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Gewaltig und teuer Novus zeigt E-Bike mit Motorrad-Werten

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Das E-Bike von Novus präsentiert sich auf der CES in shlichter Schönheit.

Ein E-Bike mit 200 Newtonmeter Drehmoment gibt es nicht? Jetzt schon. Auf der CES stellt das deutsche Unternehmen Novus sein Elektro-Kraftrad vor, das nicht nur optisch einer Husqvarna Vitpilen Konkurrenz machen kann.

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Bis zu 100 km/h soll das E-Bike von Novus schnell werden.

Elektrische Antriebe erlauben beim Zweiraddesign viele Freiheiten. Von dieser Tatsache inspiriert, haben zwei junge deutsche Designer das Elektro-Kraftrad Novus entwickelt, das auf der Technikmesse CES in Las Vegas seine Premiere feiert. Das luftige Zweirad könnte man auf den ersten Blick für Husqvarna Vitpilen, nur ohne Motor halten, dann für ein Pedelec. Doch mit Blick auf die Fahrleistungen ist es dann wohl doch eher ein Leichtkraftrad. Preislich bewegt es sich sogar auf dem Niveau eines preiswerten Sportwagens.

Zwar wird die Leistung des in das Hinterrad integrierten Nabenmotors mit lediglich 8,4 PS angegeben, dennoch soll das dank vieler Carbonbauteile nur 40 Kilogramm leichte Designstück in der Spitze bis zu 100 km/h schnell fahren. Eindrucksvoll dürfte in jedem Fall der Antritt sein, denn die E-Maschine bringt ohne Umwege 200 Newtonmeter Drehmoment vom Hinterrad auf die Straße. Wie das allerdings angesichts des Gewichts und der dünnen Reifen für den Piloten zu kontrollieren sein soll, verrät Novus nicht. Für maximal 100 Kilometer reicht der Strom der Lithium-Ionen-Batterie, was nach Angaben des Herstellers etwa drei Stunden Fahrzeit in der Stadt entspricht. In etwa einer Stunde am Strom soll der Akku bis zu 80 Prozent aufgeladen sein.

Aufgeräumte Schlichtheit

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Das Smartphone ersetzt beim E-Bike von Novus das Cockpit.

Optisch besticht das Novus-E-Bike mit aufgeräumter Schlichtheit. Die kleinen LED-Leuchten vorn und hinten wurden nahezu unsichtbar in die schnörkellose Rahmenkonstruktion integriert. Statt eines Cockpits gibt es eine Smartphone-Halterung. Dockt der Nutzer sein Handy dort an, dient dieses zugleich als digitaler Schlüssel sowie Anzeige- und Bedieninstrument. Vom Lenker des E-Bikes bis zur LED-Heckleuchte zieht sich ein schwarzer Lederbezug. In ihn wurde auch der Startknopf integriert. Er liegt ungefähr dort, wo sich bei einem Motorrad der Tank befindet.

Technisch ist das Novus ansonsten recht schlicht gehalten. Bemerkenswert sind lediglich noch die 230 Millimeter großen Scheibenbremsen sowie die einstellbaren Federelemente für Vorder- und Hinterrad. Umso mehr verblüfft der Preis: Rund 41.000 Euro kostet der Leichtbau-Stromer. Zum Vergleich: Die ebenfalls auf der CES vorgestellte Harley-Davidson Livewire soll in den USA umgerechnet (exklusive Mehrwertsteuer) 26.000 Euro kosten. Novus will sein E-Bike auf 1000 Exemplare limitieren. Angesichts des Preises ein durchaus ambitioniertes Ziel.

Quelle: n-tv.de, hpr/sp-x

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