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Große Ketten sind interessiert Nuro R3 - der selbstfahrende Pizza-Bote

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Bis zu 230 Kilogramm kann der Nuro R3 transportieren.

(Foto: Nuro)

In den USA könnten schon bald Pizzen, die Post oder Dinge des täglichen Bedarfs von Roboterautos geliefert werden. Das kalifornische Startup Nuro hat nämlich den selbstfahrenden Lieferwagen R3 zur Serienreife gebracht. Und das Interesse der Kunden scheint groß.

Nuro ist ein mit dem chinesischen Autohersteller BYD kooperierendes Startup aus Kalifornien. Jetzt haben die US-Amerikaner die Serienversion eines selbstfahrenden Lieferfahrzeugs vorgestellt, das zeitnah in Nevada produziert werden soll. Zusammen mit BYD wird zudem ein Zulieferer-Netzwerk für die Großserienproduktion aufgebaut. Allein für die USA plant Nuro die Fertigung von mehreren zehntausend Exemplaren seines Lieferwagens.

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Der Laderaum des kleinen Liefermobil ist über zwei große Klappen zugänglich.

(Foto: Nuro)

Das fensterlose und elektrisch angetriebene Minimobil wird etwa 20 Prozent kleiner als ein normale Pkw sein. Der über zwei große Klappen zugängliche Transportraum bietet einen Stauvolumen von 765 Litern. Die beiden räumlich getrennten Boxen können beheizt oder gekühlt werden. Je nach Lieferzweck gibt es verschiedene Module und Möglichkeiten den Frachtraum aufzuteilen. Bis zu 24 gefüllte Einkaufstaschen mit einem Gewicht von bis zu 230 Kilogramm können im Nuro R3, so der vollständige Name, untergebracht werden.

Walmart, Fedex, Domino's

Angetrieben wird der Lieferwagen natürlich batterieelektrisch. Die Höchstgeschwindigkeit wird auf knapp 70 km/h begrenzt. Wichtig war für die Erfinder, dass sich der Nuro R3 selbständig und ohne Fahrer durch den Verkehr bewegen kann. Dafür wurde der Transporter mit einem ganzen Arsenal an Kameras sowie Radar- und Lidar-Sensoren mit Selbstreinigungsfunktion ausgestattet, die dem Bordrechner ein 360-Grad-Bild seiner Umgebung liefern.

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Zur eigenen und zur Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer ist der Nuro R3 mit externen Airbags ausgestattet.

(Foto: Nuro R3)

Grundsätzlich ist der Nuro R3 auf eine defensive Fahrweise ausgerichtet, dennoch gibt es als Neuheit für die dritte Generation einen externen Airbag in der Front, der bei einem Aufprall nicht nur den R3 selbst, sondern auch den Unfallgegner schützen soll.

Tatsächlich hat das Unternehmen bereits verkündet, dass das Interesse am Nuro R3 erstaunlich groß sei. Vor allem Lieferdienste und Märkte wollen das Fahrzeug in Zukunft einsetzen. Unter den künftigen Kunden sollen so namhafte Unternehmen wie Walmart, Fedex oder der Pizza-Lieferservice Domino's sein.

Quelle: ntv.de, hpr/sp-x

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