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Ende 2018 soll das Podbike auf den Straßen rollen.
Ende 2018 soll das Podbike auf den Straßen rollen.
Sonntag, 26. November 2017

Jetzt kommt das Kabinen-Pedelec: Podbike - fast wie ein E-Auto

Mit dem Fahrrad bei Wind und Wetter ist nicht jedermanns Sache. Deshalb hat die Firma Elpedal ein altes Konzept ausgegraben und in ein zeitgenössisches Kleid gesteckt. Herausgekommen ist das Podbike: ein Kabinen-Rad mit E-Antrieb.

Damit der Ein- und Ausstieg erleichtert wird fährt die Kanzel ganz nach hinten.
Damit der Ein- und Ausstieg erleichtert wird fährt die Kanzel ganz nach hinten.

Kabinenfahrräder sind keine neue Erfindung, doch eigentlich könnten sie eine interessante Alternative zu Autos sein. Schließlich bietet eine solche Konstruktion Schutz vor Kälte und Regen. Zudem lässt sie sich im Vergleich zu normalen Fahrrädern effizient bewegen. Eine geschlossene Konstruktionen erlaubt nämlich eine deutlich bessere Aerodynamik, weshalb sich mit einem Kabinenrad bei vergleichsweise wenig Kraftaufwand hohe Geschwindigkeiten erzielen lassen.

Das gut 2,30 Meter kurze Podbike der norwegischen Firma Elpedal steht wie ein Auto auf vier Rädern, allerdings mit einer vergleichsweise schmalen Spur. Beim Chassis setzt Elpedal auf eine solide anmutende Konstruktion aus genieteten Alublechen. Zentral im Fahrzeuginneren befindet sich ein leicht nach hinten geneigter Einzelsitz. Direkt vor und unterhalb des Sitzes ist ein Fahrradlenker, über den sich das Podbike steuern lässt.

Bis zu 60 km/h schnell

Mit Blinkern, Rücklicht und Scheinwerfern kann im Straßenverkehr nichts schief gehen.
Mit Blinkern, Rücklicht und Scheinwerfern kann im Straßenverkehr nichts schief gehen.

Zwischen den Vorderrädern gibt es einen gekapselten Pedalantrieb. Im Fahrzeugheck befindet sich zudem ein E-Antrieb mit zwei Nabenmotoren, der die vollgefederte Hinterachse antreibt. Bis zu 60 km/h soll das knapp 60 Kilogramm schwere Vierrad-Bike damit schnell werden. Es wird auch eine Pedelec-Variante geben, bei der der E-Motor lediglich bis maximal 25 km/h antreibt.

Anders als bei den meisten E-Bikes verzichtet Elpedal auf eine physische Verbindung zwischen Pedal- und E-Antrieb. Vielmehr kann der Fahrer dank einer Sensorsteuerung mit der Intensität seiner Pedalbewegung die Geschwindigkeit regulieren und zugleich über einen Generator die in ihrer Größe skalierbare Batterie laden. Fährt man bergauf, wird die Trittfrequenz beibehalten, ohne dass dabei die Geschwindigkeit sinkt, da der Motor automatisch stärker unterstützt.

Marktstart ist für Ende 2018 geplant

Wie auf Computerretuschen zu sehen, soll die Karosserie eine besonders große Glaskuppel bieten, die sich nach oben öffnen lässt und damit einen leichten Einstieg ins Fahrzeug ermöglicht. In die Karosserie, die eine relativ hohe Crashsicherheit gewährleisten soll, sind Scheinwerfer und Blinker integriert. Im Heck bietet das Rad einen Stauraum mit ausreichend Platz für einen kleinen Fahrgast.

Wer sich für das Podbike Feuer gefangen hat, kann bereits online vorbestellen. Noch sind allerdings die Entwicklungsarbeiten nicht abgeschlossen. Bislang hat Elpedal nur ein fahrfertiges Chassis ohne Aufbau vorgestellt. Doch bereits Ende des kommenden Jahres will man mit der Auslieferung beginnen. Rund 5500 Euro dürfte das Podbike dann in Deutschland kosten.

Quelle: n-tv.de