Neu und hochmodern im Retro-LookSinger Porsche 911 Carrera Cabrio - mit Cosworth-Herz und Frischluftoption

Singer wirft sein schickes Wide-Body-Kleidchen nun auch über das 964-Cabriolet. Hinzu kommt ein starkes Cosworth-Herz. Vor der zugleich betagten wie topmodernen Schönheit wird es lediglich 75 Exemplare geben. Leisten können sich das ohnehin nur wenige.
Der kalifornische Restomod-Spezialist Singer Vehicle Design erweitert sein jüngstes 911-Umbaupaket um eine offene Variante: Auf das im Februar 2025 präsentierte Carrera Coupé folgt jetzt das Carrera Cabriolet. Während vom geschlossenen Modell 100 Exemplare entstehen, ist die Stoffdachversion auf 75 Fahrzeuge limitiert. Stilistisch zitiert der Umbau die Wide-Body-Ästhetik der Carrera-Modelle der 1980er-Jahre, technische Basis ist eine überarbeitete Porsche-964-Karosserie.
Wie beim Coupé setzt Singer auf eine strukturell verstärkte Originalkarosse, die mit neu gestalteten Außenhaut-Teilen aus kohlefaserverstärktem Kunststoff kombiniert wird. Breite Radhäuser spannen sich über 18-Zoll-Zentralverschlussräder mit Michelin-Pilot-Sport-Bereifung.
Novum: Zusatzscheinwerfer mit Klappmechanismus
Modernisierte Rundscheinwerfer mit klassischer Anmutung fügen sich harmonisch in den Retro-Look ein. Ein Novum in der Elfer-Welt sind die per Klappmechanismus aus der Fronthaube ausfahrenden Zusatzscheinwerfer.
Für das Cabriolet entwickelte Singer ein leichtes Faltdach mit Z-Mechanismus. Die Stoffpelle verschwindet vollständig unter einer Abdeckung, was für eine elegante Linienführung auch im Offenmodus sorgt. Hinzu kommt ein neu aufgebauter und modernisierter Innenraum. Dabei treffen klassische Zitate auf moderne Materialien und eine sportlich-funktionale Ergonomie.
Motor basiert auf Originaltriebwerk des 964
Angetrieben wird das Carrera Cabriolet von einem 4,0-Liter-Sechszylinder-Boxer, der auf dem Originaltriebwerk des 964 basiert und von Cosworth überarbeitet wurde. Der frei saugende Motor leistet 309 kW/420 PS und dreht bis 8.000 U/min. Eine variable Ventilsteuerung soll für spontanes Ansprechverhalten auch bei niedrigen Drehzahlen sorgen.
Über ein manuelles Sechsganggetriebe gelangt die Kraft allein an die Hinterachse. Abgase gelangen über eine Titan-Auspuffanlage in die Umwelt.
Moderne Errungenschaften an Bord
Das Fahrwerk hat ebenfalls ein Upgrade erfahren: Elektronisch geregelte Dämpfer mit vier Modi, ein bordsteinfreundliches Nose-Lift-System sowie neue Carbon-Keramik-Bremsen gehören zur Serienausstattung. Auch moderne Errungenschaften wie ABS, Traktionskontrolle und ESP von Bosch sind an Bord.
Preise nennt Singer nicht. Jeder Umbau entsteht jenseits eines Grundpakets individuell nach Kundenwunsch, entsprechend stark variieren die Endkosten. Frühere Projekte der Kalifornier bewegten sich je nach Ausführung zwischen rund 440.000 und 1,8 Millionen Euro.