Auto

Erstmals als Plug-in-Hybrid Skoda Superb - Facelift für das Flaggschiff

Der_SKODA_SUPERB_iV_mit_Plug_in_Hybrida_20190524_0822.jpg

Mit dem Facelift präsentiert Skoda den Superb erstmals auch als Plug-in-Hybrid.

(Foto: Skoda)

Nach vier Jahren frischt Skoda sein Flaggschiff den Superb auf. Das betrifft nicht nur kleine optische Veränderungen und LED-Licht. Erstmals fährt der Superb jetzt als Plug-in-Hybrid und Offroad-Freunde dürfen sich über eine Ausführung als Scout freuen.

Skoda_Superb_LK_mont6_Rear.jpg

Das Heck des Superb trägt jetzt den großen Skoda-Schriftzug.

(Foto: Skoda)

Der Superb ist für Skoda eine Erfolgsgeschichte. Seit seiner Premiere im Jahr 2001 hat der tschechische Mittelklässler zahlreiche Autofahrer überzeugt. Weit über eine Million Kunden haben sich unterdessen für den Technikbruder des VW Passat entschieden – und damit dem günstigeren und geräumigeren Skoda den Vorzug gegeben. Die nächste Passat-Generation wird gleich gar nicht mehr in Emden gebaut, sondern bei Skoda in Kvasiny und wenn man den Gerüchten glauben darf, sollen die Tschechen auch die Entwicklungshoheit über die kommende Mittelklasse-Generation erhalten. Bis es soweit ist, fährt aber erst einmal die dritte Generation als Limousine und Kombi frisch geliftet vor und steht ab Herbst für mindestens 28.000 Euro beim Händler.

Wie üblich, haben die Designer im Zuge des Facelifts Hand an Front und Heck gelegt. Mit der neuen Frontschürze gibt es auch einen größeren Kühlergrill mit Doppelrippen, der etwas weiter nach unten ragt. Daneben fallen neue, breitere Scheinwerfer auf, die schon in der Basis-Version mit LED-Technik die Straße ausleuchten. Erstmals bei Skoda sind jetzt auch Voll-LED-Matrix-Scheinwerfer erhältlich. Als Spielerei gibt es nun auch beim Superb animierte Blink-Lichter.

Digital und mit Gestensteuerung

Skoda_Superb_L&K_dashboard__1_.jpg

Im Innenraum wird der Superb digitalisiert, ansonsten ändert sich an der Optik nichts.

(Foto: Skoda)

Am Heck strahlen ebenfalls Leuchtdioden in die Nacht. Statt aber wie andere Hersteller auf ein durchgängiges Lichtband zu setzen, verbindet Skoda nach alter Art die Rücklichter mit einer Chromleiste. Nach Scala und Kamiq bekommt nun auch der Superb den ausgeschriebenen Skoda-Schriftzug am Kofferraumdeckel. Wer sich künftig für die Top-Ausstattung Laurin & Klement entscheidet, erhält zudem noch ein bisschen mehr Chrom-Dekor. Das soll, ebenso wie die farbigen Kontrastnähte, auch den Innenraum aufwerten. Dort ziehen jetzt digitale 10,25-Zoll-Instrumente ein, auf der Infotainment-Seite stehen drei Touchscreen-Systeme mit 8- beziehungsweise 9,2-Zoll-Display zur Verfügung.

Das Top-System reagiert dann auch auf Gestensteuerung, ist selbstredend online und soll sich prima mit allen Smartphones verstehen. Die können künftig in einer größeren Phone-Box induktiv geladen werden. Unterstützung erfährt der Fahrer im gelifteten Superb durch weitere Assistenten: Der vorausschauende Abstands-Tempomat reagiert mit dem Facelift auf Temposchilder und Kurven, der Emergency Assist leitet - wenn der Fahrer nicht mehr reagiert - eine kontrollierte Notbremsung am Fahrbahnrand ein und der Front Assist erkennt Fußgänger auf der Fahrbahn und tritt wenn nötig selbstständig auf die Bremse.

Sechs Motoren und Plug-in-Hybrid im Angebot

Skoda_Superb_PHEV_HomeCharging_300dpi__1_.jpg

In dreieinhalb Stunden soll der Akku des Plug-in-Hybrid wider vollständig geladen sein.

(Foto: Skoda)

Unter der Haube stehen sechs Triebwerke zur Verfügung. Die Diesel schöpfen aus 1,6 Liter Hubraum 120 PS und aus 2,0 Litern 150 PS und 190 PS. Für die Einhaltung der Euro6d-Temp-Norm soll ein SCR-Katalysatoren mit AdBlue-Reinigung sorgen. Im Basis- und Top-Selbstzünder ist ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe Serie, für die stärkste Version gibt es auf Wunsch auch Allrad. Die 150-PS-Version fährt ab Werk mit Sechsgang-Handschaltung vor, die auch für den 1.5-TSI-Einstiegsbenziner mit 150 PS vorgesehen ist. Der neue Zweiliter-Benziner mit 190 PS und der Spitzen-Otto mit 272 PS (ebenfalls ein 2.0 TSI) fahren wiederum serienmäßig mit dem Siebengang-Doppelkuppler vor – der stärkste Benziner gibt seine Kraft zudem immer an beide Achsen ab. Alle drei Benziner pusten ausschließlich partikelgefilterte Abgase in die Umwelt, zum Verbrauch macht Skoda noch keine Angaben.

Ganz neu im Angebot ist mit dem Skoda Superb iV der erste Plug-in-Hybrid der Marke: Die Kombination aus 1,4-Liter-Benziner mit 156 PS, E-Motor mit 116 PS und Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe stellt eine Nennleistung von 218 PS bereit. Bis zu 55 Kilometer soll der Superb iV nur mit dem Strom aus der 13 Kilowattstunden leistenden Batterie fahren. Aufladen lässt sich der Akku über den Anschluss im Kühlergrill mit bis zu 3,6 kW in dreieinhalb Stunden – allerdings verkleinert der Stromspeicher das Kofferraumvolumen um rund 150 Liter auf 485 Liter (Limousine) respektive 510 Liter (Kombi) ein. Optisch unterscheidet sich der Hybrid in Details an der Front vom Standard-Superb, außerdem macht er beim Rollen mit dem Soundgenerator E-Noise auf sich aufmerksam. Interessant: Den Anhänger-Assistent und die 360-Grad-Kamera gibt es ausschließlich für den Hybriden. Warum? Das weiß nur Skoda.

Skoda_Superb_Scout_1.jpg

Auch eine Ausführung als robuste Scout-Variante wird es vom Superb in Zukunft geben.

(Foto: Skoda)

Wer will, kann den neuen Superb als Limousine oder Kombi in der Sportline-Ausführung ordern, die mit schwarzem Dekor und Rädern und einem zehn Millimeter tieferem Fahrwerk auf sich aufmerksam macht. Die dynamische Ausstattung ist für alle Motoren bis auf den Basis-Diesel erhältlich. Ausschließlich mit den beiden Top-Triebwerken ist dagegen der Superb Scout erhältlich: Erstmals punktet so auch das Flaggschiff der Tschechen mit 15 Millimetern mehr Bodenfreiheit, Aluminium-Unterfahrschutz und robusten Plastik-Planken. Der obligatorische Allradantrieb wird um einen speziellen Offroad-Fahrmodus erweitert, innen gibt es außerdem schickes Holz-Dekor und Scout-spezifische Stoffsitze.

Quelle: n-tv.de, hpr/sp-x

Mehr zum Thema