig und sein Rohmaterial wiederverwertbar sein.

Bislang gibt es vom Zero-One nur einen Prototypen. Noch in diesem Jahr will das Unternehmen eine fahrbare Variante aufbauen. Vermutlich Ende 2021 sollen Interessenten die Möglichkeit erhalten, den Roller vorzubestellen. Dann werden eine rund 4900 Euro teure 45-km/h-Version sowie eine 6300 Euro kostende Leichtkraftrad-Variante zur Wahl stehen. Diese vorläufigen Preise beziehen sich allerdings auf Fahrzeuge ohne Akku. Der muss wie schon erwähnt zusätzlich gemietet werden.

Quelle: ntv.de, hpr/sp-x

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